Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ich liebe dich! [5+1 Sammlung voll mit Malec]

SammlungRomance, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
02.05.2021
04.05.2021
6
4.106
6
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
04.05.2021 1.913
 
A/N: upppssi, das ist dann mal ganz klassisch ausgeufert *lach* aber ich suche für mich ja schon seit einer Weile eine mögliche Lösung zum "Problem". Und es hat mich einmal gepackt ... na ja, die anderen Kapitel waren ja recht kurz, da kann man ja mal eine Schippe drauflegen, oder??

*****


Ungläubig schaut Magnus auf die kleine Phiole in seinen Händen.
Soll das wirklich die Lösung für all seine Hoffnungen sein??

Vor Jahren, als die Kinder gerade anfingen, zur Schule zu gehen und Fähigkeiten zu entwickeln, die ihre Eltern nur noch stolzer machten, kam es wieder dazu, dass sich die Eheleute Lightwood-Bane in die Haare bekamen. Alec hatte mehr als nur einmal signalisiert, dass er sich mehr als bewusst ist, kein unsterbliches Leben zu haben wie der Hexenmeister und das er damit auch kein Problem hätte. Wenn Magnus nur versprechen könnte, nach dem Tod des Ehemannes wieder glücklich zu werden.
Magnus versuchte ihm aber klar zu machen, dass es niemals passieren würde, dafür war ihre Liebe zu rein und selbst unsterblich, geschmiedet in den Feuern des Lebens. Sie hätten ja nicht umsonst all die Widrigkeiten in Kauf genommen, nur damit Magnus ein paar Jahre nach dem Tod des Shadowhunters in die nächstbesten Arme flüchtet.
Mit traurigen Augen winkte Alec nur ab und meinte, dass es für ihn nun mal keinen Weg der Unsterblichkeit geben wird, wenn er nicht als Vampir enden will. Und das war der ausschlaggebende Punkt, dass Magnus sich wieder verbissener in die Forschungen warf, doch einen Weg zu finden. Auch wenn Alec es nicht wirklich wollte und sich mit seinem Tod irgendwann abgefunden hat. Er wollte einfach die Jahre genießen, die ihnen zusammen gegeben waren. Und Magnus wieder glücklich wissen, auch wenn er selbst da schon lange nicht mehr ist.


Und nun, zwei Jahre nach der letzten Diskussion über die Unsterblichkeit und kurz vor Alexanders 40sten Geburtstag, liegt die Lösung in den Händen des Hexenmeisters. Und sie hat nichts mit Vampirismus und dergleichen zu tun. Es hat einige Gefallen rund um die Erde gekostet, alle Zutaten zusammen zu bekommen, geschweige denn, an den Zauber überhaupt ran zu kommen, aber wenn das funktioniert, dann steht der wahren Unendlichkeit des Shadowhunters nichts mehr im Wege!

"Magnus, hörst du mir überhaupt zu?" Alec kommt in das Arbeitszimmer gestürmt und strahlt dabei über das ganze Gesicht. "Wir haben das Wochenende sturmfrei. Max wurde von Madzie und Catarina zum Hexengeburtstag und Simon hat unseren Älteren zum Superheldenmarathon eingeladen. Izzy hat mir mit ihren Charme die Tage freigeschaufelt, die Konsulin konnte nichts dagegen einwenden. Womit wir mal wieder Zeit nur für uns haben. So sehr ich die zwei Jungs liebe, ausgehen kann man mit den beiden einfach nicht. Was die momentan in sich reinschaufeln, dass kann man den Kellern schlecht erklären." Alec schließt Magnus in die Arme und haucht ihm einen Kuss auf die Stirn. Doch der Hexenmeister scheint immer noch nicht zugehört zu haben. "Außerdem würde ich den Abend wahnsinnig gern mal wieder damit verbringen, die gute Nachtgeschichte etwas aktiver zu gestalten und nicht vorlesend mit einem Buch in der Hand." Immer noch keine Reaktion. "Also gut, wenn du was anderes vor hast, ist das auch okay. Ich bin groß und vertrage das. Nur rede doch mit mir."
"Was?" Vollkommen aus den Gedanken gerissen schaut Magnus auf, immer noch die Phiole haltend.
"Wo warst du nur mit deinem Kopf schon wieder?" Lachend drückt Alec noch einen Kuss auf die dunklen Haare seines Mannes und bemerkt jetzt auch den Gegenstand in der Hand. "Was hast du da?"
"Ich ... ach, das ist nichts", Magnus lässt die Hand sinken, ist aber unfähig, den Trank aus seinem Kopf zu streichen. Aber ihm fehlt auch der Mut, Alec einfach die Wahrheit zu sagen. Immerhin hatte er ja gesagt, dass es Magnus einfach lassen soll. "Was hast du gesagt?"
"Keine Chance, Mags", Alec schüttelt den Kopf und der liebende Ausdruck in den Augen wird zu einem fragendem, mit einem ganz leichten Hauch an Vorwurf. "Ich kenne dich nun lang genug, um zu wissen, dass es nicht Nichts ist. Gerade weil du so abwesend warst. Also, raus mit der Sprache, du kannst mir alles sagen."
"Versprich mir, nicht sauer zu werden, okay?" Kleinlaut schaut Magnus wieder auf die Phiole und schluckt trocken.
"Wie könnte ich sauer auf dich werden? Gut, außer du lässt mich mit den Nimmersatten die nächsten Wochen allein, da könnte ich durchaus etwas angefressen reagieren. Oder wenn du dir wieder einen Kopf um meine Gefühle zu dir machst. Ich sage es dir gern immer wieder, bis es in deinen Sturkopf reingeht. Ich verlasse dich nicht, nur weil ich älter werde und dich nicht an mich fesseln will, wo ich doch irgendwann nicht mehr mit dir und den Junge mithalten kann. Oh, und wenn du eine Geburtstagsparty planst, wo wieder ganz Alicante eingeladen ist und das Spirallabyrinth auch noch. Du weiß, ich mag dieses ganze Tamtam einfach nicht."
"Das ist kein Tamtam wenn ich meinen Mann hochleben lasse und alle Freunde mitfeiern lasse." Magnus schmollt ein wenig, muss sich aber auch die Tränen verdrücken, dass Alexander bei seinem Gemütszustand an sowas ... profanes denkt.
"Mir war nicht bewusst, dass inzwischen die ganze Stadt auf unserer Freundesliste steht. Hat da nicht jeden Tag jemand Geburtstag?"
"Maximal jedes Wochenende, nicht jeden Tag", Magnus schüttelt den Kopf und muss doch leicht grinsen. "Die Stadt ist ja nicht gleich die ganze Welt. Und nein, es war keine Partyvorbereitung, an die ich da dachte. Ich ... ich habe die Lösung gefunden." Er deutet auf die Phiole.
"Lösung für was? Weltfrieden? Die nächste Farbauswahl in den Kinderzimmern? Ob die Pflanzen mal wieder Wasser brauchen? Komm schon, du lässt dir doch sonst nicht immer alles aus der Nase ziehen." Alec lehnt sich etwas zurück und mustert seinen Mann mit skeptischen Blick.
"Deine Unsterblichkeit. Die Lösung für unsere Ewigkeit, ohne eines natürlichen Todes am Ende." Mit jeder Silbe wird Magnus immer leiser und doch versteht Alexander ihn ganz genau.
"Du ... was?"
"Ich kann dich einfach nicht gehen lassen und dann so tun, als wäre alles okay, wenn ich mich wieder verliebe. Und du solltest es auch nicht von mir verlangen. Ich liebe dich. Und nur dich. Die Jungs auch, aber eben nicht so, mit meinem ganzen Wesen und Herzen liebe ich nur dich. Nur dich liebe ich so unglaublich, dass ich eine Trennung durch den Tod nicht akzeptieren kann." Mit jedem Wort gewinnt die Emotionalität in der Stimme und Magnus klammert sich leidenschaftlich und verzweifelt an seinen Mann. "Ich habe endlich die Lösung gefunden."
"Wärst du dann nicht schon viel eher drüber gestolpert, wenn es so einfach wäre?" Alec würde ja gern glauben, dass es wahr wäre, aber viel zu oft musste er schon die Scherben aufsammeln, die nach jedem fehlgeschlagenen Versuch zurückgeblieben sind. Und wenn das jetzt wieder so ein Blindgänger ist, wird es Magnus zerreißen. "Du hast sämtliche Bücher dreimal gelesen und weder die Stillen Brüder konnten helfen, noch die Eisernen Schwestern. Es gibt nur den Vampirismus und bei allem Respekt, das werde ich ganz sicher nicht zulassen."
"Und es gibt diesen einen anderen Weg. Laut den Aufzeichnungen wurde er bisher nur sehr sehr selten angewendet, weil ihm eine unglaubliche Liebe zu Grunde liegen muss und ein kleines Opfer fordert."
"Oh nein, dann kannst du es dir gleich wieder aus dem Kopf schlagen", vehement schüttelt Alec den Kopf, will sich der Hoffnung gar nicht erst hingeben. Magnus übertreibt immer maßlos und wenn er es nur als kleines Opfer sieht, dann ist es weit mehr und damit ein Preis, den Alec nicht bereit ist, dafür zu zahlen. Egal, wer ihn tragen muss. "Das ist es nicht wert."
"Kannst du das mich nicht einfach entscheiden lassen?" Innerhalb von Sekunden kippt das aufgewühlte Gefühl in Magnus und leichte Wut durchzuckt seine Adern. "Ist es für dich so unverständlich, dass ich bereit bin, alles zu tun, um meine Unendlichkeit mit dir zu teilen? Das ich nicht allein sein will?" Mit leichtem Frust schlägt Magnus mit der Faust auf die Brust des Shadowhunters ein, der vollkommen perplex keinen Widerstand leistet. "Warum kannst du es dir nicht wenigstens anhören?" Magnus holt wieder aus und vergisst dabei, dass er die Phiole immer noch in der Hand hält. Das Glas knirschelt verräterisch, aber Alec kann es retten, bevor es kaputt geht.
"Langsam", er fängt auch die andere Faust ab, die wieder auf ihn zu rauscht. "Wenn du es kaputt machst, bringt es nichts mehr. Und wir setzen uns jetzt mal hin, dann können wir reden." Sanft bugsiert er den Hexenmeister zu einen der Sofas und drückt ihn da in die Kissen. Dann holt er noch flink in der Küche ein Glas Wasser und setzt sich mit dazu. "Ich will nur nicht, dass du dich in die Sache so verbeißt, die dann nicht funktioniert. Ich würde doch auch gern für immer bei dir bleiben, aber ich bin nun mal ein Mensch und die sterben irgendwann. Wenn wir nicht vorher von einem Dämon erwischt werden, werden wir zwar schon ein wenig älter als der Normalsterbliche, aber wir sterben trotzdem. Und da will ich nicht, dass du allein im dunklen Raum sitzt und selbst dein Sohn dich nicht wieder zum lachen bringen kann." Das Glas kommt unbeachtet auf dem Tisch zu stehen.
"Das wird nicht passieren", mit glasigen Augen fixiert Magnus wieder das Fläschchen und rattert die Erkenntnisse dazu wie auf Autopilot einfach runter. "Es hat schon einmal funktioniert und ich habe mit einem Paar gesprochen, wo es auch geklappt hat. Sie haben mir versichert, dass es das Opfer wert ist und das sie es wieder tun würden. Und das sie sehr sicher sind, dass es bei uns auch funktionieren wird. Ich muss nur einen Teil meiner Magie auf den Inhalt übertragen, denn du einfach trinken muss, begleitet von einem bestimmten Zauber, der es ermöglicht, dass die Magie auf deine Seele übergeht. Du wirst dann von meiner Kraft zerren können und damit auch von meiner Unsterblichkeit. Mit ein wenig Training sollte es sogar möglich sein, dass du auch kleine magische Fähigkeiten erlernst. Nichts großen und aufregendes, aber genug, um bei deinen Großneffen für Eindruck zu sorgen. Mir wird der gleitende Magieabzug nicht auffallen, es sind nur kleine Mengen, die da fließen und die kann ich locker ausgleichen. Denn ich habe dich dann für immer." Wieder laufen die Tränen über die Wangen und zum ersten Mal in der ganzen Sache glimmt in Alec auch sowas wie wahrgewordene Hoffnung auf. Es klingt in seinen Ohren alles sehr plausible und umsetzbar. Aber es kann doch nicht so einfach sein? Er nimmt Magnus die Phiole ab und hält sie gegen das Licht, kann aber nichts ungewöhnliches dabei beobachten. "Lass es mich versuchen. Sollte es doch nicht funktionieren, dann werde ich den Traum aufgeben. Für immer, versprochen. Nie wieder werde ich ein Wort darüber verlieren. Und ich werde mir nach deinem Tod wieder jemanden suchen, den ich lieben kann. Aber nimm mir nicht diese eine Hoffnung, die wir gerade haben. Ich könnte nicht damit leben, wenn wir es nicht wenigstens versucht hätten." Magnus legt seine Hand auf die von Alec und gemeinsam umschließen sie die Möglichkeit der gemeinsamen Unendlichkeit...
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast