Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Home again -magic within

von LikeASany
GeschichteFantasy / P18 / MaleSlash
Draco Malfoy Fred Weasley George Weasley Severus Snape
08.05.2021
17.10.2021
16
39.863
7
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
08.05.2021 3.054
 
Info: Die Geschichte ist absolut meiner Fantasie entsprungen.
Ich halte mich wenig an die Bücher, aber lasst euch einfach darauf ein versucht Louis in seiner Schulzeit kennenzulernen.

Viel Spaß beim Lesen
eure Sany

*************************************

Ein normales Leben. Das war es was ich mir als Kind immer wünschte. Zumindest so normal, wie es in einer Familie voller Zauberer sein konnte. Doch meine Familie und somit mein Leben, war nicht normal.
War es noch nie und wird es niemals sein. Inzwischen bin ich sehr froh darüber, doch der Reihe nach. Ich spare mir den relativ uninteressanten Teil meiner Kindheit und frühen Jugend, auch wenn es dort bei genaueren Hinsehen schon Anzeichen auf das gab, was passieren würde, aber ich fange in meiner Jugend an. Um genauer zu sein, in den Ferien vor meinem vierten Hogwartsjahr.

Wir hatten Ende August. In einer Woche würde ich wieder im Zug Richtung Hogwarts sitzen und dieses Mal würden mich nicht nur meine Cousine Lily und mein bester Freund David begleiten, sondern auch mein kleiner Bruder Hugo, Lilys Bruder James und  Davids Schwester Elly, würden dieses Jahr in den Zug nach Hogwarts steigen.
Ich hatte die ganze Nacht gelesen und lag noch entspannt in meine Kissen und Decken gehüllt, als meine Mutter nach mir rief: „LOUIS WEASLEY! KOMM SOFORT RUNTER ODER WIR FAHREN OHNE DICH!“
Meine Mutter Hermine Weasley, war keine Frau die uns oft aus dem Zimmer scheuchte, doch wenn, dann sollte man lieber hören. Kurz schloss ich die Augen und überlegte was sie um diese ziemlich frühe Uhrzeit so dringendes von mir wollte.
Die Bücher!
Wir wollten heute die Schulsachen aus der Winkelgasse holen!
Wie vom Blitz getroffen, sprang ich auf, zog mich um, machte eine Katzenwäsche und sprintete nach unten, wo mir meine Mutter ein Brot entgegenhielt.
„Guten Morgen du Leseratte“, meinte sie lächelnd, „Deine Geschwister sind schon im Auto.“ Ach ja.
Wir wollten mit dem Auto fahren, weil mein Bruder sich das gewünscht hatte. Deswegen die frühe Uhrzeit. Murrend schnappte ich mir noch eines der Bücher von der Treppe und schlurfte dann, noch unmotivierter als vorher, hinter ihr her zum Auto.
Ohne meinen Blick großartig zu heben murmelte ich: „Morgen“ als ich einstieg und schnallte mich an.
Kurz darauf hatte ich mich auch schon, auf meinem Brot kauend, in die Geschichte der fernen Drachenfürsten vergraben.
Nach drei Stunden Fahrt kamen wir endlich am Tropfenden Kessel an, durch den wir in die Winkelgasse kamen. Erst dort trennte ich mich von meinem Buch. Beziehungsweise wurde von meinem Buch getrennt, als meine Mutter es mir aus der Hand nahm.
„Willkommen in der echten Welt du Drachenprinz“, meinte sie, „Auf geht’s. Wir brauchen eure Bücher und wenn du noch ein anderes findest, dann auch gerne das.“

Etwas motivierter machte ich mich auf den Weg, den wie immer überfüllten Buchladen zu erkunden um ein Buch zu finden, dass mein Interesse weckte.
Das waren leider gleich mehrere, sodass meine Mutter kicherte, als sie mich mit einem Stapel Bücher auf dem Arm ankommen sah.
„Wie lange werden die wohl halten?“ fragte sie belustigt und nahm mir die Bücher ab um sie zu bezahlen, „Zwei Wochen?“
„Vielleicht“, murmelte ich und ließ meinen Blick durch den Laden schweifen. Ich hatte das Gefühl, beobachtet zu werden, doch ich sah nicht von wo.
David war es, der mich von meinen Gedanken ablenkte, als er mir auf den Rücken sprang.
„Mein Lieblings Weasley“, lachte er, als ich mich umdrehte um ihn zu begrüßen.
Ich lachte und umarmte ihn freundschaftlich.
„Wie waren deine Ferien?“ fragte ich ihn, ließ meinen Blick noch einmal durch den Laden schweifen und zog David dann mit mir raus aus dem Getümmel.
„Laaaaangweilig“, meinte er, „Ich freue mich schon wieder auf Hogwarts. Endlich wieder ein paar Abenteuer erleben und endlich wieder Quidditch spielen. Man ich vermisse das Gefühl, auf einem Besen zu sitzen.“
David war ein Muggelgeborener und seine Familie tat sich am Anfang ziemlich schwer mit der Zauberei, doch nachdem meine Mutter, die auch eine Muggelgeborene ist, mit seinen Eltern gesprochen hatte, waren sie der ganzen Sache, deutlich entspannter gegenüber. Jedoch war das Thema Zauberei in den ersten sechs Ferien Wochen Tabu für David, sodass es für ihn einer Erlösung gleich kommen musste, heute in der Winkelgasse zu sein.
Wir liefen zum Quidditch-Laden und sahen uns die neusten Besen der Saison an. Seufzend schmachteten wir den neu glänzenden und frisch polierten Besen an.
„Irgendwann überrede ich meine Eltern mir so einen zu kaufen“, murmelte David.
„Das glaubst du doch wohl selber nicht“, kicherte Lily hinter uns.
„Halt doch die Klappe Lil“, murrte er begrüßte sie aber.
Das waren sie. Meine beiden besten Freunde. Lily Potter und David Listner. Sie konnten einander nicht ähnlicher und zugleich so unterschiedlich sein. Doch genau das machte sie zu einem unschlagbaren Team und eben meinen besten Freunden.
Lily war die Tochter von  Harry und Ginny Potter, was sie zu meiner Cousine machte, da Ginny die Schwester meines Vaters war. Unsere Eltern waren dazu noch beste Freunde, weshalb wir auch in den Ferien viel Zeit miteinander verbrachten. Ihr älterer Bruder Albus, Al genannt, war ein Jahrgang über uns und im Haus Slytherin, während wir im Haus Gryffindor waren. Ihr kleiner Bruder James würde erst dieses Jahr nach Hogwarts kommen.

„Wurdest du heute Morgen auch so unsanft geweckt?“ fragte ich sie und begrüßte sie ebenfalls.
„Ja total“, murrte sie, „James ist auf mein Bett gesprungen um mich zu wecken. Ich schwöre dir, wenn der sich das auch nur einmal in Hogwarts traut, dann verhexe ich ihn.“
„Ach ja, die lieben Geschwister“, lachte David, „Elly war lieb zu mir. Genau wie meine Eltern. Ich weiß gar nicht war ihr immer habt.“
„Das wirst du noch sehen“, meinte Lily nur und zog uns zum Laden mit den Magischen Tieren.
Neugierig sahen wir uns die vielen verschiedenen Arten der Tierwesen für Zuhause an.  Im Laden  trafen wir auf Hagrid, der sich ebenfalls nach den neusten Entdeckungen umsah. Während er Lily und David über eine neue Unterart der Katzenwesen zu quatschte, schlich ich weiter durch den Laden, bis ich einen großen schwarzen Hund entdeckte.

Treue Karamellfarbende Augen sahen mich an, doch mein Herz beschleunigte sich vor Angst. Ich hatte schon immer Angst vor Hunden gehabt und dieser war auch noch besonders groß. Auch wenn er nicht gefährlich aussah ging ich zwei Schritte zurück und stieß gegen jemanden.
„Du brauchst vor Schnuffels keine Angst haben“, sagte eine warme Stimme und ich drehte mich erschrocken um.
„Remus“, sagte ich erleichtert, als ich meinen Lehrer und Freund der Familie erkannte, „Wieso nennst du ihn Schnuffels?“
„Weil ich ihn jetzt mit nach Hause nehmen werde“, lächelte Remus sanft und legte dem Hund ein Rotes Halsband um, „Ich habe ihn gerade gekauft und nun bin ich Zuhause und auf Hogwarts nicht mehr so einsam. Fred und George sind übrigens draußen und haben nach dir gefragt.“
„Dann laufe ich schnell hin“, meinte ich, froh von dem großen Hund wegzukommen, „Bis in zwei Wochen Remus.“
„Bis in zwei Wochen, Louis“, meinte er glücklich Lächelnd und ich lief schnell aus dem Laden.
Vor ihrem Laden standen Fred und George und sprachen mit meinen Eltern. Als Fred mich sah, wank er mich zu sich rüber.
„Na großer“, sagte George und wuschelte mir durch die Haare, „schon wieder den ganzen Lesestoff verbraten?“
„Das meiste“, grinste ich, „Aber ich habe mir zu meinem Geburtstag schon neuen gewünscht.“
„Und ob ihr es glaubt oder nicht“, meinte mein Vater murrend, „Auf seiner Wunschliste stehen nur Bücher! Ausschließlich! Von mir hat er das nicht.“
„Mich musst du nicht so angucken“, empörte sich meine Mutter gespielt, „Selbst ich habe nicht die ganze Bibliothek inhaliert.“
Entspannt lehnte ich mich an Fred und murmelte: „Ich wünsche mir nicht nur Bücher.“
„Aber DAS, wirst du frühestens in drei Jahren bekommen“, protestierte meine Mutter sofort.
„Was denn?“, fragen meine Parten gleich neugierig.
„Eine Katze“, murrte mein Vater, „Und wehe ihr Kauft ihm eine. So ein Biest kommt mir nicht ins Haus.“
„Hat du immer noch ein Trauma von Krummbein?“ lachte Fred.
„Dieses Biest!“, knurrte er, „Die Narben habe ich immer noch!“‘
„Wir überlegen uns da noch was“, meinte George, „Jetzt gibt’s erstmal ein Eis.“

Nachdem wir alle zusammen Eis essen waren, wurde es schon Zeit sich zu verabschieden. An meinem Geburtstag, in zwei Wochen, würden wir uns das nächste Mal wiedersehen und wie immer fiel den Erwachsenen der Abschied schwerer als uns Kindern.  Ich saß schon längst im Auto und schlief halb, während meine Mutter und Ginny noch quatschten. Auch Lia fielen immer wieder die Augen zu.
„Ma-a kohom“, quengelte Hugo, der ebenfalls müde war vom langen Tag.
Endlich löste sie sich und stieg zu uns ins Auto. Es ging es wieder nach Hause in meine Lesehöhle.
Zwei Wochen Später, am 31. August, war mein Geburtstag. Ich hatte wieder die halbe Nacht gelesen und war ziemlich müde, als ich mich angezogen und fertig für den Tag, nach unten in die Küche schlich.
„Alles Gute zum Geburtstag“, riefen dort meine Eltern, meine Schwester, mein Bruder, meine Parten, meine Großeltern, Onkel Harry und Tante Ginny und Lily, Al und James. Auf dem Küchentisch stand eine Große Torte, welche wahrscheinlich Oma Molly gebacken hatte, umrundet von einigen Geschenken.
„Dankeschön“, sagte ich lächelnd und ließ mich nach und nach von jedem von ihnen Umarmen. Vor dem Frühstück sollte ich die Geschenke auspacken und so setzten sich alle und ich begann wie immer mit dem kleinsten Geschenk. Es war eine neue Feder. Meine Alte war in der letzten Schulwoche zerbrochen und so freute ich mich über die neue. Es folgten viele verschiedene Bücher, Süßigkeiten, ein Trikot meiner Lieblings Quidditch-Mannschaft und ein neuer Schlafanzug. Das letzte Geschenk kam von Fred und George. Als sie es mir überreichten, zwinkerten sie mir verschwörerisch zu. Schnell packte ich es neugierig aus und zum Vorschein kam, eine Stoff-Katze. Ich war etwas verwirrt, da ich mich eigentlich schon zu alt für Kuscheltiere fand und sah die beiden abwartend an. Denn noch nie hatte ich von den Beiden etwas bekommen, das nicht noch ein Geheimnis hatte.

Fred lächelte nur verschwörerisch und sagte: „Warte bis heute Abend.“
Und somit musste ich warten, doch zugleich freute ich mich noch mehr auf den heutigen Abend, denn zu meinem fünften Geburtstag hatten Fred und George mir ein Baumhaus geschenkt, welches sich in unserm Garten befand und nur durch den Besen zu erreichen war. Dazu war es seit meinem dritten Geburtstag so, dass die Beiden an meinem Geburtstag bei mir schliefen. Seit ich das Baumhaus hatte, übernachteten wir in meiner Geburtstagsnacht dort und so war es auch an diesem Abend.
Nach einem Tag voller Spaß, Kuchen, Süßigkeiten und Limonade, packte ich am Abend meine Sachen für mein viertes Hogwartsjahr, da es am nächsten Tag dorthin gehen würde. Nachdem alles verstaut war, machte ich mich bettfertig, nahm mir meinen Besen, meine Bettdecke und die Katze und ging damit nach draußen in den Garten. Dort wartete George schon auf mich, während Fred schon oben war und alles vorbereitete.
„Bereit?“ fragte er und ich nickte.
Ich stieg auf meinen Besen und wir flogen hoch. Sicher landeten wir auf dem kleinen Balkon, stellten die Besen an die Außenwand, zogen unsere Schuhe aus und gingen Barfuß hinein. Der Boden war mit einem sehr weichen Teppich ausgelegt, der so auch als Matratze diente. Fred hatte schon einige Kerzen angezündet, das Bettzeug von sich und George bereitgelegt und wartete mit drei Tassen Kakao auf uns.
Schnell legte ich mein Bettzeug zwischen das der Beiden und setzte mich neben Fred. Er reichte mir eine der Tassen und sagte sanft: „Auf einen faszinierenden Abend.“
Wir stießen an und tranken den ersten Schluck.
„Was erzählt ihr mir heute?“ fragte ich sie neugierig und kuschelte mich in meine Bettwäsche.
Jedes Mal wenn sie bei mir schliefen, erzählten sie mir neue Geschichten, Abenteuer und Erlebnisse. Dabei ließen sie natürlich ihre vielen Streiche in der Schulzeit nicht aus, nur über den Krieg erzählten sie sehr selten was.
Aber als Nachkriegskind lernte man schnell, keine Fragen zu stellen, sondern zu warten bis jemand bereit ist über die schmerzhaften Erzählungen zu reden. Remus hatte mir zum Beispiel erst nach langer Zeit erzählt, warum Teddy keine Mama mehr hatte und warum Teddy nach seiner Zeit in Hogwarts nach Amerika wollte um dort zu Studieren.
Jeder hatte jemanden verloren und es tat ihnen noch immer weh, darüber zu reden.
Die lustigen Geschichten waren mir sowieso viel lieber.

Und so war es auch dieses Mal. Fred und George erzählten mir eine Geschichte über die Sterne und machten mit ihrer Magie die Bilder der Geschichte lebendig. Das war viel besser als Muggelkino oder Theater.
Es war als wäre ich mit dabei und sog jedes kleinste Detail in mich auf wie ein Schwamm. Die kleinen Informationen, die in der Geschichte verpackt waren, konnte ich automatisch herausfiltern und für mich speichern. Ich hing an den Lippen der Zwillinge und genoss die seltene Zeit mit den Beiden.
Als meine Augen irgendwann begannen zuzufallen, beendeten sie langsam die Geschichten und legten sich dann neben mich hin. Plötzlich begann die Stoffkatze, welche ich inzwischen im Arm hatte, zu schnurren und wurde angenehm warm. Sie fühlte sich fast echt an, doch war, wie nach kurzen überprüfen feststellte, noch immer aus Stoff.
„Die Katze wird abends im Bett zu einer Wärmeflasche, beruhigt durch das schnurren und riecht nach Zuhause. Sie ist unsere neuste Kreation“, erklärte George stolz.
„Hilft bei Heimweh und soll den Hogwartsschülern, denen das wegfahren schwer fällt, die Nächte erleichtern“, ergänzte Fred.
„Das ist genial“, murmelte ich schläfrig und drückte die Katze näher an mich, „Das solltet ihr in euren Laden bringen.“
Ich sah die beiden noch lächeln, bevor mir meine Augen zufielen und ich durch die wohlige Wärme und das sanfte schnurren in den Schlaf begleitet wurde.

Der nächste Morgen kam früher als gewollt. Nach und nach trudelten alle verschlafen, aber fertig für den Tag in der Küche ein und nach einem kurzen Frühstück wurde das Gepäck verladen. Zusammen flohten wir in die Nähe des Bahnhofs und je näher wir eben diesem kamen, desto mehr uns bekannte Zauberfamilien erkannten wir. Auch auf die Familien von Lily und David trafen wir, als wir schließlich am Gleis standen. Dort bekamen wir unser Gepäck und dann hieß es auch schon Abschied nehmen. Erst sagte ich meinen Eltern und meiner Schwester auf Wiedersehen und dann Fred und George. Während meine Eltern mir noch einbläuten mich zu benehmen, steckten mir meine Paten eine Tüte mit Süßigkeiten in die Tasche und sagten, ich solle so viel Blödsinn machen wie ich nur kann, mich aber dabei nicht von Snape, dem Tränke Professor erwischen lassen.
Müde lächelnd stieg ich in den Zug und verstaute mein Gepäck. Während ich in einem Abteil auf Lily, David, Hugo, James und Elly wartete, öffnete sich die die Tür und Torben Fletsher kam herein.
„Herzlich Willkommen im neuen Schuljahr du Mischling“, lachte der Ravenclaw und schlug mir ohne Vorwarnung ins Gesicht.
Ich fiel von der Wucht nach hinten und schlug mir meinen Kopf am Fenster an.
„Louis!“, hörte ich Fred aufgebracht von draußen rufen und sah, wie die Beiden auf die Tür des Zugs zuliefen, doch dieser setzte sich gerade in Bewegung, „Verdammt!“
Torben war schon wieder verschwunden und ich setzte mich leicht benommen auf einen der Sitze. Al kam ins Abteil gestürzt und hielt mir ein Tuch an den Kopf.
„Das werde ich gleich Professor McGonagall melden wenn wir in Hogwarts sind“, sagte mein Cousin, welcher einer der Vertrauensschüler von Slytherin war.
„Ach was“, meinte ich schnell, „Ist doch nichts passiert.“
Ich hatte keine Lust auf noch mehr Anfeindungen nur weil ich mal im Weg stand.
„Nichts passiert?“ fragte er fassungslos, „Du Blutest am Hinterkopf, weil dieser Idiot dich geschlagen hat. Louis, lass das Jahr nicht so beginnen, wie das Letzte geendet hat. Du musst jetzt endlich etwas sagen. So kann das nicht weitergehen.“
„Mir geht es gut Al“, sagte ich schwach lächelnd, „Du brauchst dir um mich keine Sorgen machen. Wirklich.“
„Na gut“, gab es schließlich nach, „Aber wenn was ist, kannst du zu mir kommen, klar? Dann schnappe ich mir den mal.“
„Mach ich“, meinte ich, „Danke!“
In diesem Moment kamen Lily, David, Hugo, James und Elly ins Abteil und Al ging zu den restlichen Vertrauensschülern.
Lily Zauberte mir einen Beutel mit Eiswürfeln, den ich mir auf meinen Kopf legen konnte um das Pochen wegzubekommen. Meine Lippe schmerzte ebenfalls, da Torben mich dort getroffen hatte und ich merkte, wie sie langsam anschwoll.
Doch so von der angenehmen Kälte der Eiswürfel gefangen, fielen mir nach kurzer Zeit die Augen zu und ich schlief ein.

David weckte mich eine halbe Stunde, bevor wir ankamen, sodass wir uns die Umhänge anziehen konnten. Am Bahnhof trennten wir uns von unseren Geschwistern und stiegen in die Kutschen, die uns zum Schloss fuhren. Das Gewusel in der großen Halle war wie immer unglaublich. Hunderte Schüler saßen an den vier Haustischen und unterhielten sich als hätten sie sich Jahrelang nicht gesehen. Noch immer mit einem leichten Pochen im Kopf setzte ich mich mit Lily und David an den Gryffindortisch. Sogleich wurden wir in verschiedene Gespräche eingebunden, bis Timmy Higgins das Gespräch auf die Lehrer lenkte.
„Habt ihr schon die neuen Lehrer gesehen?“ fragte er uns.
„Wen meinst du? Welche Stellen waren den Frei?“ fragte Lily.
„Zauberkunst weil Professor Flitwick in Rente gegangen ist und Runenkunde“, erklärte  Timmy, „Seht ihr die Rothaarige Frau rechts neben Hagrid? Das ist Professor Susanna Weber. Sie ist die neue Professorin für Runenkunde. Und der blonde Mann neben Professor Snape ist…“
„Draco Malfoy“, sagten Lily und ich, fassungslos wie aus einem Munde.
„Ihr kennt ihn?“ fragte David überrascht.
„Ja, beziehungsweise unsere Eltern kennen und hassen ihn. Und umgekehrt ist das genauso“, erklärte ich ihm, „Und ich bin mir leider zu hundert Prozent sicher, dass er diesen Hass an uns auslassen wird. Genau wie Snape. Schlimmer als Snape. Wir werden zu seiner Zielscheibe werden und können gute Noten sofort vergessen!!“
„Jetzt sieh doch nicht so schwarz“, meinte David, „Vielleicht wird es ja gar nicht so schlimm.“
„Glaub mir David“, sagte Lily nun nickend, „Das wird so schlimm.“
Weiter konnten wir nicht sprechen, da die Erstklässler in die große Halle kamen und nun auf die Häuser aufgeteilt wurden. Unsere Geschwister kamen alle nach Gryffindor und nachdem alle verteilt waren, stand Professor McGonagall auf und alle Schüler wurden still. Merlin sei Dank, hielt sie sich kurz und das Essen erschien. Ausgehungert hauten wir rein und genossen das leckere Hogwartsessen.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast