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Eifersucht ist die Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Mix
Megumi Fushiguro OC (Own Character) Ryomen Sukuna
05.05.2021
31.03.2022
5
4.328
7
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1 Review
 
28.09.2021 801
 
Akira & Megumi

Akira kannte Megumi seit der Mittelschule. Jeder kannte damals Fushiguro Megumi. Er war berühmt berüchtigt so wie es Schlägertypen immer waren. Tag ein, Tag aus mischte er sich in irgendeine Schlägerei ein. Zu allem Übel gewann er diese auch immer ohne jegliche Kratzer. Nun war er allerdings stets mit Kratzern, Blutergüssen und Schrammen übersät. Akira wusste nicht, woher sie kamen oder wie es jemand schaffen konnte, den ungeschlagenen Megumi so übel zuzurichten. Mehrmals hatte sie schon nachgefragt, woher sie kamen.
„Ist nichts wichtiges“, nuschelte er allerdings immer, während er mit den Schultern zuckte, sodass Akira es aufgab und ihm die Wunden küsste, sobald sie auf welche stieß.

Akira und Megumi waren nun schon seit 4 Monaten ein Paar und Akira war sich sicher, dass Megumi der Richtige war. Noch nie hatte ein Junge, ein Mann sie so besonders fühlen lassen, so begehrens- und liebenswert. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass das was zwischen ihnen war nicht die reinste Form von Liebe sei. Es musste einfach Liebe sein. Megumi war stoisch und nicht besonders gut darin, seine Gefühle offenzulegen, aber er war ihr gegenüber stets bedachtsam und liebevoll, wenn auch subtil. Er hörte ihr zu, wirklich zu und verurteilte sie nicht für die Dinge, die andere, die sie selbst an sich am meisten hasste. Er war alles, was sie je in einem anderen Menschen wollte. Megumi war ihre große Liebe...
Deswegen wollte Akira auch den nächsten Schritt wagen: „Du könntest heute Nacht bei mir übernachten“, bot sie gespielt lässig an und lehnte sich zurück an Megumis Brust, starrte aufmerksam den Kanal vor ihnen an. Eine trügerische Röte um Nase und Ohren verriet sie allerdings, auch wenn er ihr Gesicht nicht sah. So zitterte sie doch auffällig zwischen seinen Beinen wissend, dass sie ihm nichts vorspielen konnte. Sie spürte allerdings, wie sein Herz angeregt gegen ihren Rücken klopfte, also war alles gut. Sie fühlte sich geliebt. Ihre Finger glitten durch das immergrüne Gras am Hang, ungeduldig auf seine Antwort.
„Das halte ich für keine gute Idee“, schnaufte Megumi, bevor er sein Kopf auf ihren platzierte und die Arme enger um sie schlang. In seinen Armen fühlte Akira sich stets geborgen und auch, wenn er ihr Angebot ablehnte, fühlte sie sich begehrt.
„Ich-Ich will nur mehr Zeit mit dir verbringen. Du lädst mich nie zu dir nach Hause ein. Wir treffen uns immer draußen und dann bist du so schnell wieder weg“, schmollte Akira sehnsüchtig nach mehr Zweisamkeit, nach mehr Aufmerksamkeit, nach mehr Megumi. Es ist nicht genug. Es ist niemals genug...
„Ich bin es leid, dass wir uns immer nur so flüchtig treffen...wie eine Affäre! Du hast mich nicht einmal deinen Freunden vorgestellt“, jammerte Akira weiter.
„Ich weiß, es ist nur schwierig zurzeit.“ Er konnte spüren, wie sie darauf die Augen verdrehte und schmollte. Sie wollte so viel von ihm, Normalität. Megumi wusste, dass er dies nicht bieten konnte. Die Arbeit als Jujuzist kannte keine Wochenenden, Nächte, Freizeit und Dates. Wenn Arbeit war, musste er direkt los, ob es ihm gefiel oder nicht. Dem 17-jährigen war klar, dass er viel von Akira verlangte, viel Verständnis, viel Nachsichtigkeit, viele Opfer, aber er wollte einmal selbstsüchtig sein, einmal Normalität spüren, einmal die erste Liebe auskosten, auch wenn das ganze Unterfangen von Tag zu Tag beklemmender wurde. Es war schwer Akiras Sehnsüchte in Schach zu halten. Er küsste die Stelle an ihrem Hals hinter ihrem Ohr, nachdem er ihre scharlachroten Haare zur Seite gestrichen hatte. Sie wurde dabei immer schwach, vergaß hier und jetzt, jeden Gedanken.
„Deinen Freunden könntest du mich wenigstens vorstellen!“, beharrte sie weiter, auch nachdem ihr Körper zu Wachs in Megumis Händen wurde. Er seufzte hoffnungslos.
„Ich verstehe einfach nicht, warum du mich ihnen nicht vorstellen willst?“ Ihre Stimme klang anklagend, als sie aufstand, um sich auf den Nachhauseweg zu machen. Megumi tat es ihr träge, ihre Hand in seine nehmend nach und küsste diese im Nachhinein.
„Es ist nicht so, dass ich nicht will, es ist nur schwierig...“ Ihm fielen auch keine Ausreden mehr ein, warum es nicht ging. Im Grunde wollte er auch, dass Akira Nobara, Yuuji und sogar Gojo kennenlernte. Sie würde sich fantastisch mit allen drei von ihnen verstehen, da war er sich sicher, aber er wollte Akira nicht mehr als jetzt schon in die Welt der Jujuzisten und Flüche reinziehen. Sowas endete nie gut.
Unzufrieden mit der Antwort drückte Akira Megumis Hand fest, ehe sie sie praktisch von sich wies. Die Reaktion war unbedacht, das wusste Megumi, aber trotzdem zog sein Herz sich beklemmt zusammen beim Schmerz in seiner Hand. Er konnte sich nur vorstellen, wie frustriert sie war mit seiner Geheimniskrämerei, also gab er nach, sodass sie ihm freudig um den Hals fiel und 1000 süße Küsse auf seinem Gesicht verteilte. Ein Treffen konnte ja nicht so schlimm sein.
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