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Between two feelings-Verbotene Liebe

GeschichteDrama, Romance / P18 / MaleSlash
Draco Malfoy Harry Potter
02.05.2021
24.07.2021
19
25.033
3
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22.07.2021 1.448
 
Draußen wurde es langsam kälter. Der Winter fing an und es wurde immer kälter. Da Harry sein siebtes Schuljahr wiederholte, war er nach dem Sieg gegen Voldemort erst mal zu den Weasleys gegangen um dort so lange zu wohnen bis das nächste Schuljahr am 1. September wieder anfing.
Heute war der 13. November und es hagelte ununterbrochen. George ging es ein wenig besser, aber er war immer noch nicht aufgewacht. Es schien als wäre er in einer Art Koma gefangen. Harry hatte keine Hoffnung mehr, dass er es überleben würde.          
Draco hatte sich nicht geändert. Er weigerte sich stur dagegen mit Harry zu reden. Harry war schon ganz verzweifelt. Es war als würde alles wieder wie früher werden. Sie stritten und beleidigten sich. Jeden Tag aß Harry weniger. Gute Laune hatte er auch schon lange nicht mehr. Seine Freunde waren schon ganz verzweifelt und sogar die Lehrer hatten mitbekommen, dass etwas nicht stimmte.
Die letzte Stunde war vorbei und Professor McGonnagall hatte Harry in ihr Büro gerufen.
„Mr. Potter“, fing sie an und sah ihren Schüler über den Brillenrand streng an. „Sie sind seit den letzten Wochen sehr unkonzentriert und wirken nicht so als ob sie meinem Unterricht folgen würden. Können sie mir das erklären?“
Harry saß auf einem Stuhl, mit verschränkten Armen und schwieg. Er sah überhaupt nicht gut aus. Seine Gedanken waren wieder mal nicht beim Hier und Jetzt. Harry rieb sich erschöpft übers Gesicht.
Professor McGonnagall seufzte und setzte sich vor Harry. Dieser sagte immer noch nichts. Was ging sie das an? Sie hatte nichts damit zu tun.
„Wenn Sie mir wenigstens sagen könnten was zwischen Ihnen und Mr. Malfoy ist“, sagte sie und schaute ihrem Schüler in die grünen Augen. Dieser erstarrte und sah erschrocken auf. Wie…wie hatte sie das herausgefunden?
„Ja Mr. Potter ich bin nicht blind. Ich sehe doch wie sie andauernd zu ihm rüber schauen.“
Harry sah sie bewegungslos und mit großen Augen an. Die Professorin lächelte verstehend.
„Was auch immer es ist. Sie sollten es schleunigst aus der Welt schaffen“, beendete McGonnagall und stand auf. Harry saß immer noch regungslos auf seinem Stuhl.
„Sie können jetzt gehen“, meinte die Professorin. Harry brauchte kurz um sich zu sammeln, dann stand er langsam auf und verließ das Büro. Professor McGonnagall hatte Recht, er musste das schnell aus der Welt schaffen. Aber wie, wenn Draco ihm konstant aus dem Weg ging? Das wurde nicht einfach.
„Was wollte sie von dir?“
Harry fuhr erschrocken zusammen und blickte sich um. Dann erblickte er Ron und entspannte sich wieder.
„Ach, du bist´s“, murmelte er und verließ das Klassenzimmer. Eine Weile gingen die beiden schweigend durch den Korridor.
„Also, was hat sie nun gesagt?“, fragte Ron neugierig.
„Nicht so wichtig“, erwiderte Harry schlecht gelaunt. Das war er in letzter Zeit durchgehend. Und er wusste, dass seine Freunde das überhaupt nicht toll fanden, aber das war ihm egal. In Gedanken versunken lief Harry durch die schon leeren Gänge. Er hörte erst auf nachzudenken als sie den Gemeinschaftsraum betraten. Bis zum Abendessen hatten sie noch Zeit.
„Und?“, wollte Hermine wissen als sich Harry neben sie setzte.
„Und was?“, forschte Harry schläfrig nach.
„Was hat sie gesagt?“
„Wer?“
Hermine stöhnte auf. „Wer wohl? Professor McGonnagall natürlich.“
„Ach so“, antwortete Harry wieder in Gedanken. Hermine versuchte seinen Blick einzufangen und schnipste vor Harrys Gesicht damit er ihr zuhörte. Harry sah auf.
„Hm?“, machte er müde. Seine beste Freundin seufzte.
„Hörst du mir überhaupt zu?“, fragte sie leicht genervt.
„Vielleicht“, antwortete Harry.
„Was hat Professor McGonnagall gesagt?“, wiederholte sie ihre Frage so deutlich wie nur möglich.
Harry antwortete nicht sondern lehnte sich halb schlafend an der Rückenlehne des Sofas an. Er hörte Hermine seufzen.
„So wird das nichts“, seufzte sie verzweifelt und sah hilfesuchend zu Ron. Ron kam auf die beiden zu.
„Nun gut, ich kann´s ja noch mal versuchen“, meinte er und setzte sich vor Harry.
„Also, Harry“, fing er an. Harry sah zu ihm. Seine Augen waren halb zu.
„Was. Hat. Sie. Gesagt?“, fragte Ron überdeutlich. Harry sah ihn leer an.
„Okay, so bringt das nicht“, stellte Ron fest. „Harry du MUSST schlafen.“
Harry schüttelte den Kopf. „Nein, das…“, weiter kam er nicht, denn sein Kopf war zur Seite gekippt und ein leises Schnarchen war zu hören. Hermine und Ron lächelten erleichtert.
„Komm, wir tragen ihn ins Bett“, meinte Ron und lächelte. Hermine nickte und schon kurze Zeit später lag Harry zugedeckt in seinem Bett.

*
„Draco, das geht so nicht weiter!“, schrie Blaise seinen Freund an. Draco saß auf seinem Bett mit zerzausten Haaren und sah auf seine Hände.
„Du schläfst nicht, du isst kaum was und du bist immer schlecht gelaunt!“, zählte Blaise schlecht gelaunt auf. Draco sagte nichts. „Wie lange soll das noch so weiter gehen?“
Blaise sah seinen besten Freund an. Sein Gesichtsausdruck schwankte zwischen, Verzweiflung, Wut und Besorgnis. Draco schwieg weiterhin.
Er durfte Potter nicht mögen! Was würden die anderen sagen. Nein, das hätte keine Zukunft. Aber das schlimmste: Was würde sein Vater darüber denken? Wie weit würde er in seiner Wut gehen? Er musste dafür sorgen, dass es wieder so werden würde wie früher, so sehr es auch wehtat.
Eins war Draco in der einen Nacht klar geworden. Und es gefiel ihm gar nicht. Er mochte Potter nicht. Nein. Er liebte ihn. Aber das durfte auf keinen Fall so sein. Er durfte ihn nicht lieben! Genau aus diesem Grund mussten sie sich aus dem Weg gehen. Seine Gefühle mussten verschwinden. So schnell wie möglich.
„Verdammt Draco!“, rief Blaise voller Verzweiflung. Draco sah auf. „Du…das…verdammt!“ Blaise schrie verzweifelt auf.
„Du verhungerst noch oder wirst krank oder so“, meinte er. Blaise stand auf und lief vor Draco auf und ab. Er schien sich wirklich Sorgen zu machen. Draco seufzte.
„Wie lange willst du das jetzt noch weiter machen?“, wiederholte Blaise seine Frage von vorhin und blieb stehen.
„So lange ich muss“, erwiderte Draco schlecht gelaunt. Sein bester Freund sah ihn entgeistert an.
„Und wie lange ist das deiner Meinung nach noch?“, wollte er wissen. Draco zuckte mit den Schultern. Blaise stöhnte auf.
„Du bist verrückt“, murmelte er erschöpft.

*
Als Harry aufwachte war es dunkel. Die anderen schliefen schon. Hatte er wirklich das Abendessen verschlafen? Harry stand auf und streckte sich. Eigentlich durfte er ja gar nicht mehr raus, tat es aber trotzdem. Er holte seinen Tarnumhang und verließ auf leisen Sohlen den Gryffindor-Turm. Eine Weile wanderte er ziellos in den Gängen herum. Warum er das eigentlich tat war ihm selber nicht ganz klar. Nach einer Weile kam er am Krankenflügel vorbei. Leise betrat er den Raum. Außer George und 2 anderen war der Krankenflügel leer und sah ziemlich verweist aus. Harry schlich zu seinem Bett und setzte sich neben ihn. Er nahm seinen Tarnumhang ab und betrachtete den Weasley. Die Haare waren zerzaust und die Augen geschlossen. Er sah aus wie in den letzten Wochen auch.
Harry stand nach einer Weile auf und wollte gerade wieder gehen, da sah er wie sich etwas in seinem Augenwinkel bewegte. Abrupt blieb er stehen und drehte sich wieder um. George lag bewegungslos auf seinem Bett. Harry seufzte. Das hatte er sich wohl nur eingebildet. Plötzlich zuckte Georges Hand. Harry bekam große Augen und starrte Georges Hand an. Wieder bewegte sie sich. Harry konnte es nicht fassen. Regungslos stand er da und glotzte auf Georges Hand. Hoffnung keimte ihn ihm auf. Als nächstes bewegte sich der Kopf. Dann wieder eine Hand. Diesmal die andere.
Harry unterdrückte einen Freudenschrei und rannte los um Hermine und Ron zu wecken. Dabei vergaß er jedoch seinen Tarnumhang. Diesmal war Harry nicht besonders Leise. Er rannte so schnell er konnte die Treppen zum Gemeinschaftsraum hoch. Dabei traf er auf Filch, dem er aber überhaupt gar keine Beachtung schenkte und begleitet von seinen Flüchen im Gemeinschaftsraum betrat. Als erstes lief er zu Ron und weckte ihn.
„Was soll das denn? Geh gefälligst wieder schlafen“, brummte Ron schlaftrunken.
„Ron, du musst mitkommen“, erwiderte Harry und rüttelte an Rons Schulter. Dieser schien ganz verwirrt von Harrys plötzlicher guten Laune.
„Was ist denn los?“, fragte er während er sich aus dem Bett arbeitete.
„George hat sich bewegt“, antwortete Harry und verließ den Schlafsaal um Hermine zu wecken. Sie war sofort hellwach als Harry ihr von George erzählte.

Als die drei kurze Zeit später neben George am Bett saßen wurde der Himmel bereits langsam heller. Harry sah wie sich in Hermines und Rons Augen Hoffnung sammelte. Gespannt sahen sie zu George.
Eine Weile lang passierte nichts, doch dann zuckte Georges Kopf und er hustete. Überglücklich fing Harry an zu lächeln. Endlich passierte mal etwas Gutes. Gebannt schauten die drei George an, der langsam seine Augen öffnete und gegen die Helligkeit anblinzelte.
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