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I wish I could save you

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Bulma OC (Own Character) Trunks Vegeta
04.05.2021
15.10.2021
13
34.886
6
Alle Kapitel
47 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
04.05.2021 1.689
 
Hallo und herzlich Willkommen zu dieser FanFiktion. Ich freue mich, dass du hierher gefunden hast und hoffe, dir gefällt, was du hier liest. Über Feedback jeder Art würde ich mich sehr freuen ^.^

Bevor es losgeht, noch das Übliche:

Mir gehören keinerlei Rechte an den bekannten Figuren. Ich habe sie mir nur ausgeliehen, um diese FanFiktion zu schreiben, an der ich keinen müden Cent verdiene. Allein die Idee und der OC sind meinem fantasievollen Kopf entsprungen und unterliegen meinem Copyright.Nichts und niemanden möchte ich mit dieser FF verletzen oder beleidigen. Ähnlichkeiten zu anderen FF´s unter Vorbehalt, da ich mich nicht durch alle Seiten gekämpft habe.

Und nun: Viel Spaß!

****




I wish I could save you


Kapitel 1


Mit den strahlend blauen Augen war sie ihm sofort aufgefallen. Blaue Augen, die zu ihrem schwarzen, langen Haar, einen enormen Kontrast bildeten. Dabei hätte er sich eigentlich den Tempel ansehen sollen, den Kuririn ihm zeigte. Während dieser immer weiterbrabbelte, verfolgte Trunks die junge Schönheit mit den Augen. Im Gegensatz zu ihm sah sie sich nämlich den Tempel und die blühenden Mandel- und Kirschblütenbäume an, die am Rande des Innenhofs verteilt standen. Dabei schlenderte sie mal hier und mal dort hin. In der Hand hielt sie einen Flyer, den sie hin und wieder aufschlug und hineinsah.

„Hey, hörst du mir überhaupt zu?“ Kuririn stieß Trunks den Ellenbogen in die Seite. Dieser zuckte daraufhin zusammen und sah zu seinem Freund hinab. „W-was?“, stammelte er.

„Wo bist du denn nur mit deinen Gedanken?“ Kuririn stellte sich auf die Zehenspitzen und musterte ihn mit zusammengezogenen Augenbrauen. Schließlich ließ er dann selbst den Blick durch den Innenhof schweifen. Als er ebenfalls das junge Mädchen erblickte, hellte sich seine Miene wissend auf und ein Grinsen breitete sich auf seinen Lippen aus. „Aha, daher weht also der Wind. Das hübsche Mädchen lenkt dich ab.“

Trunks wurde augenblicklich rot um die Nasenspitze. „Stimmt… stimmt doch gar nicht“, sagte er, über seine eigenen Worte stolpernd. „Ich hab´ mir die Bäume angesehen.“ Beschämt starrte er zu Boden. Die Ausrede klang selbst in seinen Ohren unglaubwürdig.

„Ja, ja“, sagte Kuririn und grinste noch breiter. „Gib es ruhig zu. Aber ich muss dir zustimmen, sie sieht wirklich süß aus.“

Trunks beschloss, nichts mehr darauf zu sagen, da er sich sonst nur noch mehr in die Bredouille gebracht hätte. Kuririn schien es ebenfalls dabei belassen zu wollen, denn er fing den Faden seiner vorherigen Erzählung wieder auf. Doch Trunks´ Aufmerksamkeit schweifte schon nach dem ersten Satz wieder ab. Zurück zu dem hübschen Mädchen.

Sie musste etwa in seinem Alter sein. Das schwarze Haar fiel ihr in sanften Wellen um die Schultern und um den Hals trug sie ein rotes Tuch. Ein senfgelbes Kleid schwang bei jedem Schritt um ihre Knie. Quer über ihrem Körper hing eine kleine Umhängetasche und an den Füßen trug sie schwarze Boots, was irgendwie nicht zu ihrer zarten Erscheinung passen wollte. Aber es machte sie interessanter.

Während Trunks ganz automatisch Kuririn folgte, beobachtete er, wie sie an einen der Kirschblütenbäume herantrat und einen Fotoapparat hob, um von den hübschen Blüten ein Bild zu machen. Ohne es bewusst zu wollen, trugen seine Beine ihn hinüber zu ihr. Es schien, als zöge ihn etwas unsichtbares zu ihr hinüber. Er blieb neben ihr stehen und wartete. Worauf genau, wusste er nicht, aber ihm bleib auch keine Zeit, weiter darüber nachzudenken, denn da hatte sie ihn schon bemerkt.

Sie hielt inne und wandte sich zu Trunks um. Mit ihren blauen Augen musterte sie ihn verstohlen von der Seite. Ein Ruck schien durch sein Herz zu gehen, denn es stolperte, um gleich darauf in doppelter Geschwindigkeit weiterzuschlagen, als sich ihre Blicke trafen.

„Dort, wo ich herkomme, gibt es in der Stadt kaum noch Kirschblütenbäume“, sagte Trunks völlig unvermittelt.

Das Mädchen betrachtete ihn noch ein wenig eingehender. „Und woher genau kommst du?“, wollte sie von ihm wissen.

Trunks zuckte unmerklich zusammen. So etwas hatte er eigentlich nicht sagen wollen. Wie sollte er nun wieder aus dieser Situation rauskommen?

Er lachte verlegen auf, um den unangenehmen Moment zu überspielen, aber sie betrachtete ihn weiterhin eingehend und schien auf eine Antwort zu warten.

Diese Augen… sie waren von einem solch wunderschönen azurblau, wie er es bisher nur an einem See in den Bergen gesehen hatte.

„Ach, weißt du…“, setzte er an und wurde wieder ernst. „Von weit her.“ Eine bessere Antwort war ihm nicht eingefallen. Und es stimmte ja auch.

„Aha“, machte sie nur und zog kritisch die Augenbrauen zusammen. Die Antwort schien sie nicht gänzlich zufrieden zu stellen.

„Ist schwer zu erklären, aber jedenfalls haben wir dort kaum noch Mandel- oder Kirschblütenbäume. Diese hier sind wirklich wunderschön.“ Trunks betrachtete die weißen und rosafarbenen Blüten. Sie zauberten ihm ein sanftes Lächeln auf die Lippen. Mit den Fingern berührte er sacht eine aufgeblühte Kirschblütenknospe, als sie plötzlich abbrach und in seine Hand fiel. Er musterte sie und wandte dann den Blick wieder auf das Mädchen. Sie hob den Blick von der Blüte in seiner Hand zu seinem Gesicht.

„Hier, für dich“, sagte Trunks mit ruhiger Stimme und bot ihr die Hand an.

Ihre Wangen färbten sich zartrosa, während sie ebenfalls die Hand hob und Trunks die Kirschblüte in ihre Handinnenfläche fallen ließ. „Ich heiße übrigens Trunks.“

Das Mädchen betrachtete noch einen Moment das kleine Geschenk, dann sagte sie: „Ich bin Ayumi.“

„Ein… ein schöner Name“, entgegnete Trunks und schluckte unwillkürlich. Seine Kehle war staubtrocken.

Ein sanfter Windhauch kam auf und blies die Blütenknospe von Ayumis Hand. Sie sahen ihr beide nach, wie sie im Meer aus weiteren Blüten und einzelnen Blättern verschwand und in einem Strudel gen Boden sank.

„Danke“, sagte sie dann und wandte ihre Aufmerksamkeit wieder ihm zu.

„Bist du ganz alleine hier?“, fragte er.

Ayumi nickte. „Ja, ich habe heute meinen freien Tag und wollte nicht Zuhause hocken.“

Trunks betrachtete sie noch ein wenig genauer. Sie hatte einen kleinen Mund und eine Stupsnase, an der linken Augenbraue entdeckte er eine kleine Narbe. Aber diese Augen… sie zogen ihn magisch an. Es war ihm, als könnte er in ihnen versinken.

„Was arbeitest du denn?“, fragte er weiter und war beinahe erstaunt über sich. So neugierig kannte er sich gar nicht.

Ayumi zuckte mit den Schultern und wirkte etwas verlegen, als sie antwortete. „In einem Kiosk. Wir verkaufen Dorayaki.“

Dorayaki waren kleine Pfannkuchen, meist gefüllt mit roter Bohnenpaste. Manchmal gab es sie auch mit Schokoladen- oder Vanillefüllung und in lustigen Fischformen. Diese hießen dann aber meist Taiyaki. Trunks kannte sie aus seiner Zeit ebenfalls, auch wenn er sie nur noch selten zu Gesicht bekam, da in der Gegend, in der er mit seiner Mutter lebte, kaum noch solche Buden vorhanden waren. Was skurril war, wo er sich doch gerade in derselben Stadt befand und alles irgendwie so vertraut und doch so fremd wirkte.

„Die kenne ich, habe aber schon lange keine mehr gegessen.“

Ayumi lächelte ihn an. Ihr Blick war forschend, verwirrt und keck zugleich. Verwundert sah Trunks dabei zu, wie Ayumi anschließend in ihrer Tasche kramte. „Wir haben Visitenkarten mit unserer Adresse drauf. Wenn du möchtest, komm doch mal vorbei und probiere einen. Ich arbeite morgen wieder dort.“ Sie hielt ihm eine kleine Karte entgegen, die Trunks nur allzu gerne entgegennahm. Ihm wurde erst in diesem Moment bewusst, wie froh er darüber war, eine Möglichkeit geboten zu bekommen, wie er erneut in Kontakt mit ihr treten konnte. So musste er sich nicht krampfhaft überlegen, wie er sie bei ihrer Verabschiedung fragen konnte, ob sie sich wiedersehen würden, denn er musste sie unbedingt wiedersehen.

„Danke.“ Trunks betrachtete die Karte in seiner Hand. In geschwungenen Lettern stand dort Kai-Suki, dann die Adresse und die Telefonnummer des Kiosks. Im unteren rechten Eck war eine kleine Tanne abgedruckt.

„Und was machst du so? Arbeitest du auch?“, ergriff Ayumi das Wort wieder und musterte ihn interessiert.

„Oh, nein, ich bin… ich bin nur zu Besuch hier“, stotterte der Halbsaiyajin.

„Na, da wo du herkommst, wirst du doch etwas arbeiten, oder? Oder gehst du noch zur Schule?“

„Nein, zur Schule gehe ich nicht mehr.“ Jetzt musste ihm nur noch eine gute Ausrede einfallen. Er konnte ihr ja schlecht erzählen, dass er aus der Zukunft kam, die alles andere als schön war. Dass er in dieser gegen schrecklich starke Cyborgs kämpfte und nur hier war, weil er die Vergangenheit derart verändert hatte, dass sie jetzt eine weitere Bedrohung vor sich hatten, die es zu beseitigen galt. „Ich gebe Unterricht im Kampfsport.“ Puh, gerade nochmal gerettet, dachte er.

„Ah, cool. Hätte ich mir fast denken können, du wirkst ziemlich gut durchtrainiert.“

Trunks´ Wangen fingen an zu glühen. „Dankeschön.“ Er verzog die Lippen zu einem kleinen Lächeln. „Gehst du neben der Arbeit noch zur Schule?“

„Nein, ich habe meinen Abschluss Anfang des Jahres gemacht.“ Plötzlich piepte etwas in ihrer Tasche. Ayumis Gesichtsausdruck verzog sich überrascht, dann kramte sie in ihrer Tasche nach dem Verursacher des Piepens. Schließlich zog sie ein kleines Handy heraus und betrachtete das Display. Sie biss sich dabei auf die Unterlippe und verzog die Augenbrauen nachdenklich. Ihre Schultern sanken herab und sie wirkte bedrückt. Trunks hätte zu gerne gewusst, was sie dort erblickt hatte.

Als sie wieder zu ihm aufsah, überspielte sie die Niedergeschlagenheit geschickt. „Tut mir leid, ich muss los, aber vielleicht sehen wir uns ja mal beim Kiosk.“ Sie steckte das Handy zurück in ihre Tasche und entfernte sich rückwärts von ihm.

„Ich komme auf jeden Fall vorbei!“, rief er ihr nach. Er wollte es ihr beinahe versprechen, hielt sich aber gerade noch zurück. Warum, wusste er auch nicht, er wollte ihr gern etwas geben, woran sie sich festhalten und worauf sie sich freuen konnte. Aber vielleicht reichten diese Worte auch schon aus, um das zu erreichen.

„Ich freu mich drauf! Tschüss, Trunks!“

Er wollte ihr noch eine Verabschiedung nachrufen, aber da war sie schon in der Menge verschwunden.

Wie schön sie seinen Namen gesagt hatte. Weich und seidig, wie Honig, der einem den Hals hinablief. Eine wohlige Gänsehaut rieselte über seinen Rücken und füllte seinen Bauch mit einem warmen Gefühl.

Trunks ließ den Blick auf die Visitenkarten in seiner Hand sinken. Er wusste schon, wohin er morgen auf jeden Fall gehen würde.
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