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Warrior

von Sev Snape
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 / Mix
Harry Potter Hermine Granger Igor Karkaroff Kingsley Shacklebolt Ronald "Ron" Weasley Severus Snape
05.05.2021
17.05.2021
7
15.041
2
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11 Reviews
Dieses Kapitel
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05.05.2021 2.352
 
Huhu,
ich war wirklich lange nicht mehr wirklich aktiv, was daran liegt, dass ich keine Ideen hatte. Doch nun sind wieder ein paar Ideen zu mir gekommen und ich konnte es nicht lassen sie aufzuschreiben.

Heraus gekommen ist eine kleine FF. Sie wird nicht ewig lang sein, denn ich kenne mich, wenn ich eine FF schreibe ohne ein Ende zu planen schreibe ich sie eh nicht zuende, man sieht es ja an einigen FFs die abgebrochen sind :c also habe ich mir ein Limit gesetzt, damit es mir mit dieser nicht ebenso ergeht.

Sie spielt zeitlich nach der Schlacht von Hogwarts im Jahr 1998. Severus Snape hat bei mir überlebt, ebenso wie Igor Karkaroff. Wer mich kennt weiß, dass ich ihn mag, auch wenn ich eine der wenigen bin xD Ebenso werden ein paar OCs von mir eine Rolle spielen. Man muss aber nichts vorher gelesen haben um es zu verstehen, denn die Charaktere werden in der FF vorgestellt. Zudem kommt es im Laufe der Story zu slash und ich stellte sie zur Sicherheit auf P18, da es durchaus auch zu Gewalt kommen kann.

Vielleicht gefällt diese FF ja dem Ein, oder Anderen. Ich habe ewig nichts mehr geschrieben und muss mich erst wieder einfinden, aber ich gebe mir Mühe!

Ich freue mich immer unheimlich über Feedback jeder Art, also scheut euch nicht, ich bin auch kritikfähig ;)
Nun wünsche ich euch aber viel Spaß mit dem ersten Kapitel.


Liebe Grüße!

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Es war ein warmer August-Tag als die beiden Zauberer mit einem lauten Plopp aus dem Nichts auf einer Wiese auftauchten, die an einen schmutzigen Fluss lag. Der Eine von ihnen war dunkel gekleidet und hatte schwarze, schulterlange Haare, der Andere war blond und hell gekleidet. Die beiden unterschiedlichen Männer sahen sich mit erhobenen Zauberstäben um und nickten sich zu, ehe sie sich dem Schornstein näherten, der wie ein mahnender Finger über der Wohnsiedlung lag. Es war keine schöne Gegend. Die Häuser sahen alle gleich aus und nur die Gewohnheit durch diese zu gehen hielten sie davon ab sich zu verlaufen. Eine Hand packte dem Schwarzhaarigen am Oberarm, als er eine verdächtige Person am Haus sah, zu der sie unterwegs waren und hielt Severus Snape so davon ab seinen Weg fortzusetzen, doch auch dieser hatte es bemerkt und richtete seinen Zauberstab auf die Gestalt. Wer immer dies war, es konnte an sich nur ein Feind sein, denn es wusste kaum jemand wo er wohnte. Vorsichtig schlich er sich an die Person heran und ließ seinen Begleiter ein paar Schritte hinter sich zurück, damit dieser ihm wenn nötig Rückendeckung gab, denn Todesser waren immer in Zweierteams unterwegs. Das wusste er aus eigener Erfahrung.

"Incarcerus!", rief er und fesselte die Person die sich an seinem Haus zu schaffen gemacht hatte und näherte sich der Person, die auf dem Bauch lag. Der selbst ernannte Halbblutprinz stupste die Gestalt mit seinem Fuß an und drehte sie um und seine Augen weiteten sich vor Schock, denn mit dem Anblick hatte er nicht gerechnet. "Du? Du bist tot. Es stand im Tagespropheten..", sprach er langsam. Auch die Person, die am Boden lag hatte seine Augen geweitet als sie ihn erkannt hatte. "Severus? Aber ich dachte..", fing Igor Karkaroff an und schien nicht minder geschockt zu sein ihn zu sehen. "Alles in Ordnung?", fragte der Begleiter von Severus und musterte die Szenerie. "Wird sich noch zeigen. Specialis revelio", murmelte er und richtete den Stab auf den vermeintlichen Igor. Doch nichts passierte. Severus runzelte die Stirn und nahm die Fesseln von ihm ab.

"Gehen wir rein und reden dort..", sagte Severus, was Igors Augen strahlen ließ. "Du und reden? Geredet hast du ja nie wirklich viel", sagte Igor und Severus hob nur eine Augenbraue an, ehe sein Blick auf Blumen und eine Kerze fiel. "Was wolltest du damit?", fragte er und öffnete die Tür seines Hauses in Spinner's End. Er hatte das Haus von seinen Eltern vererbt bekommen, nutzte es aber nur in den Sommerferien und wenn es nicht anders ging. Er war alles andere als gerne hier in diesem Haus, da er mit diesem nur schlechte Erinnerungen verband. Zusammen gingen die Drei in das dunkle Haus und Severus zündete ein paar Kerzen an, damit sie wenigstens ein wenig Licht hatten. Gemütlich war was anderes, aber es würde seinen Zweck erfüllen. Er hatte ohnehin nicht vor noch länger hier zu wohnen. Doch zunächst mussten wohl ein paar Dinge geklärt werden, ehe er dieses Haus für immer verlassen konnte. Er nickte den beiden zu und ließ sich auf den Sessel fallen.

Igor sah sich um und hob eine Augenbraue an. "Also gemütlich ist es hier immer noch nicht, Severus. Hier fehlt Licht und Wärme. Ansonsten ist es wie immer. Viele Bücher hast du immer noch wie ich sehe, ich war wirklich lange nicht mehr hier..", sagte der Bulgare und schwelgte in Erinnerungen. Severus rollte nur mit den Augen. So kannte er ihn zu seinem Leidwesen. Igor war damals sein Mentor gewesen und er hatte gedacht, dass er ihn nie wieder sehen würde. "Wenn ich plaudern will sage ich Bescheid, Igor.. Sag mir lieber wieso du nicht tot bist", sagte er und sah ihn abwartend an. Es gab immerhin wichtiges zu besprechen. Für plaudern war keine Zeit. Igor setzte sich und sah Severus an. "Das ist eine lange und interessante Geschichte, Severus.. Willst du uns nicht erst miteinander bekannt machen?", fragte er und nickte zu dem Blonden, der den Kopf schüttelte. "Das ist Ayden Lancaster. Mein Cousin.. Ayden, das ist Igor Karkaroff..", sagte er und strich sich eine fettige Strähne aus dem Gesicht.

Igor musterte den Blonden und machte eine griesgrämige Miene, sagte aber nichts weiter. "Nun, ich war auf der Flucht wie du weißt. Sofort als ich das Dunkle Mal brennen gespürt habe, bin ich geflohen. Ein Jahr lang ging alles glatt, aber dann.. hat man mich gefunden. Zum Glück habe ich vorgesorgt. Ich habe jemanden mit Hilfe von Vielsaft Trank in mich verwandelt und habe mich selber verwandelt. In dem Jahr habe ich gelernt ein Animagus zu werden, weißt du und dann bin ich einfach.. weggeflogen als sie kamen. Sie dachten sie hätten mich erledigt, aber in Wahrheit bin ich entkommen und war weiterhin auf der Flucht und nun ja jetzt bin ich hier..", erklärte er und Severus hörte ihm aufmerksam zu. Es war ihm also wirklich gelungen zu entkommen, was nicht viele von sich behaupten konnten. Eigentlich nur die beiden Menschen die in diesem Raum saßen. Severus musste zugeben, dass es eine gute List von ihm gewesen war, die er ihm nicht zugetraut hatte. Offenbar steckte er voller Überraschungen.

"Und nun zu dir. Ich dachte du bist tot, Severus.. Im Tagespropheten stand etwas darüber.. ich dachte schon, dass ich dich nie wieder sehen würde. Deswegen die Blumen und die Kerze.. es werden wohl nicht gerade viele um dich trauern, was?", sagte Igor und Severus lehnte sich zurück. Ja, auch er hatte daran geglaubt, dass er den Krieg nicht überleben würde, aber es war anders gekommen. Er sah kurz zu Ayden, welcher ihn nur ernst ansah, aber ansonsten nichts sagte. "Nun, ich dachte auch, dass ich nicht überleben würde. Ich habe gedacht, dass ich im Bootshaus sterben würde, aber Ayden hat mich gerettet..", sagte er und sah zu seinem Cousin, der das Reden nun für ihn übernahm. "Severus und ich standen in Verbindung. Auch wenn ich nicht immer für ihn da sein konnte, weil ich in Ilvermorny unterrichtet habe, aber gerade im letzten Jahr war ich für ihn da, es war kein leichtes Jahr für Severus..", fing er an zu erzählen und Severus nickte nur und schwieg ansonsten. Er mochte es nicht darüber zu reden, auch wenn es wohl ungesund war immer nur alles in sich hinein zu fressen.

"An der Schlacht habe ich mich selber nicht groß beteiligt, aber ich war in der Nähe als dieses Biest Severus gebissen hat. Ich musste warten bis der Junge und seine Anhängsel verschwunden waren, ehe sich ihm helfen konnte. Sie dachten wohl, dass er bereits tot war, aber er war nur bewusstlos geworden. ich habe ihm einen blutbildenen Trank gegeben und dann das Gegengift damit ich die Wunde schließen konnte. Danach habe ich ihn in Sicherheit gebracht. Es brauchte seine Zeit bis er wieder bei Kräften war", erklärte Ayden während Igor aufmerksam zuhörte und Severus eher abwesend wirkte. "Ich verstehe und ihr seid nun hier her gekommen..", fing Igor an, wurde aber von Severus unterbrochen. "Um ein paar Dinge zu holen. Ayden hat eine Wohnung in Godric's Hollow, wo wir hinwollen.. dieses Haus will ich nie wieder sehen. Ich will mich von einigen Altlasten trennen", sprach er kühl und seine schwarzen Augen waren wie Eis.

Igor nickte. "Verständlich, Severus. Du bist nun frei und kannst dein leben so gestalten wie du es willst. Hast du schon Pläne?", fragte der Karkaroff, der wie immer in Plauderstimmung war. Severus ruckte mit dem Kopf. "Eine Idee habe ich, aber ich muss mich erst mit Kingsley in Verbindung setzen ob das alles so möglich ist..", sprach er und sah zu Ayden. "Wird sicher schon werden, Severus. Du hast ein besseres Leben verdient", sagte er ernst und lächelte ihn an. Severus sah ihn nur an und hob eine Augenbraue an. Ob sein Leben besser werden würde, würde er ja sehen. So recht glaubte er noch nicht daran, aber viel schlimmer konnte es ja kaum werden. "Wir werden sehen, Igor..", sagte er und fuhr sich durch das Haar. Er wollte nicht mehr länger hier sein in dieser kalten Wohnung, aber Ayden hatte es bereits begriffen und hatte sich erhoben um ein paar Dinge einzupacken. Zum Glück schien niemand hier gewesen zu sein um sich an Severus' Besitz zu vergreifen.

"Ich denke darüber nach wieder Lehrer zu werden, weißt du, Severus?", sprach Igor und sah Severus an. "Schön für dich, Igor..", sagte er nur und seufzte. Er hatte sich wirklich kein bisschen verändert in all den Jahren in denen sie sich nicht gesehen hatten. "Ja, vielleicht sogar in Hogwarts.. dann wären wir zusammen dort.." Severus hob eine Augenbraue an. "Bitte nicht..." Das fehlte ihm noch, das der nervige Bulgare dort an ihm kleben würde. Da hatte ihm das Jahr gereicht in dem das Trimagische Turnier in Hogwarts stattgefunden hatte. Nervig und dreist war er dort gewesen. Igor schmunzelte jedoch nur. "Du hast dich wirklich nicht geändert, Severus. Ich habe dich sehr vermisst, weißt du?", sprach er und grinste ihn an. "Ich dich nicht..", gab Severus zurück und rollte mit den Augen. Wieso hatte er ausgerechnet heute hier her kommen müssen, wo Severus seine Sachen holen wollte? Wie viel Pech hatte er in seinem Leben eigentlich? Irgendwann reichte es doch auch mal.. aber scheinbar meinte es das Schicksal nicht gerade gut mit ihm.

"Ich hoffe wir sehen uns wieder öfter, Severus", sagte der Bulgare. Severus sah ihn nur ausdruckslos an. Wenn es nach ihm gehen würde ganz sicher nicht, aber wann machte das Leben schon mal das was er wollte? Er schwieg nun einfach und wartete bis sein Cousin wieder da war und alles Nötige zusammen hatte. Severus sah sich um und nickte. Alles musste er nicht mitnehmen. Die Möbel waren ohnehin alt und nicht mehr schön und die Bücher hatte er sowieso alle gelesen und kannte er daher schon. Eher würde er sich neue zulegen. Er sah den Blonden an und nickte ihm zu. Es wurde Zeit, dass sie von hier verschwinden würden, ehe sonst noch jemand ihn hier sehen würde. Einige Todesser wussten wo er wohnte und es waren noch einige auf der Flucht.. Daher war es nicht gut lange hier zu bleiben. "Nun denn, Igor.. man sieht sich.. hoffentlich nicht..", sagte er und wandte sich ab um Spinner's End für immer zu verlassen, ehe der Karkaroff etwas darauf erwidern konnte. Vermissen würde er weder Igor noch das Haus.

Ayden folgte Severus, während Igor an Ort und Stelle stehen blieb. Er drehte sich zu seinem Cousin, der sich nun an dessen Arm festhielt damit sie gemeinsam apparieren konnten, da Severus immer noch etwas schwach war und es so sicherer für ihn war. Gemeinsam verschwanden sie und lösten sich in Luft auf, ehe sie in Godric's Hollow wieder erschienen und nun vor einem Haus standen, das gar nicht so weit von dem Haus entfernt war in dem Severus' große Liebe Lily Potter geborene Evans ihr Leben verloren hatte. Severus sah zu dem Haus an dem auch er in der Nacht gewesen war, in der sie gestorben war. Er hatte sie in den Armen gehalten und einfach geweint. Ein Teil von ihm war damals mit ihr gestorben.. Er spürte eine Kälte in sich, die den einstigen Spion lähmte und Ayden musste ihn dazu bewegen, dass er in das sichere Haus ging, auf dem ein Fidelius-Zauber lag. Hier waren sie hoffentlich sicher vor Todessern und anderen Feinden, die sich Severus sicher gemacht hatte seitdem bekannt geworden war, auf wessen Seite er all die Jahre wirklich gestanden hatte.

Die Todesser, die entkommen waren wollten sicherlich ihre Rache an ihm, aber so leicht würde Severus es ihnen nicht machen. Zunächst musste er ohnehin sehen was Kingsley sagen würde und wie seine Zukunft aussehen würde. Severus war angespannt, aber er war kein Feigling, auch wenn man ihn öfter so genannt hatte. Weglaufen würde er nicht. Ayden brachte den Schwarzhaarigen in dessen Zimmer, wo er sich auf einen Stuhl setzte und sich durch seine fettigen Haare fuhr. Ob sein Leben wirklich besser werden würde? Er war skeptisch, aber er würde ja sehen wie sein Leben nach dem Krieg nun aussehen würde. Ob er wirklich frei sein konnte, ob sich sein Leben zum besseren verändern würde. Welche Zukunft auch immer für ihn bereit war, Severus Snape würde sie annehmen und irgendwie überstehen, wie er schon so vieles in seinem Leben überstanden hatte.
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