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Who else but a Holmes ?

GeschichteRomance, Familie / P18 / MaleSlash
DI Gregory Lestrade Dr. John Watson Mycroft Holmes OC (Own Character) Sherlock Holmes
29.04.2021
14.09.2021
45
52.217
7
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20.07.2021 1.814
 
Sherlock tigerte unruhig durch seine Wohnung. Wo steckte John?! Sein Mitbewohner war die letzten Wochen immer später nach Hause gekommen, aber seit ungefähr drei Wochen war der Doktor wie vom Erdboden verschluckte gewesen. Nach einer Durchsuchung seines Zimmers, schloss Sherlock darauf das John verreist war, aber das dieser ihm noch nicht einmal mitgeteilt hatte wohin, frustriete ihn ungemein. Sherlock tippte auf einen Ärztekongress, wobei dieser sicherlich unterbrochen werden würde, wenn Corona weiterhin so rasant grassierte.

Sherlock hätte John auch einfach schreiben können, doch dafür war der CD etwas zu stolz. Was wenn John es ihm mitgeteilt hatte, er aber nicht zugehört hatte? Die Blöße wollte er sich nicht vor seinem Arzt geben. Was Gavin wohl so trieb? Der DI war nach Hause zu seiner Familie gefahren, was er dank seinem Bruder wusste, schließlich überwachte er gefühlt alles und jeden. Sherlock schnappte sich seine Geige und fing an die Saiten zu quälen. Es passte Sherlock nicht das der DI soweit weg war. DI Bell war einfach nur nervig und nahm ihn nicht für voll! Gavin war das ganz anders! Ja, er hatte Regeln, aber es waren Regeln, die Sherlock wenigstens noch nachvollziehen konnte und auch einhalten konnte. Aber er würde nicht so schnell wiederkommen. Sein Haus war ein Vollschaden! Und es war noch immer nicht freigegeben.

Es gab nämlich ein kleines Problem: Es würden Waffen gefunden. Nicht viele, aber niemand wusste woher sie kamen! Nicht einmal Sherlock Leute konnte die Dinger irgendwie nachverfolgen. Hier war ein absoluter Profi am Werk und jetzt stellte sich die Frage: Wer steckte dahinter? Greg konnte es nicht sein, da hätte selbst Mycroft etwas merken müssen, aber wer war es dann? Sherlock knurrte nochmals und spielte lauter. Ohne den DI saß er was Mordfälle anging auf dem Trockenen und ohne John hatte er keine Ahnung was er mit sich anfangen sollte! Sherlock war wütend! Stinkwütend! Er wollte John wiederhaben!

Da klopfte es an die Wohnungstür. Hoffnungsvoll drehte Sherlock sich um, doch dort stand nur Mrs. Hudson mit einem Tablett voll mit Tee und Keksen.
"Was ärgert sie denn wieder, mein Lieber?", fragte die ältere Dame und stellte das Tablett auf dem Couchtisch ab.
"Nichts.", grummelte Sherlock.
"Wirklich? Kann es nicht vielleicht sein, das sie John vermissen?".
"Vermissen? Warum das denn? Er kommt doch bald von seinem Kongress zurück.", versuchte Sherlock die ganze Sache abzustreiten.
"Kongress? Sherlock. John ist auf keinem Kongress. Er ist mit Greg nach Südfrankreich geflogen. Er macht Urlaub.".
"Urlaub?", wiederholte Sherlock ungläubig.
Ohne ihn?! Jetzt war der CD eingeschnappt.

"Genau! Und ich muss sagen, das ihm die Auszeit wirklich guttut. Er hat ihnen einen Brief geschrieben mein Lieber. Den sollten sie unbedingt lesen.".
"Sie haben ihn schon aufgemacht.", stellte Sherlock fest.
"Aber natürlich. Ich muss doch sichergehen, das es keine gefährlichen Substanzen sind, wobei...ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie den Inhalt bewerten soll. Er ist auf jeden fall äußerst....heiß.", zwinkerte die Vermieterin ihm zu und reichte ihm einen Brief.
Irritiert nahm Sherlock ihn entgegen und sah der Vermieterin hinterher wie sie leise lachend, die Treppen wieder herunter stieg. Als Sherlock sie nicht mehr hören konnte, legte er die Geige in seinen Sessel und riss den Inhalt des Briefes aus seinem Umschlag. Was hatte John ihm geschickt? Eine Erklärung wäre doch sicherlich ein guter Anfang!

Doch das was er aus dem Umschlag holte war kein Brief, es war ein Poster. Warum schickte John ihm ein Poster? Neugierig faltete Sherlock es auseinander, dann blieb ihm die Luft weg. Auf dem Poster abgebildet war John. In schwarz-weiß. Lässig lümmelte er sich auf einem Bett, der Zipfel eine Bettdecke verdeckte gerade so, seinen Intimbereich. Seine Haare waren leicht verwuschelt und er grinste neckend. Sherlock würde sehr plötzlich sehr heiß. Was sollte das? Warum ließ sich John in so einer Pose ablichten? Sherlock musste schlucken.
Auf dem Poster war in der untern Ecke geschrieben: "Urlaub läuft wunderbar. Vermisse dich. John.". Sherlock hatte keine Ahnung wie er darauf regieren solle, aber würde ganz dringend duschen gehen müssen.

Zurück bei Greg

Greg lehnte sich in dem Sofa zurück. Er saß auf der Terrasse seine Elternhauses und genoss das herrliche Wetter. Die Hosenbeine seine Jogginghose hatte er bis zu den Knien hochgekrempelt und hielt ein Glas hausgemachten Eistee in der Hand. John und sein Vater waren auf den Markt gefahren und besorgten alles fürs Abendessen. Somit konnte Greg sich entspannen. Durch seine Sonnenbrille verfolgte er einen Schmetterling, der den Fliederbusch seiner Mutter ansteuerte.
"Na, großer Bruder? Genießt du die Ruhe?", ertönte die Stimme seiner kleinen Schwester neben ihm.
"Na Dani? Erntest du noch fleißig die Früchte von dem Fotoshooting?".
Danielle, seine kleine Schwester, grinste breit und gab einen Daumen hoch: "Die Frauen reißen uns die Magazine förmlich aus der Hand. Ich hatte schon immer gewusst, das du auch ein Super Model hättest werden können.". Greg lachte auf.

Vor einer Woche, als seine Wunden gänzlich verheilt waren und Greg wieder aktiv werden durfte, hatte Dani ihn zur Seite genommen und gefragt, ob er für sie Model spielen könnte. Seine Schwester besaß ein sehr erfolgreiches Modegeschäfte und richtetet regelmäßig Fotoshootings aus, um ihre neuesten Kollektionen in ihrem eigenen Magazin zu bewerben. Da die Leute aber wegen Corona immer unsicherer wurden, hatte Danielle ihn gefragt ober ihr bei der Herrenkleidung aushelfen könnte. Greg hatte mit Freuden zugestimmt und John direkt mitgenommen. Schließlich war John auch ziemlich hübsch.

Am Ende des Fotoshootings hatte John dann Danielle um einen kleinen Gefallen gebeten. Da Sherlock sich noch immer nicht gemeldet hatte und John nicht ständig den ersten Schritt tun wollte, hatte er beschlossen den CD aus der Reserve zu locken. Leider hatte er bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Idee gehabt, wie er das anstellen sollte. Bei dem Fotoshooting war ihm dann die Idee gekommen, Sherlock ein ziemlich freizügiges Bild zukommen zu lassen. Dani hatte dann noch einen oben drauf gesetzt und ein Nacktbild vorgeschlagen. Das hätte John dann doch etwas unsicher werden lassen, doch nachdem Greg vorgeschlagen hatte, wenigsten den Intimbereich abzudecken, hatte der Arzt es durchgezogen.

Greg hatte sich damit begnügt ein Foto von sich in einem neuen Sommeranzug mit cooler Sonnenbrille, Mycroft zuzusenden. Er bezweifelte zwar, das dieser darauf reagieren würde, doch Greg wollte zumindest sehen, wie weit er gehen musste um den älteren Holmes endlich mal aus der Reserve zu locken.
Dani ließ sich neben ihm auf das Sofa fallen und musterte ihren älteren Bruder eindringlich: "Du siehts besser aus. Zwar noch nicht ganz gesund, aber doch deutlich besser.". Greg lächelte. Seine Mutter tat auch alles in ihrer Macht stehende, um ihn wieder hochzupäppeln.  

"Wie geht es Viola und Etienne? Was macht René?", fragte Greg nach einer Weile.
"Die kleinen sind noch im Kindergarten, aber René bringt sie nachher mit, wenn es essen gibt.", antwortete seine Schwester.
Greg grinste breit. Er, Léon und René hatten zusammen Fußball gespielt und waren eng befreundet gewesen. Greg konnte es kaum erwarten seinen Kumpel aus Kindertagen endlich mal wiederzusehen. "War es das wert?", fragte Dani plötzlich.
"Was wert?", fragte Greg irritiert.
Der plötzliche Themenwechsel hatte ihn etwas aus dem Konzept gebracht.
"Das du Frankreich für dieses...Flittchen verlassen hast?", zischte Dani bitter.

Greg sah seien Schwester überrascht an, doch er antwortete: "Nun...ich wollte schon immer nach England, sie war bloß der nötige Anreiz es endlich zu tun. Aber sie zu heiraten. Das war es wirklich nicht wert gewesen. Als DI verdiene ich richtig gut und sie hat sich mit Freude durchfüttern lassen. Als ich dann endlich den Schlussstrich gezogen hatte, war es, als hätte mir jemand eine tonnenschwere Last von den Schultern genommen. Doch ich hatte noch immer in England bleiben wollen.".
"Warum? Sie musst dir Unterhalt zahlen. ansonsten verbindet euch doch gar nichts mehr.".
"Ich habe auch noch Freunde ihn England, Dani.", erinnerte Greg sie.
"Aber da ist doch bestimmt noch mehr, oder?", hakte Dani nach, die die Lunte gerochen hatte.
Greg schluckte. Dani wäre auch eine Spitzen Polizistin geworden, so scharfsinnig wie sie war.
"Naja....", begann Greg zögernd.
"Komm schon....erzähl es deiner kleinen Schwester.", lockte Dani ihn.

Greg rang mit sich. Sollte er? Warum nicht? "Naja, da ist noch jemand.".
"Jemand?".
"Ja, jemand. Er war der Grund warum ich bei der Scheidung nicht den Kürzeren gezogen habe und warum ich noch in England bleiben wollte.".
"Uhuuu! Ein ER! Und wie läuft es zwischen euch?".
"Nicht so gut. Ich habe versucht mich ihm zu nähern, aber irgendwie...versaue ich es immer.".
"Oh...das tut mir Leid, Greg.".
"Schon ok. Ich meine, ich bin jetzt endlich wieder zu Hause.", wiegelte Greg ab.
Danielle musterte ihren Bruder eindringlich: "Heißt das, das du aufgegeben hast?".
"Nope. Ich habe mich nur entschieden, etwas mehr Abstand von ihm zu nehmen und ihm kleine Häppchen zuzuwerfen. Ich weiß, das er was für mich empfindet, aber jetzt soll er mir mal hinterherlaufen. Vielleicht wagt er dann den nächsten Schritt.".
"Also bist du jetzt der Angler und er der Fisch?".
"Kann man so sagen.".
"Mein Bruder, der Charmeur.", stichelte Dani und Greg lachte auf.

Dann verfielen sie einen Moment ins Schweigen, ehe es Greg siedend heiß einfiel: Viktoria! Er hatte sie vollkommen vergessen! Was für ein Arsch war er!
"Verdammt!", fluchte er laut.
Erst letztens glaubte er, sie in Le Lavandou gesehen zu haben, als Léon ihn zum Arzt gefahren hatte.
"Was ist?".
"Ich habe Viktoria vergessen.", gestand Greg.
"Wen?".
"Meine Mieterin. Als SIE ausgezogen war, habe ich mein Haus ein wenig renoviert und dann nach einem Mieter gesucht. Das war dann Viktoria geworden.".
"Du hast eine ältere Frau, als Mieterin in deinem Haus?".
"Alt? Viktoria ist nicht alt. Sie ist Studentin an der Richmond und nachdem das Studentenwohnheim fast abgebrannt war, hatte sie nach einer Bleibe gesucht.".
"Und wie alt ist sie?".
"Ähm...ich würde jetzt mal grob auf 21 tippen.".
"21?! So jung? Greg! Bei dir im Haus wohnt eine 21 Jährige und du erzählst mir das jetzt?", schimpfte Dani empört.
"Naja, im Moment wohnt sie da nicht. Sie ist schließlich mit angegriffen worden und mein Haus ist immer noch nicht bewohnbar.".
"Mon dieu! Und sie lebt noch? Nachdem du schon so schrecklich zugerichtet worden bist?".
"Laut meinem aktuellen Stand, liegt sie noch im Krankenhaus, aber es war ihr gelungen die Angreiferin im Kampf zu töten.".
"Was für ein tapferes Mädchen.".
Greg war sich nicht sicher ob Viktoria tapfer oder einfach nur leichtsinnig gewesen war.
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