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Kann es wirklich so einfach sein?

GeschichteRomance, Freundschaft / P18 / MaleSlash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf
01.05.2021
21.10.2021
97
256.872
45
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Dieses Kapitel
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02.05.2021 1.603
 
So, geht direkt munter weiter. Zweites Kapitel, mal sehen wann ich Zeit habe für die nächsten, morgen ist ja leider Montag.
Meine Theorie ist übrigens, dass Klaas eigentlich ein mega softie ist...


chapter 2 -

Natürlich hatte keiner der beiden einen Wecker gestellt, aber wie so oft war es Schmitti der morgens an ihre Tür klopfte um sie zu wecken.
Verschlafen entwirrten sie ihre Körperteile, reckten sich und gähnten.
“Noch 5 Minuten” murrte Joko trotzdem und hatte wieder beide Arme um Klaas geschlungen, kuschelte sich gemütlich an ihn.
Der schüttelte amüsiert den Kopf, konnte sich aber zu mehr momentan selbst nicht aufraffen, es war tatsächlich viel zu gemütlich und er war noch müde. Joko war richtig warm, etwas das Klaas sehr mochte. Er liebte Wärme und hasste die Kälte. Also rutschte er tatsächlich etwas an Joko heran und schob ihm sogar die Beine wieder entgegen. Er spürte wie Joko breit gegen seine Schulter grinste und ihm nun sacht über den Rücken strich.
“Bild dir nix ein, mir is nur kalt und du bist so warm” murrte er leise.
“Klausi” grinste Joko nur breiter, sagte aber weiter nichts, zog ihn nur komplett an sich um ihm mehr Körperwärme abzugeben.
Dementsprechend fiel es ihnen beiden noch schwerer aufzustehen, als es kurz darauf erneut an die Tür klopfte.
Sie putzten sich gemeinsam die Zähne, gingen nacheinander unter die Dusche und zogen sich an. Klaas musste in sein eigenes Zimmer zurück um sich frische Sachen anzuziehen und schnell alles in den Koffer zu werfen.
Joko hatte auf dem Gang auf ihn gewartet, nachdem er ebenfalls schnell gepackt hatte.
Gemeinsam gingen sie nach unten und hofften noch schnell etwas frühstücken zu können.
Ein paar Minuten hatten sie Zeit, also stopften sie sich etwas essbares rein und schütteten einen Kaffee hinunter.
Am Flughafen wurde es dann wieder etwas ruhiger. Klaas blätterte in einer Zeitschrift, hielt für Joko einen Platz frei, der durch die Geschäfte stöberte und Snacks und Getränke besorgen wollte.
Zurück kam er mit ein paar Flaschen Wasser und einer Fanta für Klaas, Nüssen, Chips und ein paar Süßigkeiten, außerdem einem paar Kopfhörern falls er sich einen Film im Flieger ansehen wollte.
“Wir bekommen doch Essen im Flieger” schmunzelte Klaas, als sich Joko neben ihn setzte und seine Ausbeute verstaute. “Ich weiß, aber wir fliegen so lange und da hat man wenigstens n bisschen was zu tun” zuckte der größere die Schultern und grinste leicht.
“Wusste gar nicht das du neuerdings aus Langeweile futterst” gab Klaas zurück.
“Nee eigentlich nicht, aber es lenkt ab” sagte der größere und versuchte eine einigermaßen bequeme Position in dem Plastikstuhl zu finden. “Dachte dir macht die Höhe im Flieger nix” wunderte sich Klaas. “Nee das nicht, aber mit dem Tinnitus ist manchmal bisschen blöd” gab der blonde zu. “Ach ja” fiel es Klaas nun auch wieder ein.

Sie waren kaum in der Luft hatte Joko schon die ersten Snacks ausgepackt und kaute darauf herum.
Klaas saß am Fenster und schaute hinaus, hing seinen Gedanken nach, beugte sich aber immer wieder zu Joko um ihm etwas zu erzählen, bis Rauli, der zwischen ihnen saß entnervt den Platz tauschen wollte. Also saß Joko nun neben ihm und Rauli am Gang. Jokos lange Beine drückten sich gegen seine und er konnte nicht behaupten das es ihn störte. Irgendwie hatte es etwas beruhigendes und innerlich war er zufrieden das Joko jetzt neben ihm saß und er nicht jedes mal so brüllen musste um mit ihm zu reden.
Der Kopf des älteren hatte sich kurz auf seine Schultern gelegt und schaute nun ebenfalls aus dem Fenster. “Nicht zu hoch hier?” fragte Klaas ganz leise. “Nee, kann ja nicht runter gucken oder herausfallen” murmelte Joko und fühlte sich eigentlich ganz wohl.
Sie redeten eine Weile, lachten immer wieder, aßen gemeinsam Jokos Chips und Nüsse und sahen sich dann zusammen, mit jeweils einem Kopfhörer einen Film an.
Zwischendurch hatten sie ein wenig geschlafen, Jokos Kissen zwischen sich.

Nach dem 12 stündigen Flug waren alle ziemlich geschafft. Joko bestellt ein großes Taxi und sammelte alle ein, die in seine Richtung mussten. “Ich zahl das” hatte er verkündet.
“Oh, bezahlt von Jokos eigenem Geld” zog Klaas ihn auf und setzte sich neben seinen Kollegen in das Taxi. Der grinste aber nur.
Sie fuhren eine Zeit lang, verabschiedeten sich nach und nach von ihren Teamkollegen, bis nur noch sie beide übrig waren. “Gleich bist du auch zuhause Klausi” sagte Joko ein wenig wehmütig. “Wirste mich vermissen Winti?” witzelte der kleiner.
“Vielleicht ein bisschen” lächelte Joko und drückte ihn zum Abschied kurz an sich.

Später zuhause, hatte Klaas Wäsche angestellt und alles ausgepackt. Nun saß er auf dem Sofa. Auf seinem eigenen Sofa, endlich, trotzdem war es wie immer komisch. Einkaufen gehen müsste er unbedingt noch, aber das würde er morgen tun, heute könnte er auch was bestellen.
Sein Handy vibrierte und er hatte eine Nachricht von Joko. Verwundert öffnete er diese. Es war ein Foto von ihnen beiden und den Hühnern im Hintergrund. Leise musste er lachen.
>Ein Wunder das du die nicht heimlich mitgenommen hast< schrieb Klaas und grinste noch breiter.

Sie schrieben eine Zeit lang hin und her, Klaas hatte sich in sein Sofa gekuschelt, mit dem Handy in der Hand. Einige Minuten war jetzt keine Nachricht mehr vom älteren gekommen und er wollte es gerade weglegen und Wäsche aufhängen gehen, da rief ihn Joko an.
“Was los?” fragte er, nachdem er angenommen hatte.
“Hoffe es is okay das ich anrufe. Will nicht stören, aber mir is grad so….” Joko suchte nach dem passenden Wort. “Geht mir auch so” gab Klaas zu und wusste was Joko meinte.
“Ehrlich? Dachte nicht das es dir auch so geht. Dieses...Down, wenn man zurück ist und irgendwie im normalen Leben...so voll unrealistisch und so...als gehörte man noch gar nicht wieder richtig dazu” erklärte der ältere unbeholfen. “Klar, kenn ich” nickte Klaas. “Dachte du bist eher der der sich freut wenn er endlich wieder allein sein kann, ohne uns Idioten um sich” kam es von Joko. “Ja...nee...ich kenn das schon auch...bin gern allein...aber wie du gesagt hast...is komisch ganz am Anfang” gestand der jüngere. Natürlich kannte er es, genau wie Joko es versucht hatte zu beschreiben, man fühlte sich so fremd, selbst die eigene Wohnung fühlte sich die ersten Tage oder Stunden merkwürdig an. Und auch wenn er gern allein war und es ihm schnell zu viel wurde mit den ganzen Menschen um sich, fühlte er sich auch manchmal allein und seltsam leer. Nicht zu schlimm, nicht lange, aber dennoch. Vermutlich ging es Joko da deutlich schlimmer, er fühlte sich ja am wohlsten mit vielen Menschen um sich.
“Wusste ich nicht, hättest du doch mal was gesagt Klausi” entgegnete Joko und klang sogar leicht besorgt. “Ach...is nicht so wild” murmelte der kleinere.
“Ich...für mich ists schon ziemlich heftig manchmal. Bin dann so ungern allein und treff Freunde oder so, dann gehts” erzählte Joko. “Weiß ja nicht ob du...naja...ausgerechnet auf mich Bock hast, aber wir können ja morgen was machen...musste aber nicht...nur ne Idee” schlug der größere ihm vor.
“Okay” kam die Antwort von Klaas relativ schnell. Wenn Joko auch nicht allein sein wollte, dann sprach ja nix dagegen oder? Außer vielleicht...eigentlich hatte er nicht vorgehabt sein schönes Sofa zu verlassen, allerhöchstens zum Einkaufen.
“Was willst du denn machen?” fragte er also etwas skeptisch. Schließlich war Joko jemand der gerne durch die Straßen zog, in Bars ging, Clubs und alles mögliche.
“Was willst du denn?” gab Joko die Frage lächelnd zurück. Ja, er konnte heraushören das der ältere lächelte.
“Naja...Pizza, Bier und Filme?” schlug er vorsichtig vor, setzte aber hinzu “wenn dir das zu langweilig ist, ist das aber auch okay, wir müssen nicht”.
“Das klingt perfekt Hase” versicherte Joko ihm sanft und Klaas grinste ungewollt übers ganze Gesicht.
Danach war es einige Minuten still. Klaas Lächeln hielt sich eine ganze Weile, dann sah er sich in seiner leeren Wohnung um. “Also...weiß ja nicht was du machst….ich wollte mir Essen bestellen…” begann er dann, bevor er so richtig darüber nachgedacht hatte.
“Soll das ne Einladung sein? Wenn ja, komm ich gern rum” und er konnte hören wie Joko dabei breit grinste. Auch Klaas konnte es sich nicht verkneifen. “Was willstn essen?” fragte er dann einfach.

Sie einigten sich auf indisches Essen, Klaas würde schon mal bestellen und Joko machte sich auf dem Weg zu ihm.
Nachdem sie gegessen und es sich gemütlich auf dem Sofa gemacht hatten, schauten sie einen Film an. Sie redeten, obwohl Klaas ihm immer wieder sagte er solle doch aufpassen, dass sie sonst ja die Hälfte verpasse würden und trotzdem ließ er sich auf kleine Gespräche ein. Joko hatte sich irgendwann an seine Seite gekuschelt und wurde dadurch deutlich ruhiger.
Nach dem Film wollte sich Klaas erheben und ausstrecken, stellte dabei fest das der blonde eingeschlafen war.
Unschlüssig stand er da und wusste nicht so recht was er tun sollte. Joko aufwecken und nach Hause schicken? Wäre vermutlich nicht so gut wenn er so noch Auto fahren würde. Also stopfte er ihm vorsichtig ein Kissen unter den Kopf und holte eine Decke, die er über ihm ausbreitete. Ganz vorsichtig nahm er Joko die Brille ab und legte sie auf den Tisch.
Dann ging er leise aus dem Zimmer, löschte das Licht und verschwand in seinem Schlafzimmer.

Als er im Bett lag dachte er an Joko, der im Nebenzimmer auf dem Sofa lag. Irgendwie hatte es etwas tröstliches. Das da jemand war, das da Joko war, in seiner Wohnung und er nicht allein war. Es fühlte sich ungewohnt an, aber auch irgendwie gut.
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