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Explos!ve ~ Katsuki Bakugou x Reader

GeschichteRomance, Action / P18 / Het
Eijiro Kirishima Izuku Midoriya Katsuki Bakugo OC (Own Charakter) Ochaco Uraraka Tenya Iida
29.04.2021
20.05.2021
28
55.059
7
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
11.05.2021 2.059
 
Ich hoffe, ihr seid gut in die neue Woche gestartet <3
Gestern war ein sehr langer, anstrengender Tag für mich und auch heute hatte ich noch nicht wirklich Zeit für irgendwas außer den Inhalten vom Studium. Wollt ihr mal raten, was ich studiere? Lasst eure Ideen gern in den Kommentaren da, ich bin gespannt!
So, aber jetzt lasse ich euch auch schon das 25. Kapitel da und bin still, damit ihr lesen könnt :)

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XXV. Freundinnen?



Für einen Moment weißt du nicht, wo du bist. Du kannst dich nicht erinnern, was geschehen ist, bis -
»Muscular!«
Du nimmst Bewegungen hinter dir wahr, bist aber an einen Stuhl gefesselt und kannst dich nicht umdrehen. Das, was du von dem Raum siehst, erinnert an eine heruntergekommene Bar, eine Spelunke, in der sich nur die Schlimmsten der Schlimmen herumtreiben. Fast schon stellst du dir vor, wie hinter dem Tresen, dessen gesamtes Ausmaß du nicht sehen kannst, ein schmieriger Typ ein noch viel schmierigeres Glas mit einem dreckigen Lappen putzt. Ja, das würde definitiv passen, wie du findest.
Dein Kopf schmerzt und obwohl es hier drin nicht gerade hell erleuchtet ist, tut auch das dir unheimlich weh.
»Oh, da ist wohl jemand wach«, sagt eine Stimme hinter dir und der dazu passende Körper umrundet dich. Der Mann, der sich in einigem Abstand vor dich hinstellt, ist blass und sieht dich aus blutroten Augen an. Doch seine erinnern dich nicht an Kacchans. Was vielleicht nicht zuletzt daran liegt, dass dieser Mann überall auf seinem Körper verteilt Hände trägt, die ihn halten. Besonders die, die er übers Gesicht trägt, lässt dich schlucken.
Das hier war kein gewöhnlicher Schurke. Er strahlt eine unheimliche Aura aus, die sogar das Mädchen, das sich als Aizawa getarnt hatte, übertraf.
Du fühlst dich wie ein in die Enge getriebenes Tier. Jetzt erst bemerkst du, dass man deine Hände an der Stuhllehne festgemacht hat, damit du deine Macke nicht einsetzen kannst. Verdammt!
Eine Weile lang sagst du nichts, in der dich der Mann einfach bloß ansieht. In dieser Zeit scheint die Welt und auch deine Gedanken stillzustehen. Du hast keine Ahnung, was der Mann für eine Macke hat, aber hoffst, dass er keine Gedanken lesen kann. Er scheint dich zu hypnotisieren, selbst die düstere Spelunke scheint in den Hintergrund zu rücken und du fühlst, wie die Übelkeit in dir aufsteigt.
»Warum bin ich hier?«
Berechtigte Frage und trotzdem scheint sie diesen Mann zu belustigen. Er kichert ein wenig und so langsam schieben sich andere Gestalten in dein Gesichtsfeld. Du versuchst, sie dir genauer anzusehen, doch noch immer lungern sie in den Schatten herum, was es zusehends schwierig macht, irgendetwas auszumachen. Als hätte irgendwer von ihnen eine Macke, die deine Augen beeinträchtigt.
»Weil du stark bist und wir denken, dass die Helden von heute das nicht im vollen Ausmaß zu würdigen wissen«, erklärt der Mann und seine Stimme klingt viel zu ruhig und sympathisch, um zu ihm zu gehören. Du bist in höchstem Maße verwirrt darüber, dass das einfach nicht zusammenzupassen scheint.
Vielleicht hat dir aber die Attacke Musculars, die dazu geführt hatte, dass du ohnmächtig geworden bist, eine Gehirnerschütterung ausgelöst, was die Übelkeit erklären würde, aber auch den Schwindel und die Unfähigkeit, deine Gedanken zu ordnen. Dass du dich überhaupt selbst diagnostizieren kannst, grenzt in dem Fall aber an ein kleines Wunder. Aber was soll's ...
Ein weiteres Mal schluckst du.
Der Mann scheint dir anzusehen, dass etwas nicht stimmt. »Was ist mit dir?«, fragt er, doch du schüttelst nur den Kopf, was bloß erreicht, dass mit einem Mal ein ziehender Schmerz durch deinen Kopf schießt und du das Gesicht verziehst.
»Muscular«, jetzt klang der Mann nicht mehr freundlich, sondern einfach nur noch gefährlich.
Hinter dir bewegt sich etwas und die gewaltige Gestalt Musculars tritt vor. »Ja?«
»Was war der Grund dafür, dass sie ohnmächtig hier angekommen ist?«, die Stimme des Händemanns schnitt durch den Raum und es war, als würden alle Beteiligten den Atem anhalten.
»Sie hat so einen Radau gemacht, irgendwie musste ich sie ruhigstellen«, erklärt der muskulöse Kraftklotz.
»Hast du auch daran gedacht, dass deine Kraft ihr möglicherweise beim Versuch, sie ruhigzustellen, den Kopf von den Schultern pusten könnte? Wenn wir alle so unbedacht handeln würden, wäre All Might vermutlich schon vor Wochen hier gestanden und hätte unsere kleine Vereinigung zerschlagen! Ich sag das jetzt einmal und nicht noch einmal: Setz dein Erdnusshirn, so klein es auch ist, ein, wenn du das nächste Mal auf eine Mission geschickt wirst!« Er war Muscular bedrohlich näher gekommen und die Luft schien zu flimmern. Diese unheimlichen Schwingungen, die von dem Mann ausgingen, drückten dich regelrecht in den Stuhl hinein. Die Übelkeit, die du zuvor gespürt hast, war nichts im Vergleich zu der niederschmetternden Aura, die es sogar unmöglich machte, zu atmen.
»J-ja, tut mir leid«, erwidert Muscular, sehr zu deiner Verwunderung. Denn wenn er gewollt hätte, hätte er den unheimlichen Mann, dessen Namen du noch immer nicht kanntest, sicherlich mit einer Hand erledigen können. Doch etwas schien dieser an sich zu haben, weshalb keiner ihm seinen Posten streitig machte.
Der Mann wendet sich wieder an dich. »Hör zu, keiner hier will dir etwas Böses. Wir alle sehen dein Potential und die Macht, die du in deinen Händen hältst.«
›Und deshalb wollt ihr mich benutzen, um der Menschheit Chaos und Verderben zu bringen‹, fügst du in Gedanken hinzu, sagst aber nichts. Das Sprechen strengt dich noch immer an und dein Kopf fühlt sich so verdammt schwer an.
Als du nichts antwortest, nickt der Mann. »Mein Name ist Tomura Shigaraki.«
Die Szene vor deinen Augen verschwimmt und je mehr du versuchst, dich auf das, was vor dir geschieht, zu konzentrieren, desto weniger kannst du dich fokussieren. Die Worte, die er danach an dich richtet, klingen alle, als hätte man sie durch einen Stimmverzerrer gesprochen. Die Worte blasen sich auf wie Kaugummiblasen und keines davon verstehst du.

Du erwachst in einem Bett und freust dich kurz darüber, dass du nur einen bösen Traum hattest. Doch als du das Mädchen mit der Schuluniform und der ungewöhnlichen Maske am Bettende entdeckst, schreckst du auf.
Dein Kopf fühlt sich zwar schon besser an, aber die plötzliche Bewegung tut dir nicht gut. Du sinkst gegen das Kissen und siehst das Mädchen aus halb geschlossenen Augen an. Das alles ist zu viel, zu viel für dich. Du wirst hier nicht rauskommen. Nicht, solange sie dich mit Handschellen angekettet haben und überall Unmengen von Wachposten stehen hatten. In deinem jetzigen Zustand wäre auch sie allein schon zu viel gewesen.
»Endlich bist du wach!«, sagt sie und es klingt, als ob sie sich ehrlich freut, aber ihr Gesicht sagt etwas anderes. Das Mädchen zieht die Maske ab und offenbart ein boshaftes Grinsen, das durch die spitzen Eckzähne mehr nach einem Vampir aussieht, als nach einem freundlich gesinnten Mitmenschen.
»Wo bin ich?«
»In Sicherheit vor den Helden.«
Als ob die dir etwas Böses gewollt hatten, ganz im Gegensatz zu den Schurken, die dich entführt, niedergeschlagen und angekettet hatten. Nur, um deine Macke zu nutzen.
»Was wollt ihr von mir?« Sie war zwar sicherlich nicht die Richtige, um diese Fragen zu stellen, aber du wusstest ja schließlich nicht, wann du den unheimlichen Mann mit den Händen noch einmal zu Gesicht bekommen würdest und ob du dann auch Antworten bekommen würdest. Der beste Versuch war es, das Mädchen zum Reden zu bringen.
»Das wird dir Shigaraki dann sagen«, erwidert das Mädchen. »Ich bin Himiko. Willst du meine Freundin sein?«
Was? Völlig verwirrt über die Frage siehst du sie einfach nur an. Und der Blick, mit dem sie dich ansieht, trägt auch nicht gerade dazu bei, ihr zu vertrauen. In ihren Augen liegt etwas, das deinen Fluchtinstinkt weckt. Etwas, das dir Böses antun will. Etwas, das dich gleichsam leiden und lachen sehen möchte.
»Willst du jetzt nicht mehr mit mir sprechen? Ich hätte so gerne eine Freundin, mit der ich über Jungs quatschen kann«, meint sie dann.
Sie war eine Schurkin und trotzdem konnte sie nicht viel älter sein als du. Sich schon so früh dieser dunklen Seite zu verschreiben, konnte nichts Gutes heißen. Was hatte sie dazu getrieben, diesen Weg einzuschlagen?
»Ich bin eine gute Freundin, musst du wissen. Wenn jemand gemein zu dir ist, werde ich mich darum kümmern. Und ich kann mich gut um andere kümmern, schau«, sie zieht ein Messer, das auf und auf besudelt ist mit Blut. Dass es nicht ihr eigenes ist, ist dir klar. Du fragst dich, wie viele Personen sie damit schon verletzt oder umgebracht hat.
Und auch wenn die Angst in dir hochkriecht und dir langsam, aber sicher die Sinne benebelt, kannst du dich nicht rühren. Vielleicht vor Angst, vielleicht, weil du noch immer spürst, dass deine geistigen Fähigkeiten nicht vollständig wiederhergestellt sind. Verdammter Muscular!
»Und wir können uns immer erzählen, was uns begeistert! Oder was wir lieben«, mit einem Mal verdüstert sich ihr Gesichtsausdruck noch ein bisschen mehr und du weißt, dass du ihr niemals auch nur irgendetwas davon erzählen wirst. Sie scheint die in dir aufwallende Panik förmlich zu riechen, denn sie krabbelt über das Laken auf dich zu.
Sie hat zwar das Messer weggesteckt, aber eine Hand noch immer hinter dem Rücken.
Plötzlich ist sie ganz nah, doch du kannst dich noch immer nicht bewegen. ›Verdammt, beweg dich!‹, schreist du dein Innerstes an, doch je mehr du gegen die Angst anzukämpfen versuchst, desto mehr verfällst du in diese eigenartige Starre.
Du siehst ihr ins Gesicht, unfähig, den Kopf zu wenden, und merkst nicht, dass ihre Hand vorschnellt, bis du einen stechenden Schmerz in deinem Oberschenkel spürst. Das Biest hat dir eine Spritze ins Bein gejagt!
Schon spürst du, wie dein Blut aus deinem Körper gesaugt wird, und siehst wieder zurück in ihr Gesicht. Deine Hände wollen nach den ihren greifen und sie davon abhalten, doch immer noch fühlst du dich wie in Watte gepackt. Außerdem kannst du dich wegen der Handschellen, die an der Wand festgemacht sind, ohnehin nicht rühren! Zum größten Teil bist du bewegungsunfähig und unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen.
»Was-?«, entfährt es dir.
Sie sitzt jetzt ganz nahe, sitzt beinahe schon auf deinem Schoß und hält mit eisernem Griff einen deiner Arme. »Man weiß nie, wozu man es später mal brauchen kann«, ihr Gesicht ist sichtbar errötet, offenbar findet sie Gefallen daran. »Und überhaupt ...« Etwas von dem Blut trinkt sie gleich und einmal mehr fällt dir auf, welche Ähnlichkeit sie doch mit einem Raubtier oder einem Vampir hat.
Du hältst den Atem an, abwartend, was passiert. Das musste nämlich offenbar die Möglichkeit sein, ihre Macke, sich in andere Menschen zu verwandeln, zu aktivieren. Doch nichts passiert. Immer noch sitzt dir die Blonde gegenüber, nicht etwa dein Ebenbild.
»Jetzt sind wir wahre Freundinnen. Ich kann fühlen, dass du jemanden magst. Sehr sogar. Ob er wohl kommen wird, um dich zu retten? Ob er wohl sterben wird bei dem Versuch? Wenn ja, wollen wir uns gemeinsam seine letzten Momente anschauen und ihm beim Sterben zusehen? Oh, wie aufregend!«, sie scheint die von ihr gemalte Szene wirklich zu genießen, scheint sich sogar richtig darauf zu freuen.
»Niemand wird kommen, denn niemand weiß, wo wir sind. Ihr werdet wohl ewig darauf warten«, sagst du trotzig.
»Oh, sei dir da mal nicht so sicher. Wir haben Hinweise hinterlassen. Wir wollen ja nicht nur dich als Zugewinn für die Liga. Sondern auch All Might endlich ein Ende setzen. So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe.« Sie grinst dich an, doch du erwiderst dieses Lächeln nicht.
Wie könntest du auch? Offenbar stand jetzt nicht mehr nur dein eigenes Leben auf dem Spiel.
»Ups. Das hätte dir wohl lieber Shigaraki verraten. Wenn er es dir dann später erzählt, tu bitte so, als würdest du es das erste Mal hören«, sie kichert hinter vorgehaltener Hand. »So unter Freundinnen, du weißt schon.«
Und damit verlässt sie hüpfend das Zimmer. Endlich kannst du aufatmen, doch die Erleichterung währt nicht lange. Wenn sie Hinweise gelegt hatten, damit All Might hierher fand, dann würden auch sicher die anderen nicht untätig herumsitzen. Und du wolltest bei Gott niemanden in Gefahr bringen.


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Vor Himiko hatte ich mega Respekt. Sie ist so ein toller Charakter und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich die einzelnen Aspekte ihres Wesens ausreichend erwischt hab.
Findet ihr Himiko als Charakter toll?
Sagt es mir gern in den Kommentaren <3

Bis dahin wünsche ich euch einen schönen Abend!
~notanotherkat
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