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Explos!ve ~ Katsuki Bakugou x Reader

GeschichteRomance, Action / P18 / Het
Eijiro Kirishima Izuku Midoriya Katsuki Bakugo OC (Own Charakter) Ochaco Uraraka Tenya Iida
29.04.2021
20.05.2021
28
55.059
7
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
20.05.2021 2.182
 
Es hat jetzt ein wenig gedauert, bis ich das nächste Kapitel hochgeladen hab. Allein schon deshalb, weil mir das Kapitel echt Kopfzerbrechen beschert hat. Und ... weil ich eine tolle Nachricht bekommen hab, über die ich aber erst in etwa 2 Wochen sprechen darf :0
Bis dahin versorge ich euch aber weiterhin mit Kapiteln <3 Vielleicht aber nicht mehr täglich.


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XXVIII. Erinnerungen


Die Backsteinmauer, die außen am Gebäude zu sehen war, zieht sich auch innen an den Wänden durch, gerade so, als hätte jemand vergessen, die Mauer zu verputzen. Vielleicht war es ihnen aber auch einfach nur egal gewesen.
Während du versuchst, die in dir aufsteigende Übelkeit hinunterzukämpfen, die nichts mit deinen Verletzungen, sondern bloß mit deiner Aufregung zu tun hat, dreht sich Kiri zu dir und drückt sanft deine Hand. »Du musst das nicht tun«, sagt er bloß und sieht dich mit einem Lächeln an.
Du schüttelst den Kopf. »Doch.« Weitere Worte wollen aus dir heraussprudeln, aber je mehr du darüber nachdenkst, desto weniger Sinn ergeben sie. Ein weiteres Mal schüttelst du den Kopf, ohne wirklich zu wissen, warum.
Er nickt nur und sieht dann wieder nach vorn. Todoroki, der hinter euch geht, beobachtet gemeinsam mit Iida-kun alles, was hinter euch vor sich geht. Noch ist jedoch nichts zu sehen und du bist verdammt nochmal erleichtert darüber.
Weiter vorne im Gang ist plötzlich die Hölle los. Du hörst Geschrei, Explosionen und Körper, die an Wände klatschen. Einem Impuls folgend willst du lossprinten, aber Todoroki hält dich zurück. Er schüttelt stumm den Kopf und runzelt die Stirn. »Wir werden sie noch früh genug erreichen. Mach dich schon einmal gefasst darauf, was ...«
Er reißt die Augen auf und fährt herum, gerade noch rechtzeitig, denn da ist das Mädchen Himiko schon heran, die auf ihn zuspringt. Bevor sie ihn niederreißen kann, hat er eine Wand aus Eis zwischen ihnen aufgebaut, die den Gang versperren. Du atmest erleichtert auf und merkst, wie schnell dein Herz pocht.
»Das sollte sie vorerst aufhalten«, murmelt Todoroki und dreht sich von der Wand weg. »Lasst uns weitergehen.« Die Kampfgeräusche von vorn stimmen seinen Worten zu, deshalb sagt niemand von euch etwas und folgt seiner Anweisung.
Langsam spürst du, wie die Müdigkeit in deine Knochen kriecht und das, obwohl die Aufregung nicht weniger geworden ist. Todoroki scheint zu merken, dass etwas nicht stimmt, denn er nimmt dich kurz zur Seite. »Bist du sicher, dass alles in Ordnung ist?«
Du nickst, doch auch er sieht deinen Augen an, dass du lügst.
Dann seufzt er. »Ich hoffe, das bereue ich nicht.«

Vorn ist die Hölle los. Ihr kommt endlich am Ende des Gangs an, der in eine Art Bar mündet und du erkennst, dass du hier schon einmal warst. Vor einer, wie es scheint, Ewigkeit. Ein massives Loch klafft schräg über der Bar, in dem einige Helden stehen und nach unten feuern. Bakugou und Deku setzen ihnen von hier aus zu und es scheint nicht, als wären sie den Profis ein Klotz am Bein, obwohl sie erst Schüler sind.
Du siehst erleichtert dabei zu, dass die beiden ordentlich austeilen und nun ist es an euch, am Geschehen teilzunehmen. Himiko ist noch immer hinten im Gang, durch den sie nicht hierher gelangen kann, also ist zumindest eine schon einmal ausgeschaltet.
Shigaraki ist nicht zu sehen und das macht dich nervös. Überhaupt fällt dir jetzt gerade auf, was für eine blöde Idee das war, ohne über den Großteil der Macken der Schurken Bescheid zu wissen, einfach drauflos zurennen. So bist du doch sonst nicht! Die Übelkeit übermannt dich einmal mehr und lässt dich taumeln.
Was für eine blöde Idee. Du und dein dummer Stolz. Verdammt! Aber das darfst du den anderen nicht zeigen. Sie sollen sich keine Sorgen machen. Nicht hier und nicht jetzt.
Todoroki bleibt, obwohl er zwei auf einmal platt machen könnte, eher weiter hinten und sichert den Bereich rund um dich. Du willst es nicht zugeben, aber du bist sehr froh darum.
Knochige Arme schließen sich von hinten um dich und du weißt, dass das keiner der euren sein kann. Alle deine Freunde sind in Sichtweite. Du drehst den Kopf und erkennst Shigaraki, der aus einem Warp Gate auf dich herunterblickt, die Arme fest um dich geschlungen. »So einfach entkommst du mir nicht«, sagt er, sogar ein wenig belustigt und ein dünnlippiges Lächeln zeichnet sich unter der Hand, die auf seinem Gesicht prangt, ab.
Nein, er würde dich nicht kriegen. Die Panik, die dich erfassen sollte, bleibt aus. Mit einem Mal bist du völlig ruhig und seltsam klar im Kopf. Auch die Kampfgeräusche, die zuvor noch laut und unbarmherzig auf deine Ohren gedrückt haben, sind plötzlich so leise, dass sie kaum hörbar sind. Alles, was du wahrnimmst, sind die Arme, die dich halten und in das Gate ziehen wollen.
Du fasst hinter dich und spürst eine kühle Luft um deine Hand, die aus dem Inneren des Gates kommt. Es hilft nichts, du musst es einfach probieren! Ohne die Augen zu schließen, konzentrierst du dich auf deine Macke, die in diesem Moment Gott sei Dank das macht, was du von ihr verlangst.
Shigaraki, der merkt, was du vor hast, versucht, dich mit sich zu ziehen, doch du hältst dagegen. »Hau ab!«, schreit er. Ihm bleibt nichts Anderes übrig, als aus dem Warp Gate heraus zu purzeln, das du gerade zerstörst.
Mit einem dumpfen Ächzen fällt er auf dich drauf und begräbt dich unter sich. Obwohl er aussieht, als würde er nur aus Haut und Knochen bestehen, ist es dir dennoch nicht möglich, ihn abzuwerfen oder unter ihm hervorzukriechen.
»Um ein Haar hättest du alles zerstört, du dummes Gör!«, schreit er, nun sichtlich erbost und drückt dich zu Boden.
Die Idee, das Warp Gate zu zerstören, war ja generell sicher keine schlechte, aber die Ausführung war nicht gerade die beste. Dass du am Ende da liegen würdest, Shigarakis knochige Hände um deine Kehle, hättest du nicht erwartet.
»Lass m-mich l-l-«, würgst du hervor, während er dir weiterhin die Luft abschneidet. Du versuchst, seinen Griff zu lösen, doch auch wenn er nicht gerade stark aussieht, ist sein Griff unbarmherzig.
Das Kampfgetümmel um dich herum ist viel zu hektisch, als dass jemand bemerkt hat, was hier drüben passiert. Langsam spürst du die Panik in dir hochkommen und Tränen in deinen Augen. Auch wenn er meinte, er würde deine Macke gern für sich nutzen wollen, bist du dir sicher, dass er dir ein Ende bereiten wird, wenn du dich ihm nicht ergibst. Und mittlerweile hat er sicherlich verstanden, dass du dich ihm niemals anschließen wirst. Niemals.
»Ich will das nicht ... Ich wollte doch nur eine Welt ohne ... All ... Might«, murmelt er und obwohl er die Hände um deine Kehle hat, zudrückt und dir die Luft abschnürt, bist du dir in dem Moment nicht sicher, ob er das alles aus Boshaftigkeit tut oder weil irgendein Augenblick in seinem Leben dazu geführt hat, dass er einen falschen Weg eingeschlagen hat.
Nein! Du kannst in so einem Moment doch kein Scheiß Mitleid für jemanden haben, der dich gerade umbringen will! Immer noch hast du seine Macke nicht gesehen, aber so zwielichtig der Typ scheint, willst du das auch gar nicht. Panisch greifst du nach seinen Händen und willst sie von dir reißen, doch sein Griff verstärkt sich noch.
Du konzentrierst all deine Gedanken auf deine Macke, die in diesem Moment einfach funktionieren muss! Der Hass, den er auf Helden hat, muss einfach ...
Er drückt noch weiter zu, denn er hat offenbar erkannt, was du vor hast.
»Nein ... nein ... Das wirst du nicht tun. Du sollst doch ein Teil unserer Organisation werden ... Ein Teil von uns. Du würdest so, so gut zu uns passen. Mach nicht alles kaputt. Mach nicht alles kaputt. Nein«, murmelt er, einmal mehr eher zu sich selbst als zu dir.
Langsam geht dir die Luft aus. Du fühlst dich völlig benommen, benebelt, nenn es, wie du willst. Dein Kopf scheint in Watte gepackt zu sein und die Welt um dich herum zu verschwimmen. Vermutlich wird er dich ruhigstellen und ein weiteres Mal abhauen. Das kannst du doch nicht zulassen. Nein ...
Du holst aus und schlägst ihm gegen die Schläfe, woraufhin er zu Boden stürzt und seinen Griff endlich löst.
Völlig schwindelig stehst du auf und versuchst, dir einen Überblick über das Kampfgeschehen zu machen, doch es ist nicht möglich. Alles verschwimmt, Kämpfende Schemen verwischen ineinander und dein Kopf pocht einmal mehr, während Übelkeit in dir aufwallt. Du musst hier raus, so schnell als möglich, doch du erkennst keinen deiner Verbündeten. Jeder dieser kämpfenden Schatten könnte Freund, aber auch Feind sein. Gleichzeitig fragst du dich immer noch, warum du hierher gekommen bist. Du wärst keine Hilfe gewesen. Zuvor nicht und jetzt erst recht nicht.
Einmal mehr drehst du dich zu Shigaraki um, der immer noch am Boden liegt, doch langsam auf dich zugekrochen kommt. Nein, du willst dem jetzt ein für alle Mal ein Ende setzen.
Du wankst auf ihn zu, ergreifst seine Schläfen links und rechts und aktivierst deine Macke. Die heißen Ströme, die deinen Körper nun verlassen und ein wenig der Übelkeit mit sich nehmen, sind wohltuend. Sie erfassen ihn und ängstliche Augen wie die eines Kindes sehen zu dir auf, völlig fassungslos, was da gerade passiert. Er weiß, was kommen wird, du bist dir nicht sicher, ob es klappen wird.
Als sein Kopf nach wenigen Sekunden noch nicht explodiert ist, siehst du ihn an. Die zuvor ängstlich geweiteten Augen sind zwar immer noch tellergroß, doch nun blickt dir eine völlig andere Emotion entgegen: Verwirrung. Er weiß nicht, was er hier macht, er weiß nicht, was hier geschieht. Er wird sich  möglicherweise dasselbe fragen, wie Spinner.
Doch du traust dich nicht, das Wort zu erheben, vermutlich hätte er dich aber ohnehin nicht gehört.
»W-wer bin ich?«, fragt er mit einem Mal und dein Herz macht einen Aussetzer.
Du hast ihm nicht nur all seine bösen Gedanken genommen, sondern auch seine gesamte Erinnerung. Deine Hände senkend siehst du ihn immer noch an und du merkst, wie sich heiße Tränen auf dein Gesicht bahnen. Genau das war der Grund, wieso du bei diesen dummen Experimenten nicht dabei sein wolltest! Genau das war der Grund, warum du nicht tun wolltest, was man dir gesagt hatte! Das waren immer noch menschenunwürdige Experimente, auch wenn sie Schurken waren, die keine Sekunde lang gezögert hätten, dich umzulegen.
Aber du warst kein solcher Mensch. Niemals.
Du siehst dich um, hilfesuchend und verzweifelt. Dein Blick streift Katsukis, der gerade einem Nomu eins überzieht. Ein Zittern erfasst dich und du merkst gar nicht, wie er herangekommen war, um dich in den Arm zu nehmen.
Er zieht dich in eine Ecke, die er in seinem Rücken behält, um den bestmöglichen Ausblick auf das Kampfgetümmel zu haben. Das wäre aber nicht nötig gewesen, denn die Helden waren gerade dabei, zu gewinnen.
»Was ist passiert?«
»Shigarakis Erinnerung ... ich hab sie z-zerstört«, du beißt dir auf die Lippen und willst ein Schluchzen damit unterdrücken. Doch es gelingt dir nicht, auch wenn es dennoch nicht hörbar ist in dem Lärm.
Für einen Moment sieht er dich an, als wüsste er nicht, was daran so schlimm sei. Doch dann verschränkt er seine Hand in der deinen und meint bloß: »Du musst hier raus. Und zwar sofort. Mach dir keine Gedanken. Was passiert ist, ist passiert und hat er auch verdient!«
»Da können wir nicht raus«, meinst du. »Todoroki hat den Gang mit Eis versperrt, damit Himiko nicht durchkommt.«
»Typisch Halb-Halb-Bastard! So ein Idiot!«, brüllt Katsuki und sieht mit wütend verzerrtem Gesicht zu Todoroki, der gerade eine Glanzleistung gegen Kurogiri vollbringt. »Dann eben anders.« Er aktiviert seine Macke und sprengt kurzerhand ein Loch in die Wand, um nach draußen zu gelangen. Offenbar hat er sich die Lage der Räume im Haus besser eingeprägt als du, denn du hättest wohl die falsche Wand genommen.
Schließlich gelangt ihr endlich an die frische Abendluft, die euch kühl umspielt.
Hier hinten warten Polizisten darauf, dass die Helden ihre Arbeit tun und sie die Schurken verhaften können. Als sie euch entdecken, kommt Bewegung in sie.
»Seid ihr verletzt?«, fragt eine Polizistin.
Du schüttelst den Kopf, denn gegen deine Gehirnerschütterung können die vorerst ohnehin mal nichts machen.
»Das sieht aber nicht danach aus«, sagt sie und sieht in dein – vermutlich leichenblasses – Gesicht, der Blick wandert nach unten zu deinem ausgerenkten Daumen und auch sonst musst du aussehen wie schon einmal gekaut und wieder ausgespuckt.
»Und du?«, fragt sie an Katsuki gewandt.
Der schüttelt bloß den Kopf und sieht wieder in Richtung des Hauses. Schummriges Licht wabert vom Inneren durch das Loch heraus auf die Straße. Gerade, als es scheint, dass er sich kurz ausrasten möchte, erscheint Kirishima in dem Loch, dem ein Schurke schwer zusetzt.
»Hilf ihm!«, forderst du an Bakugou gewandt und reißt erschrocken die Augen auf. In dem Moment wirkt der Junge einfach so hilflos und ... eben wie nur ein Junge, der einem ausgewachsenen Mann nichts entgegenzusetzen hatte. »Jetzt geh schon! Aber komm verdammt nochmal wieder in einem Stück da raus.«
»Du kennst mich, keiner von denen kann es mit mir aufnehmen.«


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Ich hoffe, er täuscht sich nicht <3

~notanotherkat
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