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TKKG-Überraschung in Norwegen

von Nimue1979
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Gabriele "Gaby" Glockner Karl "der Computer" Vierstein Peter "Tim" Carsten Willi "Klößchen" Sauerlich
06.05.2021
16.06.2021
18
22.622
19
Alle Kapitel
42 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
19.05.2021 1.225
 
Heute gibt es ein Kapitel außer der Reihe, warum? Mir ist aufgefallen daß ich heute seit genau drei Jahren mich hier bei Fanfiktions.de angemeldet habe und ausgerechnet heute stand kein Kapitel zur Veröffentlichung auf dem Programm. Das geht natürlich nicht ;D

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben. Aktuell sieht es rechtlich nicht gut aus für Fanfictions, wegen einer Änderung des Urheberrechts. Genaueres könnt ihr hier: https://blog.fanfiktion.de/blog/9998/urheberrechtsreform-verabschiedung-steht-bevor-jetzt-sind-wir-alle-gefragt/ nachlesen und auch an einer Petition teilnehmen. Wollen wir hoffen, daß wir Erfolg haben und auch in Zukunft noch weiter Fanfictions veröffentlichen und somit auch lesen dürfen.


***



Nach dem Duschen eilte ich zum Zelt zurück. Ich brauchte jetzt unbedingt einen Schokoriegel zu essen. Gaby saß bereits vor unseren beiden Zelten und rief uns entgegen: „Na endlich. Da seid ihr ja. Wer ist beim Tischtennisturnier dabei?“

„Ich nicht“, lehnte ich direkt ab und ging in unser Zelt, um an meine Schokovorräte zu gehen.

„Ich bin dabei“, sagte Tim dagegen zu, in dem Moment, in dem ich meinen Schokovorräte erreichte.

„Wie sieht es bei dir aus, Karl?“, fragte Gaby und mich traf der Schlag. Irgendjemand hatte meine Schokovorräte geplündert.

„Ich weiß nicht“, hörte ich Karl noch sagen, als die Wut aus mir heraus platzte.

Mit meiner Kiste mit den letzten Resten an Schokoladen unter dem Arm stürmte ich nach draußen und verkündete aufgebracht: „Ich bin ausgeraubt worden! Wir haben einen Fall. Wir müssen den Schokoladendieb finden, der sich an meinen Vorräten vergriffen hat!“

„Du wurdest nicht ausgeraubt, wenn überhaupt bestohlen und das auch nicht. Ich habe in deinem Namen eine großzügige Spende gemacht“, erwiderte Gaby, als wäre daran irgendwas in Ordnung.

„DU?? Eine Spende?? An wen??“, echote ich entsetzt.

„An Josefine und Kjell, die zwei sind mit weiteren Kindern und Jugendlichen rumgelaufen und haben gefragt, wer bei der Schatzsuche und dem Tischtennisturnier mitmachen möchte und haben höflich gefragt, ob wir etwas für die Schatzkiste spenden würden“, antwortete Gaby betont unschuldig.

„Und dann verschenkst du einfach meine eh schon knappen Schokovorräte?“, fragte ich immernoch wütend.

„Knappe Vorräte? Du musst auch immer übertreiben! Und wer war denn hier entsetzt, daß die armen Kinder hier keine Schokolade kaufen können? Dann gönne es ihnen doch, wenigstens als Preis für ein Tischtennisturnier oder eine erfolgreiche Schatzsuche“, entgegnete Gaby gelassen.

„Aber das ist meine Schokolade!“, protestierte ich. „Ich brauche meine Schokolade, sonst verschmachte ich!“

„So ein Quatsch. Ich habe drauf geachtet, daß du für jeden Tag noch eine Tafel oder eine Packung Schokoherzen hast. Das ist genaugenommen immernoch zu viel, frag mal deine Mutter und abgesehen davon, die ganzen kleinen Kinder waren total begeistert von den vielen Schokoostereier und Kjell war auch total davon begeistert, daß sie diesmal einen kleinen Preis für die ersten Plätze vergeben können“, sagte Gabi.

„Also ich finde das nicht richtig, Gabi. Aber wie sieht es mit der Schatzsuche aus, können Klößchen und ich nicht einfach da mitmachen und wenigstens einen Teil davon zurück erspielen und ihr versucht es beim Tischtennisturnier?“, fragte Karl hilfreich.

„Die Schatzsuche ist für die kleinen Kinder die noch nicht gut Tischtennis spielen können, als Alternativprogramm. Ich glaube die Ältesten sind 7 oder 8, die älteren Kinder und die Jugendliche spielen Tischtennis“, erklärte Gaby.

Es blieb dabei. Meine Schokolade war verloren und meine gute Laune gleich mit. Nie zuvor war ich so schlecht auf Gaby zu sprechen gewesen und war froh, daß Tim und sie kurz darauf aufbrachen, um am Tischtennisturnier teilzunehmen. Ich aß nur eine halbe Tafel, vor Angst, daß sie nicht reichen würde, aber ich war so wütend und Schokolade war gut für die Nerven.

Karl blieb bei mir vor dem Zelt sitzen. Nachdem meine Wut etwas verraucht war unterhielten wir uns etwas über Musik und waren beide etwas genervt davon, daß wir nicht mal leise welche hören konnten, da wir keine Smartphones dabei hatten. Nach einer Stunde kam plötzlich eine Gruppe kleiner Kinder angerannt. Ein blondes Mädchen von vielleicht vier Jahren fragte mich: „Heter du Klößchen?“ Sie hatte eine Schatzkiste unter den Arm und wie die anderen hatte sie etwas Schoko an Mund und Fingern kleben.

Etwas überrascht antwortete ich spontan: „Ja.“

Direkt strahlte das Mädchen und sagte: „Jeg heter Josefine.“

Ich konnte mir mühelos zusammenreimen, was die kleine Josefine gerade gesagt hatte. Allerdings hatte ich keine Ahnung was ich ihr sagen sollte, um sie zu fragen, was sie wollte. Das brauchte ich auch nicht. Die kleine Josefine sagte strahlend: „ Mange takk.“ Und auch die Kinder hinter ihr sagten ebenfalls takk und einige thanks.

Wieder war mir klar, was sie sagten und ich hatte keine Ahnung, was ich sagen sollte und sah Karl hilfesuchend an.

„Vær så god“, sagte Karl grinsend.

„Ähm, was?“, fragte ich nach, unsicher ob ich das tatsächlich wiederholen konnte.

„Sie verstehen es ganz bestimmt auch, wenn du you're welcome sagst“, riet mir Karl.

„You're welcome“, wiederholte ich laut an die Kinder.

Josefine strahlte und dann rannte sie fröhlich hopsend mit den anderen Kindern davon. Ein ganz klein wenig versöhnte mich die Tatsache, daß die Kinder sich tatsächlich sehr über MEINE Schokolade gefreut hatten, dennoch trug ich es Gaby nach.

Beim Abendessen schlossen sich Tim und Gaby uns nur kurz an, da sie noch immer mitten im Tischtennisturnier waren. Normalerweise hätte ich zugesehen und angefeuert, aber heute war mir die Lust darauf vergangen und machte stattdessen mit Karl einen Spaziergang durch den angrenzenden Wald bis zum Bach und fand Hütten, die die Kinder offensichtlich selbst gebaut hatten.

Es war definitiv sehr schön hier. So friedlich und natürlich....

Gerade mal eine Tafel Schokolade brachten Tim und Gaby wieder mit zurück. Angeblich war Tim diesmal nur Dritter geworden und Gaby nur Zehnte. Und gewonnen hatte Kjell. Ich hatte ja nicht wirklich mit etwas anderem gerechnet und dennoch konnte mich auch die eine Tafel Schokolade mehr mich nicht aufmuntern.

Gaby schlug vor noch eine Runde Spazieren zu gehen, da es ja trotz der spät abendlichen Stunde ja noch hell genug sei. Karl und ich kamen aber gerade erst von unserem Spaziergang zurück und sagten ab, legten uns  stattdessen in unsere Schlafsäcke und Karl schnappte sich sein Buch und las.

Ich beobachtete Karl unauffällig dabei, während ich den Rest meiner vorhin angefangenen Tafel aß. Genau wie vorhin nach dem Rafting faszinierte und fesselte mich sein Anblick. Für mich war Karl schlicht wunderschön und ich hatte überhaupt nichts dagegen, mit ihm alleine zu sein.

Durch die Zeltplane hörten wir Tim und Gaby, wie sie sich nach ihrem Abendspaziergang voneinander verabschiedeten. Ich sah Karl immernoch an, der gerade sein Buch und ebenso seine Brille weglegte und sich auf die Seite drehte. Mit dem Gesicht, nahe meinem eigenen. Ich hörte wie Tim und Gaby sich küssten und eine Woge des Verlangens ergriff mich, wie gern hätte ich Karl geküsst, gewusst wie sich seine Lippen anfühlten.

Und als ob er meine Gedanken erraten hätte, beugte sich Karl plötzlich vor und küsste mich. Tatsächlich küsste er mich auf den Mund und mein Herz sprang in meiner Brust und raste los. Reflexartig griff ich nach ihm und erwiderte seinen Kuss. Es war der schönste und aufregendste Augenblick in meinem Leben. Doch er endete genauso plötzlich wie er begonnen hatte. Tim sagte: „Gute Nacht Gaby.“ Dann hörte ich Tims Schritte und wir unterbrachen den Kuss und rutschten hastig ein wenig auseinander, bevor Tim ins Zelt kam und sich zu uns legte.
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