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From Dusk Till Dawn **Kingdom Hearts ff**

von jessi910
GeschichteFantasy, Action / P12 / Gen
Ansem der Weise (Diz) Axel Meister Xehanort OC (Own Character) Saix Xemnas
04.05.2021
08.05.2021
3
3.403
 
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04.05.2021 831
 
Die Nacht war kalt und rau, als jene mysteriöse Silhouette durch die engen und unsauberen Gassen wandelte. Ruhig und völlig geräuschlos trappten seine schwarzen Stiefel über die feuchten Pflastersteine, während er elegant von einem Schatten zum nächsten wechselte. Vorbei an etlichen verwachsenden Hausmauern, bis er langsam und vorsichtig durch einige Verstecke schlupfte und sich kurz darauf am Rande eines Forums wiederfand. Ein starker Windstoß traf ihn hart, doch mit einer flinken Handbewegung ergriff er seine verrutschte Kapuze, um sie darauf erneut tief ins Gesicht zu ziehen. Zu seinem Glück wehrte der dicke Stoff seines schwarzen Mantels die Kälte hervorragend ab, was sein Vorhaben natürlich erleichterte. Er grinste schwach hinter seiner sicheren Verkleidung und kam dem Zentrum des Platzes dabei näher. Seine neugierigen Augen fixierten sich auf das gehauene Mosaik muster, welches sich größtenteils über das Forum erstreckte. Wie wunderschön diese Welt doch aussah. Seine Finger tänzelten elegant in den schwarzen Handschuhen umher. Dieses warme reine Licht, fast ohne jegliche Berührung der verschlingenden Dunkelheit. Seine Schultern knickten ein wenig ein. Bis auf jene winzige Ausnahme. Der dämmernde Glockenschlag einer gewaltigen Uhr brachte ihn dazu, sein Haupt in Richtung des Firmaments zu reißen. Die kühlen Lichtstrahlen des Mondes benetzten sein verborgenes Gesicht und er starrte wie gebannt auf den hohen Turm zu seiner rechten. Weißer Dampf trat aus den vielen unterschiedlichen Röhren heraus, während das gewaltige Uhrwerk ordentlich ratterte. Ein sehr interessanter Anblick, da er ein solches Gebäude noch nie zu Gesicht bekommen hatte. Kopfschüttelnd stemmte er seine Hände in die Hüfte und wirkte stets überrascht, obwohl er schon so viele Welten sehen durfte. Ein weitere Knall ließ ihn kurzerhand zusammenzucken und erinnerte ihn wieder an seinen eigentlichen Auftrag, welchen er erfüllen wollte. Mit viel Schwung drehte er sich auf seinem Absatz herum und stöckelte nun schnurstracks durch einen schmalen Pfad, bis er ein Bescheidenes brüchiges Häuschen inmitten der Stadt erreicht hatte. Aus dem mickrigen Schornstein stiegen dicke graue Rauchschwaden empor, was ihm versicherte, dass er bereits erwartet wurde. Schnell ließ er die Steinstufen hinter sich und klopfte an die breiten hölzernen Bretter, die bei seinem Aufschlag fürchterlich knarrten. Ein leicht grelles Räuspern erreichte ihn von drinnen, worauf ihm ein kleiner alter Mann nun die Türe öffnete. "Mein lieber Freund!"Überglücklich fiel ihm der Vermummte um den Hals, was ihn geradewegs in seine Hütte zurückdrängte. Etwas überrumpelt richtete er seine verrutschte runde Brille zurecht und brauchte ein paar Minuten, um sich wieder zu fassen. Er hingegen gönnte ihm dabei nur eine sehr kurze Verschnaufpause, da er sofort wieder zu brabbeln begann. "Du siehst gut aus! Bist auch etwas runder geworden wie's scheint!" Spielerisch deutete er auf seinen Bauch und versuchte erfolglos sein Lachen zu unterdrücken. Bevor er jedoch seine Stimme heben konnte, winkte er jedoch ab. "War nur ein Scherz mein Lieber!", gackerte er und schlug sich scherzhaft auf sein Knie. Der alte Mann bürstete sich durch seinen langen weißen Bart und stieg auf sein herzliches Lachen ein wenig ein. "Wohl wahr es ist lange her." Nachdem sich beide langsam wieder beruhigt hatten, wischte er sich die Lach-Tränen aus den Augen und versteifte seine Haltung. "Nun Spaß beiseite mein Freund, du weißt warum ich hier bin nicht wahr?" Der alte Mann nickte und warf ein paar strenge Blicke durch die Gegend, um sicherzugehen, dass sie nicht beobachtet wurden. "Glaubst du wirklich es ist eine gute Idee etwas so verantwortungsvolles in meine, in die Jahre gekommenen Hände, zu legen?" Der Vermummte bejahte und klopfte ihm dabei auf die Schulter. "Natürlich, schließlich ist es ja auch meine Entscheidung gewesen. Du kannst ihm den besten Schutz bieten und die Gefahren dort draußen, aufgrund deines Können, davon ablenken. Ich vertraue dir!" Der bärtige seufzte leicht unsicher, doch er gab ihm doch Recht. Er konnte am besten darauf aufpassen. Noch dazu wurde dieser Ort, wie dafür geschaffen. Es sollte also keine Probleme geben. Die umhüllte Gestalt fasste hinter seinen Rücken und holte einen kleinen Weidenkorb, über den ein dunkles Tuch gelegt wurde, hervor und übergab es ihm mit reinster Zuversicht. Als er ihn vorsichtig an sich nahm bekam er sofort die starke Magie zu spüren, die in seinen Fingern prickelte und sich in seinem gebrechlichen Körper ausbreitete. Verwundert sah er seinen Freund an, der fraglich die Hände in die Luft warf. "Yen Sids Kräfte sind umwerfend nicht?" Er nickte etwas perplex und bedankte sich bei ihm. "Wir danken dir alter Freund", antwortete er und warf einen flüchtigen Blick auf seine imaginäre Uhr. "Oh es ist schon spät ich muss dringend los!" Mit einer tiefen Verbeugung sprang er elegant über die Stufen hinweg hielt jedoch noch kurz Inne. "Hüte dich mein Lieber und befolge meinen Rat, dann soll es zu keinem Krieg kommen." Der alte Mann schloss nun endgültig die Tür und der Vermummte verschwand erneut im Schatten der vielen verwahrlosten Gassen. "Möge dein Herz der Schlüssel sein, der dich leitet."
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