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Monster

GeschichteAbenteuer, Angst / P12 / Gen
OC (Own Character)
04.05.2021
09.08.2021
4
3.436
4
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Dieses Kapitel
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04.05.2021 896
 
Eine eisige Begegnung                                                      

„Nuuka, hör auf! Das kitzelt!“, lachte ich. Heute lag der erste Schnee des Winters, und der konnte bei uns lange dauern. Und da der Schnee noch keinen Meter hoch lag, hatten wir beschlossen in den Wald zu gehen und eine Schneeballschlacht zu veranstalten.
Ohne Teams, zu dritt ging das ja schlecht. Jetzt hatte mich Nuuka gepackt und kitzelte mich durch, während ich ihn unter Lachanfällen fast anflehte aufzuhören.
Irgendwie schaffte ich es mich aus seiner Umklammerung zu befreien, und währen Nuuka sich ein neues Opfer suchte (Leley), schlich ich mich von hinten an ihn heran und seifte ihn mal so richtig schön mit Schnee ein. Leley, die er nun nicht mehr festhalten konnte, plumste in den Schnee und half mir. Nach seine schönen Schnnedusche sah Nuuka aus, als wäre er direkt den alten Geschichten entflohen, die uns unsere Stammesälteste immer erzählte. Nuuka erinnerte mich ungemein an den alten Frostgeist, der dem Frühling immer einen Strich durch die Rechnung machen will und es im Juni noch mal schneien lässt.
Leley sah das offenbar auch so. „Hey Nuuka, lass dich so ja nicht bei Levri blicken, die bereitet sonst noch irgendso ein Ritual vor, mit dem man den Frostgeist vertreiben kann!“, rief sie lachend.
Nuuka, der wohl seinem Aussehen gerecht werden wollte, lief schwerfällig, wie ein verletzter Grizzly herum und versuchte uns zu umarmen, jedenfalls sagte er das.
„Och kommt schon, nur so eine klitzekleine Umarmung, das tut doch nicht weh. Bitteeee, sont ist der Frostgeist so alleine!“
Lachend liefen wir von ihm weg und versteckten uns hinter Büschen und in hohen Tannen. Ich kletterte gerade eine große Tanne herauf, als ich Leleys Stimme hörte. „Hilfe, der Frostgeist hat mich! Helf mir Naali!“
Ich seufzte, jetzt musste ich mich wohl oder übel auch einseifen lassen. Ich kletterte die Tanne wieder hinunter (um genau zu sein war es eine Fichte) und lief dahin, wo ich Leley und Nuuka vermutete.
Da, da waren sie! Ich konnte die beiden Geschwister schon von weiten hören. Anscheinend begann Nuuka gerade seine Schwester einzuseifen, den ich hörte nur nich ein ersticktes Rufen.
Leise schlich ich mich an Nuuka heran, hoffentlich sah er mich nicht! Ich hasste es nämlich eingeseift zu werden, genau wie ich es hasste kaltes Wasser übergeschüttet zu bekommen. Nicht, dass das oft passierte, dafür war ich zu schnell, aber einmal war es jemanden doch gelungen und zwar als ich geschlafen hatte! Wie unfähr war das denn bitte schön?!
Ich stürzte mich auf Nuuka, warf ihn in den Schnee und sprang wieder auf, als mir Schnee in den Nacken rieselte. Wäh!
Ich wollte gerade vor Nuuka, alias dem Frostgeist flüchten, da sah ich ihn. Am anderen Ende der Lichtung. Den Schneeleoparden. Mit seinen Eisblauen Augen sah er mich unverwandt an. Ich spürte ein leichtes Kribbeln in der Magengrube. Nein! Nicht jetzt! Nicht vor meinen Freunden!
Ich atmete tief ein und aus, ein und aus. Das Kribbeln ließ nach, doch das Raubtier sah mich noch immer lauernd an.
„Naali, alles in Ordnung?“, hörte ich da Leleys Stimme. Dann schnappte jemand nach Luft. „Geht ganz langsam zurück, nicht umdrehen“, sagte Nuuka, der jetzt vollkommen ernst war.
Ich ging langsam, Schritt für Schritt nach hinten und stieß gegen etwas weiches. Ich drehte mich langsam um und san Leley, die sich keinen Zentimeter bewegte.
„Leley, was ist los? Beweg dich verdammt noch mal!“, zischte ich. „Ich kann mich nicht bewegen, ich hab angst!“, erwiedete sie bissig, aber sehr, sehr leise. „Atme tief durch, ein und aus!“, wieß ich sie an. „Er ist nicht auf Beute aus, wenn wir ihm nichts tun, dann tut er uns auch nichts.“
Ich wusste das es für sie schwer war, schließlich wurde ihre Mutter einst von einem Schneeleoparden getötet, aber da musste sie jetzt durch.
Ich hörte, dass sich ihr Atem langsam beruhigte und atmete auf. Jetzt musste sie sich nur noch bewegen. Und nach einer gefühlten Ewigkeit, trat sie einen winzigen Schritt zurück. Dann noch einen und noch einen. Sie wurden immer größer- und schneller, wie ich besorgt festellen musste. „Langsam, nichts überstürzen, sont könnte er in dir Beute sehen“, flüsterte ich Leley zu und folgte ihr. Ihre Schritte wurden langsamer, ich atmete auf.
Der Schneeleopard beobachtete uns, dann trollte er sich endlich. Anscheinend war ihm die Situation zu langweilig geworden, und er kehrte zu seiner Gefährtin zurück. Er hatte leicht nach Jungtieren gerochen.
„Danke Naali“, hörte ich da Leleys Stimme. „Ja, du hast Leley das Leben gerettet!“, pfilchtete Nuuka ihr bei. Ich zuckte als Antwort mit den Schultern. Jeder hilft Jedem, das hatten wir schließlich gelernt. Allein können Menschen in freier Wildbahn nicht überleben, und schon gar nicht hier im hohen Norden.
„Ich glaube wir sollten zurück zur Zeltfestung“, sagte ich leise. Es fing wieder an zu schneien. Das schöne Wetter war vorbei und ich spürte, dass sich ein Schneesturm näherte. Auch Nuuka und Leley schienen es zu spüren, und so machten wir uns auf den Weg zur Feste.

Hallo, mein Name ist Helles Herz, und das hier ist meine erste FF bei Woodwalkers. Bisher habe ich nur im Warrior Cats Archiv geschrieben und gelesen. Ich hoffe die Geschichte von Naali gefällt euch! Ich freue mich übrigens immer über Rewiews^^
Möge der Mond für euch leuchten Helles Herz.
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