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Vertrauensbruch

von Yuri-chan
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Haruka Nanase Makoto Tachibana Rin Matsuoka
02.05.2021
06.06.2021
4
4.597
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Dieses Kapitel
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02.05.2021 1.449
 
Pov. Makoto:


Es donnert und blitzt. Ängstlich klammere ich mich an Haru´s Arm. Ich atme tief ein und aus. Nehme Haru´s Geruch in mich auf. Mein bester Freund nimmt es hin und ohne ein Wort zu sagen biegt er rechts ab. Dankbar schnappe ich mir ein paar frische Klamotten, da meine durch den Regen durchnässt sind. Mein Handy und Knabberzeug dürfen natürlich nicht fehlen. Haru beäugt die Chips misbilligend. Scheint zu wissen das ich mit ihm reden muss. Da ich so oft bei Haru bin, liegen da meine restlichen Sachen. Schnell verabschiede ich mich noch von den Zwillingen und meinen Eltern.
Bei Haru angekommen schmeißt mein bester Freund seine Schultasche achtlos in die Ecke des Wohnzimmers. ,, Haru geh du doch schon mal ins Bad. Ich warte solange.“ Er nickt.
Während ich auf den schwarz haarigen warte schaffe ich unsere Schultaschen in Haru´s Zimmer. Das immer ordentliche Zimmer ist schlicht eingerichtet. Die Wände sind weiß mit einem Stich blau. Der Schreibtisch ist leer. Das Bett gemacht. Auf dem Nachtisch steht ein Bild was mich immer wieder zum lächeln bringt. Auf dem Bild sind Haru und ich. Mein Arm ist um Haru´s Schulter gelegt. Die Lippen des Schwarzhaarigen deuten ein kleines Lächeln an, meine ziert ein Grinsen. Kurz lasse ich meine Fingerspitzen über den Bilderrahmen streichen. Die Taschen lege ich auf dem Bett ab. Mir wird langsam kälter. Die nassen Sachen machen das nicht besser. Haru´s Zimmer war noch nie das wärmste. Von unten hörte ich wie die Dusche ausgestellt wurde. Eilig schnappe ich mir frische Klamotten und laufe ins Wohnzimmer. Doch was mich dort erwartet lässt mich hart schlucken. Haru dreht sich zu mir um. Seine rabenschwarzen Haare kleben aneinander Mit einer Hand streicht er sie sich zur Seite. Wassertropfen perlen von ihnen ab und laufen an seinem trainierten Körper herab. Das weiße Handtuch was um seine Hüften geschlungen ist fängt sie auf. Die blasse Haut und seine meeresblauen Augen schimmern im Licht. Der warmen Dusche ist der Rotschimmer auf seinen Wangen zu verdanken. Ich merke wie sich langsam mein Blut in meiner Lendengegend sammelt. Panisch flüchte ich ins Bad und verschließe es. Der Anblick war einfach zu viel für mich. Ich weiß schon lange das ich in Haru verliebt bin. Hab mich aber nie getraut es ihm zu sagen, aus Angst unsere Freundschaft würde daran zerbrechen. Von Tag zu Tag wird es aber schlimmer. Ich genieße die Zeit mit Haru in vollen Zügen aber gleichzeitig schmerzt auch jede Sekunde in der ich weiß das Haru nie das selbe für mich entfinden wird. Die Blicke mit denen Haru in letzter Zeit Rin mustert sind mir nicht entgangen. Auch heute wieder hat er sich suchend nach dem Rothaarigen umgeschaut und war mehr als genervt anstelle Rin Momo zu entdecken. Den anderen mag es nicht auffallen aber ich kenne Haru schon seit klein auf. Wir waren und sind immer zusammen. Da fällt es mir nicht sonderlich schwer Haru´s Laune und Taten zu deuten.

Seufzend lasse ich meine Hand in meine Boxer wandern. Es ist nicht richtig ich weiß. Ich fühl mich jedes Mal schlecht danach. Aber was soll ich machen? Mit dem Gedanken an Haru erlöse ich mich und steige anschließend unter die Dusche. Hoffentlich hat Haru nicht gehört.

Nach dem Duschen schlendere ich zu Haru. Dieser sich in der Zwischenzeit wohl umgezogen hat. Der dunkelblaue Pulli und die enganliegende schwarze Jeans betonen seine wunderschönen Augen und Figur.
Wie in Trance gehe ich auf Haru zu und schließe ihn in meine Arme. Den Sturm draußen ignoriere ich. Alles was für mich in diesem Augenblick zählt ist Haruka. Etwas zaghaft erwidert er meine Umarmung. Nach einer halben Ewigkeit löst sich Haru von mir und ich erwache aus meiner Trance. Mein Gesicht fängt an zu glühen und ich schaue verlegen in eine andere Richtung. ,, Geht es wieder?“, werde ich sanft gefragt. ,,Ja,danke.“ Haru ist einfach zu gut. Auch wenn er immer so monoton tut, ist er immer für alle da. Auch jetzt denkt er an mich und lässt diese Berührung zu, nur um mir bei zu stehen. Auch wenn der schwarzhaarige denkt ich hätte nur aus Angst vor dem Unwetter seine Nähe gesucht, bedeutet mir dieses Wissen unheimlich viel. Und ich nutze seine Gutherzigkeit einfach aus. Ich bin das letzte! Erst hohle ich mir einen auf ihn runter und dann bedränge ich ihn mit einer Umarmung. Ich bin doch echt das letzte! Dabei weiß ich doch das Haru keine Berührungen mag.

Nach der etwas peinlichen Stille geht Haru zu einem kleinem Regal. Hervor zaubert er einige
DVD´s. Leicht lächelnd hohle ich die Knabbereien aus meiner Schultasche. Genauso gut wie ich Haru kenne, kennt mich auch Haru in und Auswendig. Und genau jetzt merkt er das ich absolut keine Lust auf reden habe. Nebeneinander kuscheln wir uns auf die Couch. Der Abend vergeht wie im Flug. Haru scheint immer noch keine Lust auf ein Gespräch zu haben, da er einen zweiten Film in den Fernseher einschiebt. Mittendrin erhebt sich mein bester Freund und kommt mit aufgewärmter Pizza wieder. Nach dem Essen wird Haruka immer müder und müder, bis er mit seinem Kopf auf meiner Schulter einschläft. Eine Weile betrachte ich sein wunderschönes schlafendes Gesicht. Bis auch ich ins Land der Träume gleite.

Der nächste Morgen verläuft eigentlich wie immer. Ich fische Haru aus der Badewanne um dann zuzusehen wie er sich eine Makrele brät um sich erst danach  umzuziehen. Nur mit dem Unterschied das ich Haru heute pünktlich wecken kann und wir zusammen frühstücken.
Die Schule verläuft wie sonst. Haru schaut aus dem Fenster und ich arbeite mit. Wir trainieren im Klub wieder bis zum späten Nachmittag und schleppen uns erschöpft nachhause.

Als ich zuhause ankomme werde ich von den ernsten Gesichtern meiner Eltern begrüßt. ,, Makoto wir müssen reden“, meint mein Vater ernst. Ich nicke und folge meinen Eltern ins Wohnzimmer. Nach einigen Minuten schweigen setzt mein Vater zu einer Erklärung an. ,, W-wir...also ich wurde von der Arbeit versetzt. Wir ziehen in einer Woche um. Es tut uns wirklich Leid aber wir haben es nicht übers Herz gebracht dir davon zu erzählen. Die Zwillinge wissen es schon. Bitte verzeih uns, wir...“, ich unterbrach meinen Vater in dem ich ruckartig aufstand. Langsam sickerte diese Information zu mir durch. Ich würden Haru vielleicht nie wieder sehen! Ich schnappte mir meine Schultasche und renne zur Tür. ,, I-ich muss das erst mal verarbeiten. Komm morgen wieder.“
Damit verlasse ich das Haus. Zuerst wollte ich einfach zu Haru. Entscheide mich dann aber anders. So schnell ich kann renne ich in die kleine Kneipe am Hafen. Alkohol! Ich braue jetzt ganz dringend Alkohol! Ich hab noch nie viel vertragen doch das war mir gerade egal! Ich wurde zwar erst nächstes Jahr achtzehn aber aufgrund meines Erscheinungsbildes wurde mir wortlos meine Bestellungen gereicht. Nach meinem vierten Bier oder wahr es doch das sechste? Setzte sich ein großer muskulöser Mann neben mich. ,, Hat es einen Grund warum du dich so voll laufen lässt?“ Mein schon leicht benebeltes Hirn interesiert es nicht wer da neben mir sitzt. Ob es am Alkohol liegt oder an meinem dringendem Bedürfnis mich jemandem anzuvertrauen liegt kann ich nicht sagen. ,, Kurzfassung: Ich bin schon Ewigkeiten in meinen besten Freund verliebt hab es ihm aber nie gesagt damit unsere Freundschaft nicht zerbricht. Mein Vater wurde auf der Arbeit versetzt und wir müssen umziehen. In einer Woche! Was ich aber erst heute erfahren habe. Und ach ja mein heimlicher Schwarm allias´s mein  bester Freund scheint in jemand anderen verknallt zu sein, merkt es aber nicht mal.“, rattere ich leicht hysterisch herunter. ,, Das ist mies.“ ,,Ach was nein?!“, kommt es sarkastisch von mir ehe ich resigniert aufseufze. Der fremde Mann scheint in meinem Alter zu sein. ,, Zwei Tequila bitte.“, bestellt er. Die Getränke werden uns gebracht und ich exe meinen sogleich herunter. Wegen des bitteren Geschmacks verziehe ich leicht mein Gesicht. Mein Gegenüber lacht nur. Nach zwei weiteren Gläsern dieses bitteren Zeugs ist mein Hirn komplett benebelt. ,, Wenn ich dir noch einen Rat geben darf: Sag deinem Freund das du ihn liebst. Sonst quälst du dich nur mit dem “Was wäre wenn“. ,, Jaaa, das is ne guteeee Idee“, lalle ich. Bezahle -  Wie auch immer ich das hinbekommen habe - und mache mich auf den Weg zu Haru. Wenn nicht jetzt wann dann? Betrunken wanke ich denn Berg nach oben. Vor seiner Tür bleibe ich stehen. Nach ein paar Anläufen gelingt es mir endlich den Klingelknopf zu finde. Ich kann nicht mehr klar denken als sich die Tür öffnet und mich ein verschlafener Haru betrachtet. Das Licht ist ausgeschaltet und Haru reibt sich müde seine Augen. ,, Was...Makoto?“ Ohne nachzudenken ziehe ich den überraschten Haru an mich und drücke meine Lippen grob auf seine.


Fortsetzung folgt...
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