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Explos!ve ~ Katsuki Bakugou x Reader

GeschichteRomance, Action / P18 / Het
Eijiro Kirishima Izuku Midoriya Katsuki Bakugo OC (Own Charakter) Ochaco Uraraka Tenya Iida
29.04.2021
20.05.2021
28
55.059
7
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.05.2021 1.638
 
Kryptischer Titel, I know, I know. Und ich kann euch versichern, dass es wirklich nicht so ist, wie es aussieht ^^ Ihr werdet wissen, was ich meine, sobald ihr das Kapitel gelesen habt.


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XXIV. Es ist nicht so, wie es aussieht


Es ist Freitag und deine Gedanken über die Anwendung deiner Macke auf inhaftierte Schurken ist wie weggeblasen, was nicht zuletzt an dem schnarchenden Blonden liegt, der sich im Bett neben dir ausgebreitet hat.
Du beschließt, ihn noch etwas schlafen zu lassen, und gehst dich duschen. Sein Geruch haftet immer noch an dir und das ändert auch eine gewaltige Ladung Duschgel nicht.
Beim Frühstück triffst du auf Kiri, der dich anlächelt. »Guten Morgen!«
Du bleibst stehen, nicht wissend, ob er etwas weiß und beäugst ihn misstrauisch. »Guten Morgen, Kiri-kun.«
»Ich habe übrigens eine Antwort«, erklärt er und führt dich, bewaffnet mit Kaffee und Brötchen, von den anderen weg. Als ihr euch in etwas Abstand gesetzt habt, meint er bloß: »Ich verstehe, dass du aufgewühlt bist und ich verstehe auch, dass du das nicht machen willst. Aber auf der anderen Seite versteh ich auch Aizawa.«
»Wie das?« Mit einem Mal kommt dir Kiri so fremd vor. Hatte er das gerade wirklich gesagt?
»Schurken schrecken vor nichts zurück. Sie attackieren Familien, bringen auch Kinder um und sind stets bemüht, die Welt ins Chaos zu stürzen. Der Gedanke, dass diese Nutzung deiner Macke verdammt unethisch ist, ist korrekt. Aber auf der anderen Seite frage ich mich, ob das nicht unsere einzige Möglichkeit ist, den Schurken endlich Einhalt zu gebieten.«
Das, was er sagte, machte definitiv Sinn. »Aber ...«
»Ich muss sagen, dass ich froh bin, deine Macke nicht zu haben. Denn die Entscheidung würde mir genauso schwerfallen. Auf der einen Seite will ich ein Held werden, weil ich Menschen schützen möchte und möchte, dass dem Bösen auf der Welt ein Ende gesetzt wird. Aber ...«
»... in dem Fall würde das auch heißen, dass ich das Böse in mein Herz lasse und furchtbare Dinge mache, um das Ziel zu erreichen«, vervollständigst du den Satz und Kiri nickt. Du seufzt. Er hat verdammt nochmal recht und das macht die Sache nicht gerade einfacher. Oder erträglicher.
Als sich Kacchan in dein Gesichtsfeld schiebt, bist du fast froh, dass du dich mit dem Gedanken gerade nicht weiter befassen musst.
»Hey«, sagt er müde. »Lass uns nach der Schule noch ein wenig trainieren. Ich ...«
»... hatte heute Früh Besseres zu tun? Ja, das hab ich gemerkt«, ist es nun Kiri, der Katsukis Satz vervollständigt, sehr zum Ärger dessen, der bereits wütend die Fäuste ballt.
»Entspannt euch und lasst uns frühstücken. Der Tag wird noch anstrengend genug«, meinst du und tatsächlich beruhigt sich Kacchan ein bisschen.
Während dein Blick durch den Raum wandert, bleibt er an Deku und Ochaco-chan hängen, die bereits lebhaft diskutieren und immer wieder lachen. In dem Moment beschließt du, den beiden etwas zu helfen. Sie gehören einfach zueinander, auch wenn sie noch nicht bemerkt haben, dass der jeweils andere genau dasselbe empfand.

Beim Training am Nachmittag, das All Might, Ectoplasma, Aizawa und Mic beaufsichtigen, kehrt deine Nervosität zurück. Denn All Might kommt direkt auf dich zu und zieht dich von den anderen fort.
»Du wirst heute ein spezielles Training absolvieren«, erklärt er und führt dich in einen separaten Raum. Dort ist alles abgedunkelt und im ersten Moment erkennst du nichts.
Je länger du dich hier drin befindest, desto eher passen sich deine Augen dem wenigen Licht an und mit einem Mal erkennst du eine Gestalt, die auf dem Tisch zusammengesunken ist und offenbar angekettet wurde. Und Aizawa, der in einer Ecke steht und ihn nicht aus den Augen lässt.
All Might verlässt den Raum.
»Wer ist das?«, fragst du Aizawa deshalb und bemerkst deine zitternde Stimme. Verdammt.
»Muscular.«
Wie ein Stromschlag durchfährt es dich. Das war der Kerl, der Katsuki so dermaßen zugerichtet hat und nun wie ein Häufchen Elend in diesem Raum eingesperrt war, unter der permanenten Beaufsichtigung Aizawas.
Bei der Nennung seines Namens hebt der blonde Mann, der an einen erwachsenen Terminator-Katsuki auf Steroiden erinnert, seinen Kopf und sieht zuerst Aizawa und dann dich an.
»Du bist also die, nach der wir gesucht haben.«
Ein Schauer läuft deinen Rücken hinab und du versuchst, dir deine Angst nicht anmerken zu lassen. Ohne es zu merken bist du ein paar Schritte nach hinten gegangen und stößt bereits an der Tür an.
»Mhm, diese Wirkung habe ich oft auf kleine Mädchen«, er lacht und mit einem Mal scheint von dem Häufchen, das noch zuvor auf dem Tisch geruht hat, nichts mehr übrig zu sein. »Umso lustiger finde ich es, dass ausgerechnet jemand wie du so eine mächtige Macke trägt. Ich meine, nichts für ungut, aber ...« Er mustert dich von oben bis unten.
»Hör nicht auf ihn. Konzentrier dich auf mich. Sobald du bereit bist, ist es dir gestattet, deine Macke auf ihn anzuwenden. Ich habe dafür ziemlich viel Papierkram erledigen müssen, aber das wird es wert sein. Und sieh zu, dass du mir nicht im Weg stehst, du weißt ja, warum.«
Ja, das wusstest du und du wolltest dir gar nicht ausmalen, was passieren würde, wenn du seine Sicht verdecken würdest. Du denkst an das Gespräch mit Kiri heute Morgen und daran, dass du eine Heldin sein willst, die dem Bösen ein Ende setzt. Und ... war es dabei nicht logisch, dass man sie entweder einsperrte oder tötete? Wenn du deine Macke besser beherrschen würdest, würde keines der beiden Szenarien zum Einsatz kommen und der einstige Schurke ein normales Leben führen können. Für einen Moment scheint dir diese Idee gar nicht so falsch vorzukommen. Vielleicht, weil du einfach verwirrt bist, vielleicht, weil Kiri, der sonst so ein herzensguter Junge war, der Meinung war, dass es das Richtige wäre. Oder aber, weil Aizawa und All Might, deine Lehrer und Profihelden, davon überzeugt waren, dass du es schaffen konntest.
Du fasst dir ein Herz und gehst auf Muscular zu, der dich keine Sekunde aus den Augen lässt. Fast scheint es, als ob er Aizawa schon völlig vergessen hat.
Ein wenig entfernt von ihm bleibst du stehen und siehst dir den Mann an. Er sieht eigentlich gar nicht aus wie ein Schurke. Aber das ist vielleicht deinen Gefühlen für Kacchan und Musculars frappierender Ähnlichkeit mit ihm geschuldet. So oder so war es nun an der Zeit für einen Versuch.
»Aizawa-Sensei?«
»Keine Sorge. Du wirst das schaffen. All Might und ich glauben fest daran«, erwidert er bloß.
Dass du eigentlich fragen wolltest, ob du vorher noch einmal auf ein lebloses Objekt zielen dürftest, interessiert ihn offenbar gar nicht. Und nun wollen die Worte auch nicht mehr über deine Lippen kommen.
Du atmest ein und aus und hoffst, deine Nervosität dadurch etwas beruhigen zu können. Aber als du an dir herunter siehst, merkst du, wie sehr deine Hände zittern. »Jetzt mach doch endlich!«, knurrt Aizawa ungewohnt. Er wirkt nicht so genervt wie sonst, sondern eher ungehalten, was gar nicht zu ihm passte. Du drehst dich zu ihm um und merkst einen gar untypischen, fast schon boshaften Ausdruck in seinem Gesicht.
»Aizawa-Sensei«, flüsterst du, beinah ein wenig ängstlich.
»Oh, verdammt, jetzt reichts!«, schreit Muscular hinter dir und wirft den Tisch um. Zumindest klingt es so.
Du fährst herum und siehst, dass es tatsächlich passiert ist und er gar nicht angekettet war. Oder konnte er seine Macke benutzen, weil Aizawa für einen Moment ungehalten und unaufmerksam war?
»Krall sie dir. Ich kümmere mich um den Rest hier«, schnarrt die Stimme Aizawas, die zunehmend höher wird. Als du dich ein weiteres Mal umdrehst, steht da nicht mehr dein Klassenlehrer, sondern ein blondes, halbnacktes Mädchen, das sich gerade wieder ihre Schuluniform anzog und einen viel zu groß wirkenden, beigen Cardigan darüber. Dann schiebt sie sich noch eine schwarz-weiße Maske über den Mund und etwas, das den Anschein machte, als wäre es ein Schal mit einem fetten, bösartigen Grinsen darauf, über den Hals. »Auch wenn ich sie gern noch ein wenig besser kennenlernen würde.«
Dass das Mädchen etwas Dunkles an sich hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Der Ton, wie sie darüber spricht, jagt dir eine Gänsehaut den Rücken hinauf und du bist froh, sie in einigem Abstand zu wissen.
»Wo-«, beginnst du, doch da wirst du schon unsanft von hinten gepackt und dir bleibt die Luft weg. »Hilf-«
»Nein, Mädchen. Hier wird dir niemand helfen«, lacht Muscular plötzlich ganz nah neben deinem Ohr, dass es dir eine Gänsehaut aufzieht. »Du kommst jetzt schön mit uns mit.«
Und damit schlägt er ein Loch in die Wand, durch das gleißendes Tageslicht hereinströmt und beinah unwirklich wirkt. Im ersten Moment blendet es dich und deine Augen tränen, doch dass der Kerl seinen Griff um deine Mitte noch einmal verstärkt, lenkt dich auch davon ab.
»Los jetzt, du Trottel, bevor die Helden merken, was hier abgeht!«, schreit das Mädchen und verwandelt sich zurück in Aizawa. Sie legt sich an die intakte Wand und tut so, als wäre sie ohnmächtig. So war das also gelaufen.
Und was auch immer mit dir geschehen würde, deine Sorge gilt zuerst Aizawa, von dem du nicht weißt, ob er wohlauf ist oder von ihnen getötet worden war.
»Verdammt, deinetwegen verpasse ich den Ghibli-Abend«, brüllst du dann noch, bevor er dir gegen die Schläfe schnippt und die Welt in Finsternis versinkt.



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Hat Muscular da wirklich gerade den Ghibli-Abend zerstört?
Wenn wir davon ausgehen, dass das Fehlen einer Schülerin auffällt - und selbst wenn alle Lehrer schlafen, einer merkt's bestimmt (Ich sehe dich an, Iida-kun!) - dann ist der Ghibli-Abend damit dahin und unser lieber Iida verfällt mal wieder in nervöse Schnappatmung, während er sich an sein Protokoll klammert.

Wie fandet ihr das Kapitel? War es spannend? Habt ihr das denn erwartet?
Und was denkt ihr, wird als Nächstes passieren?
Sagt es mir gerne in den Kommentaren <3

~notanotherkat
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