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The Bloody Heart

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Fantasy / P16 / Mix
Alexander "Alec" Lightwood Clarissa "Clary" Fray Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Magnus Bane Sebastian Verlac / Jonathan C. Morgenstern Simon Lewis
09.05.2021
26.06.2021
4
6.024
 
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06.06.2021 3.490
 
Bisher hatte ich noch nicht richtig realisiert was passiert war, dass Engel jetzt gegen Engel/Dämonen Krieg führten bzw. dabei waren diesen zu beginnen. Mein Vater brauchte eine Hülle - eine menschliche Hülle und ich hatte den Auftrag, sie ihm zu besorgen. Es hatte etwas mit der Blutlinie zu tun, dass wusste ich. Laut Legende gab es einen Vater und seine zwei Söhne, die aus der Linie von Kain und Abel abstammen, den Söhnen Adam und Evas.
>>Ich werde sehen was ich tun kann. Erwarte aber nicht zu viel von mir oder dass ich mich besonders anstrenge.<<
Ich glaube dies war so der Moment gewesen, in dem meinem Vater endlich mal bewusst wurde, was er mir angetan hatte.
>>Louisa...-<<
Doch ich ließ ihn nicht ausreden, denn er hatte genug meines Lebens zerstört. Dank ihm hatte ich nie die Möglichkeit gehabt meine Mutter kennenzulernen und zu erfahren, wer sie eigentlich war.
Er hat mich nur kontrolliert und mir Befehle erteilt, doch damit war jetzt Schluss. Ich würde mein Leben von nun an selbst bestimmen.
>>...-spar dir jetzt jegliche Moral bitte. Ich treffe ab heute eigene Entscheidungen und es ist mein Leben und nicht deines. Du hast Mutter getötet und mir Izzy weggenommen, das verzeihe ich dir nie und möge Gott dir gnädig sein, wenn wir uns wiedersehen.
Lebwohl Vater.<<
Er rief noch hinter mir her, doch es war zu spät. Meine Entscheidung war gefallen. Ich würde die Misison als Alibi nutzen und den Himmel für alle Zeit verlassen. Wenn mich die Lust überkam, würde ich vielleicht sogar die Misison beenden. Aber eher wahrscheinlich nicht.
Zum Tor zu gelangen war trotz meiner Alibimission aber nicht leicht gewesen.
Der treueste Diener meines Vaters, Trauriel, stellte sich mir in den Weg.
Ich zog meine Waffe. Es war ein langer, spitzer und dicker Dolch aus hartem Material und die einzige Waffe, mit der man Engel töten konnte.
Dieser Kampf würde nicht leicht werden, dass wusste ich von der ersten Sekunde an, in der ich ihm in die Augen sah.
>>Du solltest deine Mission beenden und wiederkehren. Ich lege dir zwei Optionen offen...
1. Du bleibst hier und ich erledige die Misison und du wirst dich im Ruhm der Schande wiederfinden.
2. Ich begleite dich und wir beenden die Misison gemeinsam und vergesen das alles hier.<<

Glaubte er ernsthaft, dass ich mich drauf einließ? Geschweige denn auch nur eine Sekunde über dieses 'Angebot' nachdachte?
Da hatte er sich aber getäuscht.
>>Ich denke, wir beide kennen meine Antwort!<<
Und schon lief ich auf ihn zu.
Kurz vor ihm sprang ich hoch, flog ein kleines Stück auf ihn zu, machte über seinem Kopf hinweg einen Vorwärtssalto, landete ein Stück hinter ihm, drehte mich um und stach ihm dann blitzschnell in den Rücken.
Doch mein Dolch traff nur seinen Dolch und es gab ein klirrendes Geräusch, als sie aufeinander trafen.
Zugegeben, ich hatte auch nicht damit gerechnet, dass es so einfach werden würde. Ich war langsamer und schwächer als vollwertige Engel.
Doch jeder hatte seine Schwächen und die musste man gegen seinen Gegner verwenden.
Trauriel schlug mir den Dolch aus der Hand und er flog ein paar Meter von mir weg zur rechten Seite.
Jetzt fühlte er sich wahrscheinlich überlegen.
Dann griff er mich an und ich hatte keine große Mühe den Dolchangriffen auszuweichen.
Ich wechselte in den Angriff über und trat nach ihm mehrmals hintereinander, dabei drehte ich mich immer schön in die richtige Richtung, um ihn besser treffen zu können.
Meine Tritte wehrte er mit seinen Armen wie nichts ab. Allerdings dxjaffte ich es, ihm den Dolch aus der Hand zu treten. Er sprang zurück, um wieder Abstand zwischen uns zu schaffen, doch ich nutzte die Gunst der Stunde und sprang meterhoch in die Luft, ehe ich auf seinen Schultern landete und mich mit den Beinen um seinen Hals festklammerte wie ein Affe.
Er wehrte sich wie wild und versuchte sich zu befreien, doch mein Griff war fest und ich ließ nicht los.
Ich nahm meinen zweiten Dolch, den ich versteck hatte in meiner Jacke, und stach zu - direkt in Kopf rein. Blut quoll aus der Wunde und lief an seinem Kopf hinab.
Meine Griff lösend sprang ich von seinen Schultern. Trauriel fiel nach vorne und blieb liegen - er war tot.
Mit schnellen Schritten lief ich zum Tor zur Erde. Bevor sie mich in die Finger bekamen und wegsperrten.

Am Tor angekommen ging ich, ohne mich nochmal umzudrehen, durch.
Hier hielt mich nichts mehr und es konnte nur besser werden. Dann sah ich nur noch schwarze Leere.

Ich wusste nicht, wie viel Zeit schon vergangen war, als ich wieder aufwachte und zu mir kam.
Ich stand vorsichtig Schritt für Schritt auf, klopfte mir den Schmutz von der Hose und sah mich um. Einer der Vorteile eines Halbengels wir besaßen richtige menschliche Körper.
Ich befand mich in einer Gasse wohl in einer Nebenstraße.
Es war nur noch herauszufinden, wo genau ich mich befand. Also die Stadt und das Land zu wissen, wäre schön gewesen.
Ich trat aus der Gasse raus und war sogleich am Empire State Building. New York also...
Ich lächelte aus vollen Herzen und selbst, dass es zu regnen begann, war mir total egal.
Ich schloss die Augen, lehnte mich zurück und ließ die Regentropfen auf mein Gesicht nieder prasseln.
Es war ein herrliches Gefühl frei zu sein, auch wenn ich jetzt als Verräterin galt.

Ich vergaß alles um mich herum, selbst, dass mein Onkel in der Hölle seine Rachepläne schmiedete und alle Engel und Menschen vernichten wollte.
Ich wurde schlussendlich durch einen Schubs und einem Fall auf dem Boden aus meiner Traumwelt gerissen.
Ein braunhaariger Junge mit Brille hatte mich angerempelt und zu Fall gebracht.
>>Autsch...<<, kam es ziemlich verspätet von mir.
Erschrocken drehte 'mein Angreifer' sich zu mir und sah mich mit großen Augen ab.
>>Oh Gott, es tut mir so leid. Bitte entschuldige, aber ich habe dich echt nicht gesehen.<<
Er reichte mir seine Hand und wollte mir so wohl aufhelfen.
Ich nahm seine Hand und stand wieder auf.
>>Du solltest echt aufpassen wem du umrennst für die Zukunft und so klein bin ich nun auch wieder nicht.<<
Beleidigt zog ich einen Schmollmund, denn ich hasste es auf meine Größe angesprochen zu werden.
1.60 war für mich eine relativ normale Größe. Auch wenn ich mir oft wünschte, größer zu sein.
>>Ich meinte das nicht bezogen auf deine Größe. Wirklich nicht. Du bist ehrlich gesagt sogar ziemlich hübsch...<<
Dies zauberte mir dann doch ein kleines aber ehrliches Lächeln ins Gesicht.
Irgendwie war dieser Junge... anders.
>>Danke, sowas von einem Menschen zu hören und dann noch einem Jungen ist wirklich sehr charmant.<<
Er zog belustigt eine Augenbraue nach oben.
>>Was bist du dann? Etwa ein
Engel?<<
Er lachte laut los. >>Sowas gibt es doch gar nicht!<<
Er hatte ja keine Ahnung wie sehr er damit richtig lag und mein Lächeln wandelte sich in ein leichtes Grinsen.
>>Glaubst du etwa nur an das was du siehst? Ich bin übrigends Louisa McCloud. Freut mich sehr dich kennenzulernen.<<
>>Simon Lewis, freut mich ebenso.
Aber sag mal, was machst du hier in der Nähe wieder Gasse?<<
>>Du bist doch auch hier und die Wahrheit würdest du mir sowieso nicht glauben, also belassen wir es bei 'ich habe mich verlaufen'.<<
>>Okaaay... wie du meinst und ich nehme diese Gasse als Abkürzung zum College.<<
>>Du studierst? Klingt cool. Was studierst du denn?<<
>>Finanzwesen. Meine Mutter möchte, dass ich Steuerberater werde...<<
>>Klingt nicht so, als würdest du das auch wollen<<, stellte ich mit ernster Miene fest.
>>Ich spiele in einer Band und würde liebend gerne damit mein Geld verdienen. Aber ich bin halt ihr einziger Sohn...<<
>>Schwer ruht das Haupt, das eine Krone drückt oder wie sagt man?<<
Simon lachte. >>Genau so. Aber sag mal, wenn du dich 'verlaufen' hast.
Wo wohnst du denn?<<
Ich seufzte traurig, denn darüber wollte ich nun wirklich nicht sprechen. Es war schwer genug, dass ich einen meiner Brüder getötet habe.
>>Ich bin weggelaufen von Zuhause und mehr musst du nicht wissen.<<
>>Du bist ein seltsames Mädchen und scheinst viele Geheimnisse zu haben.
Wahrscheinlich wäre es das Beste, mich von dir fernzuhalten...<<
Simon war ein schlauer Fuchs und sehr nett. Ich mochte ihn schon jetzt.
>>Wahrscheinlich....und willst du das denn?<<
>>Nein, aber wenn du keine Bleibe hast, dann kannst du bei mir wohnen. Meine Mutter hat sicherlich nichts dagegen, wenn ich ihr alles erkläre.<<
Ernsthaft? Ich sollte bei ihm und seiner Mutter wohnen?
Ich war über dieses Angebot gleichermaßen überrascht wie erfreut und verwirrt.
Nie hätte ich gedacht, meinen ersten Menschen zu treffen, der so freundlich und voller Güte war.
>>Okay, aber nur für ein paar Tage, bis ich weiß wo ich in Zukunft wohnen kann. Ich möchte deine Gastfreundschaft nicht unnötig überstrapazieren oder ausnutzen.<<
Damit war er wohl einverstanden, denn er nickte und führte mich in Richtung seines Zuhauses.

Wir liefen und liefen... Ich hatte schon das Gefühl, gar nicht mehr irgendwo anzukommen, bis wir an der U-Bahnstation ankamen und in den Stadtteil Brooklyn fuhren.
Dann war es nur noch ein paar Blocks weit und wir waren endlich da.
>>Und ich dachte schon, dass du am Ende der Welt lebst.<<
>>Nein, wahrscheinlich nur am Ende von Brooklyn.<<
Simon grinste und schloss dann die Tür auf und trat ein. Ich folgte ihm unschlüssig, blieb dann ihm Flur stehen.
>>Mum, ich bin Zuhause<<, rief er durch das Haus.
Sofort kam auch die Antwort:
>>Bin in der Küche, Liebling.<<
Simon errötete bei dem Kosenamen und sah mich entschuldigend und beschämt an.
>>Entschuldige, sie gewöhnt sich das einfach nicht ab...<<
Doch ich lächelte ihn aufmunternd und verständnisvoll an. Ich hätte liebend gerne eine Mutter, die alles für mich tat und sich Sorgen machte. Dafür würde ich sogar Kosenamen in Kauf nehmen.
>>Kein Problem. Deine Mutter liebt dich und das muss dir nicht peinlich sein. Ich schätze sie als beste Mutter der Welt ein.<<
>>Das ist sie wirklich. Nur etwas überfürsorglich und ängstlich seit dem Tod meines Vaters...<<
Plötzlich empfand ich Mitleid für ihn und auch immer mehr Sympathie, denn wir hatten soviel gemein.
>>Wir haben viel gemeinsam, Simon.
Ich habe keine Mutter mehr und du keinen Vater. Ich verstehe deinen Schmerz und die Sorge deiner Mutter.<<
Sanft lächelnd nahm ich seine Hand in meine eigene.
>>Komm deine Mutter wartet.<<
Hand in Hand gingen wir zwei in die Küche, wo seine Mutter am Kochen war.
Als sie sich umdrehte, und erblickte und dann das Händchen halten sah,
wurde ihr Blick erst von Überraschung gezeichnet und dann von ehrlicher, purer Freude.
>>Simon, du hast mir nicht erzählt, dass du Besuch mitbringst und dass du jetzt eine Freundin hast<<, erklang ihre Stimme mir einem leichten vorwurfsvollen Unterton in der Stimme.
>>Muuuum....<<, erwidere Simon gequält langgezogen.
Ich konnte mich nun nicht mehr zurückhalten und fing laut an loszulachen.
Natürlich sahen mich beide an, als wäre ich verrückt geworden, doch schlussendlich steckte sie mein Lachen wohl an und sie stiegen mit ein. So ging dies einige Minuten, ehe wir uns wieder beruhigten.
>>Bleibt deine Freundin zum Abendessen?<<
Ich erblaste, war es wirklich schon Nachmittag? Die Uhrzeit veriet mir, dass es tatsächlich schon weit nach
17 Uhr war.
Wie schnell doch auf der Erde die Zeit verging. Im Himmel bedeutete Zeit nichts...
>>Sie bleibt nicht nur zum Abendessen, sondern auch über Nacht...<<, drückte Simon sich nicht gerade geschickt aus, nachdem was eben passiert war. Ich räusperte mich und machte ihn auf seinen 'Fehler' aufmerksam, denn auch seine Mutter guckte etwas verstört rein.
>>Sie hat zurzeit keine Wohnung. Ihr Vater schlägt sie und sie ist abgehauen...<<, setzte Simon schnell noch dran.
Ich sah ihn zuerst sauer und verwirrt an, begriff dann aber, dass er das sagte, damit ich bleiben konnte.
>>Das tut mir sehr leid für dich Liebes. Natürlich darfst du gerne hierbleiben, aber dass Zimmer deiner Schwester ist von ihr belegt und ein Gästezimmer haben wir nicht...<<
>>Ich kann gerne auf dem Sofa schlafen.<<
>>Kommt nicht in Frage! Dann schläfst du eben in meinem Zimmer und wir teilen uns ein Bett!<<
>>Simon!<<
Angesprochener wurde leicht rot um die Nase, hielt aber dem bösen Blick seiner Mutter stand.
>>Es ist für mich okay. Ich bin dankbar überhaupt heute Nacht wo schlafen zu können.<<
Simons Mutter schien immer noch nicht ganz überzeugt zu sein, doch Simon zog mich einfach mit sich mit.
>>Wir kommen dann zum Abendessen später<<, rief er noch kurz zu seiner Mutter, ehe wir in seinem Zimmer verschwanden.

>>Dein Zimmer ist hübsch, nur ziemlich unordentlich...<<
>>Tut mir sehr leid, aber ich bekomme nicht so oft Besuch und schon gar keinen weiblichen.<<
>>Schon gut. Danke, dass ich bei dir wohnen darf. Ich verspreche, dass es auch nur für ein paar Tage ist.<<
>>Keine Ursache und es ist wirklich nicht so leicht in New York ein bezahlbares Apartment zu finden.<<
>>Ich denke, dass ich mich wohl nach einem Job umsehen muss...<<
>>Um legal Geld zu verdienen, ist das wirklich die beste Lösung.<<
>>Würdest du mir helfen?<<
>>Klar, wir können uns gerne morgen mal umsehen in der Stadt, welche Läden eine Aushilfe brauchen.<<
Ich nickte ihm dankbar zu.
>>Wie sieht es bei dir mit Klamotten aus? Du hast ja nicht wirklich eine Tasche dabei...<<
>>Tja, das sind meine einzigen Klamotten zurzeit.<<
>>Ich bin sicher, dass meine Schwester dir etwas leihen kann.<<
>>Tut ihr das eigentlich für alle Fremde?<<
>>Natürlich nicht, aber ich mag dich sehr und du scheinst mir auch ein nettes Mädchen zu sein. Ich bin so erzogen, jemanden in der Not zu helfen.<<
Ich lächelte und ließ mir seine Worte durch den Kopf gehen. Simon hatte einfach so mich mit zu sich genommen, ließ mich in seinem Bett schlafen uns gab mir Essen und Trinken und neue Kleidung.
Wie könnten Menschen schlecht oder minderwertig sein, die so freundlich und gütig waren?
Ich wusste nicht wieso, aber irgendwie überkam mich ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit und ich umarmte Simon einfach.
>>Dankeschön, für alles. Ich kann das gar nicht oft genug sagen.<<
Irgendwie fing ich dann auch noch an zu weinen und krallte mich leicht in sein Shirt rein.
Er war verwirrt und ziemlich überrascht, aber konnte man ihm das übel nehmen?
>>Wie schon gesagt, kein Problem. Aber was ist denn los?<<
>>Es fällt gerade alles auf mich ein. Ich bin ab jetzt alleine und auf mich gestellt.<<
>>Du bist nicht alleine, denn du hast mich ja jetzt. Und ich weiche nicht mehr von deiner Seite.<<
>>Du bist ein guter Freund, Simon.<<
>>Freund? Wir sind also Freunde?...<<
>>Sagte ich doch gerade oder? Ich habe nie richtige Freunde gehabt, also sei mir nicht böse, wenn ich irgendwas falsch machen sollte.<<
>>Ist gut, weißt du Freunde sein kann man nicht lernen, man ist es einfach und der Rest ergibt sich von selbst und meiner Meinung nach, wissen richtige Freunde automatisch, was sie machen müssen.<<
>>Gefühle allgemein kann man nicht erforschen. Aber das hast du schön gesagt.<<
Wir lächelten uns kurz zu und dann rief Simons Mutter auch schon zum Essen. Es gab ein tolles Nudelgericht und schmeckte köstlich.
Wir lernten uns besser kennen und lachten auch gemeinsam. Simon und seine Mutter waren super nett und sehr offenherzig, was ich oben immer vermisst hatte.
Abends gingen wir dann alle zu Bett, wobei Simon und ich lange aufblieben und uns Gruselgeschichten erzählten, bis wir einschliefen.

Simon schlief relativ gut durch, doch ich würde zwischendurch immer mal wieder wach, denn ich hörte Stimmen und Geräusche. Sie waren leise, aber denoch waren sie da.
Langsam stand ich auf, darauf bedacht Simon nicht aufzuwecken. Wir lagen ja im selben Bett.
Vorsichtig und leise schlich ich mich durch das Zimmer zur Tür.
Ich öffnete sie allerdings nicht sofort, sondern legte mein Ohr an die Tür und lauschte, ob ich immer noch was hörte oder es mir doch nur eingebildet hatte.
Tatsächlich hörte ich nichts mehr, also hatte ich es mir wohl doch eingebildet.
Mit einem Schulterzucken hakte ich die Sache als blöde Einbildung und Paranoia ab, doch gerade als ich mich umgedrehte, wurde die Tür eingetreten und flog direkt auf mich, sodass ich fiel und nun unter ihr lag.
Laut zischte ich vor Schmerzen auf.
>>Nettes kleines Versteck, dass du dir hier ausgesucht hast, Kleines.<<
Ich erkannte die Stimme und die Aura - William! Mein ach so toller Cousin. Er war einer von Luzifers Söhnen.
>>Fahr zur Hölle...<<
>>Später, da komme ich gerade erst her.<<
Natürlich wurde Simon durch den Krach wach.
Mit flatternden Augenaufschlag und schläfriger Stimme fragte er:
>>Was ist denn hier los? Louisa?...wer ist das?<<
Dadurch wurde natürlich Will auf ihn aufmerksam und mit schwarzen, leeren Augen sah er ihn an.
>>SIMON LAUF!<<
Doch meine Warnung kam viel zu spät und war sowieso vergebens.
William war viel zu schnell als Halbdämon und Simon als Mensch viel zu langsam. Seine Überlebenschancen waren praktisch null.
Er packte Simon am Kragen und hielt ihn hoch. Simon riss die Augen panisch auf und die Angst stand ihm dick und fett ins Gesicht geschrieben.
>>NEIN<<, schrie ich und befreite mich von der lästigen Tür, in dem ich sie wegschlug. Dass ich übermenschlich stark war, kam mir jetzt sehr zu Gute.
Entschlossen sprang ich auf Will's Rücken und klammerte mich fest.
>>Lass ihn los du Mistkerl!<<
Doch wie eine lästige, kleine und nervige Fliege, schlug er mich fort und ich landete an der nächstbesten Wand und schlug mir den Kopf dabei auf.
Nachteil für die menschliche Hälfte.
>>Arghh...verdammt.<<
Mir war schwummrig vor den Augen und ich konnte nicht klar sehen, aber ich musste Simon beschützen.
>>Lass ihn los Will<<, probierte ich mein Glück erneut, doch wie zuvor hörte er nicht oder wollte es nicht.
>>Das ist alles deine Schuld, Louisa. Denk immer daran.<<
Aus seiner Hand erleuchtete plötzlich stark ein roter Energieball mit finsterer Energie, die nir aus der Hölle kommen konnte, damit wollte er Simon töten und seine Leiche zurücklassen.
>>Simon? Louisa? Ist alles in Ordnung?<<
Es war Mrs Lewis, die gerade die Treppe runterkam und nach uns sehen wollte. Mit dieser Aktion hatte sie unbewusst Simons Leben gerettet, denn Will war alleine und konnte sich nicht um uns alle 3 kümmern.
>>Wir sehen uns Louisa und den hier<<, er deutete auf Simon,
>>nehme ich als Present für Vater mit. Er wird sich sicher freuen.<<
Mit einem boshaften Grinsen verschwand er und nahm Simon mit.
>>NEIN, SIMON! SIMON! SIMON! SIMOOOON...<<
Ich stand auf und sah die Stelle, an der die beiden gerade noch standen und bekam leicht Tränen in den Augen. Will hatte einen Brief dagelassen, den ich nahm und laß.
>>Wenn du deinen Freund wieder haben willst, dann weißt du, was du zu tun hast. Gib uns die Hülle für Luzifer und wir verschonen sein Leben.<<
Ich zerdrückte den Brief in meinen Händen und kochte vor Wut.
Mrs Lewis kam dann ins Zimmer und sah erschüttet sich um, aufgrund des Chaos und der zerstörten Tür.
>>Was ist hier passiert? Wo ist Simon? Wo ist mein Sohn?<<
>>Weg, aber keine Sorge. Ich hole ihn wieder. Das verspreche ich!<<
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