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Between two feelings-Verbotene Liebe

GeschichteDrama, Romance / P18 / MaleSlash
Draco Malfoy Harry Potter
02.05.2021
19.09.2021
35
45.945
7
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24.07.2021 1.498
 
Draco saß übermüdet neben Blaise und Pansy. Sein Essen war unberührt.
„Draco du musst was essen“, sagte Blaise und sah seinen besten Freund sorgenvoll an. Selbst Pansy, die in den letzten Wochen nicht besonders nett zu Draco gewesen war, sah besorgt aus. Draco schob den Teller von sich.
„Ich habe keinen Hunger“, brummte er und sah sich in der Halle um. Genau in dem Moment betrat Harry die große Halle, gefolgt von Hermine und Ron, die alle sehr glücklich aussahen. Sie setzten sich, Hermine sagte etwas zu Rons Schwester, die daraufhin zu lächeln begann und Harry sah kurz in Richtung von Draco. Als sich ihre Blicke trafen, wendete Draco schnell seinen Blick ab.
Kurze Zeit schaute Draco auf den Tisch, dann drehte er den Kopf langsam wieder zu Harry. Das hätte er lieber lassen sollen, denn exakt in dieser Sekunde küsste Ginny Harry und die beiden lächelten sich an. Draco fühlte sich als ob jemand einen Dolch in sein Herz gerammt hätte und mehrere Male umdrehte. Hastig sah er weg. Sein Herz verkrampfte. Das war gar nicht gut. Es sollte auf der Stelle aufhören sonst würde es ihn noch umbringen.
Blaise sah ihn voller Sorge an und Draco hätte ihn am liebsten angeschrien er solle gefälligst damit aufhören. Doch er tat es nicht. Stattdessen ballte Draco unterm Tisch seine Hand zur Faust und schwieg.
„Komm schon. Bist siehst schon viel zu dünn aus“, meinte Blaise.
„Nein danke“, antwortete Draco genervt. Blaise seufzte leise und widmete sich seinem essen. Pansy sah an Draco vorbei, dann runzelte sie nachdenklich die Stirn.

Nach dem Frühstück ging Draco alleine zum Unterricht. Er wollte alleine sein. Doch das blieb nicht lange so. Kaum hatte er den noch leeren Klassenraum betreten stieß er mit jemandem zusammen. Harry wich schnell wieder zurück. Draco hielt ihn an den Ellenbogen fest. Sie sahen sich an, dann ließ Draco ihn schnell los.
„Tut mir leid“, entschuldigte sich Harry und wich noch weiter zurück. Draco vermisste sofort seine Wärme. Am liebsten hätte er ihn wieder an sich gezogen. Er schluckte und ging ohne ein Wort an Harry vorbei.

*
Harry beobachtete wie Draco sich auf einen Platz setzte. Er wirkte total durcheinander und traurig. Was war mit ihm?  Am liebsten hätte Harry ihn gefragt, traute sich aber nicht. Außerdem wusste er, dass Draco ihm nicht die Wahrheit sagen würde. So gut kannte er ihn schon. Aber viel mehr auch nicht. Da war definitiv ein großer Teil, den Malfoy versteckt hielt. Vor allen. Zu gerne wusste Harry was es war.
Er setzte sich so weit wie nur möglich weg von Draco und sah zur Tür. Jeden Moment mussten die anderen kommen.
Es dauerte nicht lange und das Klassenzimmer füllte sich. Ginny setzte sich neben ihn. Sie lächelte glücklich. Beim Frühstück hatte Hermine ihr erzählt was passiert war.
Nachdem George aufgewacht war, hatte er erstmal nach Wasser verlangt und war dann wieder eingeschlafen. Harry hatte wieder Hoffnung geschöpft, dass er es überleben würde.
„Ich bin so glücklich, dass es George wieder besser geht“, sagte Ginny glücklich. Harry lächelte sie an.
„Ich auch. Und ehrlich gesagt, ich hatte schon die Hoffnung verloren“, erwiderte er.
„Ich auch“, meinte Ginny und sah auf den Tisch.

*
Harry so glücklich mit Ginny zu sehen, ließ Draco eifersüchtig werden. Unauffällig sah er zu den beiden, die miteinander redeten. Wieso musste er nur so fühlen? Draco wünschte sich er könnte die Zeit zurück drehen. Früher war alles so einfach gewesen.
Ginny küsste Harry auf die Wange. Draco wünschte sich er wäre Ginny und könnte Harry küssen.
Nein, nein, nein, nein! Das durfte er nicht denken! Er sah wieder weg und versuchte sich mit irgendetwas anderem abzulenken.
Seine Gefühle waren seit den letzten 2 Wochen übergroß geworden. Genau wie die Sehnsucht nach Wärme. Nach Harrys Wärme. Draco wollte nicht einsehen, dass er ihn liebte. Er durfte es einfach nicht. Er hatte es sich verboten. Und das Verbot würde er auch nicht aufheben. Das würde schon alles irgendwann aufhören. Es musste.

Als der Unterricht endlich anfing war Draco erleichtert. Der würde ihn ablenken. Und das tat er auch. Zumindest für eine Weile. Doch als Harry nach vorne gerufen wurde und an Draco vorbei ging, wehte ihm sein Geruch entgegen. Draco hielt den Atem an. Als Harry sich vorne umdrehte, glitt sein Blick kurz zu ihm.

*
Der Tag verging im Nu und schon bald hatte Harry die ersten Stunden hinter sich. Jetzt hatten alle 15 Minuten Pause. Da Harry nichts vorhatte ging er zusammen mit Hermine in die Bibliothek. Sie wollte dort irgendetwas nachlesen.
„Ich freue mich schon auf Weihnachten“, quatschte sie fröhlich vor sich hin während sie durch die Reihen der Regale lief. Immer wieder holte sie ein Buch heraus, blätterte es durch und stellte es wieder an dessen Platz. Harry folgte ihr schweigend.
„Hast du schon für jemanden ein Geschenk?“, fragte Hermine und schob noch ein Buch zurück ins Regal. Harry schüttelte den Kopf.
„Nein, habe ich nicht“, antwortete er.
„Ich habe eins für Ron“, meinte Hermine und Harry sah wie sie lächelte. „Ich hoffe es gefällt ihm.“
Harry musste schmunzeln. Hermine und Ron waren ein gutes Paar.
„Bestimmt gefällt es ihm“, antwortete Harry und folgte Hermine zu einem Tisch. Sie setzten sich und Hermine knallte ein schweres Buch auf den Tisch. Sie begann darin zu blättern. Harry beobachtete sie dabei. Irgendwann sah sie auf und kurz an Harry vorbei.
„Da ist Malfoy“, flüsterte sie über den Tisch gebeugt. Harry drehte den Kopf. Ein paar Meter hinter ihm stand Draco und sah ihn an. Als ihre Blicke sich trafen, presste Draco die Lippen zusammen und drehte den Kopf weg. Harry spürte ein komisches Gefühl und den Drang zu ihm zu gehen. Doch er blieb sitzen und beobachtete wie Draco mit Blaise in den Reihen verschwand.
„Ich komme gleich wieder“, meinte Harry und stand auf. Er verschwand zwischen den Bücherreihen. Vielleicht konnte er die beiden reden hören und dabei etwas herausfinden. Leise schlich Harry am Regal entlang und linste zwischen den Büchern hindurch. Auf der anderen Seite standen Draco und Blaise.
„Willst du dir auch ein Buch ausleihen?“, fragte Blaise und inspizierte die Buchrücken.
„Nein“, antwortete Draco. Sein bester Freund nahm ein Buch heraus um es daraufhin gleich wieder an seinen Platz zu stellen. Die beiden gingen ein wenig und Harry folgte ihnen auf der anderen Seite.
„Musst ja nicht. Lass uns über etwas anderes reden. Zum Beispiel über P-“,
„Blaise, bitte“, unterbrach Draco ihn genervt. Harry fragte sich was Blaise wohl sagen wollte.
„Ich finde immer noch, dass du verrückt bist“, meinte Blaise und blätterte in einem Buch. „Das klappt doch nicht. Du kannst ihm nicht ewig aus dem Weg gehen.“
Draco seufzte leise. Redeten die beiden über Harry? Oder ging Malfoy noch irgendwem anderen aus dem Weg?
„Ich kann, so lange wie ich will“, erwiderte Draco und folgte seinem Freund. Harry schlich ihnen hinterher.
„Ich finde, du solltest aufhören. Wieso machst du das überhaupt?“, wollte Blaise wissen.
„Ist doch egal, wieso ich das machen“, antworte Draco und fuhr sich durchs Haar.
Diesmal war es Blaise, der seufzte.
„Ich will nur wissen ob du einen Grund dafür hast“, sagte er. Draco antwortete erst nach einer Weile.
„Ja, hab ich“, erwiderte er und sein bester Freund schaute ihn ungläubig an.
„Hm“, machte Blaise zweifelnd.
Die beiden gingen wieder eine Reihe weiter und Harry folgte ihnen weiterhin. Bis jetzt war er nicht schlauer als vorher. Gerade wollte Harry um die Ecke um in Blaise und Dracos Nähe zu bleiben, da rutschte er aus und musste sich am Regal festhalten. Natürlich hatte Draco das gehört. Er sah sich mit gerunzelter Stirn um.
Harry fluchte leise als Draco seinem Versteck immer näher kam um zu sehen wer es war der so einen Lärm veranstaltet hatte. Harry wollte sich gerade aus dem Staub machen, da schritt Draco um die Ecke und erblickte  ihn. Seine Mimik verdunkelte sich.
„Hat man dir nicht beigebracht, dass man andere Leute nicht belauscht, Potter?“, fragte er finster. Harry antwortete nicht. Draco packte ihn an der Robe und hielt ihn so fest, dass es Harry unmöglich war zurückzuweichen. Harry sah in Dracos wutverzehrtes Gesicht und versuchte nach Worten zu suchen um sich aus der Sache rauszureden.
„Draco, das reicht“, hörte Harry Blaise sagen. Er stand hinter Draco und sah die beiden an. Draco sah Harry kurz an, dann ließ er ihn los und schubste ihn von sich. Harry stolperte rückwärts. Als er aufsah bogen Draco und Blaise gerade in eine andere Regalreihe ein. Draco warf Harry noch einen Blick zu. Diesmal lag darin keine Wut sondern…Trauer. Harry blieb kurz stehen, dann machte er sich auf den Weg zu Hermine, die sicher schon auf ihn wartete.
„Da bist du ja“, freute sie sich. „Wo warst du?“
„Ich habe kurz was nachgeschaut“, log Harry und setzte sich hin. Er hatte tausende Fragen und wünschte sich den Draco zurück, dem er am See sein Herz ausgeschüttet hatte. Doch den gab es jetzt nicht mehr. Der Draco, der jetzt existierte hatte eine riesige Mauer um sich errichtet, die keiner durchbrechen konnte.
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