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ST Voyager (8. Staffel): Neue Abenteuer IV

von VoyGirls
GeschichteSci-Fi / P12 / Gen
B'Elanna Torres Chakotay Der Doktor Kathryn Janeway Owen Paris Seven of Nine
04.05.2021
19.09.2021
13
92.596
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12.07.2021 5.905
 
Einige Zeit später auf dem Planeten Zuhr'o

Rhi'o
Ich trug meine edelste Robe und hatte den gesamten Hohen Rat antreten lassen, um die Fremden willkommen zu heißen. Ebenso hatte ich das Volk angewiesen, alles zu dekorieren, die Fremden freundlich zu empfangen und ihnen jeden Wunsch zu erfüllen, der erfüllbar war. Es musste alles perfekt sein! Gespannt blickte ich nach oben auf den winzigen, silbrigen Punkt, der sich kontinuierlich näherte und immer größer wurde.
"Sie kommen!"
Ich warf meinem Stellvertreter Ther'o einen vielsagenden Blick zu. Er soll dafür beten, dass alles gut geht!


Kathryn
Mein Mann setzte sanft mit den Shuttle auf dem Planeten auf und erste Blicke aus dem Shuttlefenster ließen sich erhaschen.
"Mir scheint, wir werden von einer Delegation erwartet."
Und eine ziemlich große, wie mir schien. Zumindest standen dort draußen humanoid-ähnliche Wesen mit echsenartigen Malen im Gesicht bzw. am Hals und in festlichen Umhängen und Roben.


Harry
Ich warf ebenfalls einen Blick nach draußen und spürte mein Herz wild in der Brust klopfen. Es war gefühlt Jahre her, dass wir die Voyager verlassen hatten. Mir war jede Abwechslung Recht. Neugierig beobachtete ich die vielen Lebewesen da draußen. Sie sahen uns schon ähnlich ... und eigentlich waren sie ziemlich hübsch, zumindest die offensichtlich weiblichen Vertreterinnen ihrer Spezies ....
"Nach Ihnen, Captain", kam es galant von meinen Lippen, nachdem Chakotay das Shuttle gelandet hatte und die Rampe herunterfuhr.


Rhi'o
Ich konnte es kaum erwarten, dass die Fremden ausstiegen, und eilte sogleich auf sie zu.
"Willkommen, Captain Kathryn Janeway! Willkommen beim Volk der Ghrand'o. Das ist der Hohe Rat unseres Volkes", stellte ich den Rat hinter mir vor und dann jeden einzeln.
"Sie brauchen sich die Namen nicht alle zu merken", meinte ich lächelnd.
"Für Ihr Wohl werden ich, mein Stellvertreter Ther'o und dessen Gehilfin Akh'o sorgen."
Ich stellte auch die beiden vor.


Akh'o
Ich war aufgeregt wie nie zuvor im Leben! Noch nie hatten Fremde uns besucht! Es war wie ein Wunder! Allerdings durfte ich meinen Gefühlen keinen freien Lauf lassen, denn das war mir untersagt! Es war ein zweites Wunder, dass Rhi'o und Ther'o mich überhaupt mit einbezogen! Ein Fehlverhalten und ich würde meinen hart erkämpften Posten für immer verlieren! Daher hob ich nur leicht meinen Kopf, damit die Kapuze der Robe nicht zu weit zurückrutschte, denn auch das war mir untersagt. Im Gegensatz zu den Männlichen musste ich die Kapuze, die mein Haar und meinen Hals verhüllte, immer aufbehalten. Ich nickte Captain Kathryn Janeway freundlich zu und wagte einen kurzen Blick auf die anderen Fremden. Unter ihnen war ein jüngerer Fremder mit schwarzem Haar. Ich hielt kurz inne, lächelte ihm verstohlen zu und senkte dann schnell wieder mein Haupt.


Kathryn
Ich nickte den Anwesenden freundlich zu und versuchte mir annähernd einige der Namen zu merken.
"Vielen Dank für Ihre freundliche Begrüßung, Rhi'o, der Hohe Rat", bedankte ich mich diplomatisch und stellte dann meine Begleiter zu.
"Das ist mein Stellvertreter, Commander Chakotay, unser OPS-Offizier Harry Kim, der Sicherheitsoffizier, Lieutenant Ayala, und Seven of Nine."
Ich schenkte Rhi'o ein Lächeln und meine blauen Augen funkelten fröhlich. Chakotay hatte Recht gehabt. Es tat unheimlich gut, sich in etwas komplett Neues zu stürzen und das Schiff und die dauernden Sorgen um Kara zu vergessen.
"Wir sind schon sehr gespannt, Sie und Ihr Leben, Ihre Kultur und Ihren Planeten kennenzulernen."


Rhi'o
Ich begrüßte die Fremden allesamt, wobei mich besonders der hoch gewachsene Fremde mit der Zeichnung über dem Auge faszinierte.
"Eine sehr schöne Zeichnung, Commander Chakotay. Scheinbar sind wir uns nicht komplett unähnlich."
Gut, ich musste zugeben, dass ich sehr neugierig wurde. Ich hoffte, dass ich Zeit bekam, diese Spezies näher kennenzulernen, ehe... Ich lächelte.
"Das geht mir genauso. Dies hier ist mein erster Kontakt zu einer Spezies außerhalb unseres Planeten."
Ich trat ein Stück zur Seite.
"Kommen sie alle... Ich führe sie, wohin sie möchten. Unser Volk ist ebenso gespannt."
Ich sah Captain Janeway an.
"Wenn wir irgend etwas falsch machen und sie verärgern, Captain Kathryn Janeway, dann teilen Sie es mir mit. Wir sind unerfahren mit einer derartigen Situation und wollen Sie keinesfalls verstimmen."


Chakotay
Ich schmunzelte leicht. Dieser Erstkontakt schien sich als überaus positiv zu entpuppen. Der Kanzler war freundlich und so wie der Universaltranslator die fremde Sprache übersetzte, schien es ein kultiviertes Volk zu sein. Ich nickte Kathryn zu. Ich war ebenfalls gespannt, dieses Volk näher kennenzulernen.


Kathryn
Ich lächelte. Rhi'o war mehr als freundlich.
"Ihr erster Kontakt?", hakte ich nach.
Dafür war er sehr zuvorkommend und diplomatisch sehr gewandt.
Ich folgte ihm, als er vorausging und den Weg wies.
"Wohin wir möchten? Wir sind Forscher und Ihr Planet interessiert uns. Zeigen Sie uns, was Ihren Planeten ausmacht."
Am Liebsten würde ich meinen Trikorder zücken! Aber als Captain war ich für die diplomatischen Geschicke zuständig.
"Sie machen nichts falsch, Kanzler Rhi'o. Sollten wir unsererseits Sie in irgendeiner Weise zu kränken, sprechen Sie es bitte ebenfalls an", bat ich und registrierte den Blick meines Mannes.
Ja, schon gut. Es war eine gute Idee.


Rhi'o
Ich nickte.
"Ich habe noch nie eine fremde Spezies kennengelernt", gab ich ehrlich zu.
"Was unseren Planeten ausmacht?"
Mhmm...
"Ich lebe gern hier. Wenn es Ihnen gefällt, würde ich mich freuen, wenn Sie und Ihr Volk etwas länger hier bleiben."
Wir erreichten den wichtigsten Platz und ich breitete meine Arme aus.
"Hier findet fast alles statt. Es wird Handel betrieben, Gesellschaft gesucht und gefunden..."
Ich nahm von einem Stand eine Schale mit Früchten.
"Probieren Sie, Captain. All unsere Früchte schmecken herrlich."
Ich steckte mir eine Frucht in den Mund.


Chakotay
Ich hatte mich die ganze Zeit über neugierig umgeschaut. Dieser Ort war eine Augenweide. Die Gebäude, in denen die Spezies lebte, waren einfach - ähnlich Lehmbauten - aber alle waren in einem guten Zustand und bunt geschmückt. Mit Blumen und bunten Stoffen. Die Bewohner musterten uns neugierig, aber mit lächelnden Gesichtern. Als wir hielten und Rhi'o Kathryn eine Schale mit Früchten unter die Nase hielt, räusperte ich mich.
"Verzeihen Sie, Kanzler Rhi'o", begann ich und erklärte dem Kanzler dann freundlich, dass wir nicht einfach so fremdartige Nahrung probieren durften.
Er schien es zu verstehen und erlaubte, dass Seven die Früchte scannen durfte. Dass wir generell scannen durften. Das war wie ein Stichwort für Mike und Seven. Beide zückten ihre Trikorder, scannten und nickten. Grünes Licht. Die Nahrung war für uns verdaulich und ungiftig.


Kathryn
Ich schnupperte. Mhm, roch das gut. Geduldig wartete ich bis Seven und Mike grünes Licht gaben, was das Essen anging, und nahm mir eine Frucht. Vorsichtig probierte ich.
"Sehr lecker."
Ich schenkte Rhi'o ein Lächeln und sah mich auf dem Marktplatz weiter um. ...
"Sie haben sehr interessante Stände."
Fasziniert sah ich mir einige Handarbeiten an und blickte nach unten als ein Kind gegen meine Beine lief und auf den Po fiel.
"Wer bist du denn?", fragte ich und nahm das Kind hoch.
"Hast du dir weh getan?"


Neth'o
Ich wollte erst losheulen als ich plötzlich hinfiel, aber dann wurde ich hochgenommen und ich blickte in das Gesicht einer fremden Frau. Das Heulen war vergessen und meine Augen wurden groß. Uhhh...
"Neth'o. Und du?"
Ich musterte die Frau und zeigte dann auf ihren Hals.
"Keine Zeichnung?"
Überhaupt sah die Frau anders aus! Und sie hatte eine interessante Kopfbehaarung!
"Kein schwarz?"
Wir haben doch alle schwarze Haare!
"Wo wohnst du?", fragte ich neugierig.


Chakotay
Ich verkniff mir das Grinsen. Der kleine Junge, den Kathryn hochgehoben hatte, erinnerte mich an Aru. Neth'o sah aus wie ein etwa fünf Jahre altes Menschenkind. Und er war sehr aufgeweckt! Ich sah auch das Gesicht von Rhi'o und als er offensichtlich einschreiten wollte, schüttelte ich lächelnd meinen Kopf. Es ist alles in Ordnung!


Kathryn
Ich schmunzelte über das aufgeweckte Kerlchen auf meinem Arm.
"Mein Name ist Kathryn. Und nein, ich habe keine Zeichnung."
Leicht neigte ich den Kopf zur Seite damit er besser sehen konnte. Als der kleine Junge munter weiter fragte, musste ich leise lachen.
"Nein, ich habe rotbraunen Haare. Und wohne ganz weit weg von hier."
Ich ließ das Kind langsam wieder auf die Füße gleiten.


Rhi'o
Ich war erleichtert, dass das Auftreten von Neth'o keinen diplomatischen Fauxpas darstellte. Diese Fremden schienen sehr aufgeschlossen zu sein.
"Sie können sich, wann immer Sie möchten, hier in Ruhe umsehen. Auch außerhalb des bewohnten Lebensraumes hier. Unsere Landschaft ist sehr schön."
Ich wies zu einem großen Gebäude.
"Ich habe einen Empfang für Sie vorbereitet."
Ich hatte im Augenwinkel erspäht, dass einer der Fremden die ganze Zeit über verstohlen zu Akh'o sah. Sie schien ihm zu gefallen. Ahaaa...
"Akh'o... Es ist dir gestattet, die Fremden zu führen und ihnen alles zu zeigen."
Das war die bedeutsame Anweisung für sie, dass sich auch außerhalb der Regularien agieren durfte. Sonst war das keiner Weiblichen gestattet... Weil es keine weiteren Weiblichen in meinen Diensten gab. Zumindest nicht in meiner Funktion als Kanzler.
"Unser Lebensraum steht Ihnen und Ihrem Volk offen, Captain. Wir freuen uns über jeden Besucher."


Kathryn
Ich sah lächelnd dem Kind nach, wie es davon zu seinen Freunden lief.
"Sie sind sehr gastfreundlich, Kanzler Rhi'o", bedankte ich mich.
Dafür, dass diese Spezies überaus selten Besuch bekam, waren sie sehr angenehme Gastgeber.
"Sie bewohnen wirklich einen wunderschönen Planeten und Ihr Volk ist sehr gastfreundlich."
Hier konnte man sich wirklich wohlfühlen.
"Wir werden vielleicht zwei oder drei Gruppen der Crew einen Besuch auf Ihrem Planeten ermöglichen."
Ein kompletter Landurlaub war organisatorisch so kurzfristig eine Herausforderung.


Chakotay
Ich konnte Kathryn nur zustimmen. Bisher lief es gut und das Angebot war sehr großzügig. Wir gingen weiter und plötzlich erblickte ich in der Mitte dieses Marktplatzes eine riesige Statue, die mit vielen Blumen geschmückt war und vor der Schalen mit Früchten und anderen Speisen standen. Ohhhh, sowas interessierte mich immer! Die Statue war geschätzte drei Meter hoch und stellte eine Art Echsenwesen dar.
"Welche Bedeutung hat diese Statue für Ihr Volk, Kanzler", fragte ich und warf Kathryn einen vielsagenden Blick zu.
Das würde ich mir gern genauer ansehen!
"Wenn es erlaubt ist zu fragen", schob ich diplomatisch nach und folgte Kathryn, die ebenfalls auf die Statue zusteuerte.
"Sieht interessant aus", raunte ich ihr zu.
"Es ähnelte ein bisschen einem prähistorischen Saurier."


Kathryn
Auf dem großen Marktplatz entdeckte Chakotay eine große Statue, die aussah wie ein aufrecht gehender Saurier von der Erde. Meine Mundwinkel zuckten leicht, als Chakotay sofort nach dem religiösen Hintergrund fragte. Mir war noch immer unbegreiflich, dass selbst in unserem Jahrhundert die Menschen noch immer so an mystische Wesen glaubten, an Geistervorfahren und die Regeln einer mythischen Religion. Zumindest war mir unbegreiflich, dass im Glaube nach dem Willen des Wesens Andersgläubige ermordet werden.
Auch mein Mann konnte nicht aus seiner Haut. Obwohl er von seinem Volk fortgegangen war, betete er noch immer zu den Geistern. Oder führte Geisterreisen durch. Wobei ich ehrlich sein musste - dieser tierische Berater damals war entspannend gewesen. Und wenn es keinen Schaden brachte ... solange er keine Riten an Bord durchführte, die nicht vertretbar waren, sollte es mir Recht sein.
"Hmm ... sehr interessant."


Rhi'o
Ich folgte dem Captain und dem Commander zur Statue.
"Das ist der große Harah'ku Beschützer meines Volkes und Hüter unseres Lebensraumes."
Ich verneigte mich vor dem Harah'ku.
"Das mächtigste Wesen auf diesem Planeten."
Ich wies auf meinen Hals.
"Wir tragen diese Zeichnungen ihm zu ehren."
Ich sah zu Commander Chakotay.
"Tragen Sie auch diese Zeichnung für ein höheres Wesen?"


Chakotay
Ich nickte interessiert während Rhi'o von dem Harah'ku sprach. Es schien so etwas wie ein Gott zu sein. Als Rhi'o mich nach meinem Tattoo fragte, verneinte ich und erklärte ihm, während wir weiter gingen, wofür mein Tattoo stand. Dabei konnte ich Kathryns Gedanken förmlich hören. Jaaaa, sowas interessiert mich eben! Ich schmunzelte ihr zu und wir folgten Rhi'o und den anderen Ratsmitgliedern zum Empfang.



Stunden später an Bord der Voyager

Kathryn
Mit einem Kaffee in den Händen stand ich am großen Sichtfenster des Konferenzraumes. Wir hatten beschlossen, unseren Aufenthalt hier zu verlängern. Vielleicht für verschiedene Landgänge.
"Kümmerst du dich um die Landgänge?", wollte ich von meinem Mann wissen.


Chakotay
Ich saß auf der Couch und zehrte noch immer von den vielen positiven Eindrücken und vor allem von dem guten Essen beim Empfang. Das Gemüse und die Früchte waren Delikatessen.
"Mache ich. Wie viele Gruppen möchtest du auf den Planeten schicken? Bleiben wir so lange, dass jeder die Chance für einen Landgang hat?"
Ich persönlich würde auch noch einmal auf den Planeten fliegen. Privat. Um etwas Forschung zu betreiben.


Kathryn
Ich nippte am Kaffee und wandte mich dann meinem Mann zu.
"Ich möchte eigentlich nicht allzu lange hier bleiben. Erkundige dich auf den Stationen wie groß der Bedarf ist an Landgang. Einigen genügt sicher einfach Freizeit."
Mit dem Kaffee setzte ich mich zu ihm auf die Couch.


Chakotay
Ich nickte leicht.
"Wir sollten auf jeden Fall die Chance nutzen, Handel zu betreiben. Unsere Vorräte an frischer Nahrung müssen deutlich aufgestockt werden. Rhi'o hat mehrfach erwähnt, dass wir die ersten Besucher sind. Es liegt im Bereich des Möglichen, dass uns eine erneute Durststrecke bevor steht."
Wir wichen nur selten von unserer Route ab, um keine Zeit zu verlieren. Und wenn es wieder Monate dauert, bis wir frische Nahrung an Bord holen können, dann sollten wir hier gut vorsorgen.
"Ich werde kleine Gruppen zusammenstellen. Mit acht bis zehn Crewmitgliedern."
Meine Mundwinkel zuckten.
"Um was wetten wir, dass Harry heute noch bei mir anfragt, ob er morgen wieder auf den Planeten kann?"
Beim Empfang hatte er sich sofort neben diese Akh'o gesetzt.


Kathryn
Ich schlug die Beine übereinander.
"Definitiv. Wir müssen jede Möglichkeit nutzen, Nahrung und Energie aufzunehmen."
Das waren die Daueraufgaben von Neelix und B'Elanna.
"Hör mir damit auf! Am Besten übernimmt er Kommandotraining auf der Brücke."
Ich war wirklich nicht gewillt, erneut ein Desaster wegen der Gefühle von Lieutenant Kim durchzumachen.


Chakotay
Ich schmunzelte leicht. Die Wette hätte sie eh verloren, weil Harry mich bereits gefragt hatte. Da waren wir gerade mal zwei Minuten zurück an Bord.
"Es wäre nicht mehr unser Harry, wenn er diese Chance nicht nutzen würde."
Obwohl diese Chance von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.
"Ist dir aufgefallen, dass Akh'o die einzige Frau im Kreis des Hohen Rates ist?"
Wir hatten natürlich noch mehr Frauen dieses Volkes kennengelernt. Allerdings nur als Angestellte während des Empfanges oder auf dem Markt.
"Dieses Mal sollte ich mir vielleicht mehr Sorgen um dich machen als um Harry."
Ich schmunzelte. Rhi'o hatte sich ziemlich bemüht, einen guten Eindruck auf Kathryn zu machen.


Kathryn
Ich schmunzelte leicht und nippte am Kaffee.
"Stimmt. Diese Akh'o scheint als Einzige irgendwelche Privilegien zu haben."
Ich stellte die Tasse ab und lachte leise.
"Mehr Sorgen um mich? Wieso denn das?", lachte ich.
Schließlich hatte ich einen Partner. Und war verheiratet. Ich kuschelte mich an meinen Mann und schloss die Augen.


Chakotay
Ich nickte und legte einen Arm um meine Frau.
"Aber ich hatte das Gefühl, dass die Frauen mit Respekt behandelt werden. Diesbezüglich haben wir schon andere Sitten erlebt."
Bei diesem Volk wurden die Frauen um etwas gebeten und es wurde ihnen gedankt. Zumindest war es auf dem Markt und beim Empfang so.
"Ich weiß, dir gefällt die Frage nicht, aber was ist mit unseren Kindern? Machen wir einen Landgang mit ihnen? Oder ich nehme sie mit und du empfängt Rhi'o an Bord?"
Rhi'o hatte diesbezüglich Interesse bekundet und das Volk war uns technisch ebenbürtig.


Kathryn
Da konnte ich meinem Mann zustimmen.
"Ja, das definitiv."
Ich seufzte leise und genoss das Kuscheln mit ihn.
"Die Kinder ... ich denke nicht, dass das eine gute Idee ist, das Schiff zu verlassen ..."
Innerlich versteifte ich mich gegen den Gedanken. Nicht die Kinder!


Chakotay
Mir war bewusst, dass das ein heikles Thema für sie war.
"Warten wir ab, wie die Landgänge verlaufen. Frische Luft würde den Kindern gut tun."
Ich lächelte sanftmütig.
"Möchtest du Rhi'o auf der Voyager empfangen? Dann würde ich Neelix darüber informieren."
Er würde ebenfalls einen kleinen Empfang vorbereiten.


Kathryn
Ich nickte leicht und ging auf das Verschieben der Entscheidung ein. Ich war froh, dass er damit leben konnte. Auch wenn ich Kara nicht ewig in Watte packen konnte.
"Ja, ich denke es wäre nur angemessen, ihn an Bord Willkommen zu heißen. Kümmerst du dich darum?", bat ich und streifte mir die Schuhe von den Füßen.


Chakotay
Ich nickte zustimmend.
"Das mache ich, Captain. Wenn ich mich beeile, dann schaffe ich heute noch die Organisation und bin pünktlich abends im Quartier."
Ich hob leicht meine Augenbrauen als sie ihre Schuhe auszog.
"Es sei denn, du hast vorher noch andere Aufgaben für mich", meinte ich schmunzelnd und lehnte mich zurück.
Es war erst kurz nach 14:00 und der Tag war noch jung.


Kathryn
Ich schmunzelte.
"Dann musst du dich aber beeilen."
Er lehnte sich zurück und ich rutschte auf ihn. Ich legte den Kopf auf seine Brust und schloss die Augen. Einen Moment für uns... eine kleine Pause. Tat das gut ... einfach Zweisamkeit.
"Wie viel Zeit brauchst du für deine Aufgaben?"
Ich hatte noch einige Padds vor mir, aber ich war wieder auf den Geschmack gekommen - mein Mann.


Chakotay
Ich küsste Kathryn sanft auf die Stirn und schmunzelte.
"Was denn nun? Beeilen oder hier bleiben?"
Ich strich mit meinen Händen über ihren Rücken und genoss den Moment der Ruhe.
"Die Einteilung der Außenteams delegiere ich an Tuvok weiter. Er hat ein gutes Händchen dafür. Dann bleibt noch der Gang zu Neelix und ein bisschen Schreibkram."
Mein Schmunzeln wurde breiter.
"Wann soll ich den fertig sein?"


Kathryn
Ich konnte mir nicht helfen, aber der Kuss meines Mannes war wie ein Streichholz. Vor allem als er auch noch mit seinen Händen über meinen Rücken fuhr.
"Mir egal!", murmelte ich und nestelte an seiner Uniform.
Die lange Enthaltsamkeit hatte mich viel zu empfänglich gemacht für die kleinsten Liebkosungen.
"Tuvok kriegt das schon hin", murmelte ich an seinen Lippen und fuhr durch sein Haar.
"Den Rest ... machst du ... irgendwann ..."
Der Captain in mir hängte seine Uniform an den Nagel und ich verführte meinen Mann zum zweiten Mal in meinem Bereitschaftsraum...



Zwei Tage später (1.2.81)

Chakotay
Ich stand am frühen Morgen unter der Dusche und summte vergnügt vor mich hin. Die vergangenen zwei Tage waren entspannter gewesen als unser letzter Kurzurlaub. Es gab an Bord wenig zu tun, ich war dreimal auf dem Planeten gewesen, um meinem Hobby zu frönen und das Beste von allem... Kathryn schien ihre Barriere bezüglich körperlicher Zuneigung überwunden zu haben. Wahrscheinlich würde ich nie wieder ohne breites Grinsen ihren Bereitschaftsraum betreten können! Er war derzeit unser Treffpunkt für Zweisamkeit und die Begriffe 'Frühstück', 'Mittag' und 'Kaffeetrinken' hatten eine völlig neue Bedeutung bekommen. Ich schmunzelte, spülte mir den Schaum aus den Haaren und summte weiter vor mich hin.


Kathryn
Ich war längst wach. Mein Mann und ich hatten den frühen Morgen genutzt. Jetzt stand ich im Morgenmantel im Wohnraum bei schummrigen Licht und richtete den Frühstückstisch her. Im Raum der Kinder raschelte es schon. Die beiden waren sicher schon wach.
"Kara? Aru?"
Meine Mundwinkel zuckten und ich stellte einen Aufstrich auf den Tisch.


Aru
Ich eilte von hier nach dort meiner kleinen Schwester hinterher.
"Nein, nicht doch! Kara! Heute noch nicht! Gib mir das, bitte!"
Argh... Dieser kleine Fraggle! Das sagte Onkel Amal immer!
"Mommy! Hilf mir doch mal!", rief ich und stellte mich an die Tür, damit Kara nicht in den Wohnraum flitzen konnte.
Das konnte sie nämlich gut! Ich sah Mommy kommen und zeigt auf Kara.
"Sie hat Daddys Geschenk aus dem Schrank gekramt... Das darf er doch erst morgen sehen!"
Kara und ich hatten etwas für Daddy gebastelt! Ein Pop-up-Bild vom Camping!


Kathryn
Ich hörte Aru nach mir rufen und betrat das Kinderzimmer. Dort erhascht ich meine Tochter und nahm sie auf den Arm.
"Guten Morgen, mein kleiner Engel."
Ich küsste sie sachte auf die Wange und gab Aru das Geburtstagsgeschenk für Chakotay zurück.
"Hier. Räum es schnell wieder weg. Daddy kommt gleich aus dem Bad."
Ich wuschelte ihm durchs Haar.
"Kommt ihr dann zum Frühstück?"
Ich brachte Kara in den Wohnraum und setzte sie an den Tisch.
"Hast du Hunger?"


Kara
Ich hatte sehr gute Laune heute und klatschte vergnügt!
"Jaaaa! Füd!"
Frühstück!! Ich sah mich um und entdeckte meine Schale mit Müsli! Schön matschig-pampig!
"Da! Da! Mjami!"
Ich schnappte nach meinem Löffel.


Chakotay
Ich betrat den Wohnraum und hängte meine Uniformjacke über meinen Stuhl.
"Guten Morgen!"
Ich schmunzelte, strubbelte Aru durchs Haar und gab Kara einen Kuss auf die Wange.
"Hört sich so an, als hättet ihr beide heute gute Laune, mh?"
Oh, die hatte ich auch!
"Allesamt fertig für das Frühstück?"
Ich ließ meinen Blick über den Tisch gleiten und mein Magen knurrte.
"Ich glaube, ich brauche heute etwas Kräftiges."
Ich zwinkerte Kathryn zu. Warum wohl? Ich ging zum Replikator und replizierte mir zwei Spiegeleier mit vegetarischen, gebratenen Würstchen. Mhmmm... Ich trug den Teller zum Tisch und setzte mich.


Kathryn
Ich erwiderte den Blick meines Mannes und schmunzelte.
"Lass es dir schmecken."
Jaa ... im Augenblick lief es mehr als gut zwischen uns. Mhhm...
"He, Kara!"
Entsetzt sah ich zu meiner Tochter, die Müsli in den Haaren kleben hatte - und Aru an der Wange. Wie hatte sie das schon wieder hinbekommen?!
"Du bist ein kleines Schweinchen, mein Engel."
Ich holte ein Tuch und wischte provisorisch das Müsli von beiden Kindern.


Kara
Ich hatte mir mein Frühstück geklaut und es war ganz lecker. Bis Daddy kam und sich setzte. Während Mommy an mir und Aru herum wischte, starrte ich auf Daddys Teller und begann zu sabbern. Oiii, was ist das?!!! Wieso hab ich das nicht! Ich begann zu schmatzen, weil mein Mund voll mit Sabber war, und warf meinen Breilöffel weg.
"Ham ham!", krakelte ich und zappelte in meinem Stuhl.
"Daaaaadaaaaa!"
Ich streckte meine Hände nach Daddys Teller aus.
"Ham ham!!!"


Chakotay
So schnell wie der Breilöffel über den Tisch flog und in meiner Tasse Tee landete, konnte ich gar nicht gucken! Ähm...
"Das ist mein Frühstück", meinte ich amüsiert, denn es war amüsant.
Kara lief der Speichel aus beiden Mundwinkeln und ihre Augen waren so groß wie Cookies. Und auch Aru schnupperte und sah auf meinen Teller. Ernsthaft jetzt?!
"Okaaay... Wer möchte noch alles Spiegeleier und Würstchen?"
Ich erhob mich und reichte Kathryn vorsichtshalber meinen Teller. Kara traute ich zu, dass sie über den ganzen Tisch robbte!


Kathryn
Ich schnappte nach Luft.
"Hey! Sonst schaufelt ihr euch diese Müsli am Liebsten rund um die Uhr in den Magen."
Also wirklich! Meine Mundwinkel zuckten und ich setzte mich mit Chakotays Teller neben meine Tochter.
"Einen Happen für Mommy..."
Ich schnitt ein Stückchen Wurst klein und nahm etwas Ei dazu und bot es erst Aru, dann Kara an. Mein Mann brauchte zu lange! Umso amüsanter waren die Gesichter der beiden.
"Naa, schmeckt es?"


Aru
Ich lachte mir eins.
"Sonst isst Dad sowas auch nicht zum Frühstück", erwiderte ich und kaum stellte ich fest, dass das Essen gut war, hob ich meine Hand.
"Ich nehme auf jeden Fall auch zwei Eier und zwei Würstchen", bestellte ich und lachte, als Dad mit den Augen rollte und nochmal zum Replikator ging.
Das war definitiv ein mehr als lustiges Frühstück!
"Onkel Amal hat gesagt, dass matschiges Müsli Targ-Futter ist!"
Ich grinste.
"Kann ich die Reste haben und mit Miral Targ-Fallen bauen?"


Kathryn
Ich brummte und fütterte Kara weiter.
"Ja, das jeden Morgen und ich kann euch Drei bald durch die Gänge rollen", schmunzelte ich und beeilte mich, Kara Nachschub zu besorgen. So schnell wie sie aß, kam ich kaum hinterher.
"Targ-Futter? Dein Onkel hat noch nie einen Targ gesehen. Er soll nicht so einen Blödsinn erzählen. Und nein, mit Essen spielt ihr nicht!"
So weit kommt es noch!


Kara
Ich mampfte das leckere Essen und kaum sah Mommy zu Aru, schnappte ich mir das ganze Wurst-Ding mit der Hand und gnatschte daran herum. Mhmmm...
"Mjammm...", schmatzte ich und grinste mir eins.
Daddy kam mit noch zwei Tellern. Einen bekam Aru und den anderen Teller stellte er auf seinen Platz. Mein Grinsen wurde breiter.
"Dada!!"
Ich winkte mit dem Wurst-Ding. Daddy mein Freund!


Chakotay
Ich musste lachen als Kara mich so grinsend ansah und mit dem Würstchen winkte.
"Weiß ich doch. Dadda ist Karas Liebling."
Ich feixte und goss Kathryn Kaffee ein.
"Lasst es euch schmecken."


Kathryn
Ich stöhnte leise als Kara nach der Wurst grapschte.
"Du sollst doch ordentlich Essen."
Erneut wischte ich ihr die Hände und den Mund ab, ließ ihr aber die Wurst.
"Das gibt es aber nicht jeden Morgen", stellte ich klar.
Aru schaufelte das Essen in sich rein, als hätte er seit Tagen nichts ordentliches mehr bekommen.
"Danke, Schatz."
Ich nahm den Kaffee und nippte daran.


Chakotay
Ich hob leicht meine Augenbrauen, weil Aru ordentlich zulangte.
"Ich hoffe, das sind nicht die Vorboten für einen neuen Wachstumsschub."
Aru wird in zwei Monaten fünf Jahre alt. Jedenfalls nach menschlicher Rechnung. Wie sich seine Spezies entwickelt merkten wir immer erst dann, wenn es passierte. Beim letzten Mal hatte er mit hohem Fieber innerhalb von ein paar Stunden gefühlte drei Menschenjahre übersprungen. Vom Kleinkind zum Schulkind!
"Ist alles in Ordnung, Großer?", fragte ich besorgt und bot ihm noch ein Würstchen an.


Aru
Ich hielt beim Essen inne und sah Dad fragend an. Dann aber machte es Klick. Ich horchte in mich hinein und grinste.
"Alles okay. Das schmeckt nur so gut", versicherte ich und lehnte das Würstchen ab.
Ich war satt.
"Und das mit dem Müsli und dem Targ war ein Joke, Mommy."
Ich feixte.
"Der Captain würde Miral und mich aus dem Torpedorohr schießen, wenn wir Müsli auf der Brücke verteilen."
Ich lachte und langte nach meiner Tasse Kräutertee.


Kathryn
Ich nickte leicht, während ich am Kaffee nickte. Stimmt, das konnte es sein. Aru aß immer viel, wenn er im Wachstum war. Manchmal fragte ich, wo er das hin aß. Ich sah zu unserem Sohn, behielt unsere kleine Tochter aber im Auge. Kara hatte Talent, Unsinn zu machen.
"Und ob der Captain das tun würde", schmunzelte ich und bediente mich dann am Teller meines Mannes.
Wenn sie jetzt schon alle Ei mit Würstchen aßen...


Chakotay
Ich sah im Augenwinkel, dass Kathryn sich jetzt auch noch von meinem Teller bediente. Ähm...
"Hey! Wollt ihr mich verhungern lassen?!", fragte ich und zog eine entsetzt aussehende Grimasse.
Sehr zum Vergnügen von Aru und Kara, die zu lachen begannen. Ich klaute Kathryn ihr Croissant und biss hinein.
"Mhmm..."
Dann musste ich auch lachen und wir lachten schließlich zu Viert. So ein vergnügtes Frühstück hatten wir schon lange nicht mehr!
"Okay, jetzt haben wir genug gelacht", stellte ich nach einer Weile fest.
"Ich kümmere mich um den Tisch und Mommy macht euch im Bad sauber. Heute Abend lade ich euch ins Kasino ein. Onkel Amal wird kochen."
Ich erhob mich schmunzelnd und begann den Tisch abzuräumen. Wir mussten bald zum Dienst.


Kathryn
Ich kümmerte mich um die Kinder, während Chakotay den Tisch fertig machte. Wenig später hatte ich Kara im Arm und Aru an der Hand und gemeinsam mit meinem Mann brachte ich sie zur Betreuung. Auf dem Weg dahin musste ich mich zwingen, nicht kehrt zu machen und Kara wirklich bei Sam Wildman abzugeben. Wie täglich nahm Chakotay mich sanft am Arm und komplimentierte mich so zur Tür hinaus.
"Danke", murmelte ich und stand im Lift neben ihn.
"Was steht heute morgen an?"


Chakotay
Ich schmunzelte leicht. Was heute Morgen ansteht? Meine Frau war mit ihren Gedanken noch immer bei Kara!
"Wir bekommen Besuch, Captain", meinte ich und verkniff mir das Grinsen.
"Kanzler Rhi'o und ein paar Mitglieder des Hohen Rates... Klingelt da was?"
Okay, ich grinste doch.
"Sam ist erfahren, sie hat selbst ein Kind und wir sind an Bord. Mach dir keine Sorgen um Kara."
Ich legte einen Arm um ihre Taille.


Kathryn
Ich sah das Grinsen und seufzte leicht.
"Tut mir ja leid. Sei froh, dass ich mich überhaupt nach einiger Zeit auf meine Arbeit konzentrieren kann."
Anfangs hatte ich nur an Kara gedacht und es war mir nicht möglich wirklich zu arbeiten.
"Ich kann das nicht einfach abstellen."
Leise seufzte ich und sah dann zum Chronometer.
"Wie lange habe ich noch Zeit bis die Delegation kommt?"


Chakotay
Ich zog meine Frau leicht an mich.
"Ich bin froh darüber", gab ich zu und wir hielten vor dem Lift an.
"Eine knappe Stunde. Ich werde noch im Kasino vorbei schauen, ob Neelix alles im Griff hat. Wir treffen uns mit Tuvok im Shuttlehangar."
Ich lächelte und trat zur Seite, um ihr den Vortritt in den Lift zu lassen. Der Lift öffnete sich und mein Blick fiel auf ein Crewmitglied, welches mit dem Gesicht zur hinteren Wand stand. In leicht schräger Körperhaltung und die Stirn lehnte offensichtlich an der Wand. Das kurze blonde Haar kam mir bekannt vor.
"Tom?"
Ich hob meine Augenbrauen als erst keine Reaktion erfolgte und dann plötzlich ein leises Schnarchen zu hören war. Ich drehte meinen Kopf in Kathryns Richtung.
"Siehst du das Gleiche oder war mein Frühstück zu üppig?"


Kathryn
Ich gab meinem Ersten Offizier einen sanften Kuss und nickte zu seinen Ausführungen. Gut, dass er immer den Überblick behielt. Manchmal wusste ich nicht, wie er das machte, wenn uns die Arbeit bis zum Hals stand.
Der Lift öffnete sich und Chakotay entdeckte sogleich ein Crewmitglied, das komisch an der Wand stand.
"Mister Paris?"
Ich wechselte einen fragenden Blick mit meinem Mann und tippte Paris an die Schulter.
"Hallo?"


Tom
Ich riss aus dem Schlaf und fuhr herum.
"Es tut mir -"
Ich hielt abrupt inne, weil ich Kathryn und Chakotay erblickte. Ähm... Wo kommen die beiden her? Wo bin ich? Was ist... Oha... Ich war noch immer im Lift! Ich räusperte mich und straffte meine Schultern.
"Entschuldigung, Captain."
Ich warf Chakotay einen Seitenblick zu. Schade, dass er im Dienst ist!
"Es war eine lange Nacht. Oder eher eine Kurze?"


Kathryn
Wir waren an Bord zwar inzwischen alle befreundet, aber im Dienst kannte ich kein Pardon. Überhaupt keins.
"War die Gamma-Schicht so ereignisreich?"
Ich hob eine Augenbraue.
"Oder das Holodeck zu lange in Betrieb."
Es war schon ewig nicht mehr vorgekommen, dass Paris sich solch einen Patzer leistete.


Tom
Ich schüttelte meinen Kopf.
"Nein. Ich habe Urlaub. Und eigentlich wollte ich mich heute Vormittag mit B'Elanna und Phoebe auf dem Planeten amüsieren. Aber bei meinem Glück sind sie schon ohne mich los."
Ich hätte schon vor einer Stunde bei Lanna sein sollen!
"Ich war die ganze Nacht bei Harry!"
Ich verschränkte meine Arme vor der Brust und sah zu Chakotay.
"Ich hatte einmal einen Freund, der hatte mir versprochen, dass er Harry sofort zurück an Bord schickt, wenn es bei einer Außenmission Frauen gibt!"
Mein Freund grinste leicht und zupfte sich am Ohr. Jaaaa, du bist gemeint!
"Beim nächsten Mal schicke ich Harry zu dir!"
Ich sah wieder zu Kathryn.
"Sagt Ihnen der Name Akh'o was?"


Kathryn
Erfreut stellte ich fest, dass er nicht in alte Muster verrutscht war.
Als Tom meinte er sei bei Harry gewesen, ahnte ich auch schon den Grund. Oh nein!
"Ja, leider. Mister Kim war der Dame sehr zugeneigt. Und sie ihm."
Ich warf meinem Mann ebenfalls einen vorwurfsvollen Blick zu.


Chakotay
Ich verkniff mir ein Schmunzeln. Jaaaa, ich war der Anklage schuldig. Aber was soll's?! Harry ist noch so jung!
"Jede ledige Frau an Bord traut sich nicht mehr, Harry zu irgendwas einzuladen. Jetzt lasst ihm doch das schöne Gefühl. Auch wenn es nicht von langer Dauer ist."
In spätestens zwei, drei Tagen wollten wir weiterfliegen.
"So frisch und voller Elan habe ich Harry schon lange nicht mehr gesehen."
Ich sah zu Tom.
"Nicht du hattest einen Freund... Den hast du noch immer. Er hat aber eben auch ein Herz für Harry."


Kathryn
Ich verdrehte die Augen.
"Ich sehe ihn schon Nächte lang das Kasino belagern."
Und die Männerabende. Wenn die Herren der Schöpfung Harry Kim aufmuntern und trösten mussten.
"Jetzt voller Elan, später ein Häufchen Elend."
Ich schüttelte den Kopf und nickte zum Lift.
"Wir müssen. Gute Nacht, Mister Paris."


Tom
Ich verkniff es mir, mit den Augen zu rollen.
"Es gibt Dinge, die könnten sich ruhig ändern. Harrys Liebesleben gehört definitiv dazu", murmelte ich und trat aus dem Lift.
"Ich nehme das nächste Shuttle auf den Planeten. Und Sie, Commander, passen hier an Bord auf Harry auf", meinte ich zu meinem Freund und machte mich auf den Weg zu unserem Quartier.


Chakotay
Ich sah Tom grinsend nach und trat dann zu Kathryn in den Lift.
"Harry wird es überleben. Und wir auch."
Ich schmunzelte und befahl dem Lift, zur Brücke zu fahren.
"Bei der Delegation ist Akh'o bestimmt nicht mit dabei. Und Harry wird auch schlafen. Wir brauchen uns also keine Sorgen zu machen."


Kathryn
Ich brummte.
"Jaja, das sagst du jedes Mal! Und ich sitze wieder tagelang alleine im Quartier, weil ihr eine Männerrunde machen müsst."
So war es zumindest beim letzten Liebeskummer gewesen.
"Harry Kim übergebe ich in deine Hände. Mit allem Drum und Dran", stellte ich klar.
"Ich denke auch nicht, dass sie dabei sein wird."
Der Lift stoppte auf der Brücke und ich verließ ihn, während Chakotay im Lift blieb und zum Kasino zu Neelix fuhr.
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