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Wer bist du wirklich?

von SaAc RaBe
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Harry Potter Sirius "Tatze" Black
05.05.2021
06.05.2021
3
2.433
4
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05.05.2021 1.255
 
Harry wohnte jetzt seit zwei Wochen in der Winkelgasse und erkundete sie jeden Tag bis zum Sonnenuntergang.

Er fand jeden Tag neue Ecken und Läden: Da gab es Süßigkeitenläden mit sowohl magischen, als auch nichtmagischen Süßigkeiten, Scherzartikelläden, eine magische Apotheke mit Heilkräutern, wo Harry oft hinging, denn auch wenn er ziemlich schlecht darin war, so fand er Zaubertränke eigentlich sehr interessant.

Außerdem hatte die Apothekerin ihn aus einem anderen Grund angestarrt, als die meisten anderen Leute: Sie kannte seine Eltern aus ihrer Schulzeit! Sie war immer sehr freundlich zu ihm.

Sie hieß Lissy Droggs und konnte ihm viele Geschichten über die Schulzeit seiner Eltern erzählen. Sein Vater war zu seiner Zeit in Hogwarts offenbar so bekannt wie ein bunter Hund.

Natürlich fielen auch häufig die Namen der besten Freunde seines Vaters: Remus Lupin, Peter Pettigrew und Sirius Black.

Bei diesem Namen horchte Harry auf: „Sirius Black?“, fragte er, „Ist das nicht der Typ der aus Askaban ausgebrochen ist? Stimmt es was in der Zeitung steht? Hat er wirklich...?“, Harry schluckte, „Hat er wirklich 13 Muggel getötet?“

Lissy verzog bedrückt das Gesicht und antwortete: „Ich weiß nicht, ob er die Muggel getötet hat oder jemand anderes, aber da es so viele Augenzeugen gab, wird es wohl so gewesen sein.

Aber der Mord an den Muggeln war ja noch lange nicht das schlimmste.

Zusammen mit den Muggeln hat er noch seinen Freund Peter Pettigrew in die Luft gejagt, der ihn dem Ministerium ausliefern wollte, weil Black offenbar der Geheimniswahrer deiner Eltern war. Das bedeutet, nur er konnte jemand anderem den Standort eures Hauses mitteilen. Da Du-weißt-schon-wer euch gefunden hat, wird Black es ihm wohl verraten haben.“


Harry wusste nicht, was er dazu sagen sollte. Er hatte gerade erfahren, dass einer der besten Freunde seines Vaters dafür verantwortlich war, dass er bei seinen unsäglichen Verwandten hatte leben müssen. Harry schwor sich: sollte er Black jemals über den Weg laufen und dieser hätte keine sehr, sehr, sehr gute Ausrede für sein Handeln, dann würde er ihn eigenhändig umbringen.

Lissy hatte von Harrys düsteren Gedanken offensichtlich nichts mitbekommen, denn sie redete schon munter weiter: „Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass Sirius Black mal zu Du-weißt-schon-wem überlaufen würde, hätte ich ihn wahrscheinlich ohne zu zögern ins St. Mungos ind die Geisteskranken-Station geschickt.

Potter und Black waren wie ein Herz und eine Seele und es kam nur sehr selten vor, dass man einen der beiden ohne den jeweils anderen gesehen hat.

Aber wenn man sich die anderen Blacks etwas genauer ansieht, dann ist es auch kein Wunder. Wahrscheinlich haben seine Verwandten Druck auf ihn ausgeübt, damit er zu Du-weißt-schon-wem wechselt und als Spion in Dumbledores Reihen arbeitet.

Aber eins muss man ihm auf jeden Fall lassen: Niemand ist jemals auch nur ansatzweise auf die Idee gekommen, dass er der Spion in den eigenen Reihen war.“

Harry wurde immer wütender. Wie konnte Black es wagen, sich als Freund seines Vaters aufzuspielen und ihn anschließend an Voldemort zu verraten? Wie konnte sein Vater auf Blacks falsches Spiel hereinfallen? Wie konnte dieser Schwerverbrecher - der Mörder seiner Eltern - aus Askaban ausbrechen und immernoch auf freiem Fuß sein?

„Du hast etwas von Blacks Familie gesagt, was war denn mit der?“, entschied er sich schließlich für eine der vielen Fragen, die ihm auf der Zunge lagen. Eine Frage, auf die Lissy eine Antwort geben konnte.

„Die Black-Familie“, erklärte Lissy, „ist eine der ältesten, edelsten, bekanntesten und reinsten aller Reinblütigen Familien. Ihr Stammbaum reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück und sie sind unfassbar stolz auf ihre Reinblütigkeit.

Außerdem sind alle ihrer Mitglieder nach Slytherin gekommen. Es gab nur wenige Ausnahmen. Sirius Black war eine davon.

Er kam in das Haus, welches den Schlangen schon vor Urzeiten den Krieg erklärt hatte und machte somit vielen Leuten Hoffnung, dass die Blacks vielleicht nicht ganz so verkorkst sind, wie sie erscheinen, aber offensichtlich hat sich der Sprechende Hut in Sirius Black geirrt.“ Lissy seufzte.

„Eigentlich mochte ich Black ganz gern“, gestand sie, „Ich bin für kurze Zeit mit ihm ausgegangen. Ich wusste, dass ich für ihn nur eine von vielen war, trotzdem tat es weh, als ich herausfand, dass er neben mir noch mindestens eine andere Affäre hatte.“


¤▪︎¤


Als Harry die Aptheke verließ, schwirrte ihm der Kopf. Er dachte darüber nach, was er von Lissy erfahren hatte und merkte gar nicht, wohin ihn sein Füße trugen. Erst als er Florean Fortescues Eissalon stehen blieb, blickte er auf.

Er war in den vergangenen Wochen häufig hier gewesen, um Eis zu essen und seine Hausaufgaben zu erledigen.

Doch etwas war anders als sonst. Harry sah sich um. Dann sah er es: Ein großer, schwarzer Hund mit verfilztem Fell, ein Streuner. Er hatte seinen Kopf auf die Vorderpfoten gelegt und schaute Harry mit einem unwiderstehlichem Hundeblick an.

Harry ging vorsichtig auf den Hund zu und fing an, ihn vorsichtig zu streicheln und das filzige Fell mit den Fingern durchzukämmen.

Er saß lange einfach da und streichelte den Hund. Erst als es dunkel wurde, stand Harry schweren Herzens auf, um zurück in  den Tropfenden Kessel zu gehen. Er war schon ein paar Schritte gegangen, als er bemerkte, dass der schwarze Hund ihm folgte.

Harry blieb stehen und sah zu dem Hund herunter: „Du kannst nicht mitkommen“, versuchte er dem Hund zu erklären.

Doch der sah ihn nur mit schiefgelegtem Kopf an, als wollte er fragen: „Warum denn nicht?“

„Weil...“, setzte Harry an, doch ihm fiel eigentlich kein richtiger Grund ein, deshalb seufzte er schließlich: „Na gut, wenn du kein Problem mit Eulen hast, kannst du meinetwegen mitkommen.“

Im Tropfenden Kessel sah Tom ohn nichtmal schief an, als er mit dem Riesenhund durch die Tür kam. Er hatte sicher schon viel seltsameres gesehen.

Als er in seinem Zimmer ankam, fiel er gleich ins Bett und war eingeschlafen, noch bevor sein Kopf das Kissen berührt hatte.


¤▪︎¤


Am nächsten Morgen, sah er schon den Hund mitten im Zimmer sitzen. Er sah Harry auffordernd an und es schien Harry, dass der Hund ihm sagen wollte, dass er aufstehen solle und nicht den ganzen Tag im Bett verbringen solle. Harry musste grinsen. Er interpretierte das Verhalten des Hundes so, als ob er einen Mensch vor sich hätte.

Als Harry geduscht und sich frische Klamotten angezogen hatte, ging er zur Zimmertür und hielt sie dem Hund auf, der prompt hindurchschlüpfte und auf einmal fiel Harry auf, wie dünn der Hund war.

„Ich glaube, ich sollte dich in der Magischen Menagerie mal durchchecken lassen, nicht dass du irgendwie krank bist oder so“, meinte Harry zu dem Hund. Doch dann fiel ihm noch etwas anderes ein: „Du hast noch gar keinen Namen, oder?“ Der Hund sah ihn irritiert an.

Harry schaute, ob der Hund vielleicht ein Halsband hatte, auf dem der Name draufstand. Da er nichts fand, überlegte er kurz.

Schließlich verkündete er: „Ich nenne dich Blackie“ Der Hund sah ihn an und begann, empört zu bellen, doch Harry ließ sich nicht umstimmen: „Ich nenne dich ab jetzt Blackie und wenn dir das nicht passt, dann werde ich dich nicht daran hindern zu gehen.“ Schlagartig verstummte Blackie.


♧♤♡◇☆◇♡♤♧


Ich hoffe das erste richtige Kapitel hat euch gefallen und eine angemessene Länge. Zwei Kapitel am Tag, werde ich in Zukunft wahrscheinlich eher nicht schaffen, also gewöhnt euch lieber nicht dran!

Um es wie coldmirror zu machen: Hoffentlich les ich mich, lest ihr mich, wir lesen uns alle gegeneitig beim nächsten Mal, bei Wer bist du wirklich?.


Ich hab in letzter Zeit definitiv zu viel Harry Podcast gehört >.<
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