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War of Love

GeschichteRomance, Action / P16 / FemSlash
Haruka Tenoh / Sailor Uranus Michiru Kaioh / Sailor Neptun
04.05.2021
06.05.2021
2
9.705
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04.05.2021 3.483
 
Vier Militärfahrzeuge, des Typs Komatsu LAV, durchquerten die Wüste von Afghanistan. Es war gerade um die Mittagszeit rum und weit und breit war nur die aufwirbelnden Staubwolke des Konvoi's zu erkennen. Das Militär hatte Verstärkung angefordert und diese war auf dem Weg zum Stützpunkt. „Hey Tenoh, schon Muffensausen?“ gab einer der Soldaten belustigt zu der Sandblonden.
„Honda-san, schieben Sie mal nicht von sich auf andere“ gab sie frech grinsend von sich.
Die anderen beiden Soldaten lachten kurz, wobei einer Honda spaßig in die Seite stieß.
Von den vier Personen in dem Fahrzeug war Haruka die einzige Frau und zudem die jüngste im Team.
Die Gruppe bestand aus dem Truppführer Nobou Honda, dem Sprengstoffspezialisten Ken'ichi Hatsu, sowie dem Sanitäter Hiro Kyou und zu guter Letzt der Soldatin Haruka Tenoh.

Es lagen noch etwa 3 Stunden fahrt vor dem Konvoi, bis sie den Stützpunkt in Kandahar erreichten.
Dieser lag in der gleichnamigen Provinz Kandahar. Die Taliban hatte das Gebiet um die drittgrößte Stadt des Landes hart umkämpft, weshalb die Regierung der Nato, Unterstützung angefordert hatte.

"Ihr solltet dran denken ausreichend zu trinken“ meinte Kyou und reichte den anderen jeweils ein Trinkpäckchen. Während Hatsu an seinem Päckchen schlürfte, beugte er sich über den vorderen Sitz auf dem Kyou saß. „Wie weit ist es denn noch?“
Honda der das Fahrzeug steuerte, blickte aus dem Augenwinkel kurz nach hinten „Setz dich und schnall dich an! Was meinst du was passiert, wenn wir von einem Geschoss getroffen werden?“ mahnte der Führer bestimmend. Der Ermahnte schnaubte und tat wie es ihm befohlen wurde.
„In etwa drei Stunden dürften wir in Kandahar ankommen" teilte Kyou den beiden hinten sitzenden mit.

Haruka's blick, schweifte über die flache offene Wüstenfläche. Ihr fiel auf, dass sie völlig ungeschützt wären, wenn jemand den Konvoi nun angreifen würde. Es gab keine Felsen oder Gebäude hinter denen sie in Deckung gehen könnten.
Plötzlich ertönte ein lauter Knall und eine Ladung Sand wurde vor ihnen in die Luft geschossen. Das erste Fahrzeug im Konvoi verlor die Kontrolle und überschlug sich. Honda hatte reflexartig das Lenkrad rumgerissen und konnte so weiteren Schaden verhindern. Die Bremsung war abrupt und der Wagen hinter ihnen knallte auf die Stoßstange.

„Geht es allen gut“ erkundigte sich Honda und blickte nach draußen. War es ein Angriff? Eine Mine?
Sie mussten nun konzentriert bleiben und durften nicht kopflos den Wagen verlassen.
Hatsu hielt sich den Kopf und stöhnte "Uh…Ging das nicht sanfter?" der Schwarzhaarige streckte den Nacken und ließ seine Gelenke knacken.
Haruka blickte perplex aus dem Fenster und hielt Ausschau nach feindlichen Truppen.

Kyou sah zu Honda, der ebenfalls die Umgebung absuchte. "Was …war das?" kam es zögerlich von dem Sanitäter. Hatsu rieb sich den Kopf und schaute aus dem Seitenfenster und erblickte das Loch im Boden. "Das war eine Mine" teilte der Sprengexperte mit. "Neu oder alt?!" kam es vom Fahrer.
"Bin ich Hellseher? Das Teil ist detoniert, da kann ich so nichts Genaueres sagen, dazu müsste ich die Splitter untersuchen". Der Anführer schnalzte mit der Zunge, weil er mit dieser Antwort nicht zufrieden war.
Der Feind konnte schließlich in der Nähe sein und ihnen kurz zuvor eine Falle gestellt haben. "Wir sollten uns beeilen" kam es abwesend von der Sandblonden. Hatsu blickte sie an und glaubte, dass die jüngere einfach nur Angst hatte. "Schätzchen, ich werde dich beschützen" prahlt er.
Honda's blick fiel in den Rückspiegel und sah Tenoh an, doch für ihn wirkte sie keinesfalls ängstlich.

Aus den zwei Wagen hinter ihnen rührte sich niemand. Keiner wusste ob der Gegner nun die Mine dort gezielt platzierte oder ob diese schon länger dort lag.
Der Truppführer und der Sanitäter vorne diskutierten mit Hatsu, wie sie die Lage einschätzen sollten, in dem Moment stieß Haruka ihre Wagentür auf und eilte zu dem verunglückten Fahrzeug. "Tenoh!", schrie Honda ihr nach. "Das gibt es doch nicht!" fluchte er weiter. Mit schnellen zügen griff er zu seiner Ausrüstung und wies die beiden anderen an ihn abzusichern, falls sich Feinde näherten. Kyou und Hatsu nickten verständlich.
Die blonde Soldatin erreichte das, auf dem Dach liegende Gefährt und versuchte eine der Türen zu öffnen, doch so einfach ließ sich diese nicht entriegeln. Von Innen waren schwache Stimmen zu vernehmen.
Die Detonation hatte diese schwer verletzt. Haruka hing sich mit ihrem ganzen Gewicht an die Wagentür, doch sie rührte sich nicht. Honda kam zu ihr "Darüber reden wir noch" fauchte er sie an und half nun mit die Tür zu öffnen. Die beiden schafften es und der ältere verschaffte sich einen Überblick über den Zustand der Soldaten. Den beiden Soldaten, die auf der Seite der Detonation saßen, war nicht mehr zu helfen, bei denen konnte Honda nur noch den Tod feststellen.
Die anderen konnten Honda und Haruka bergen und brachten diese zu ihrem Fahrzeug.
Die Blonde tauschte den Platz mit Kyou, damit dieser sich um die verletzten kümmern konnte. Der Teamleiter setzte sich wieder ans Steuer und die jüngere nahm neben ihm platz.
"Fahr!" wies sie ihn plötzlich an. Im selben Moment hupten die hinteren Wagen und zogen an ihnen vorbei. Von der rechten Seite näherten sich feindliche Truppen.
"Verdammt…" zügig trat der Kommandant aufs Gas und sah zu, schnell Distanz zwischen ihnen und den Feinden zu gewinnen. Einige Kugeln schlugen ins Blech des Wagens, doch beschädigten diesen nicht weiter.

Sie konnten die Fahrt fortsetzen, doch die Stimmung war alles andere als angenehm. Honda war wütend, dass Haruka eigenmächtig gehandelt hatte. Hatsu verstand nicht, weshalb sie nicht versuchten die feindlichen Truppen zu bekämpfen und Kyou gab sein bestes, um die beiden Verletzten so gut wie möglich zu versorgen.
"Wie sieht es aus Kyou?" erkundet sich der Anführer. "Nicht gut, die beiden haben innere Blutungen, ohne Operation werden sie sterben". Der Älteste der Truppe gab ordentlich Gas, um an die anderen beiden Fahrzeuge anzuschließen.

Der Konvoi hatte an Geschwindigkeit zugelegt und somit erreichten sie ihr Ziel früher als geplant. Sie hielten vor einer Schranke und wurden von den Soldaten kontrolliert.
Kyou drängte, dass es eilig war und somit wurden sie Richtung Lazarett gelotst, damit die verletzten schleunigst behandelt werden konnten. Der Sanitäter begleitete die Patienten und half bei der OP.
Die anderen verließen ebenfalls den Wagen und Honda ging zu der Sandblonden herüber "Tenoh! So eine eigenmächtige Aktion von dir will ich nie wieder erleben! Haben wir uns verstanden?!" schnauzte er sie an. Andere Soldaten blickten zu den beiden herüber, unter anderem eine Offizierin, die auf die Ankömmlinge gewartet hatte.
Sie trat an den muskulösen, grimmigen Truppenführer heran. "Honda-san? Ich bin Offizierin Kaioh Michiru und soll sie über die aktuelle Lage in Kenntnis setzen" mürrisch sah er die türkis Haarige an und musterte diese von oben bis unten. Kurz trafen sich die Blicke von Haruka und der anderen Frau, doch das mürrische Schnauben des Kommandanten, lenkte beide Augenpaare auf den Mann vor ihnen.
"Gehen wir" ein leicht genervter Unterton war dabei zu vernehmen, doch Michiru dachte sich nichts weiter dabei und lotzt den Mann zum Offizierszelt, um ihm die Lage zu erklären. Die beiden schritten voran, doch kurz hielt Honda inne "Tenoh, du meldest dich bei den Kundschaftern" und ging weiter.

Etwas verwundert über diesen Befehl hob die Sandblonde eine Augenbraue, auch Michiru fand diese Maßnahme als nicht angebracht, denn die andere Frau war augenscheinlich nicht lange bei den Streitkräften dabei und als Kundschafter sollte man Erfahrung besitzen. "Halten Sie di-" begann Michiru, doch erntete plötzlich einen finsteren Blick des älteren Mannes. "Wollen Sie dem Widersprechen?" seine Mine wurde kühl und man sah ihm an, dass er sich nicht gerne etwas von wem anderes sagen ließ. "Widersprechen nicht direkt, nur…"
"Dann mischen Sie sich da nicht ein" somit beendete er dieses Gespräch und ging weiter. Nun stand die jüngere alleine da und spürte im nächsten Moment eine Hand auf ihrer Schulter "Du solltest Honda nicht reizen, ist nur ein gut gemeinter Rat" kurz klopfte er ihr auf die Schulter und drückte ihr noch ihren Rucksack in die Hand. "Es lag doch auf der Hand das wir schnell handeln mussten. Die Explosion hatten die Feinde schließlich auch gehört" verteidigte sie sich. Der Sprengstoffexperte zuckte mit den Achseln "Schon, aber Schätzchen du bist hier bei den Streitkräften, du hast Befehle zu befolgen und nicht eigenmächtig zu handeln und nun seh zu, dass du deinen hübschen Hintern, da heile wieder “ mit der Hand gab er ihr einen kleinen Klapps auf den besagten Hintern und suchte nun das Zelt für die Unterkunft auf.

Mürrisch strich sich Haruka über die Stelle und schulterte ihren Rucksack, um sich anschließend bei den Kundschaftern zu melden. Sie musste sich durchfragen und fand schließlich das Zelt, aus dem die Späher agierten. "Gut, wenn ihr also…Was willst du Grünschnabel?" verwundert wurde Haruka angeblickt. Diese salutierte "Tenoh, melde mich zum Dienst!" die beiden Männer in dem Zelt lachten "Was sollen wir denn mit so einem wie dir anstellen? Geh dich erstmal trocken machen hinter den Ohren" sie nahmen die Sandblonde nicht für voll und widmeten sich wieder ihrem Gespräch. Nannten diese Männer sie gerade tatsächlich 'Grünschnabel'? Sie musste zwar zugeben nicht sonderlich viel Erfahrung im Außeneinsatz zu besitzen, jedoch hatte sie ihre Ausbildung als beste abgeschlossen und meldete sich für diesen Einsatz freiwillig. So konnte die Sandblonde das nicht einfach auf sich beruhen lassen. "Mein Truppführer hat mich zu den Kundschaftern geschickt!" nun bestimmter, aber immer noch Stock steif stand die junge Frau da. Einer der beiden Männer richtete sich auf, da dieser zuvor über einen Plan gebeugt stand. "Dann wirst du sicherlich etwas ausgefressen haben, denn sonst hätte dein Truppenführer nicht die Absichten, dich den Löwen zum Fraß vorwerfen zu wollen, oder?" er ging auf Haruka zu und musterte diese ausgiebig. Zögerlich wandte die Blonde den Blick ab "Ich handelte ohne Befehl…." teilte sie kleinlaut mit. Der Leutnant vor ihr spitzte die Ohren. "Wie war das? Ich habe Sie nicht verstanden, Soldat!" den letzten Teil des Satzes brüllte dieser doch die grünen Augen von Haruka zuckten nicht einmal ein bisschen, denn wenn sie etwas in den letzten Jahren gewohnt war, dann solche Machtspielchen.

Im nächsten Moment salutierten die beiden Männer jedoch und die junge Frau drehte sich fragend um. "Was ist hier los, meine Herren?". Es war die Offizierin von vorhin, mit ihren blauen Augen verschaffte sie sich einen Überblick der Lage. "Kaioh-san, dieser Soldat meinte sich den Spähern anschließen zu wollen, doch wie Sie sehen, reichen dessen Qualifikationen keinesfalls dafür aus". Michiru hob eine Augenbraue "Qualifikationen?" sie musterte die etwas jüngere. "Ich werde mich darum kümmern" mit einem Kopf nicken, wies sie die andere damit an, ihr zu folgen. Etwas verwundert darüber folgte sie. "Aber Honda-san mei-" die türkis Haarige drehte sich abrupt um. "… Untersteht meinen Befehlen, somit bin ich befugt dazu, seinen Leuten Befehle zu erteilen, falls Ihnen diese Rangordnung fremd sein sollte, können Sie das im Internet nachlesen und nun folgen Sie mir" Michiru setze ihren Weg zügig fort und Haruka folgte ihr. Kurz darauf betraten sie ein Zelt, in dem hochrangige Offiziere, einige strategische Züge planten. Die Blonde, ohne viel Kampferfahrung, fühlte sich fehl am Platz und dennoch war sie gespannt darauf, was sie nun dort sollte.

"Wir können nicht mit den Streitkräften einfach so dort eindringen. Das wäre blanker Selbstmord. Die Gänge dort unten sind das reinste Labyrinth, zudem soll dort die Funkverbindung dort nicht funktionieren, somit kann man die Soldaten nicht leiten."
Der Blick der Blonden wanderte zu der Karte, die auf dem Tisch auslag. Diese zeigte ein kompliziertes Streckennetz, welches wohl Unterirdisch verlief. Michiru's Augen waren auf Haruka fixiert, sie wollte wissen, ob etwas in ihr steckte. Sie kannte die Akte der Blonden und darin war sie jedenfalls nicht als Anfängerin betitelt, wie so manch anderer, der den ersten Außeneinsatz antrat.
Zwar tauchten Wörter wie 'Rebellisch' und 'Eigensinnig' in dieser Akte auf, jedoch verwiesen ihre Ausbilder auch daraufhin, dass Haruka eine hervorragende Auffassungsgabe besaß, dass sie schnell und präzise handelte und immer einen klaren Kopf behielt. Die Blauäugige wollte nun wissen, ob dies den Tatsachen entsprach.

"Man benötigt kein Funk" entglitt es den Lippen der jungen Frau. Die Blicke richteten sich auf diese "Was macht sie hier drin?" gab einer der Offiziere entrüstet von sich und wollte Haruka aus dem Zelt entfernen lassen. Allerdings hielt ein Oberoffizier denjenigen davon ab. "Wie meinst du das?" wollte dieser von der Blonden näher erfahren. "Aber Oberst, Sie wollen doch nicht ernsthaft in Erwägung ziehen, dass DIE eine Lösung hätte" das 'die' in dem Satz klang sehr abwertend.
Der Oberst winkte ab und bat darum das die junge Soldatin ihre Bemerkung erläuterte. "Sie benötigen nicht mehr als drei Truppen mit jeweils zwei Leuten" begann sie ihren Plan zu erklären.
Verständliches nicken ging durch die Reihen. "Das klingt nach einem hervorragenden Plan" gab der Oberst erfreut von sich. "Mit wem habe ich das vergnügen?"
Michiru trat an den älteren Mann heran "Das ist Tenoh Haruka, sie gehört zu einer der Verstärkungstruppen, die heute ankamen und ist mein Schützling" perplex sah die blonde die andere an. "Ah~ Kaioh-san, war von Ihnen nicht anders zu erwarten. Ihr Schützling also, verstehe. Dann will ich doch hoffen, dass Sie beide an dieser Mission teilnehmen werden?"
Haruka's Augen weiteten sich, an so einer Mission teilzunehmen, war eine ganz andere Hausnummer und sie glaubte nicht dem gewachsen zu sein. "Selbstverständlich, Oberst" unbemerkt zupfte die türkis Haarige an der Uniform der Blonden, welche ihr daraufhin folgte.

"Das war schon beeindruckend" "Aber Kaioh-san, diese Mission…" stammelte die jüngere. "Diese Mission wird uns ein Stück näher an den Frieden bringen" "Oder ins Grab…" wirklich erfreut war Haruka nicht darüber, was sie auch zum Ausdruck brachte.
"Das wird schon, ihre Referenzen sind doch gar nicht so schlecht, nur Mut" doch beruhigen tat es die Blonde nicht, denn schließlich kannte sie die Frau vor sich kein Stück. Und was meinte diese mit 'Referenzen'? Woher hatte diese Frau diese Informationen?

Die beiden trennten sich vorerst und Haruka suchte sich einen Platz in der Unterkunft, wo sie ihren Rucksack ablegen konnte und später auch schlafen würde. Ihr gingen allerhand Dinge durch den Kopf. Was war da gerade geschehen? Hatte sie sich gerade wirklich dazu verpflichtet an einer gefährlichen Mission teilzunehmen, zudem zusammen mit einer völlig fremden in einem Trupp?
Sie hoffte insgeheim dort heile wieder herauszukommen und noch mehr Fragen kamen ihr in den Sinn. Warum hatte diese Offizierin sie ausgewählt? War es reiner Zufall? Geplant? Sie nahm sich vor mit ihrer Befehlshaberin später noch reden zu wollen und ihr zu erklären, dass sie nicht die richtige für diese Mission war.
Doch erst einmal verschaffte sich die Blonde einen Überblick, schließlich befanden sie sich noch nicht lange auf diesem Stützpunkt, der von vielen als 'letzte Festung' bezeichnet wurde.
Kandahar lag im Süden von Afghanistan und die Provinz war dort die einzige Gegend, die die Nato bislang einnehmen konnte, der Rest war Taliban Gebiet und deshalb ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für die Regierung. Dieses Gebiet durfte keinesfalls in die Hände der Terroristen geraten. Der Stützpunkt war recht groß und viele Soldaten aus verschiedenen Nationen waren dort stationiert. Amerikaner, Franzosen, Deutsche und nun auch ein paar Japaner. Trotz so vieler verschiedener Landsleute, wusste jeder was er zu tun hatte.

Sie wollte gerade weiter, als jemand eine Hand auf ihre Schulter legte "Hatsu…" sprach sie genervt und bekam ein amüsiertes Schnauben entgegengebracht. "Hat er dich wieder geärgert?"„Kyou!" sie war irgendwie erleichtert ihn zu sehen. Von den drei Männern aus ihrem Trupp, mochte sie ihn am meisten, wahrscheinlich weil er so eine Ruhe ausstrahlte und das völlige Gegenteil von ihr selbst war. "Wie verlief die OP?" eigentlich hätte sie sich diese Frage sparen können, denn schon alleine an seiner guten Laune konnte man erahnen, dass diese gut verlaufen war. "Gut, sie werden überleben" sie freute sich für ihn, alles andere hätten den Sanitäter nur betrübt. "Was machst du hier so ganz alleine?" der ältere war verwundert darüber das weder Hatsu noch ihr Truppenführer bei ihr waren. "Lange Geschichte" etwas verwundert darüber hob er eine Augenbraue und hörte sich diese 'lange Geschichte' aufmerksam an. "Oh Mann und weißt du was für eine Mission das ist?" die Blonde schüttelte mit dem Kopf "Ich weiß nur, dass man durch ein abgeschottetes Labyrinth muss, mehr weiß ich noch nichts darüber" teilte sie ihm mit und zuckte ratlos mit den Achseln. Nachdenklich legte Kyou eine Hand an sein Kinn "Erwähntest du nicht drei Truppen? Sprich zwei würden noch fehlen, wenn du mit dieser Offizierin eines bildest." Haruka wusste nicht genau worauf er hinaus wollte und nickte einfach stumm. "Das wird schon" ermutigend klopfte er ihr auf die Schulter und ließ die Sandblonde an Ort und Stelle stehen, welche ihm nur verwundert hinterher sah.

Am Abend wollte die Blonde noch einmal mit der türkis Haarigen reden, da sie diese im laufe des Tages nicht mehr gesehen hatte, begab sich Haruka auf die Suche nach dem Zelt der Offizierin. Die Soldatin befand sich gerade vor dem gesuchtem Zelt und vernahm Stimmen von Innen, weshalb sie leise vor diesem stehen blieb. "Kaioh-san, ich verstehe ihre Handlunsgweise nicht, wie können Sie sich auf jemanden einlassen, der keinerlei Erfahrung besitzt, damit bringen sie sich selbst in Gefahr" leises seufzen verließ die Lippen der jungen Dame, die sich gerade eine Predigt von Honda-san anhören durfte. Haruka konnte jedes einzelne Wort hören und war sich sicher, dass über sie gesprochen wurde. "Honda-san, Sie sollten sich eher Gedanken darüber machen, wer uns bei der Mission noch begleiten soll, anstatt sich um meine Angelegenheiten zu kümmern" gab sie ihm deutlich zu verstehen, dass er sie nicht umstimmen könnte. Kopfschüttelnd wandte der Mann ihr den Rücken zu und verließ das Zelt, jedoch begegnete er am Eingang Haruka und verharrte. "Was machst du hier?" Michiru blickte an Nobou vorbei und erblickte ebenfalls die Sandblonde. "Komm rein" ein sanftes Lächeln erschien in Michiru's Gesicht. Honda, dem diese Konstellation missfiel, verließ murrend das Zelt und ließ die beiden Frauen alleine.
Die Offizierin schenkte sich etwas zu trinken ein "Magst du auch etwas?" die angesprochene winkte ab. "Wie kann ich dir helfen?" nippend an ihrem Glas, musterte sie die Sandblonde vor sich. "Ich glaube, dass ich nicht die ri-" deutlich stellte die ältere ihr Glas auf dem Tisch ab, was Haruka bei ihrer Ansprache unterbrach. "Du bist doch jetzt nicht zu mir gekommen, um mir genau das gleich zu sagen, wie Honda?" Michiru setzte sich an ihren Tisch und blickte die jüngere an. "Willst du meinem Befehl widersprechen?"
"Das ist es nicht, nur..." sie suchte nach den richtigen Worten und blickte zu Boden. "Haruka..." kam es ihr mit sanfter Stimme entgegen. Michiru legte eine Hand an die Wange der Sandblonden "Du zweifelst ohne Grund, ich weiß, dass du das kannst" sie legte die Stirn in Falten "Woher?" und blickte dabei der zierlichen in die Augen.
Die Berührung, die sanften Worte, dass ganze warfen nur noch mehr Fragen auf. Die Offizierin trat einige Schritte zurück und legte eine Akte offen auf den Tisch "Deine Akte, die solltest du einmal lesen". Der Blick der jüngeren wandte sich zu dem Schriftstück und überflog einige Zeilen. "Ich weiß, dass ich sportlich bin, aber es mangelt mir an Erfahrung".
"Und wie glaubst du, bekommt man Erfahrung?" bei den Worten stockte die Soldatin. Es lag auf der Hand, dass man Erfahrungen sammelte und im Grunde jeder bei null anfing, aber war so eine Mission die richtige Möglichkeit?

"Was ist das Ziel der Mission?", fragte die Sandblonde nun, um wenigstens nicht völlig im Dunkeln zu tappen. "Die Besprechung für die Mission findet Morgen früh um 900 statt. Freut mich, dass du deine Zweifel abgelegt hast, so bist du, du selbst" bei den letzten Worten blickte Haruka die türkis Haarige skeptisch an, doch dachte sich dabei nichts weiter.
"Entschuldigen Sie die Störung, noch einen schönen Abend, bis Morgen" mit den Worten verließ die dreiundzwanzigjährige das Zelt und begab sich zu ihrer Unterkunft.
 
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