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Between two feelings-Verbotene Liebe

GeschichteDrama, Romance / P18 / MaleSlash
Draco Malfoy Harry Potter
02.05.2021
29.11.2021
51
67.319
10
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
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25.11.2021 1.467
 
Trigger Warnung
In diesem Kapitel kommen Suizidgedanken und Selbstmord versuche vor


Es goss wie aus Eimern. Harrys Kleidung war schon ganz nass. Angestrengt versuchte er das Quidditch-Spiel zu verfolgen. Den Schnatz hatte er noch nicht gesehen. Keine 10 Meter entfernt saß Draco in der Luft auf seinem Besen. Harry versuchte so gut wie nur möglich ihn zu ignorieren. Er fühlte sich furchtbar. Die letzten Tage hatte er alleine in Einsamkeit verbracht. Er hatte mit keinem seiner Freunde geredet. George war schon ganz verzweifelt. Er hatte mit allen Mitteln versucht zu Harry durchzudringen, doch Harry hatte eine große dicke Mauer um sich errichtet.
„Und noch ein Tor für Slytherin!“, hörte er Dean rufen. „Was für eine Schande.“ Kurz war es still, dann hörte Harry ein leises: „Sorry, Professor.“
Harry sah zu Draco, der konzentriert das Quidditch-Spiel verfolgte. Dann flitzte etwas an ihm vorbei. Draco reagierte sofort und flog dem Schnatz hinterher. Harry folgte ihm. Er war ihm dicht auf den Fersen und überholte ihn schließlich. Der Schnatz flitzte steil nach oben. Auf halbem Weg überholte Draco wieder. Der kleine goldene Ball bog ab und raste wieder nach unten. Während Draco ihm folgte, brach Harry die Verfolgung ab. Harry folgte Draco mit seinem Blick. Er erinnerte sich an die Zeit wo alles noch gut war. Er vermisste sie mit jeder Faser seines Körpers. Er hatte alles verloren. Und Draco? Der hatte nur mit ihm gespielt. Er hatte Harry das Herz gebrochen. Und das auch noch mit purer Absicht. Was machte es jetzt überhaupt noch für einen Sinn zu leben? Harry sah keinen mehr. Eine einsame Träne rollte ihm über die Wange. Er würde das alles beenden. Jetzt! Ob diese Höhe reichte? Bestimmt.
„Tut mir leid, Freunde“, murmelte er und sah von oben auf das nasse Gras des Quidditch Feldes weit unter ihm. Weitere Tränen rollten ihm über die Wange. Seine Hände zitterten. Er schluckte um den Knoten in seinem Hals weg zu bekommen.
„Ich liebe dich, Draco“, flüsterte er kaum hörbar. Dann ließ er sich von seinem Besen fallen. Er spürte nur noch den kalten Wind. Der Boden kam immer näher. Harry hörte entsetzte Schreie. Aber am lautesten hörte er eine ganz bestimmte Person. Draco.
„Potter!“, schrie er, dann hörte Harry nichts mehr. Er prallte mit voller Wucht auf den Boden. Schmerz durchzuckte ihn und er konnte nicht atmen. In seinem Ohr piepste es, dann wurde alles schwarz.

*
Entsetzt und fassungslos starrte Draco auf Harrys reglosen Körper. Schüler beugten sich über ihn und redeten wild durcheinander. Draco konnte sich nicht bewegen. Wie angewurzelt stand er da. Was war passiert? Blaise Blick traf seinen. Draco konnte nur auf Harry schauen. Bewegungslos lag er da. War e-er… tot? Nein, bitte nicht. Alles drehte sich. Draco wurde schwindelig.
„Aus dem Weg! Lasst mich durch!“, hörte er Madame Hooch rufen. Sie bahnte sich einen Weg durch die Menge. Blut! Da war Blut! Draco sah Hermine und Ron. Hermine hatte die Hände vor den Mund geschlagen und schluchzte. Ron sah auch nicht gerade glücklich aus. Er strich Hermine sanft über den Rücken. Und George. Der saß auf dem Gras und war grün. Seine Haare standen in alle Richtungen ab.
Endlich hatte Madame Hooch sich bis zu Harry vorgearbeitet. Sie hockte sich neben ihn und befühlte seinen Puls. Oh, bitte er musste noch leben. Draco fing an  zu zittern. Lehrer kamen angelaufen und schoben die Schüler beiseite.
„Und?“, fragte Professor McGonnagall besorgt und sah zu Madame Hooch, die immer noch damit beschäftigt war Harrys Puls zu befühlen.
„Sein Puls ist sehr schwach. Er muss sofort in den Krankenflügel oder er stirbt!“, sagte Madame Hooch nach wenigen Sekunden, die Draco wie Stunden vorkamen. Blaise panischer Blick glitt zu Draco.
„Draco“, sagte er ängstlich und kam auf ihn zu. „Bitte wird mir hier nicht ohnmächtig.“
Draco wurde schwarz vor Augen. Er stolperte. In seinen Ohren rauschte es. Harry durfte nicht sterben. Draco sah noch wie Blaise besorgt auf ihn zukam, dann verlor er das Bewusstsein.

Als Draco wieder aufwachte, war es Mittag. Die Sonne schien durch das Fenster und blendete ihn. Welcher Tag war heute? Draco wollte sich aufsetzten, doch jemand drückte ihn wieder zurück ins Bett. Wo war er überhaupt und… was war passiert? Es dauerte eine Weile bis Draco begriff, dass er im Krankenflügel lag. Sein Schädel brummte und ihm war schlecht. Draco drehte den Kopf zur Seite. Neben ihm saß Blaise und lächelte ihn an.
„Schön, dass du wieder wach bist“, freute er sich.
„Wieder wach?“, fragte Draco verwirrt. Er hatte das Gefühl, dass er etwas ganz Entscheidendes vergessen hatte.
„Du warst bewusstlos“, erklärte sein bester Freund stirnrunzelnd.
„Bewusstlos? Wie lange war ich bewusstlos?“
„Zwei Tage. Es ist Donnerstagmittag“,  erwiderte Blaise. Draco rieb sich über das Gesicht und wollte sich wieder aufsetzen, doch Blaise hielt ihn zurück.
„Besser, du bleibst noch liegen.“
„Wieso?“
„Glaub mir, es ist besser so“, meinte Blaise und sein Blick glitt irgendwo anders hin. Draco verstand nichts. Wieso sollte liegen bleiben? Er hatte Durst. Er versuchte sich daran zu erinnern was passiert war, doch seine Erinnerungen wollten nicht zurückkehren. Da war ein großes schwarzes Loch. Das letzte an das er sich erinnern konnte war, dass er Quidditch gespielt hatte. Es hatte geregnet und er… er hatte das Feld nach dem Schnatz abgesucht, doch was danach passiert war? Draco hatte keinen blassen Schimmer.
„Das Quidditch-Spiel“, fing er an und sah zu Blaise.
„Hm?“, machte dieser und sein Gesichtsausdruck wurde besorgt.
„Haben wir gewonnen?“, wollte Draco wissen. Blaise zog die Augenbrauen zusammen.
„Draco, das Spiel wurde abgepfiffen“, antwortete er. Jetzt war Draco erst recht verwirrt. Abgepfiffen? Warum? Sein bester Freund musterte ihn skeptisch.
„Weißt du echt nicht mehr was passiert ist?“, fragte er und sein Blick glitt wieder durch den Raum. Draco nickte.
„Was ist denn passiert?“, forschte er nach. Blaise Gesichtsausdruck verriet nichts Gutes. Draco bekam Angst. Sein bester Freund schluckte. Wieder wanderte sein Blick besorgt durch den Raum und er sah eine Weile irgendetwas an, dann sah er wieder zu Draco. Er schluckte. Draco wurde langsam ungeduldig.
„Blaise“, sagte er drängend.
„Das ist nicht so leicht zu erklären“, verteidigte dieser sein schweigen. Er für sich über die Haare. „Also, ähm, Potter…“
„Was ist mit ihm?“ Dracos Stimme wurde ängstlich. War ihm etwas Schlimmes passiert? Bitte nicht. Blaise antwortete nicht sondern schaute schon wieder wo anders hin. Was war denn dort? Draco rappelte sich auf und folgte Blaise Blick.
„Nein, Draco, das ist“, fing Blaise an stoppte dann aber und schluckte. Schräg gegenüber von Draco lag jemand. Draco sah genauer hin. War das… Harry? Ja, er war es und er sah gar nicht gut aus. Um seine Stirn, seine Brust  sowie seinen linken Arm waren Verbände gebunden. Er schien zu schlafen. Oder er war ohnmächtig. Draco wurde schwindelig. Er fasste sich an Stirn.
„Er ist vom Besen gefallen“, erklärte Blaise und musterte Draco aufmerksam von der Seite. Vom Besen gefallen… Draco riss die Augen auf. Er erinnerte sich. Harry der vom Himmel gefallen war. Draco hatte seinen Namen geschrien und dann… dann war Harry auf den Boden aufgekommen und war bewusstlos gewesen. Und da war Blut gewesen. Viel Blut. Stück für Stück kamen die Erinnerungen zurück. Draco wurde schlecht. Er fuhr sich durchs Haar.
„Du erinnerst dich“, stellte Blaise leise fest. Draco nickte kaum merkbar. Er starrte auf Harrys bewegungslosen Körper.
„W-wie geht e-es ihm?“, wollte Draco mit zittriger Stimme  wissen.
„Wenn ich ehrlich bin.“ Blaise hielt inne und seufzte. „Beschissen.“
Draco wurde noch schlechter. Alles drehte sich. Was wenn Harry es nicht schaffte? Was wenn er… starb? Draco wollte gar nicht daran denken. Er würde ohne ihn nicht leben können.
„Wird er es schaffen?“, fragte Draco angstvoll und schaute zu Blaise. Dieser zuckte mit den Schultern.
„Madame Pomfrey sagt es ist nicht sicher ob er durchkommt.“
Nicht sicher ob er durch kam? Es stand also wirklich schlecht um ihn. Draco fing an zu zittern. Nein, nein, nein! Das durfte einfach alles nicht passiert sein. Draco weigerte sich daran zu denken was wäre wenn Harry sterben würde. Es durfte einfach nicht passieren. Draco versuchte die Tränen zurückzuhalten. Er wollte nicht weinen. Nicht vor Blaise. Er biss die Zähne zusammen.
„Ich glaube, ich gehe mal“, murmelte Blaise, stand auf und steuerte den Ausgang an. An der Tür blieb er kurz stehen und warf Draco kurz einen Blick zu, dann verschwand er. Draco sah ihm hinterher bis er ihn nicht mehr sehen konnte. Er schluchzte leise. Draco schluckte und versuchte den Knoten in seinem Hals weg zu bekommen. Weitere Tränen stiegen ihm in die Augen. Eigentlich könnte er gehen, denn dafür war er genug fit, aber er wollte nicht. Er wollte bei Harry bleiben. Draco schluchzte wieder und fuhr sich durch sein bereits zerzaustes Haar. Er konnte ihn nicht alleine lassen. Erst recht nicht jetzt, wo Harry jeden Moment sterben konnte.
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