Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Explos!ve ~ Katsuki Bakugou x Reader

GeschichteRomance, Action / P18 / Het
Eijiro Kirishima Izuku Midoriya Katsuki Bakugo OC (Own Charakter) Ochaco Uraraka Tenya Iida
29.04.2021
20.05.2021
28
55.059
7
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
12.05.2021 2.320
 
So, ein weiterer Tag nimmt sein Ende, an dem mich die Uni fest in ihrem Griff hat. Aber ... würde ich es nicht gerne tun, würde ich es nicht machen :)
Ich werde auf jeden Fall zusehen, dass ich noch ein paar Kapitel vorbereite, denn das ist das aktuell letzte, das ich fertig habe :0

Aber keine Sorge, ich kann schnell tippen und mein Kopf macht oftmals kreative Faxen, daher sind euch weitere Katsuki-Häppchen sicher <3

Im Übrigen möchte ich auch die neuen Leser:innen hier begrüßen, die so fleißig kommentiert haben:  Nil Blue (ich glaube, ich hab dich noch nicht begrüßt, tut mir leid! <3), Vanillafox, Pusteblume und Cocolade <3 Fühlt euch alle herzlich gedrückt von mir!

Viel Spaß beim Lesen!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~*`*~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


XXVI. Danke, Onkel Ashitaka!



Du weißt nicht, wie lange du hier gelegen hast, aber irgendwann musst du wohl, trotz all des Adrenalins, das durch deine Adern gepumpt wurde, eingeschlafen sein.
Als du wieder erwachst, ist es draußen vor den Fenstern bereits dunkel. Du hast ziemlichen Durst, doch von den Bösewichten ist niemand zu sehen. Nicht, dass du unbedingt Lust gehabt hättest auf die Gesellschaft, aber allein an eine Wand gekettet aufzuwachen war doch nicht unbedingt etwas, das dich beruhigt wieder zurück in den Schlaf sinken lässt.
Außerdem schmerzt dein Kopf immer noch ein wenig, aber trotzdem richtest du dich auf. Deine Handgelenke sind bereits wundgescheuert, aber das ist gerade nicht dein größtes Problem. Du hast keine Ahnung, wie viel Zeit seither vergangen ist und hoffst, dass die Helden noch keine Spur von dir haben. Du musst hier raus. Raus, um alle zu schützen, die dir lieb sind.
Du testest die Länge der Kette, doch sie reicht knapp nicht aus, um mit der einen Hand die Fesseln der anderen Hand zu zerstören. Dann fällt dir wieder ein, dass deine Hände ziemlich beweglich sind und du versuchst, mit den Fingerspitzen die Fesseln zu erreichen. Aber außer, dass dir ein sengender Schmerz durch die Hand fährt, passiert nichts.
Und das ist der Moment, in dem du eine Eingebung hast. Nicht die beste und sicherlich auch nicht die praktischste, aber es muss nun mal eben sein.
Du beißt die Zähne aufeinander und renkst dir den Daumen deiner linken Hand aus. Übelkeit wallt in dir auf und du kannst das Erbrechen nur mit Mühe unterdrücken. Dann schlüpfst du aus der ersten Fessel heraus, um die andere zu zerstören.
Erst dann erlaubst du es dir, dem Drang nachzugeben, und erbrichst dich neben dem Bett. Aber das ist dir jetzt auch schon egal, denn endlich bist du frei.
Vorsichtig stehst du auf und siehst immer wieder zur Tür, die Ohren gespitzt. Doch draußen regt sich nichts und du gelangst zum Fenster. Natürlich hattest du gehofft, dass das Fenster ebenerdig ist und du einfach rausschlüpfen kannst. Trotzdem bist du erleichtert, zu sehen, dass du nicht so hoch oben bist. Eine Kletterpartie mit deinem Daumen wäre ein Ding der Unmöglichkeit, also bleibt dir ohnehin nichts Anderes übrig, als zu springen.
Ganz sacht legst du deine gesunde Hand auf das Fenster, das verschlossen ist, dich aber nicht hindern wird. Du konzentrierst dich auf deine Macke, doch es will nicht recht gelingen. Immer wieder schweifen deine Gedanken ab, ängstlich und mit Panik vollgesogen, ob nicht doch gleich einer der Schurken durch die Tür hereinbricht. Du hättest es dir zwar denken können, aber es passiert schlussendlich doch. Dein Mangel an Konzentration auf deine Macke und die Angst katapultieren das Fenster ins Nichts, es verpufft einfach und lässt dich husten. ›Verdammt‹, denkst du. Das war viel zu laut, als dass die Schurken das nicht gehört haben konnten, also wagst du es sofort. Jetzt gibt es kein Zurück oder Zögern mehr!
Du setzt dich auf die Mauer, dort, wo zuvor noch das Fenster geprangt hat und lässt deine Beine nach unten baumeln. Es ist nicht weit und dort vorn ein kleiner Busch, der deinen Sturz abfedern könnte. Die Angst scheint dich zu lähmen und die Übelkeit wallt einmal mehr in dir auf, aber dir bleibt keine Wahl!
Endlich fasst du dir ein Herz und springst, geradewegs auf den kleinen Busch zu, der dir den Absturz zwar abfedert, aber dir unbarmherzig in die Beine sticht. Mühsam kämpfst du dich aus dem Pflanzenwerk hervor und siehst dich um. Ein ganz normaler Hinterhof, von dem man nicht denken würde, dass nebenan ein Schurkenversteck lag.
Du läufst auf die Hauptstraße zu, doch du kommst nicht weit. In einiger Entfernung, noch bevor die kleine Gasse wieder auf die belebte Straße trifft, herrscht ein gewaltiger Tumult. Dort bewegen sich Gestalten in solch einer Geschwindikeit, dass du Schwierigkeiten hast, mit deinen Augen nachzukommen. Doch kannst du eindeutig die Farben All Mights erkennen und auch Aizawa, Hawks und Kamui Woods scheinen dabei zu sein.
›Sie haben also doch hergefunden‹, denkst du und lässt die Schultern hängen. Das war alles deine Schuld. Wenn du früher reagiert hättest, dann hätten sie nicht kommen müssen. ›Scheiße.‹
Augenblicklich setzt du dich in Bewegung und läufst auf sie zu, doch da bricht einfach ein Teil der Mauer von weiter oben weg, und einige finstere Gestalten, die du noch nie gesehen hast, springen hervor, geradewegs auf Mt. Lady zu, die gegen die andere Hausmauer stürzt und zu Boden geht.
»Nein, nein, nein, nein, nein!«, schreist du, als du auf die Menge zusprintest, entschlossen, dem Ganzen ein Ende zu setzen, doch da wirst du schon von einer starken Hand nach hinten gezogen. Du willst aufschreien, dich wehren, aber die Arme, die sich um dich schließen, sind unerbittlich.
Mit den Tränen und der einmal mehr aufwallenden Panik kämpfend, trittst du um dich, kratzt und beißt, doch es hilft nichts. Als du den Kopf drehst, blickst du in Katsukis erleichtertes Gesicht.
»Das da vorne sieht übel aus. All Might hat uns, bevor das alles losgegangen ist, bemerkt und uns ermahnt, nicht einzugreifen. Wenn du mir jetzt nicht in die Arme gelaufen wärst, wär ich da reingegangen und hätte ein Blutbad angerichtet.« Er sieht dich an und dir fällt auf, dass er sich wirklich ernsthafte Sorgen um dich gemacht hat. Irgendwas an seinem Blick ist anders, aber das fällt dir nicht auf.
»Aber wir können nicht einfach nichts tun. Die Leute sind gefährlich und ...«
»... die Helden sind bestens ausgebildet. Ich will auch dabei sein und sie dafür büßen lassen. Aber wir sollten von hier weg.«
»Was hast du mit Katsuki gemacht?«, fragst du mit einem Mal. Dir ist klar, dass das nicht Kacchan sein kann. Er mochte zwar intelligent sein, aber er war trotzdem ein verdammter Hitzkopf, der sich so etwas nicht durch ein gutes Argument entgehen lassen würde. Ein furchtbarer Verdacht ereilt dich.
Das Lächeln auf seinem Gesicht wird breiter und dich erfasst eine eigenartige Angst, die mit den Stunden zuvor nichts zu tun hat.
»Sagen wir mal so ... Er lässt sich leicht durch ein hübsches Gesicht wie deines ablenken.« Seine Gesichtszüge schmelzen weg wie Eis in der Sonne und ein weiteres Mal steht Himiko Toga vor dir. Auch wenn sie jetzt nicht mehr Katsuki ist, hat sie dich dennoch fest in ihrem Griff. »Du verstehst, dass ich mir noch ein wenig nehmen muss.«
Bevor du überhaupt reagieren kannst, steckt ein weiteres Mal eine Spritze in deinem Oberschenkel und zapft dir Blut ab. »Verdammt, hör auf damit!«
»Nur noch ein bisschen länger, Freundin«, seufzt sie und ihre Wangen sind wieder errötet. »Nur noch ein bisschen ... mehr.« Noch einmal seufzt sie schwer. »Dir muss klar sein, dass ich dich nicht einfach laufen lassen kann.«
Dein Mut sinkt. Nach allem, was du gerade erlebt hast, warst du so verdammt froh, endlich zu entkommen. Du wolltest nicht verantwortlich sein für den Tod eines Freundes. Mit diesen Leuten war nicht zu spaßen. Und wenn du es verhindern hättest können, dann hättest du es getan.
Du schließt die Augen und denkst nach. Auch wenn dein Kopf immer noch dröhnt, dein Daumen schmerzt und du langsam aber sicher zum Opfer deiner aufwallenden Panik wirst, willst du dich nicht kampflos ergeben. Schon gar nicht, wenn du nicht weißt, was dieses Weib mit deinen Freunden gemacht hat. Und da entwickelst du einen Plan.
»Natürlich versteh-« Als würdest du mit einem Mal schwach werden, sinkst du zu Boden, mit einem Seufzen, versteht sich. Himiko beugt sich zu dir herab, um nach dir zu sehen.
Doch genau darauf hast du gewartet. Du holst mit dem Ellbogen aus und schlägst ihr in die Magengrube, dass sie mit einem undefinierbaren Laut zusammenklappt, dann stehst du in Windeseile auf und bringst ein wenig Abstand zwischen euch.
In der Zwischenzeit ist sie schon fast wieder auf den Beinen und grinst diabolisch. »Du Miststück.«
»Musst du gerade sagen, Freundin«, das letzte Wort betonst du noch einmal, doch sie scheint sich darüber mehr zu freuen. Du hast zwar keine Waffen bei dir, aber deine Hände – minus dem ausgerenkten Daumen – müssen reichen.
Himiko kommt näher.
Dann fällt dir ein Rat ein, den dir dein Onkel vor langer, langer Zeit mal gegeben hat. ›Um einen Kampf zu gewinnen, musst du dich einfach verrückter aufführen als dein Gegner.‹ Danke, Onkel Ashitaka, danke für gar nichts, zumindest was diesen Kampf betrifft! Verrückter als diese Himiko konnte es wohl nicht werden ...
Sie hat ein Messer in der Hand, das sie zum Kampf bereit in deine Richtung wirbelt. Hättest du es nicht besser gewusst, so hättest du gesagt, sie hat den Gang eines Raubtiers, das immer auf der Lauer nach seinem nächsten Opfer ist.
Du fühlst eine Gänsehaut über deinen Rücken jagen, doch du unterdrückst die stechende Angst, die dir zur Flucht rät. So, wie es dir im Moment geht, würdest du keine paar Meter weit kommen. Deine einzige Chance war der Kampf und der musste schnell vorüber sein.
Sie stürzt mit einem Mal auf dich zu, du schlägst einen Haken und stehst hinter ihr, die Hände auf den beiden grünen Kanistern legend und aktivierst deine Macke. Es ist keine Zeit für Zweifel oder Zaudern. Augenblicklich sind ihre Kanister verschwunden und die Schläuche hängen in die Luft. Auch dieses Mal konntest du deine Gefühle nicht unter Kontrolle bringen.
Dass etwas nicht stimmt, fällt auch ihr sofort auf und du bringst ein weiteres Mal einen Abstand zwischen euch. Nun hast du wieder den Hinterhof in deinem Rücken, aber das ist dir egal.
»Du hast mein schönes Schurken-Outfit ruiniert«, heult sie und es scheint wirklich, als ob sie darüber traurig wäre. Dass sie dir und allen anderen damit schaden konnte, war ihr offenbar egal. Dir jedoch nicht. Kampfbereit stellst du dich hin, die Augen nicht von der Gestalt Himikos nehmend, die noch immer heult wie ein Kind, dem man das Lieblingsspielzeug zerstört hatte.
»Dafür wirst du bezahlen.« Sie rennt auf dich zu, in der einen Hand das Messer, in der anderen die Spritze. Der Gesichtausdruck, den sie trägt, zeigt, wie gefährlich sie wirklich ist. Selbst der scheint nämlich ein Widerspruch in sich zu sein. Sie lächelt freundlich und gleichzeitig auf eine grausame Art und Weise, dass dir das Blut in den Adern gefrieren will. Auf eine merkwürdige Art und Weise erinnert sie dich gerade in dem Augenblick an eine merkwürdig verzerrte Fratze, die man mit den Augen einfach nie als Ganzes erfassen kann, sondern immer nur Teile davon.
Du weißt, dass du keinen weiteren Haken schlagen brauchst, das würde sie durchschauen. Sie ist zwar verrückt, aber sie scheint nicht dumm zu sein, andernfalls würde sie ihre Macke nicht so meisterlich beherrschen. Aber das musste man ihr ja nicht unbedingt auf die Nase binden.
Auch wenn sie gefährlich war, konntest du genauso gefährlich werden. Sie täuscht mit der einen Hand an, du weichst aus, nur um einen ziehenden Schmerz in deinem Arm zu spüren. Die Spritze hatte nicht getroffen, aber das Messer und nun prangte ein langer Schnitt in deinem Oberarm.
Fluchend springst du zurück, während sie das Messer ableckt und sich an deinem Lebenssaft gütlich tut. Dir wird mit einem Mal klar, dass das deine Chance gewesen wäre. Dass du in diesem kurzen Abstand zuschlagen hättest müssen. Sie ihrer Waffen berauben. Oder ihrer bösen Gedanken. Verdammt!
Sie lächelt dich an, weil sie denkt, du seist nun völlig geschlagen, deinem Siegeswillen beraubt. Doch so schnell willst du nicht aufgeben, auch wenn die Schmerzen durch deinen Körper pumpen. Oder? Wo waren sie hin? Plötzlich fühlst du nichts mehr davon. Keine Schmerzen, keine nebligen Gedanken. Du bist völlig klar und bereit, der kleinen Schnepfe in den Allerwertesten zu treten.
Nun bist du es, die auf sie zustürzt.
Sie hat immer noch beide Waffen erhoben, du jedoch schützt bloß dein Gesicht und rennst sie nieder, sie um die Mitte packend und zu Boden werfend. Das hat sie nicht erwartet, vor allem nicht, da du zuerst langsamer gelaufen bist. Bloß die letzten paar Meter hast du dann beschleunigt und sie damit in falscher Sicherheit gewogen.
Du bist nun über ihr, die Hände auf beiden Waffen. Mit der Spritze kann sie nicht viel anfangen, doch das Messer schneidet in dein Fleisch. Du spürst es nicht, spürst nur die warme Flüssigkeit, die auf ihr Gesicht tropft, während du deine Macke aktivierst.
Beide Waffen verpuffen. Auch wenn du dachtest, du wärst ruhig und gelassen, selbst in dieser Situation, hat dich dein Gefühl Lügen gestraft. Du bist immer noch ängstlich, vielleicht wütend oder panisch, aber ob sich die Waffen nun in ihre ursprüngliche Form zurückverwandeln oder zerstört werden, ist egal. Wichtig ist, das Mädchen kampfunfähig zu machen.
Du schlägst ihr von schräg unten gegen das Kinn, woraufhin ihr Kopf zu Boden sinkt. Sie ist bewusstlos, aber du hast keine Möglichkeit, sie zu fesseln, daher lässt du sie liegen und rennst weiter die Gasse entlang, direkt auf die Helden zu, die mittlerweile das Gebäude gestürmt haben. Und auch von Mt. Lady ist keine Spur mehr, bis auf die zerstörte Hausmauer, deren Ziegel sich langsam aber sicher lösen und auf die schmale Gasse herunterregnen.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~*`*~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Na, was meint ihr? Kampfszenen sind nicht so mein Ding, muss ich gestehen. Ich hoffe, ihr fandet das Kapitel trotzdem gut <3

Ich wünsche euch einen schönen Abend!
~notanotherkat
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast