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Beastars: Wo die Liebe hinfällt

von Whisp
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
04.05.2021
10.05.2021
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4.281
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04.05.2021 2.122
 
Rurijo Pandaru (blaues Outfit): https://pin.it/74KI5nf


Senu Aris: https://pin.it/3JlNa5W


Mit großen Augen blickt die junge Pandadame über das ganze Feld. Zumindest das, was sie so über blicken kann. Ein neues Schuljahr ist angebrochen, auch an der Cherryton School.


Für diesen Anlass, so wie jedes Jahr, stehen einige aufgestellte Stände auf dem großen Pausenhof und bieten verschiedenste Dinge an. Besonders der Stand des Kochclubs ist in aller Munde.


Die leckeren, in kleinen Papierpaketen verpackte Kekse oder aber die angebratenen Gemüsegrillspieße. Selbst der jungen Pandadame knurrt ein wenig der Magen beim Anblick und dem Geruch des frischen Essens.


Die Stände preisen ihre eigenen Clubs an, immerhin will jeder einige neue Mitglieder bekommen. Den nur so überlebenden die Clubs. Es will niemand so enden wie der Gartenclub.


Der wird nur von einem einzigen kleinen Mitglied am Leben gehalten. Und wenn sie den Abschluss macht steht das Schicksal des Clubs in den Sternen. Aber zurück zu der Pandadame.


Sie streicht etwas nervös ihre weiße, einfach aussehende Uniform und atmet dann tief durch. Sie mischt sich langsam unter das wirre Volk.


So viele verschiedene Schüler, allesamt in verschiedenen Klassenstufen, allesamt aus unterschiedlichen Gattungen stammend. Schafe, Tiger, Nashörner, Strauße und noch viel mehr.


Seufzend muss Rurijo feststellen, das niemand, der hier rumläuft, ihr bekannt vorkommt. Aber das wundert sie recht wenig. Was hat sie auch erwartet? Sie und ihre Eltern sind vor etwa einem Monat aus einem Provinzdorf in die große weite Stadt gezogen.


Alles, was sie bisher ihr Leben nennen konnte ist weg. Es ist, als habe sie eine neue weiße Seite in einem Buch aufgeschlagen. Es fehlt nur etwas Tinte um die neue Geschichte zu Papier zu bringen.


"Hey! Hallo" vor ihr taucht ein großgewachsener Tiger auf, sie muss sogar aufsehen um dem Kerl überhaupt in die Augen sehen zu können.


"Wir suchen neue Mitglieder für den Theaterclub. Wenn du Lust hast, dann komm morgen mal vorbei. Wir haben dann ein offenes Vorsprechen" ihr wird ein Flyer in die Hand gedrückt. Er ist schön gestaltet.


Darauf ist ein Hirsch zu sehen im Kostüm des Phantoms, die Maske liegt halb über dem Gesicht. Das Bühnenlicht bescheint den Darsteller wirklich gut. "Ich? Im Theaterclub? Ich habe keine Erfahrung..." "Das ist nicht nötig. Das kommt mit der Zeit schon. Außerdem hast du das gewisse etwas" zwinkert der Tiger ihr zu was sie leise seufzen lässt.


"Ich überlege es mir" "Perfekt! Oh! Hey!" und schon läuft der Tiger zum nächsten neuen Schüler und redet wahrscheinlich das selbe oder ähnliches. Rurijo sieht nur nochmals auf den Flyer.


Ob der Club das richtige für sie ist? Sie bezweifelt es. Dennoch faltet sie den Flyer und behält ihn erstmal. Nach einem kleinen Rundgang über den Hof und dem weiteren einsammeln von Clubflyern stellt sie sich dann doch am Stand des Kochclubs an.


Ihr knurrender Magen hat ihre Nervosität geschlagen weswegen sie nun damit hadert, ob sie einen Spieß nehmen soll oder eine der vielen süßen Speisen. "Hallo. Was darfs sein?" eine freundliche Nasenbärin sieht sie abwartend an.


"Oh...ich denke, ich nehme eine Waffel. Danke" "Sehr gerne" nachdem Rurijo das gewünschte Geld in eine Schale gelegt hat bekommt sie eine frische, warme, dampfende Waffel umwickelt von einer Servierte. "Danke sehr" zufrieden macht sie dem nächsten den Platz frei.


Während sie das Fest und die ganzen Schüler mit Nervosität mustert lässt sich Legoshi unweit von diesem Trubel auf eine Treppenstufe nieder, packt das mitgenommene Eiersalatsandwich aus und beißt genüsslich rein. Zufrieden wedelt sein Schweif.


"Hey" Jack hebt die Hand und setzt sich dann neben den grauen Wolf. "Die Ferien waren wieder mal zu schnell vorbei oder?" "Ja, das stimmt. Aber die nächsten kommen auch wieder. Spätestens im Herbst" lächelt der Wolf leicht und lässt den Blick über die Menge der Schüler schweifen.


"Es gibt so einige neue Schüler. Ich bin gespannt, ob jemand davon in den Theaterclub kommt" kurz zuckt sein Ohr ehe er zu Jack sieht.


"Das wissen wir schon bald. Du ob jemand in den Theaterclub kommt und wir beide, ob die neuen Schüler nett sind" Jack beisst in seine Waffel, die er sich eben gekauft hat. "Lecker" er wedelt zufrieden mit dem Schweif.


Legoshi schmunzelt leicht. Klar es gibt leckere Dinge in der Mensa oder an solchen Ständen aber die Eiersalatsandwiches sind einfach das beste, was man bekommen kann. Es ist Mittwochs sogar am allerbesten.


Jack denkt zwar, der Wolf bildet es sich ein aber Legoshi kennt seinen Geschmackssinn am besten. Genüsslich isst er den Rest der ersten Sandwichhälfte. Der Blick des Wolfes bleibt nach langem umherschweifen an einer neuen Schülerin hängen.


"Ein Panda...? Ich habe lange keinen mehr gesehen" bemerkt Legoshi nachdenklich. "Sie sind seltener geworden. Zum einen, weil sie angeblich viel schlafen, zum anderen weil sie früher viel gejagt wurden..." murmelt Jack eine Spur leiser.


Legoshi muss zustimmend nicken. Selber hat er noch nie daran gedacht einen Panda verschlungen. Und er will es auch nicht. Aber früher wurden die etwas verschlafenen, kleineren Bären durchaus gejagt. Leider, wie der Wolf meint.


Alleine die Fellmusterung findet er interessant. Das schwarz und weiß ist einfach auffallend und doch schön. "Was denkst du, wo sie leben wird?" fragend sieht er zu dem Hund neben sich, der gerade den letzten Bissen seiner Waffel runterschluckt.


"Im Fleuschfresserhaus der Mädchen, wo sonst? Sie ist ein Bär, egal wie selten sie sind" "Ja. Aber Pandas können sich auch rein vegetarisch ernähren. Wenn sie das seit Kindertagen getan hat...?" zuckt Legoshi mit den Schultern.


"Ich denke, das macht keinen Unterschied. Wir alle essen seit Kindertagen Gemüse und doch sind wir nicht bei den Pflanzenfressern im Wohnhaus" Jack lehnt sich nach vorne und stützt die Arme auf die Beine ab, auf die Hände dann den Kopf.


"Fällt dir sonst noch wer ins Auge?" "Wie meinst du das?" Legoshi sieht, die Augenbraue hochziehend, zu seinem Kumpel.


"Wir sind 17 Legoshi. Im ersten Jahr haben wir unsere Clubs gehabt, wir waren die Neuen. Aber nun sind wir wer. Und ich...nun ich zumindest will dieses Jahr eine Freundin finden. Eine süsse Hündin zum Beispiel. Was denkst du darüber?" wegen den Worten des Jack Russel Terriers beginnt Legoshi nachdenklich drein zu blicken.


Es stimmt schon. Sie sind 17, im zweiten Jahr. Das erste schlimme Jahr ist vorbei. Das ganze Wirrwarr, die ganzen neuen Schüler, die neuen Zimmergenossen.


Jetzt sind sie im zweiten Jahr, der Club läuft, mit seinen Zimmergenossen kommt er bestens klar. Es sind alles Hunde. Und da er als Wolf auch dazu zählt passt es perfekt. "Ich weiß nicht..." murmelt er und überfliegt die Menge erneut.


"Vielleicht, wenn sich etwas ergibt. Ich will nichts erzwingen..." er isst sein Sandwich weiter und genießt den Schatten des Gebäudes mehr den je, den der sonnige Tag raubt ihm wie jeder Tag im Sommer den letzten Nerv. Er ist nicht sehr Hitzeresistent.


"Was steht als nächstes im Theater an?" "Wie jedes Jahr, die Aufführung von Adler dem Sensenmann. Louis liebt dieses Stück einfach und wird sicher auch diesmal den Adler spielen. Außerdem ist es eine Art Tradition" Legoshi lehnt sich etwas zurück und seufzt.


Er selber ist immer hinter der Bühne. Er richtet die Scheinwerfer aus, er näht mit anderen die Kostüme um, er kümmert sich um die Bühnenbilder und weiteres.


Ihm gefällt es aber. Er ist nicht der Typ, der im Licht stehen will. Lieber richtet er dieses Licht aus. Lautes kreischen holt ihn dann aus den Gedanken. Wie meistens ist Louis der Grund.


Der Hirsch aus dem dritten Schuljahr geht über den Hof, beinah wie ein König der sein Gefolge sehen will. Hirsche sind von Natur aus anmutig und dann noch diese braunen, vertrauenswürdigen Augen.


Eigentlich wundert es den grauen Wolf nicht, das die Mädchen den Hirsch vergöttern. "Na komm" Jack steht von der Treppe auf und streckt sich. "Lass uns eine Runde drehen. Wir sitzen hier wie gruseligen Gespalten" "Du hast recht" auch Legoshi steht auf.


Beide laufen nebeneinander her und durchstreifen die Menge aus Schülern.


Der Tag und damit das Willkommensfest der neuen Schüler findet ein Ende. Nach dem Abendessen in der großen Mensa verlässt Rurijo diese und atmet draußen etwas frische Luft ein.


//Der erste Tag ist zu Ende aber erst morgen beginnt der Kampf. Morgen ist der erste Unterrichtstag und wir dürfen Clubs wählen. Ich habe so viele Flyer bekommen, das ich kaum weiß, wo ich zuerst hin soll. Kochclub, Theaterclub, die Schülerzeitung, der Sportverein und noch mehr. Aber das waren alles so viele. Diese Hasendame war alleine, die, die den Gartenclub leitet. Vielleicht sollte ich dort anfangen?// seufzend setzt sie einen Fuß vor den anderen.


Die junge Pandadame merkt immer mehr, das dies hier einfach grösser ist als alles, was sie bisher kennen lernen durfte. //Ich sollte einfach etwas runterkommen und-// sie hält inne, ihre Ohren zucken wegen eines Geräusches in der Nähe.


Die Bärin sieht sich in der Dunkelheit der Nacht um, die Laternen beleuchten nur den Weg nahe der Schule. Im Dunkeln selber kann sonst was oder sonst wer lauern. //Ich bilde mir das nur ein// sie schüttelt den Kopf und geht schließlich weiter.


Selbst wenn sie ihr Leben lang nur Gemüse und Tofu gegessen hat und niemals das Verlangen nach Fleisch hatte sah man es als logisch auch sie in das Haus der Fleischfresser zu stecken.


Sie kennt noch nicht mal ihre Zimmergenossen. Sie kann sich denken, das sie, wie alle anderen, 2-3 haben wird. Sie betritt das Gebäude und sieht nochmals im Aushang nach, welche Zimmernummer sie ab jetzt haben wird.


"407" murmelt sie leise und steigt in den vierten Stock hoch, ihr Ziel ist Zimmer 7. Vor der Tür stehend hört sie schon Lärm aus dem Raum. Ihre Zimmergenossin ist scheinbar schon da und so wie das klingt nimmt sie etwas auseinander.


"Na los" seufzt sie und versucht sich Mut zu machen ehe sie die Tür öffnet. "Das ist zu wenig Platz! Der Schrank ist kleiner als ein Käfig!" eine entrüstete Aradama sieht den bereits gefüllten Schrank an der Zimmerwand an. Erst beim schließen der Zimmertür blickt sie sich um.


"Oh? Du musst meine Zimmergenossin sein oder?" "Ja. Ich bin Rurijo" "Senu" lächelt die Aradame leicht und seufzt dann wieder zum Schrank sehend.


"Ich habe nicht so viel Zeug dabei. Wenn du Platz brauchst, dann nimm eines meiner Fächer" "Echt?!" die Augen des Vogels leuchten auf und sofort beginnt sie die restlichen gefalteten Kleider in den anderen Schrank zu räumen.


Am Ende hängen lediglich Rurijos Kleider und einige Hosen im Schrank, alles andere findet Platz in der kleinen Kommode am Bett. //Ein Glück, das ich wenig Zeug habe...// sie setzt sich auf das freie Bett und schlüpft aus den Schuhen.


"Bist du auch Nervös wegen morgen?" Rurijo sieht zu dem blauen Vogel rüber. "Etwas. Immerhin bin ich im ersten Jahr. Ich kenne hier kaum jemanden" "Du bist auch im ersten? Ich auch!" erleichtert atmet Rurijo aus. "Es tut gut mit jemanden im Zimmer zu sein, der im selben Jahr ist" lächelt die Pandadame zufrieden und lehnt sich nach hinten ins Bett.


"Weißt du schon, in welchen Club du gehen willst?" "Sportclub" grinst der Vogel gleich. "Ich habe wenig Auswahl. Mit Federn zu kochen ist etwas speziell, der Gartenclub ist nicht meins, das Rampenlicht macht mich am Ende zu berühmt" ein kurzes Lachen erklingt im Raum. "Naja also...Sport eben. Und du?"


"Ich überlege noch. Der Gartenclub klingt sehr interessant. Ich habe gehört, dort ist nur ein Mitglied. Ich hätte also viel Ruhe in meiner Clubzeit. Und ich mag Blumen. Vielleicht kann ich meinen eigenen Bambus anbauen" schmunzelt die Bärin leicht und sieht von dem Vogel weg zur Zimmerdecke.


Sie reden noch etwas aber dann beschließen sie, das es Zeit zum schlafen wird. Während Senu unter der Dusche die Federn wäscht zieht sich Rurijo um, holt ihr Handy heraus und schreibt ihrem Bruder.


Es sind nur kurze Nachrichten, die mit einem 'Gute Nacht und Toi Toi Toi' enden. Sie stellt ihren Wecker, damit sie morgen früh duschen kann und krabbelt dann unter die Decke.


"Schlaf gut" lächelt sie, als Senu aus dem Bad kommt und kurz darauf selber unter die Decke schlüpft. "Schlaf gut" antwortet sie leise und kugelt sich dann müde zusammen.


Der erste Tag endet, das harte Schulleben beginnt erst.
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