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Wo warst du?

von chocklate
Kurzbeschreibung
CrossoverFamilie / P12 / Gen
Wincent Weiss
05.05.2021
04.09.2022
24
43.413
 
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13 Reviews
Dieses Kapitel
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05.05.2021 1.425
 
Prolog…



Abwesend und mit einem ausdruckslosen Gesicht starrte Wincent auf den See. Eine kühle Brise wehte durch seine Haare. Warum? Und warum jetzt? Er hatte doch ano für sich all die Jahre zuvor Zeit gehabt sich zu melden wieso also jetzt? Und wieso ausgerechnet er?
Wincent seufzte und konnte es noch immer nicht fassen…er soll der Sohn eines Backstreet Boy sein? Und ausgerechnet von dem Backstreet Boy, mit dem er sich während der Tour so gut verstanden hatte und immer ein offenes Ohr für ihn gehabt hatte?

Kopfschüttelnd nahm sich Wincent einen Stein und warf ihn über das Wasser.

Er war total überfordert und noch dazu schmerzte sein Kopf, aber die Schmerzen waren gerade das kleinste Problem. Sein Vater soll wirklich ein Backstreet Boy sein? Wincent wusste nicht, wie er damit umgehen sollte, da er seinen Vater bis jetzt nie kennengelernt hat...da Wincent mit dem Thema Vater eigentlich schon abgeschlossen hat und denkt,das er für sein Vater egal ist und Wincent auch selbst das Gefühl hat,das er keinen Vater braucht...da sein  Vater sich ja auch nie gemeldet hat und auf einmal steht man wie aus heiteren Himmel dann doch seinem Vater gegenüber und weißt einfach nicht, wie man sich verhalten, oder damit umgehen soll. Ob mab sich freuen sollte,oder nicht?
Und außerdem...dachte sein Vater jetzt wirklich, dass er einen auf Happy Family machen würde? Ganz bestimmt nicht. Jetzt im Nachhinein bereute er es, dass er die Jungs darum gebeten hatte einen Song gemeinsam zu produzieren, denn dies bedeutete ja auch, dass er mit seinem Vater den Song singen müsste und für Wincent war sein Vater noch inmer eine fremde Person...eine fremde Person bei der Wincent nicht weiß,wie er sich öffnen sollte,ob er sich überhaupt öffnen sollte, da er ja nicht weiß,wie sein Vater wirklich ist und Wincent hatte auch keine Ahnung, ob er seinem Vater eine Chance geben sollte?
Immerhin war Wincent ja sechsundzwanzig jahre ohne Vater...wieso also,sollte er sich ihm jetzt öffnen? Wincent wusste grad gar nichts mehr. Wieder seufzte Wincent, ehe er laut schrie.

Was Wincent nicht wusste war, dass er aus weiter Ferne von zwei Backstreet Boys beobachtete wurde.

„Hey lass den Kopf nicht hängen Bro. Früher oder später wäre es sowieso herausgekommen, dass Wincent dein Sohn ist und das Wincent jetzt so reagiert ist auch verständlich“, hörte man Nick sprechen. Der Angesprochene sah zu Nick.
„Was denn? Dachtest du er würde dir um den Hals fallen und sagen... Hi Dad wie schön, dass ich dich nach sechsundzwanzig Jahren endlich kennenlerne?“, sagte Nick, während sein Gegenüber verzweifelt nur die Schultern zuckte.
„Natürlich nicht“, erwiderte Nick und legte einen Arm um seinen Bandkollegen der nun niedergeschlagen zu Boden sah. „Hey alles wird gut okay“, versuchte Nick ihn aufzumuntern, was aber nicht viel half, denn nun sah Nick's Bandkollege verzweifelt zu Wincent und wünschte sich, dass er es damals schon gewusst hätte, dass das Baby, welches er damals durch den Hörer gehört hatte sein Sohn war, denn Wincent war ein wirklich begabter und freundlicher Junge und in diesem Moment wünschte er sich, dass er sich viel früher bei Wincent gemeldet hätte, wenn er es doch nur gewusst hätte, aber er wusste es ja nicht, dass Wincent sein Sohn war. Wie sollte er sich Wincent denn jetzt nähern?
Das Schlimmere daran war eigentlich, dass er nicht mehr viel Zeit hatte, um Wincent kennenzulernen.
„Wirklich Kumpel alles wird gut", versuchte Nick ihn abermals aufzumuntern. „Gut?...hörte man Nick' s Gegenüber überfordert lachen...Nick wir sind nicht mehr lange hier. Wie soll ich mich dem Jungen denn nähern? Er will nichts von mir wissen", klang es verzweifelt von ihm. Daraufhin nahm Nick ihn bei den Schultern und sah ihn ernst an.
„Ich widerhole mich nochmal. Alles wird gut Bro". Er sah Nick noch immer verzweifelt an und glaubte nicht daran. Aber er wollte Wincent kennenlernen nur wie, wenn er wie er sagte nicht mehr viel Zeit dazu hatte?


48 Stunden zuvor
Köln / Lanxess-Arena



Wincent Weiss und die Backstreet Boys befanden sich gemeinsam auf der deutschen DNA Tour der Jungs wo Wincent die ganze Zeit der Support Act war zumindest, in Deutschland und heute war das letzte Deutschland Konzert in Köln. Wincent freute sich schon riesig auf die Show, denn vom ersten Moment an verstand er sich super mit den Jungs und alle hatten großen Spaß miteinander. Doch dies änderte sich, nachdem Wincent ein Gespräch mitbekam, was ihn buchstäblich den Boden unter den Füßen wegriss.

Denn dies konnte einfach nicht sein.


*****


Sein Leben geriet aus den Fugen, als Wincent die Arena kurz verließ, um nochmal frische Luft zu schnappen, bevor er auftreten würde. Doch als er draußen war, erblickte er seine Mutter die sich mit einem der Backstreet Boys unterhielt.  Wieso war seine Mutter überhaupt hier?

„Aber was hat das ganze jetzt mit Wincent zu tun?“, fragte der Backstreet Boy seine Mutter. Emma seufzte und traute sich erst nicht es auszusprechen.
„Emma. Was hat Wincent damit zu tun?“, wollte er wissen. Emma sah ihn kurz an und gestand leise:„Wincent ist dein Sohn“. Dann sah sie Ihn unsicher an und konnte an seinem irritierten Blick erkennen, was sie mit ihrer Lüge angerichtet hatte. Ihr Herz raste und sie spielte nervös mit Ihren Fingern. Seinem Blick standzuhalten, kostete sie unheimlich viel Kraft. Wie gern wäre sie einfach weggelaufen. Sein Blick wandelte sich zu Enttäuschung und Wut und seine Gesichtsfarbe wurde eine Mischung aus Blässe und Röte.

Mit weit geöffnetem Mund stand Wincent den beiden gegenüber und konnte nicht glauben, was seine Mutter grad gesagt hatte.

Geschockt starrte Wincent zu den Beiden, bevor er schließlich kopfschüttelnd davon eilte. So verwirrt über das Geständnis seiner Mutter war er. Das konnte einfach nicht sein. Warum? Er hatte sich doch so gut mit ihm verstanden und jetzt?

Wincent rannte und rannte, bis er  schließlich stehen blieb, sich sein Skateboard, welches er unter dem Arm getragen hatte nahm und wie ein Verrückter über die Skateanlage, die in der Nähe der Arena war herumfuhr…als es passierte.

„Wincent!“, rief jemand.

Wincent der durch den Ruf das Skateboard fahren kurz stoppte, erblickte ihn, aber im nächsten Augenblick stolperte er über sein Skateboard und sah nur noch schwarz vor Augen.


*****


Als Wincent die Augen wieder öffnete, sah er zunächst alles verschwommen und es wirkte so grell. Nachdem sich seine Augen an das Licht gewöhnt hatten, sah er sich um und erkannte, dass er sich in einem Krankenhausbett befand. „Was zum?“, wunderte er sich. „Bleib liegen“, erklang eine Stimme. Wincent sah sich um und erblickte einen der Jungs an der Tür. „Geh weg“, kam es gleich kühl von Wincent.  
„Wincent bitte. Du hast allen Grund sauer zu sein, aber lass uns reden. Wir haben nicht viel Zeit, da ich mit den Jungs nicht mehr lange in Deutschland bin“, bat er Wincent. „Ist mir egal. Die ganzen Jahre hast du dich auch nicht dafür interessiert. Wieso, also jetzt?“, erwiderte Wincent wütend. „Bitte reg dich nicht auf das, ist nicht gut für deinen Kopf. Du hast eine Gehirnerschütterung also bitte“, erklärte er Wincent, aber Wincent unterbrach ihn:„Sag du mir nicht, was gut für mich ist. Lass mich einfach in Ruhe“.

Wincent fing an sich von den Schläuchen zu befreien. „Nein lass das. Du bist noch zu schwach“, kam es gleich wieder besorgt von ihm. „Kann dir doch egal sein. Die ganzen Jahre hast du dich auch nicht gemeldet. Wieso sollte es dich jetzt interessieren?“, erwiderte Wincent und hatte es geschafft sich zu befreien, bevor er sich erhob und zur Tür eilte, wo sein Vater ihn den Weg versperrte. „Bitte Wincent. Ich wusste doch nicht, dass du mein Sohn bist. Ich“, doch Wincent unterbrach ihn erneut. „Lass mich durch“, kam es kühl von Wincent und sah, wie sein Gegenüber  schwer schluckte,als Wincent ihn so kühl ansah. Einen Moment lang sahen sich die Männer tief in die Augen, bevor er schließlich seufzend beiseitetrat und Wincent so schnell wie seine Beine es zuließen aus dem Krankenhaus eilte.

Verzweifelt sah der Backstreet Boy Wincent hinter her.


Flashback Ende


Wieder seufzte Wincent als er daran dachte. Wieso musste auch ausgerechnet er sein Vater sein? „So eine Scheiße“, murmelte Wincent und wischte sich erneute Tränen weg. „Wieso er?“, fragte er sich und wusste in diesem Moment einfach nicht, was er jetzt machen sollte? Und vor allem nicht, wie er dem Backstreet Boy gegenübertreten sollte? Abwesend blickte Wincent wieder auf den See und wusste nicht, was jetzt auf ihn zukommen würde? Jetzt wo er wusste, wer sein Vater war.
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