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Kann es wirklich so einfach sein?

GeschichteRomance, Freundschaft / P18 / MaleSlash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf
01.05.2021
15.09.2021
82
211.209
41
Alle Kapitel
241 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
01.05.2021 1.570
 
So, ich hau jetzt einfach mal das erste Kapitel raus, es gibt aber schon mehrere.
Ein “kleines” Projekt das mir so zugeflogen ist. Hatte eine Idee und habe irgendwann angefangen zu schreiben. Nun ist es doch "etwas" mehr draus geworden als ich dachte.
Im Prinzip isses eine Riesige Menge Fluff, Puderzucker und ein wenig Kitsch. Keine großen Dramen oder ähnliches.
Hab versucht so nahe am Charakter zu bleiben wie möglich...naja bis auf Ausnahmen…*hust* Wollte einfach mal im reallife bleiben...naja wird man ja sehen :)
Joko und Klaas, die erste Szene kennen vermutlich alle und ich habs halt weitergesponnen.
Joko ist anhänglich und Klaas ist einverstanden. Bald gehts zurück nach Berlin, aber irgendwas bleibt...
Will auch noch nicht zu viel verraten. Viel Spaß. (Immer gerne Feedback)



chapter 1 -

Klaas setzte sich neben Joko auf die kleinen Stufen.
“Na, biste fertig?”
“Was machn wa noch?” frage Joko leise und hatte das Gesicht in die Hände stürzt.
“Nix mehr. Feierabend. Haste gut gemacht” antwortete der kleiner.
“Dankeschön” nuschelte Joko.
“Jetzt ins Bett oder was?” schlug Klaas vor. Joko sah schon sehr fertig aus wie er da so saß.
“Ich bleib hier noch ein bisschen sitzen” gab Joko zurück und blickte in die Ferne.
“Dann bleib ich auch noch n bisschen” schloss er sich jetzt einfach dem an und folgte Jokos Blick in die weite Landschaft. Schon schön hier.

Eine ganze Zeit saßen sie einfach still nebeneinander und schwiegen. Es war eine angenehme Stille, es musste nichts gesagt werden.
Wie so oft ging Klaas durch den Kopf, dass sie zwar total bescheuerte und teilweise gefährliche Aufgaben erfüllen mussten, aber dafür gab es dann diese Momente, diese Ausblicke, diese Erlebnisse, die er für nichts in der Welt eintauschen wollte.

Irgendwann stand er dann doch auf und hielt Joko die Hände entgegen.
“Na komm Winti, müssen noch zum Hotel zurück, wird sonst dunkel” sagte er und sah seinen Kollegen auffordernd an.
“Mhm…” brummte dieser und ließ sich aber von Klaas auf die Beine ziehen.
Da er trotzdem keine Anstalten machte sich zu bewegen, nahm Klaas kurzentschlossen seine Hand und zog ihn langsam hinter sich her.

Schmitti, Jacob und zwei andere aus dem Team beschlossen noch etwas trinken zu gehen und Joko schien zu überlegen ob er mit wollte, konnte sich aber kaum noch auf den Beinen halten. Klaas protestierte und erklärte scherzhaft, dass er den kleinen Joko mal lieber ins Bettchen bringen würde. Sah dieser dann scheinbar auch ein und ließ sich von Klaas in Richtung seines Hotelzimmers dirigieren.
Vor der Zimmertür hatten sie angehalten und sahen sich einen Moment an.
“Danke Klausi” sagte Joko nun leise.
“Wofür?” wunderte sich der kleinere ehrlich.
“Dafür dass du diese gefährliche scheisse mit den Bienen übernommen hast und...für grade” erklärte der blonde.
“Schon gut” winkte Klaas die Aktion mit den Bienen ab. Auf das andere ging er nicht ein. Joko war ihm dankbar das er mit ihm dort gesessen hatte, einfach ihn nicht allein gelassen, das musste nicht kommentiert werden.
“Hatte echtn bisschen Angst um dich” murmelte Joko und brachte Klaas damit zum grinsen. “Du machst dir doch immer zu viele Sorgen du Trottel” erwiderte er dann fast schon liebevoll.
Joko zuckte nur mit den Schultern und lächelte entschuldigend.
“Dann schlaf jetzt mal n bisschen” wollte der kleinere ihn nun ins Bett schicken.
“Mhm” kam es erneut vom älteren und er seufzte tief.
“Alles okay Joko?” fragte Klaas nach, wusste das Joko etwas sagen wollte.
Joko seufzte erneut. “Will nicht so gern allein sein jetzt” brachte er dann hervor und ließ den Blick durch den Hotelflur gleiten. Scheinbar hatte ihm dieser komische Honig und er Trip doch mehr zugesetzt als Klaas gedacht hatte. “Willst du...vielleicht bei mir schlafen?” fragte der größere dann vorsichtig.
Natürlich war die Frage eigentlich nicht ob Klaas es wollte, sondern ob er es tun würde, weil Joko es wollte. Aber offensichtlich war es Joko zu peinlich die Frage so zu formulieren.
Klaas sah ihn einen Moment an, wie er da so stand und ihn nicht anschaute, aber irgendwie verloren wirkte und schüchtern, was für Joko eher untypisch war. Sonst machte er Witze und schmiss sich einfach in seine Arme.
Kurz dachte der kleinere an ein eigenes Bett, eine heiße Dusche und sein Buch das auf dem Nachttisch lag, dann drehte er sich um und ging in Richtung seines Zimmers, das nur ein paar Meter weiter war.
Joko sah ihm nun mit großen Augen hinterher.
“Hol nur meine Zahnbürste” brummte Klaas und verschwand für wenige Minuten in seinem Hotelzimmer.
Die großen braunen Augen blickten ihn erneut an, als er aus seinem Zimmer wieder auf ihn zu ging, mit einer Zahnbürste und Schlafklamotten auf dem Arm.
“Willst du aufm Flur schlafen?” grinste Klaas, als Joko keine Anstalten machte seine Tür zu öffnen.
“Oh...ja, sorry” murmelte dieser und verschaffte ihnen jetzt endlich Eintritt zu seinem Zimmer.

Joko wollte sich direkt auf das Bett fallen lassen, erinnerte sich dann scheinbar daran, sich noch umzuziehen und suchte sich seine Sachen heraus.
Eigentlich war dies hier nichts ungewöhnliches. Früher hatten sie sich oft Hotelzimmer teilen müssen und natürlich hatten sie sich schon unzählige Male in ihrem Berufsleben im gleichen Raum umgezogen.
Es war ein wenig privater, weil es einfach privat war. Sie hätten jeder ein eigenes Zimmer und Joko hatte ihn gebeten hier zu sein, nicht für ihren Job, sondern weil er es gern wollte. Weil er nicht allein sein wollte und er Klaas hier haben wollte. Das war schon ein gutes Gefühl. Hätte er natürlich niemals zugegeben, dieser Kram war Jokos Part. Trotzdem gefiel es ihm Joko ein beruhigendes Gefühl geben zu können und es ihm wohl half ihn in seiner Nähe zu haben wenn es ihm nicht so gut ging.
“Können wir kuscheln?” fragte Joko nun unvermittelt und riss Klaas aus seinen Gedanken.
“Joko ey” seufzte der kleiner.
“Bitte, ich verrate es auch niemandem. Versprochen” bettelte der größere und sah ihn mit großen Hundeaugen an.
Klaas verdrehte die Augen. Einigermaßen hatte er sich nun wirklich daran gewöhnt, dass sein Kollege jemand war, der alle und jeden anfassen musste, ganz im Gegenteil zu ihm selbst und wenn er ganz ehrlich war, störte es ihn fast gar nicht mehr, bei Joko war das schon okay. Wenn sie nahe zusammen standen und Joko ihm die Hand auf die Schulter legte, auf den Arm oder sogar aufs Knie, das fühlte sich inzwischen ganz normal an. Er zuckte nicht mal mehr.
“Schon okay Klausi, vergiss es wieder” kam es nun von Joko, denn scheinbar hatte ihm das Schweigen zu lang gedauert. Er nahm jetzt ein paar Kissen zur Seite und zog die Bettdecke zurück.
“Meinetwegen” brummte Klaas jetzt nach einer gefühlten Ewigkeit, zog jetzt auch an der Decke.
“Wirklich?” Joko sah ihn leicht skeptisch, aber hoffnungsvoll an, war sich wohl nicht sicher ob ihn Klaas nur veralbern wollte.
“Ja, du Kleinkind und jetzt ist gut, sonst überlege ich es mir nochmal anders” brummte Klaas und setzte sich auf die weiche Matratze.
Joko unterdrückte sein glückliches Lachen und schaute kurz aus dem Fenster. “Willste noch n Wasser?” fragte er dann noch schnell.
Klaas stimmte dem zu und nachdem der blonde für sie Wasser geholt hatte und sie etwas getrunken hatten, legten sie sich in das Bett.
Joko rutschte nahe an ihn heran, war sich wohl aber unsicher. Also legte sich Klaas auf den Rücken und streckte den Arm aus, so dass sich Joko an seine Seite kuscheln konnte, was dieser auch tat.

Eine Weile war es still und er war sich nicht sicher ob Joko eingeschlafen war, bis dieser sich mehr an ihn lehnte und den Kopf auf seine Schulter kuschelte. Das war für Klaas auch angenehmer, so würde sein Arm nicht völlig Taub werden.
“Wars sehr schlimm heute?” fragte er dann aus einem Impuls heraus.
“Nee...eigentlich nicht. Das high sein war irgendwie lustig, nur das runterkommen war nicht so schön. Irgendwie hab ich mich so klein gefühlt, ganz komisch, hat aber voll geholfen das du da warst” gab Joko zu.
Klaas nickte nur leicht, was der andere natürlich merkte, so nahe wie sie sich waren.
“Und bei dir? Wars sehr schlimm gestern?” erkundigte sich Joko dann ebenfalls.
“Naja...war schon krass irgendwie. Hatte nicht das Gefühl es is besonders sicher. Aber hat ja geklappt und dann isses schon irgendwie geil was man geschafft hat” antwortet der jüngere. Natürlich war ihm extrem die Muffe gegangen als er da hing und den scheiss Honig geerntet hatte. Von den Bienenstichen mal ganz zu schweigen, aber ja, er war hinterher ein bisschen stolz auf sich selbst gewesen. Joko war dann ja auch zu ihm gekommen und hatte ihm gesagt wie beeindruckt er gewesen ist und das er stolz war auf ihn, das war schon nicht übel. “Die haben dich ganz schön erwischt. Tut bestimmt weh” murmelte dieser nun und begutachtete seinen Oberkörper, den schon einige rote Einstichstellen zierten. Vorsichtig streichelte Joko über die Haut daneben, mit dem Arm der sowieso über Klaas Bauch hing.
“Halb so wild, musst jetzt hier nicht den Pfleger spielen, is ja auch nicht deine Schuld” brummte Klaas, dem das ein wenig unangenehm war.
“Sorry Hase” lächelte Joko und legte den Arm wieder um Klaas, locker auf seinem Bauch ab.
“So und jetzt Schnabel zu, es wird geschlafen, haben morgen nen langen Flug vor uns” bestimmte der kleiner jetzt und kuschelte sich selbst in eine bequeme Position.
“Gute Nacht Hase” nuschelte Joko nur noch, zog die Decke höher über sie beide und schloss die Augen.
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