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Explos!ve ~ Katsuki Bakugou x Reader

GeschichteRomance, Action / P18 / Het
Eijiro Kirishima Izuku Midoriya Katsuki Bakugo OC (Own Charakter) Ochaco Uraraka Tenya Iida
29.04.2021
20.05.2021
28
55.059
7
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
07.05.2021 2.117
 
An der Stelle sollte ich langsam mal fragen, wie ihr die etwas gewöhnungsbedürftigen Titel meiner Kapitel denn so findet ^^ Ich bin ja immer ganz stolz auf mich, aber vor allem bei dem hab ich ziemlich gegrinst. Der ist mir nämlich während einer Vorlesung eingefallen. Ups.

Falls ihr noch einen Liedvorschlag wollt etwa für die Stelle, als Regenbogen erwähnt wird: https://www.youtube.com/watch?v=qcWKZTI9OC4
Viel Spaß <3


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XXI. Kunst und Knüppel



Als du am nächsten Morgen erwachst, benötigst du keine Zeit, um zu wissen, wo du bist und wer es ist, der dich an sich drückt. Du fühlst etwas Hartes, das gegen deinen Po drückt und er scheint es verdammt nochmal zu genießen.
Ob er schon wach war und das bewusst machte?
›Zu früh für solche Gedanken, viel zu früh!‹, denkst du, als dir mit einem Mal die Hitze in die Wangen steigt. Warum zur Hölle wachst du eigentlich auch immer vor ihm auf?
»He, Katsuki, du faule-«, die Tür geht auf. Kirishima bleibt wie angewurzelt stehen und starrt euch an.
»Komm rein und mach die Tür zu«, säuselt Bakugou schlaftrunken. Der Bastard war also wirklich wach gewesen! Als er hört, dass seiner Aufforderung Folge geleistet wurde, öffnet er die Augen. »Was willst du?«
»Hab mich nur gefragt, wo zum Teufel du bist. Du bist ja sonst auch nie zu spät beim Training. Aber das ... erklärt einiges.«
Wenn du es könntest, hättest du dich in dem Moment am liebsten durch das Bettlaken hindurch ans andere Ende Japans gewarpt. Es war eine Sache, dass er wusste, was da zwischen euch abging, was auch immer das war. Aber eine völlig andere, dass dein Freund Kiri euch gemeinsam in Kacchans Bett liegen sah. Oh verdammt.
»Was erklärt es denn?«, fragt Katsuki und streckt sich, ausgiebig gähnend.
»Da würde ich auch nicht aufstehen, Bro. Für kein Training der Welt. Ich ... geh dann mal, ihr solltet euch langsam für die Schule fertig machen«, sein Gesicht hatte einen ähnlichen Ton wie sein flammendes Haar angenommen und man merkte sichtlich, wie unangenehm es ihm war. Aber das war es für dich doch auch. Nur Kacchan schien das nicht im Mindesten zu stören.
»Kiri.«
Er stutzt.
»Bleib noch kurz hier.« Du machst dich von Kacchan los, der offenbar Schwierigkeiten hat, seine Finger von dir zu lassen. Doch irgendwann kämpfst du dich aus dem Wirbel an seinen Händen und der Bettdecke los, nur um zu sehen, dass Kiri sich umgedreht hat.
»Was möchtest du?«, seine Stimme ist etwas höher als sonst.
»Dir etwas erzählen.«
»Oh, bitte erzähl es mir nicht. Ich will es echt nicht wissen. Ich seh ihn schon ständig beim Duschen, da muss ich mir nicht auch noch vorstellen, wie er damit ...«
»Nein, du Blödmann! Darum geht es doch gar nicht. Das haben wir nicht ... Also ... selbst wenn, dann würde es ... Oh, verdammt, bring mich nicht so aus dem Konzept! Dreh dich um, ich hab was an!«, stotterst du, nur um am Ende beinah so wütend zu sein wie Kacchan sonst.
Kiri dreht sich um, immer noch völlig errötet und ist erleichtert, zu sehen, dass du nicht nackt bist.
Und dann erzählst du ihm die Story vom Abend zuvor, während Kacchan sich umzieht, was du auch langsam machen solltest, aber das ist wichtiger.
»Denk drüber nach und sag mir dann, was du davon hältst, wenn wir am Weg zur Schule sind!«, rufst du und machst dich auf dem Weg in dein Zimmer. Erst, als du am Ende des Gangs angekommen bist, schreist du noch: »Und Kiri! Schmier mir bitte ein Brötchen!«

Außer Atem kommst du schlitternd vor den beiden zum Stehen und weißt, dass du bei Gott schon besser ausgesehen hast, aber was soll's. Aizawa flocht sich ja schließlich auch keine Blümchen ins Haar oder drapierte seinen Schal mal irgendwie kunstvoll, um nicht auszusehen, als hätte er seit Jahren nicht mehr geschlafen.
»Hier!«, sagt Kiri und drückt dir ein Brötchen in die Hand.
»Beim letzten Mal hast du das aber noch schöner gemacht«, scherzt du.
»War auch nur ein Spaß. Das hat Katsuki für dich geschmiert«, er lacht hell auf und geht ein wenig schneller, um außerhalb der Reichweite von Kacchans Armen zu sein. »Du siehst doch die Spuren seiner aggressiven Grundhaltung.«
»Baka, niemals mehr mache ich irgendwas für irgendwen!«, schimpft dieser, während ihr euch kaum einkriegt vor lauter Lachen.
»Danke, Katsuki«, sagst du daher, drehst dich um und siehst ihn für einige Momente nur an. »Das zählt jetzt aber nicht für unsere Wette, damit du das weißt.«
Statt einer Antwort hörst du vorerst nur eine Explosion, die dich in ihren schießpulverartigen Nebel hüllt. »Scheiße, das hätte ich vorher sagen müssen!«
»Nein, so leicht entkommst du mir aus der Sache nicht«, kündigst du an.
»Ihr seid mit Abstand die schrägste Kombination von Menschen, die man sich vorstellen kann«, sagt Kiri, der offenbar das Wort Beziehung ebenso zu vermeiden scheint wie ihr beiden. Denn was das hier genau war, wusste keiner von euch dreien.
»Hast du über das, was ich dir gesagt hab, nachgedacht?«, fragst du dann.
»Ja, aber ich will mir für die Antwort noch ein wenig Zeit lassen. Das ist einfach zu viel, um es in so kurzer Zeit in Worte zu fassen.« Du nickst verständnisvoll.
Etwas verhalten wartest du vor der Tür zum Klassenzimmer, die Worte des vorigen Abends noch immer in deinem Kopf sirrend. Du willst Aizawa gerade nicht sehen und wärst echt froh, dich gleich wieder in die Bibliothek verziehen zu können, um in der Lerngruppe zu arbeiten. Aber so, wie du den Kerl kennengelernt hast, erfüllt er deine gedanklich gestellten Wünsche ohnehin nie und scheint immer genau das Gegenteil von dem zu machen, was du dir vorstellst.
Hinter dir vernimmst du eine Bewegung und drehst dich um.
»Guten Morgen!«, sagt Shinso und lächelt, seine eh schon unordentliche Frisur noch ein wenig weiter zerstrubbelnd.
»Guten Morgen!«, antwortest du ihm, ebenso lächelnd und ignorierst deine beiden Freunde, die hinter dir stehen und eine Fresse ziehen. Gut, du siehst es nicht, aber anhand dessen, wie der Junge mit dem indigofarbenen Haar reagiert, bist du dir beinah sicher. Und da du den beiden beweisen willst, dass Shinso ein guter Kerl ist, sagst du schließlich: »Wann hast du heute Mittag? Wollen wir uns mit den anderen in der Cafeteria treffen?«
Für einen Moment sieht er dich an, als wärst du ein Regenbogen. Gerade so, als hätte er nicht gedacht, dass du deine Frage ernst gemeint hattest, als ihr euch hinter der Schule unterhalten hattet. »Um 12. S-sehr gerne. Ich freu mich, bis später!« Er winkt dir zu, während er den Gang entlang sprintet.
Kiri zieht zischend Luft zwischen den Zähnen ein. Kacchan hingegen kommt dir etwas näher und flüstert dir ins Ohr. »Willst du mich etwa eifersüchtig machen?«
Überrascht von der Frage drehst du dich um und er sieht tatsächlich danach aus. Eine einzelne Ader pocht an seiner Schläfe, während er den Gang hinunterschaut.
»Mit ihm? Sag mal ...« Du willst ihn nicht darauf hinweisen, dass zwischen ihm und Shinso Welten liegen, das würde sein Ego nur wieder unnötig füttern. Gleichzeitig weißt du auch immer noch nicht, was das zwischen euch eigentlich ist. Und irgendwie wirkt es, als ob er es wüsste. Oder sich zumindest mehr darüber im Klaren ist als du.
Kiri, der die Spannung bemerkt hat, geht in die Klasse, ohne dass ihr es merkt. Immer noch seht ihr euch an, den Blick nicht voneinander nehmend.
Und bevor du deinen Mund aufhalten kannst, fragst du ihn. »Was ist das zwischen uns?« ›Jetzt nur nicht rot werden. Nur nicht rot werden‹, denkst du. Aber wie immer, wenn man an einen rosa Elefanten dachte ... Naja, ihr wisst schon.
Eine gefühlte Ewigkeit vergeht, in der er dich bloß ansieht.
Und verdammt, dieser Scheiß Aizawa ist es schließlich, der euch unterbricht, als er in seinem Schlafsack – ja, nicht mit, in! – den Flur entlang gerobbt kommt.

Wieder auf deinem Platz sitzend vermeidest du es, Kacchan anzusehen. Die Frage war blöd, die Situation war blöd. Alles war blöd. Und Aizawa, der euch natürlich ausgerechnet heute nicht in Kleingruppen entlässt, scheint sich massig Zeit zu nehmen, um sich in Ausführungen zu verlieren.
Der Blick auf ihn reicht aus, um die Gespräche des vorigen Abends wieder in dein Gedächtnis zurückzuholen, und eine unangenehme Gänsehaut kriecht deinen Rücken hinauf. Es ist der Geruch Katsukis, der immer noch an dir haftet, auch jetzt, da du deine Schuluniform angezogen hast, der dich etwas beruhigt.
»Wir reden abends. Mein Zimmer. Wetteinsatz inkludiert«, raunt Katsuki, der keine Lust hat, bei Aizawa wieder aufzufallen. Du nickst bloß und hoffst, dass er es registriert hat, denn dir geht es genauso.

»Ich sag es ja nur ungern, aber halte dich Shinso gegenüber ein wenig zurück mit deiner freundlichen Art«, warnt Kiri auf dem Weg zur Cafeteria flüsternd, da Katuski mal wieder die Hände in den Hosentaschen vergraben hat.
»Warum?«, wisperst du zurück, Blastyboy nicht aus den Augen lassend.
»Shinso hat ihm vor dem Sportfest den Krieg erklärt und seine Haltung hat sich Katsuki gegenüber seither nicht geändert«, sagt Kirishima und wirft ebenfalls einen besorgten Blick auf seinen besten Freund.
»Ich mag ihn echt verdammt gerne, aber ... manchen gegenüber ist er doch uhm ... besonders.« Du legst spezielle Sorgfalt in deine Worte.
»Besonders? Das sind alles nur Scheiß-Extras, die keinen Biss haben, sich an die Spitze zu kämpfen und beleidigt sind, wenn  andere es tun!«  Kaboom, Explosion, Rauch im Gang und Verwirrung unter den Schülern. Bis sie Bakugou erblicken und sich kopfschüttelnd umdrehen.
Es hätte dich nicht wundern sollen, dass der explosive Junge mit der unfassbaren Beobachtungsgabe das gehört hatte. Das, was aber folgte, überraschte dich dann doch etwas. »Du magst mich also verdammt gerne, hm?«
»Halt doch die Klappe. Warum sonst sollte ich ...-«, du brichst ab, denn Ochaco-chan und die anderen befinden sich in Hörweite und es wirkt, als ob gerade Mina-chan ihre rosa Öhrchen besonders spitzt.
Das selbstgefällige Grinsen, das Katsuki auf dem Weg in die Cafeteria trägt, blendet beinahe schon.
Sofort, als du die Cafeteria betrittst, erblickst du den unordentlichen Wuschelkopf Shinsos, der dir winkt. Kacchan knurrt neben dir, sagt aber nichts. Dir kommt vor, als wäre er heute besonders zurückhaltend, was dich zunehmends etwas verunsichert.

Die anderen sind ziemlich verwirrt, dass Shinso sich zu euch setzt. Als bereits die Ersten etwas sagen wollen, meinst du daher nur knapp: »Ich hab ihn eingeladen.«
Die Stimmung am Tisch ändert sich. Die meisten sind immer noch sehr skeptisch und du merkst, wie Shinso unruhig auf seinem Stuhl herumrutscht. Dass Katsuki sich direkt neben ihn gesetzt hat, macht es wohl nicht gerade besser.
»Sag mal, was machst du eigentlich gern in deiner Freizeit?«
Völlig überrumpelt von der Frage, hält er mitten unterm Essen inne und denkt nach, bevor er dir antwortet. »Ich male gerne.«
Dein Blick schweift zu Katsuki, den du warnend ansiehst, bevor du Shinso antwortest: »Wirklich? Das klingt ja toll! Welche Techniken wendest du beim Malen an und mit welchen Materialien arbeitest du?«
Er scheint etwas überrascht zu sein, dass ihn überhaupt mal irgendwer dazu befragt und stottert anfangs etwas herum, bevor er sich ein Herz nimmt und mit fester Stimme meint: »Ich bin ein großer Fan der Impasto-Malerei, zu deren großen Meistern auch Vincent Van Gogh gehört, falls du den kennst.«
»Ob ich den kenne?«, antwortest du mit leuchtenden Augen. »Ich liebe die Wirkung seiner Bilder!« Ihr beiden verliert euch in Ausführungen über die Bilder van Goghs, aber er erklärt dir auch, was es bei der Technik so zu beachten gibt, sodass ihr beinah aufs Essen vergesst.
Als es schließlich klingelt, findest du es fast ein wenig schade, dich schon von dem netten Gespräch über Kunst verabschieden zu müssen. Shinso scheint ebenfalls eine richtig schöne Mittagspause gehabt zu haben.

»Van Gogh? Ernsthaft?«, sagt Katsuki, als ihr euch von Shinso verabschiedet habt und wieder auf dem Weg zurück ins Klassenzimmer seid.
»Ich ...«, beginnst du, siehst dich aber hilfesuchend nach Kirishima um.
»Ich hab dir doch gesagt, du sollst nicht zu nett sein. Die beiden hassen sich!«, erklärt dieser und zuckt die Achseln.
»Aber ich bin nicht Teil ihres Hasses. Ich beuge mich dem nicht«, erwiderst du kampflustig.
Katsuki lacht auf. Es sieht nicht danach aus, als wäre er dir böse, weil du dich mit Shinso befreundet hast. »Aber sag nicht, wir hätten dich nicht gewarnt, wenn er dir Dickpics im Stil von van Gogh schickt, Baka.«




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Na, wer hätte sie nicht gern, dieserlei kunstvolle Bilder südlicher Regionen? ^^
Was hat euch denn am besten in diesem Kapitel gefallen?

An dieser Stelle möchte ich nochmals meine Liebe für die Figur Aizawa-Senseis ausdrücken, die hier leider etwas untergeht, weil er manchmal als Buhmann herhalten muss. Aizawa-Sensei, du und dein Schlafsack habt einen festen Platz in meinem Herzen, ehrlich! <3
~notanotherkat
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