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Alex‘ Albtraum

GeschichteAngst, Schmerz/Trost / P12 / Mix
Alex Fierro Magnus Chase
01.05.2021
07.05.2021
4
2.019
1
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02.05.2021 461
 
Alex ist ganz still, dann höre ich ein leises Lachen. Was ist jetzt los? Ihre Augen fangen das wenige Licht im Raum gerade so auf, dass ich ein Blitzen darin sehen kann.
„Du hast recht." räumt ihre Stimme ein. Ich lasse ihre Schultern los. Plötzlich fröstelt mich und ich ziehe die Decke hoch. „Gib mir auch was von der Decke ab." meint Alex und kuschelt sich an mich rann. Mir wird ganz warm um's Herz bei dieser Geste. Wie süß sie sein kann, wenn sie will. Meine Ohren jucken und ich muss mich räuspern. „Also, was war den so schlimm in deinem Traum?"
„Einfach alles." sagt sie mit einem schweren Seufzer.
„Und es fällt mir wirklich nicht leicht darüber zu sprechen. ... weißt du, das alle Dinge im Leben miteinander verknüpft sein sollen? Eines führt zum nächsten und man wäre nicht der, der man ist wenn man was anderes erlebt hätte. Hab ich mal so aufgeschnappt."
Ich verstehe zwar nicht wieso Alex jetzt so philosophisch wird, aber wenn es ihr hilft, ist es okay, denke ich. „Ähm, ja kann sein. Ich hab da keine Ahnung von."
„Ich auch nicht. Aber der Gedanke tröstet mich manchmal, wenn ich so zurückdenke. Wenn ich sehe wo ich war und wo ich jetzt bin. Ergibt das irgendwie Sinn?"
Ich habe keine Ahnung was ich antworten soll. „Ähm. Erzählst du mir jetzt von deinem Traum oder nicht?"
„Versuch ich doch. Da er sich aber auf Dinge bezieht, die ich erlebt habe, musste ich darüber nachdenken. Vergiss es einfach wieder, waren nur verwirrte Gedanken."
Sie kneift mich hart in die Seite. „Aua! Wofür war das denn?"
„Zu meiner Belustigung." sagt sie mit trockener Stimme. Na danke. Ich ärgere mich und streiche über die schmerzende Stelle bis es besser wird. Dann beginnt Alex endlich zu erzählen. Ihre Stimme klingt jetzt fester, aber ich bilde mir ein einen schmerzlichen Ton darin zu hören.
„Lass mich ... kurz überlegen." Überlegen? Was überlegen? Wieviel du mir erzählen kannst? Oder hast du den Traum schon wieder vergessen?
„Der Traum spielte in meiner alten Schule. So einer snobistischen Privatschule, falls du dir da was drunter vorstellen kannst."
Snobistisch? Natürlich konnte ich mir das vorstellen. Immerhin kannte ich Onkel Randolphs Villa, die jetzt unsere Obdachlosen Villa war.
„Es gab so hässliche Schuluniformen in grauenhaften Farben, aber egal. Ich war also wieder in dieser Schule, also genau genommen verließ ich sie gerade nach dem Unterricht. Ich war völlig in Gedanken versunken und deshalb übersah ich die Gruppe Schüler die da rumstand und lief in einen von denen rein."
Ihre Stimme wird wackeliger und stockender. Zögerlich - nur um sicher zu gehen, dass ich das auch darf - beginne ich sie zu streicheln.
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