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Between two feelings-Verbotene Liebe

GeschichteDrama, Romance / P18 / MaleSlash
Draco Malfoy Harry Potter
02.05.2021
20.10.2021
43
55.831
10
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14.10.2021 1.172
 
„Muss ich mir wirklich einen Anzug von denen aussuchen?“, fragte Harry mürrisch. Vor ihm hingen ein Dutzend Anzüge. Hermine hatte ihn nach Hogsmeade zu einem Laden, der unter anderem Anzüge und Kleider verkaufte, gebracht. Harry wollte nicht zum Ball. Nicht, wenn Draco mit einem anderen Mädchen da war. Da würde er lieber Stunden lang im Gemeinschaftsraum sitzen. Doch Hermine sah das nicht ein. Harry musste da jetzt durch. Vielleicht fiel ihm am Samstag vor dem Ball eine Ausrede ein wieso er nicht mitkommen sollte.
„Ja, musst du“, antwortete Hermine streng und zog ihn eine Reihe weiter. „Hier, die sind in deiner Größe.“
Harry seufzte. Er wollte nicht mit Hermine streiten, weshalb er sich den ersten Anzug den er in die Finger bekam nahm und anprobierte.
„Der ist zu groß“, stellte er fest als er vor Hermine in dem schwarzen Anzug stand. Sie nickte zustimmend und verschwand zwischen zwei Reihen von Anzügen. Schon nach wenigen Sekunden kam sie mit einem neuen zurück. Harry nahm ihn wiederwillig in die Hand.
„Muss ich wirklich-“
„Ja, musst du“, schnitt Hermine ihm das Wort ab und schob ihn in die Ankleide. Harry seufzte. Das würde sicher noch Stunden dauern.
Nach 12 Anzügen und 1 ½ Stunden später hatte Harry endlich den richtigen Anzug gefunden. Ein schlichter schwarzer Anzug mit weißem Hemd  und schwarzer Krawatte.
„Steht dir wirklich gut“, befand Hermine und zupfte an Harry herum. Sie betrachtete ihn und fing wieder an den Anzug zu Recht zu zupfen.
„Hermine, das reicht“, meckerte Harry und befreite sich aus ihren Händen.
„Aber der soll doch perfekt sitzen“, erwiderte Hermine.
„Das kann er am Samstag. Ich will endlich wieder nach Hogwarts. Es gibt in 20 Minuten Abendessen.“
Hermine schaute ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an und inspizierte ihn ungläubig.
„Du isst doch sowieso nichts“, meinte sie.
„Ja und.“
Harry verschwand wieder in der Ankleide und zog den Anzug aus. Er war wirklich schön. Gedankenverloren strich Harry über den Stoff, dann ging er wieder zurück zu Hermine.
Zurück in Hogwarts legte Harry den Anzug in seinen Koffer. Morgen würde er ihn tragen müssen. Immerhin nur am Abend. Soweit Harry wusste, fing der Ball um 20 Uhr an. Harry warf noch einen letzten Blick zum Anzug, dann verließ er den Raum und machte sich auf den Weg zur großen Halle. Er folgte Ron und Hermine, die vor ihm liefen und Händchen hielten.
Vor der Halle erblickte er Draco. Er musste sich noch bei ihm entschuldigen, dass er ihn angeschrien hatte. Schließlich hatte er ja nichts dafür gekonnt, dass Harry schlecht schlief und ihn andauernd seine Freunde fragten ob es ihm gut ging.
„Ich erledige noch kurz was“, sagte Harry und blieb stehen. Hermine und Ron drehten sich um.
„Okay, komm aber nicht zu spät zum Abendessen“, erwiderte Ron und lächelte. Hermine nickte und die beiden gingen weiter. Harry drehte sich zu Draco um. Hier waren zu viele Leute. Er musste Draco irgendwie klar machen, dass er ihm folgen sollte. Harry warf ihm beim Gehen einen Blick zu und nickte leicht in die Richtung, in die er gehen wollte. Draco verstand sofort. Er blickte sich um und folgte Harry mit mehreren Metern Abstand. An einem verlassenen Ort blieb Harry stehen und drehte sich zu Draco, der fast bei ihm angelangt war.
„Was ist?“, fragte er als er vor Harry stand.
„Es tut mir leid“, entschuldigte sich Harry.
„Was?“
„Das ich dich letztens angeschrien habe. Du hattest daran keine Schuld“, erklärte Harry und schaute auf den Boden. Draco legte seine Hand an Harrys Kinn und ließ ihn aufsehen. Er lächelte.
„Schon gut“, flüsterte er.
Trotzdem fühlte Harry sich schlecht. Er war komplett fertig. Erst diese schlimmen Träume und dann hatte er Draco ohne Grund angeschrien. Dazu kam, dass er ununterbrochen Angst davor hatte, dass ihn und Draco jemand sah. Wie würden die anderen reagieren wenn sie es heraus fanden? Er wollte Draco nicht verlieren. Tränen sammelten sich in seinen Augen und er fiel Draco schluchzend um den Hals. Dieser schien ganz überrascht. Er stolperte zurück.
„Was ist los?“, fragte er. Seine Stimme war voller Sorge. Harry schluchzte. Draco strich ihm beruhigend über den Rücken. Harry klammerte sich an ihm fest. Er wollte ihn nicht verlieren. Er hatte in seinem Leben schon genug Personen verloren. Noch jemanden würde er nicht verkraften.
„Schschsch“, machte Draco und strich Harry übers Haar. „Alles ist gut.“
Harry schluchzte. Langsam beruhigte er sich wieder und wischte sich die Tränen weg. Er löste sich von Draco und schaute ihn an. Draco sah besorgt aus.
„Was ist los?“, fragte er und nahm Harrys Hand.
„Ich will dich nicht verlieren“, flüsterte Harry. Draco verschränkte seine Finger mit Harrys.
„Wirst du nicht, das verspreche ich dir“, erwiderte Draco und lächelte sanft. Irgendwie klang er komisch. Harry schluckte und hoffte, dass Draco Recht hatte.
„Wir sollten in die große Halle“, meinte Draco und sah sich um. Harry nickte. Er ließ Dracos Hand los. Er wollte lieber bei ihm bleiben, aber dann würden Ron und Hermine sich irgendwann Sorgen machen. Also nickte Harry.
„Am besten, ich gehe einen anderen Weg“, sagte er. Draco nickte auch und drehte sich um. Er lief den Weg zurück, den sie gekommen waren. Harry ging in die entgegengesetzte Richtung. Der Weg war zwar länger, aber wenigstens brauchte Harry sich keine Sorgen machen, dass er zusammen mit Draco gesehen wurde.

*
Draco hätte Harry am liebsten nie wieder losgelassen. Er war süchtig nach seiner Nähe. Er wollte ihn nicht verlieren.
Er ging alleine wieder zurück in die große Halle und steuerte den Slytherin-Tisch an. Blaise wartete bereits auf ihn. Draco setzte sich und tat sich etwas vom Essen auf.
„Wo warst du?“, fragte Blaise, der fast schon fertig war mit essen.
„Noch was erledigen“, erwiderte Draco.  Er hatte keinen großen Hunger, weshalb er sich nur ein wenig drauf tat.
„Du warst bei Potter, stimmt´s?“, meinte Pansy, die Blaise gegenüber saß und grinste fies. Wie immer.
„Ich glaube, du möchtest unbedingt noch mal blaue Flecken“, erwiderte Draco wütend, ballte seine Hand zur Faust und stellte sich bedrohlich vor Pansy. Blaise reagierte sofort und packte Draco von hinten an beiden Armen.
„Draco, beruhig dich“, sagte er und zog Draco von Pansy weg. Sie lächelte immer noch, was Draco furchtbar wütend machte. Sie sollte damit endlich aufhören.
„Es war doch nur eine Frage“, meinte Pansy.
„Ich weiß, dass du mich nur ärgern willst“, antwortete Draco sauer und versuchte sich aus Blaise Griff zu befreien.
„Und es klappt perfekt“, sagte Pansy und lächelte siegessicher. Draco wollte ihr am liebsten richtig heftig in die Fresse schlagen, doch das ging nicht, da er immer noch von Blaise festgehalten wurde.
„Blaise, lass mich los“, sagte Draco und schaute über seine Schulter. „Ich tu nichts.“
Blaise sah nicht überzeugt aus. Er hielt Draco weiterhin fest. Dieser seufzte und ließ die Faust sinken. Es war sowieso besser wenn er es lassen würde. Hier waren zu viele Lehrer.
„Versprochen?“, fragte Blaise.
„Ja, versprochen“, antwortete Draco wiederwillig und langsam lockerte Blaise seinen Griff. Draco zog seine Arme weg und rieb sich die Handgelenke. Irgendwann würde Pansy bekommen was sie verdiente.
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