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Das Ende eines Helden

von Kuronoir
GeschichteDrama, Freundschaft / P12 / Gen
Kotetsu T. Kaburagi / Wild Tiger
05.05.2021
26.07.2021
7
10.024
 
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05.05.2021 1.337
 
Spoiler Alarm!!!
Wer die letzte Folge (Folge 25) von Tiger und Bunny noch nicht gesehen hat, sollte diese Geschichte noch nicht lesen!!!
Für Alle Andere: Die Geschichte beginnt ungefähr in der Hälfte der 25. Folge. Wo genau diese Anknüpft ist zu erlesen. Um nicht zu viel zu verraten, war es das auch schon.
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Als er endlich wieder zu sich kam, sah er nichts. Alles war schwarz und auch als er sich versuchte etwas umzusehen, konnte er nichts weiter erkennen. Nur Dunkelheit. Ein beklemmendes Gefühl überkam ihn. Was war denn nur geschehen? Er versuchte sich zu erinnern, doch erwies sich dieser Versuch als sehr schwierig. Sein schmerzender Kopf half ihm nicht unbedingt dabei. Also richtete er sich auf. Und wieder stellte er fest, dass auch dieser Versuch bei einem Versuch bleiben sollte. Nicht nur sein Kopf schmerzte. Nein sein ganze Körper brannte wie Feuer. Was war denn nur geschehen?? Langsam legte er sich wieder auf die harte Unterlage. Sein Rücken knackte dabei ein wenig, was ihn seufzen ließ. Er wurde wohl doch langsam zu Alt für diesen Job.

Bei diesen Gedanken flammten die Erinnerungen wieder etwas hoch. Hatte er nicht bis eben noch mit Bunny gegen den Androiden gekämpft? Wieso war er dann jetzt hier. Und viel wichtiger: Wo? Das Krankenhaus war es mit Sicherheit nicht. Das harte Bett könnte zwar ein Indiz dafür sein, aber es roch nicht nach Desinfektionsmittel und zu dunkel war es auch. Die leichte Panik, die sich anschleichen wollte, ignorierte er. Panik war nun fehl am Platz. Wieder versuchte er sich aufzurichten. Die Welle an Schmerzen hatte er dieses mal kommen sehen und dementsprechend im Griff. Tief atmete er ein und aus. Also nochmal von vorne.

Er hatte mit Bunny gegen den Androiden gekämpft und gewonnen. Den Anderen sollte es soweit gut gehen. "Kaede", murmelte er, als er daran denken musste, dass seine Tochte auf dem Schlachtfeld zurück geblieben war.

Ging es ihr gut? Er wusste nicht einmal wo sie sich zu dem Zeitpunkt aufgehalten hatte. Aber er vertraute Barnaby. Immerhin war er sein Partner und er wusste, dass er sich sofort um Kaede kümmern würde. Egal was gerade mit ihm war. Um seine Freunde machte er sich weniger sorgen. Sie alle waren Profis und wussten durchaus, wie sie sich helfen konnten.
Er schmunzelte leicht. Außerdem war er derjenige, der sich wohl am meisten helfen lassen musste. Und so wie er seine Situation im Moment einschätzte, war es wohl schon wieder der Fall, dass er hilfe benötigte. Aber das war erst mal zweitrangig. Wichtiger war, dass es seiner Tochter an nichts fehlte. Hoffentlich sorgten die Anderen gut für sie. Wer wusste schon, was noch alles passiert war, als er das Bewusstsein verloren hatte.



Genau. Er war Ohnmächtig geworden. Das würde erklären, warum er nicht wusste, wie er hierher gekommen war. Ok. Ein Mysterium geklärt. Nun das nächste. Wo war er? Sich umzusehen hatte keinen Zweck. Um auf Nummer sicher zu gehen ertastete er sein Handgelenk, nur um festzustellen, dass sein Kommunikator auch nicht da war. Er zuckte mit den Schultern. Das hatte er auch erwartet. Dann blieb ihm wohl nichts anderes übrig, als den Ausgang zu ertasten. Wenn er eine Tür finden würde, konnte er diese mit Sicherheit einreißen. Gedacht getan. Schwerfällig richtete er sich auf, knackte kurz weg, konnte sich aber noch halten. Einige Sekunden Später begann er langsam und vorsichtig den Raum zu erkunden.

5 Stunden zuvor:

"Keine Bewegung!" hörte man Albert Maverick aus einer dunklen Ecke heraus rufen. Die sieben Helden drehten sich erschrocken zu ihm rum. In seinem Arm hielt er die hilflose Kaede, in der anderen Hand eine Pistole. Siegessicher sah er seine Kontrahenten an. "In Ordnung. Keine faulen Tricks, sonst muss das Mädchen dran glauben, klar?!", verdeutlichte er mit seinen Worten die Situation und kam einen weiteren Schritt auf die Anwesenden zu. Als diese seinen Worten zu folgen schienen, sah er zu der Reporterin. "Und jetzt, nehme ich ihren Helikopter, Agnes", befahl er und begann sich langsam auf das Transportmittel zuzubewegen.

Keiner wusste so genau, was er tun sollte. Bunny brach es das Herz. Er konnte schon seinen Partner nicht retten und nun sollte er tatenlos dabei zusehen, wie dessen Tochter immer weiter in diese Sache mit hineingezogen wurde. Wahrscheinlich sogar Schaden nehmen sollte. Das konnte und wollte er einfach nicht zulassen. Unüberlegt, wie es eigentlich gar nicht seine Art war, ging er auf Maverick zu. "Ich sagte keine Bewegung, oder wollt ihr, dass dieses Mädchen eine Kugel in den Kopf bekommt?!", brüllte er gereizt und schoss zur Demonstration in die Luft.

Barneby zuckte zurück. <<Beruhige dich. Wie wäre Kotetsu vorgegangen?>> Krampfhaft überlegte er. Dann sah er ein leichtes helles Licht. Er sah auf. Hinter Kaede fing etwas an zu leuchten. War das etwa die Fähigkeit des Präsidenten, welche sie gerade versuchte einzusetzen? Schnell wandt er den Blick ab. Er wollte das Tapfere Mädchen nicht verraten und versuchte stattdessen den Brillenträger irgendwie abzulenken. "Machen sie es doch nicht noch schlimmer, als die Situation für sie sowieso schon ist. Lassen sie das Mädchen gehen und wir sorgen dafür, dass Ihre Strafe gemildert wird!", er wusste, dass das ganze Blödsinn war, aber auf einen Versuch kam es an. Doch Maverick lachte nur spöttisch.

"Wen willst du denn bitte für dumm verkaufen? Mit diesen Aufnahmen", er zeigt in Richtung Kamera, "kann es keine Milderung geben. Und ich werde meine Tage nicht im Gefängnis fristen." Mit diesen Worten richtete er die Waffe auf den Blonden. Zu spät bemerkte der Präsident das Licht, dass sich in den Händen Kaedes gebildet hatte. Ihr Arm schnellte nach Oben. Was sie genau für Erinnerungen in diese Kugel getan hatte oder ob diese überhaupt funktionieren würde, das wusste sie auch nicht, aber das alles war besser als nichts. Immer nähe kam die Kugel dem Kopf des alten Mannes. Kurz vorher wich dieser jedoch aus. Dadurch, dass er die Waffe von dem Mädchen weg gehalten hatte, konnte er diese nicht schnell genug nutzten. Es blieb ihm also nur auszuweichen. Knapp verfehlte das Mädchen den Mann. Aber die erhoffte Wirkung hatte sie trotzdem erzielt.

Maverick verlor das Gleichgewicht. Um nicht zu stürzen lockerte sich der Griff um Kotetsus Tochter, welche die Chance ergriff und sich geschickt aus dessen Fängen befreite. Dabei stieß sie ihn in die Seite und Maverick verlor vollends seinen Halt. "Kaede!! Schnell!" rief Barnaby ihr zu und eilte auf das Mädchen zu. Als er sie endlich in seine Arme geschlossen hatte, fiel ihm ein riesiger Stein vom Herzen. Nun war sie in Sicherheit und dem Präsidenten konnten sie nun auch das Handwerk legen. Der Held richtete sich wieder auf, schob Kaede sanft hinter sich und betrachtete voller Abscheu den am Boden liegenden Mann. "Es ist aus Maverick. Ergeben sie sich. Es ist sinnlos noch weiter zu machen!", er wartete auf eine Reaktion. Auch die anderen sechs Helden stellten sich zu ihm. Warteten auf eine Reaktion, welche nicht lange auf sich warten ließ.

Erst leise, dann immer lauter fing der Angesprochen an zu lachen. "Hahaha......hahahahaha", er richtete sich wieder auf und funkelte die Helden auffordernd an. "Hahaha, wenn ihr es euch traut, dann versucht euer Glück", sagte er ruhig und aktivierte seine Next Fähigkeit. Seine Hand leuchtete auf. Verwirrt sahen die Angesprochenen dabei zu. Keiner wagte es dem in die Ecke gedrängten Tier zu nahe zu kommen. Was hatte er nur vor? Danach ging er wieder in die Hocke und streckte seine Hand aus.

Triumphierend sah er den Anderen in die Augen. Freudig blitzten sie auf, als er sah, wie die Blicke der Anwesenden seinen Arm entlang gingen und entsetzt an dessen Hand hängen blieben. Wieder lachte er leise auf. "Hahahaha. Kann es sein, dass keiner von euch auf die Idee gekommen ist seinen Puls zu fühlen??", hämisch klang er. Und erbrechend langsam bahnte sich die Erkenntnis in die Köpfe von Kotetsus Freunden. "Er ist nicht tod?", hakte Blue Rose erleichtert nach.
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