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Vertrauensbruch

von Yuri-chan
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Haruka Nanase Makoto Tachibana Rin Matsuoka
02.05.2021
06.06.2021
4
4.597
1
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02.05.2021 1.270
 
Disclamer: Nichts von Free! gehört mir.


Pov. Haru:


Es schüttet wie aus Eimern. Der Regen prasselt gegen die Fensterscheibe des Klassenzimmer. Leises Getuschel erfüllt das Klassenzimmer. Der Wind peitscht übers Festland. Gedankenverloren staare ich aus dem Fenster. Den Unterricht blende ich aus. Das Meer ist unruhig. Große Wellen überschlagen sich und brechen über dem Strand zusammen.Viele würden dieses Wetter sicher als hässlich bezeichnen. Ich mochte es. Es war beruhigend. Das Geräusch von prasselnden Regen, die Melodie des Windes, die Wassertropfen die gegen die Fensterscheiben trommeln, der Geruch des Regens nach dem Sturm.
Ein kurzer Seitenblick zu meinem besten Freund bestädigt meinen Verdacht dass das Wetter nicht spurlos an ihm vorbei geht. Makoto mochte Stürme noch nie. Sie machen ihm Angst. Bloßer Regen stört ihn nicht weiter. Doch sobald es anfängt zu Gewittern und es überall blitzt und donnert lässt er sich kaum beruhigen. Aus diesem Grund übernachtet Mako bei Gewittern bei mir. Solange wir zusammen sind, lässt er sich schneller beruhigen. Sachte lege ich ihm eine Hand auf seine Schulter und nicke ihm kurz zu. Er versteht. Seine Gesichtszüge entspannen sich und er lächelt mich dankbar an. Ich nehme die Hand wieder weg und wende mich abermals zum Fenster.

Es läutet und Mako und ich packen unsere Sachen zusammen. ,, Jetzt komm schon Haru! Die andern warten sicher schon auf uns!“, ruft mein Kindheitsfreund, der schon an der Tür steht und mit seinem Fuß ungeduldig hin und her wippt. Seufzend lasse ich auch noch meine Federtasche in den Rucksack fliegen. Mit etwas  mehr Tempo schultere ich schließlich meine Schultasche und schlendere zu Mako. ,, Kannst es wohl kaum erwarten zum Training zu kommen“, kommentiere ich seine Ungeduld. Ohne auf ihn zu warten gehe ich an ihm vorbei. Schnell hohl der Brünette zu mir auf. ,, Tut mir leid, Haru. I-Ich … du weiß der Sturm macht mich etwas nervös. Und Gou wird sicher wieder sauer sein“, entschuldigt er sich auch gleich. Ich verdrehe nur die Augen. Schuldbewusst wie eh und je. Hilfsbereit, nett etwas naiv und ein herzensguter Mensch. Aber so ist er nun mal. Und genau das sind Dinge die ich so an ihm schätze. Klar öfters treibt er mich damit zum Wahnsinn wovon er aber nie sonderlich viel mitbekommt. Okay, bis auf einen genervten Blick. Ich kann ihm aber einfach nicht böse sein. Und selbst wenn ich es mal wäre könnte ich es nicht lange. Er ist halt seit Kindheitstagen mein bester Freund. Und somit meine wichtigste Person. Mein Eltern habe ich schon lange abgeschrieben. Sie spielen schon lange keine Rolle mehr in meinem Leben. Sind ja nie da. ,, Jaja, schon okay“, antworte ich Mako etwas verspätet. Er lächelt nur und gemeinsam machen wir uns auf den Weg zu unserem Klubraum.

Dort angekommen werden wir auch gleich von Rei wegen der Verspätung ermahnt, von Nagisa freudig umarmt und Gou funkelt uns gereizt an. Mako neben mir lächelt entschuldigend. Ich verziehe wie gewohnt keine Miene. Gou seufzt leise und wendet sich nun an uns:,, Da ihr uns nun auch mit eurer Anwesenheit beehrt können wir ja jetzt los.“ Was macht die auch für einen Stress? So ungewöhnlich das Mako und ich uns verspäten ist das auch nicht. Ungewöhnlich wäre wohl eher das wir mal pünktlich sind. Da ich den Zorn unserer Managerin nicht noch weiter auf mich ziehen will, verkneife ich mir jedoch ein Kommentar. Und so kommt es das wir uns zu fünft auf den Weg zur Samezuka machen. Dort angekommen werden wir auch gleich von einem überdrehten wie auch klitschnassen Momo begrüßt. Der auch sofort beginnt um Gou herum zu schwänzeln und sie voll zu texten. Suchend schaue ich mich nach einem gewissen Rotschopf um. Doch nirgends kann ich seine roten Haare ausmachen. Enttäuscht wende ich mich wieder dem vor sich hin plappernden Momo zu. Warum hat uns Rin nicht abgeholt? Statdessen muss ich jetzt diese nervige orangehaarige Etwas ertragen. Mako´sBlick ignorierend folge ich dem orangenem Etwas. In der Schwimmhalle der Schule ist es wie immer  voll. Überall wuseln Klubmitglieder herum. Gereizt verschwinde ich in der Umkleide. Als ich sie mit einer meiner heißgeliebten Badehosen wieder  verlasse hab ich mich wieder etwas beruhigt.  Doch als ich meine Freunde und etwas rotes neben ihnen entdecke sinkt meine Laune wieder. Mein Herz beginnt schneller zu klopfen als ich mich dem Rotschopf nähere.  Als er mich bemerkt dreht er sich grinsend zu mir um. ,, Haru!Da bist du ja endlich!“, begrüßt er mich mit seinem üblichen Haifischgrinsen. Seine Begrüßung und alle ignorierend schreite ich an ihnen vorbei zum Wasserbecken. Ohne mich vorher aufzuwärmen springe ich das kühle Nass, was sofort seine Fänge nach mir ausstreckt. Genieserisch schließe ich meine Augen und lasse mich im Wasser treiben ehe ich anfange meine Bahnen im Wasser zu ziehen. Die Geräusche des Sturmes sowie die Geräusche der Leute blende ich aus. Jetzt zählt nur das Wasser. Nach einer Weile beschließe ich Schluss zu machen. Wiederwillig verlasse ich das Wasser. Die Schwimmhalle hat sich geleert und nirgens kann ich Rin endecken. Schnell schnappe ich mir mein Handtuch um mich flüchtig abzutrocknen. Ich gebe Mako ein Zeichen das ich mich Umziehen gehe, er nickt und ich verschwinde in die Umkleide. Zu meinem Erstaunen ist der Raum leer. Schulterzuckend beginne ich mich umzuziehen.

Als ich mir gerade das T-shirt überziehe öffnet sich die Tür. Aus dem Augenwinkel bemerke ich etwas Rotes. Na super! Jetzt wieder genervt stopfe ich meine Badehose und Handtuch in meine Tasche und drehe mich dann zu Rin. Der grinst nur und kommt dann auf mich zu. Mein Herz beginnt schneller zu schlagen. Kurz vor mir stoppt er und lässt sich neben mir auf die Bank plumpsen. ,, Was willst du?“, frage ich monoton. ,, Charmant wie immer.“, grinst er. Gereizt verdrehe ich die Augen. Mein selbst erannter Rivale kichert und mein Herz schlägt schneller. ,, Was ist heute mit dir los? Seid wann bitte bist du einer der ersten die das Wasser verlassen? Und das freiwillig? “, fragt Rin. ,,Warum hat uns dieser Momo  heute vom Schultor abgeholt?!“, ignoriere ich seine Fragen. Kurz guckt Rin etwas perplex. So verwirrt sieht er irgendwie niedlich aus. Doch der verwirrte Ausdruck weicht schnell einem überheblichen. ,, Hast du mich etwa vermisst?“, kommt es provokant. ,,Nur in deinen Träumen. Momo ist einfach anstrengend“, kontere ich. ,, Das soll ich ich wirklich glauben? Warst du deswegen heute so mies drauf? Keine Sorge nächstes Mal komme ich dich höchstpersönlich abholen“, grinst Rin herausfordernd. Ehe ich antworten oder seine Provokation ignorieren kann, öffnet sich die Tür abermals und Mako und die anderen kommen herein. Ich werfe Rin noch einen letzten genervten Blick zu und gebe Mako zu verstehen das ich draußen auf sie warte ehe ich an Rin vorbei rausche.

Der Sturm ist noch immer am toben. Schnell verliere ich mich in dem Schauspiel des Regens. Von Rin´s Gesicht was sich ständig in meine Gedanken schiebt und meine Klamotten die bereits durchnässt sind, nehme ich keine Notiz. Erst als sich eine Hand auf meine Schultern legt registriere ich Mako und die anderen. Den besorgten Blick von meinem besten Freund ignorierend laufe ich los. Die anderen folgen mir. Die Zugfahrt über lassen mich alle in Ruhe. Sie würden keine Antwort bekommen. Was alle auch wissen. An der Kreuzung verabschieden wir uns. Während Mako und ich  den Berg zu meiner Wohnung erklimmen, ertönt ein Donner gefolgt von einem hellen Licht. Mako klammert sich ängstlich an meinen Arm. Das heißt dann wohl Übernachtung. Schnell holen wir noch Mako´s Sachen von ihm und der Brünette verabschiedet sich von seiner Familie. Ein Blick auf das Knabberzeug in Mako´s Tasche lässt mich resegniert auf seufzen. Das heißt dann er wollte reden. Na toll!


Fortsetzung folgt...
 
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