Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Explos!ve ~ Katsuki Bakugou x Reader

GeschichteRomance, Action / P18 / Het
Eijiro Kirishima Izuku Midoriya Katsuki Bakugo OC (Own Charakter) Ochaco Uraraka Tenya Iida
29.04.2021
20.05.2021
28
55.059
7
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
05.05.2021 1.757
 
Ui, danke für eure lieben Kommentare, allen voran möchte ich mich bei @JaelynShay bedanken, die mit ihrer Meinung zu den Kommentaren immer wieder ein Lächeln in mein Gesicht zaubert.
<3



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~*`*~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


XIX. Weichflötenmusik


Der nächste Morgen kommt viel zu schnell und du versuchst, diese Tatsache mit einer Menge Kaffee hinunterzuspülen.
»Seid ihr auch alle so gut gelaunt?«, Kiri stürmt in den Raum und verbreitet augenblicklich gute Laune, die noch nicht bei dir ankommt. Du bist einfach zu müde, musst aber dennoch grinsen.
Kacchan lässt sich neben dir auf den Stuhl fallen und du bist dir nicht ganz sicher, aber du glaubst, dass es das erste Mal ist, dass du ihn beim Frühstück gesehen hast.
»Wo kommst du denn her?«, fragst du, denn eine herbe Shampoo-Note begleitet seinen immer noch erhitzten Körper.
»Training«, erklärt er kurz angebunden und greift nach deinem Kaffee.
»He, hol dir selbst was!«, brummst du, musst aber zusehen, wie er einen großen Schluck draus nimmt. »Arsch.«
»Da fehlt noch was!«
Verdutzt siehst du ihn an.
»Du hast das Gesicht vergessen«, und als der Groschen noch immer nicht fällt, lacht er bellend auf. »Arschgesicht, du nennst mich doch sonst auch immer liebevoll so. In dem Kuhdorf, aus dem du kommst, muss das wohl eine Umschreibung für ›Liebling‹ sein, Sonnenschein.«
»Ich schwöre dir, Katsuki, ich schaff das heute noch nicht. Gib mir noch ein paar Minuten und meinen Kaffee wieder, danach bin ich bereit für dich und ... was auch immer du heute wieder für mich in petto hast«, erwiderst du grummelnd und vollführst eine Kreisbewegung mit deiner linken Hand, bevor du ihm den Kaffee aus der Hand nimmst.
»Für gewöhnlich gehst du doch nach dem Duschen immer sofort zur Schule«, sagt Kiri dann und setzt sich stirnrunzelnd. »Was hat sich geändert?«
Katsuki zuckt die Achseln, doch du weißt ganz genau, was Kiri mit der Frage bezwecken wollte. Augenzwinkernd sieht er in deine Richtung.
Du vergräbst den Kopf in den Handflächen, was Katsuki einmal mehr dazu veranlasst, dir deinen Kaffee zu klauen. Als du wieder aufsiehst, hat er einen weiteren Schluck genommen. Mit steinerner Miene siehst du ihn an. »Das wirst du büßen. Nachdem du mir neuen Kaffee geholt hast, Arschgesicht.«
Und zu deiner Verwunderung steht er doch tatsächlich auf und holt dir eine frische, dampfende Tasse Kaffee, sowie eine für sich selbst.
»D-danke«, sagst du daher völlig perplex und greifst nach der Tasse.
Doch er zieht sie zurück und sieht dich herausfordernd an. »Wie heißt es?«
»Danke, sagte ich doch!« Du versuchst noch einmal, die Tasse zu greifen.
»›Katsuki Bakugou, Nummer 1 der Helden und meines Herzens, ich bin dir zu ewigem Dank verpflichtet‹«, sagt er dir vor und sieht dich abwartend an.
»Niemals«, brummst du, was Kiri einen heftigen Lachanfall beschert.
Ochaco-chan und Tsuu-chan erscheinen, beide mit bleichen Gesichtern, als hätten sie noch weniger geschlafen als du. Sie setzen sich euch gegenüber hin und sehen euch eine Weile lang einfach nur an.
»Was?«, knurrt Katsuki, den das offenbar zu stören scheint.
Unter dem Tisch knuffst du ihn in die Seite und schüttelst den Kopf.
Ochaco-chan gähnt ausgiebig. Mit einem Mal wirken ihre Augen viel wacher und was dann kommt, hat keiner von euch erwartet. »Was ist das eigentlich zwischen euch zwei? Ständig verschwindet ihr gemeinsam und irgendwie scheint es auch, als hättet ihr eine ganz seltsame Art miteinander umzugehen«, will sie wissen.
Röte kriecht in dir hoch und für einige Momente bist du völlig starr.
»Das geht dich gar nichts an, du Scheiß-Extra! Kümmer dich um deinen eigenen Kram und geh sterben!« Wie immer freundlich, vor allem am Morgen.
»Katsuki«, zischst du, als du siehst, dass das Mädchen seine Antwort gar nicht gut aufgenommen hat. Du stehst auf, um sie zu trösten, und führst sie weg von dem noch immer vor sich her maulenden Bakugou. Verdammt, wenn er sich so aufführte, war er gar nicht mehr attraktiv.
Deine Freundin ist sogar den Tränen nahe, woraufhin du sie in eine enge Umarmung ziehst und ihr den Rücken tätschelst. »Mach dir nichts draus, er ist manchmal einfach ein Vollidiot!«
»Mhm, küsst euch!«, hörst du die Stimme Minetas und du musst ihn nicht ansehen, um zu wissen, dass ein gieriger Ausdruck in seinem Gesicht prangt.
»Hau«, du drehst dich zu ihm, Ochaco-chan loslassend, »doch endlich ab, du kleiner Perversling!« Du trittst nach ihm und kickst den kleinen Knubbelkopf ein paar Meter weiter nach links.
Als du dich zu den anderen umdrehst, ist Bakugou verschwunden, aber im Moment ist dir das auch egal. Du fragst Kiri nicht einmal danach, der die Geschehnisse etwas verdattert beobachtet hat.

Als Kiri und du den Klassenraum betreten, sitzt Kacchan mal wieder lümmelnd auf seinem Stuhl und blickt zur Decke. Was daran so interessant sein konnte, war dir zwar schleierhaft, aber egal.
»Hat sie sich wieder beruhigt?«, seine Stimme reißt dich aus deinen Gedanken, währen du dich hinsetzt.
»Was heißt hier ›Hat sie sich wieder beruhigt?‹? Du hast dich schließlich aufgeführt wie ein Arsch, natürlich war sie aufgewühlt«, zischst du und vermeidest es, ihn anzusehen.
Bevor er jedoch etwas erwidern kann, betritt Aizawa den Raum und beginnt die Stunde. Na gut, viel macht er nicht. Immerhin geht ihr wieder zurück in die Lerngruppen und beschäftigt euch mit den Inhalten, während er sich in seinen Schlafsack zurückzieht. Ein weiteres Mal zieht ihr die Bibliothek vor.
Mit einer sauren Miene geht Kacchan neben dir her, die Hände in den Hosentaschen vergraben und sagt nichts. Midoriya ist heute ebenfalls ungewohnt still und als ihr euch setzt, fragt er nach, was denn zwischen Bakugou und Ochaco-chan vorgefallen sei.
Als hätte er ein brennendes Streichholz in ein Pulverfass geworfen, explodiert Kacchan, sowohl verbal als auch seine Macke, die er loslässt. »Was mischt sich dieser Scheiß-Nerd auch in die Angelegenheiten anderer ein? Sie ist selbst schuld!«
»D-das w-war bl-bloß e-eine Frage, K-k-kacchan!«, stottert Midoriya und hält schützend die Hände vor den Körper, als würde es den Angesprochenen irgendwie beruhigen.
»Und du hast verdammt recht, diese Frage zu stellen, immerhin bist du Ochaco-chans Freund!«, sagst du und siehst Midoriya in die Augen. Doch was auch immer du mit der Aussage bewirken wolltest, es passiert etwas völlig anderes. Mit einem Mal wird er knallrot und beginnt zu schwitzen.
»F-f-freund?!«, auch seine Stimme ist um einige Oktaven höher. »Was hat sie denn gesagt?«
»Nichts, ich dachte, ihr mögt euch nur ganz gerne«, sagst du schnell und hoffst, dass er sich dadurch wieder etwas einkriegt. Aber das Gegenteil passiert. Völlig dümmlich grinsend erstarrt Midoriya und scheint nicht mehr ansprechbar zu sein.
»Na toll, jetzt hast du Deku zerstört. Das wäre eigentlich mein Ziel für heute gewesen«, knurrt Kacchan und verschränkt die Arme.
»Lasst uns anfangen, sonst kommen wir nie weiter. Ich kann mich mit so viel Drama grad echt nicht auseinandersetzen«, sagst du dann, und die anderen beiden scheinen etwas froh darüber zu sein, dass du der Unterhaltung ein unerwartetes Ende gesetzt hast.
Der Vormittag bringt einige Erkenntnisse und du fühlst dich danach sogar tatsächlich so, als hättest du den Großteil von dem, was Kacchan euch erklärt hat, verstanden. Midoriya, der froh ist, die Glocke zu hören, springt sofort auf und lässt euch allein.
Für einen Moment seht du und Katsuki euch an. »Sag nichts. Auch wenn es mir widerstrebt, werde ich mit ihr reden.« Er hält die Hand hoch und seufzt. »Weißt du, deinetwegen werde ich noch zur richtigen Weichflöte. Das behagt mir nicht. Ich geh jetzt was in die Luft jagen.«
Und damit lässt er dich sitzen.
Verdutzt scheinst du mit deinem Stuhl eins zu werden und schaust dem Jungen nach, der mal wieder die Hände in die Hosentaschen gesteckt hat und missmutig durch den Gang schleicht. Von weitem hörst du, wie er noch jemand anschnauzt, gefolgt von einer kleinen Explosion.
Erst, als die Geräusche verklungen sind, erhebst du dich und gesellst dich zu deinen Freunden in die Cafeteria und machst dich hungrig über dein Curry her.

Pappsatt lehnst du dich zurück und siehst zu, wie Kirishima seine mittlerweile zweite Portion vertilgt. Aber das war ja auch kein Wunder, seine Muskeln musste er ja auch irgendwie füttern und wenn du mit einer Portion genug hattest, dann galt das mit Sicherheit für ihn nicht.
Er fängt deinen Blick auf, doch irgendetwas hinter dir scheint seine Aufmerksamkeit zu erregen. Du drehst dich um und erblickst Monoma, der dich gehässig angrinst. Alarmiert springst du auf, doch da ist Kirishima schon um den Tisch gelaufen und ringt den Jungen aus der 1-B nieder.
»Kiri!«, hörst du dich rufen, als du die beiden auseinanderzerren willst.
»Sag das nochmal, du...«, er stöhnt, als ihm Monoma in den Bauch boxt und er nicht schnell genug war, um diesen Teil seines Körpers zu verhärten.
Du siehst dich um, doch alle starren nur völlig fassungslos auf die beiden Jungen, die sich hier mitten in der Cafeteria prügeln. Irgendwie bist du Kiri dankbar, dass er dich verteidigt und dem Typen eine späte Abreibung für seine Worte verpasst, aber wenn ihn ein Lehrer erwischt, dann würde das nicht gut ausgehen.
Immer noch ziehst du an Kiri, doch du hättest genauso gut an einem Anker ziehen können, der ins Meer sinkt. Keine Chance.
Mit einem Mal spürst du eine warme Hand auf der deinen und wirst nach hinten gezogen. »Ich kümmer mich darum«, haucht Katsuki und zwängt sich an dir vorbei. Der Stoff seiner Schuluniform reibt über den deinen und hüllt dich mit seinem Duft ein. Katsuki riecht, als hätte er die Nacht über in einer Feuerwerksfabrik verbracht. Irgendwie gefährlich, aber heiß und das treibt deinen Puls völlig in die Höhe. Er geht neben Monoma in die Hocke und grinst ihn völlig wahnsinnig an.
»Ich sage das jetzt einmal und ich will, dass du genau zuhörst, du fünftklassiger Sidekick. Du und deine kleinen Freunde aus der 1-B werden uns in Zukunft in Ruhe lassen, sonst mach ich ernst. Geh sterben, du verkackte Macke!« Er hält ihm seine Hand aufs Gesicht und lässt eine Explosion los, die dir in den Ohren singt.
Warst du zuvor schon fassungslos, so bist du es nun erst recht. Du wagst es kaum, zu atmen, und merkst nur, wie dich irgendwann jemand aus der Cafeteria zerrt und im Schatten hinter der Sporthalle scheinst du zum ersten Mal wieder zu Sinnen kommen und wahrzunehmen, dass dir ein fremdes Paar Augen in die deinen blickt.


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~*`*~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Ich hoffe, ihr hattet Spaß. Sagt mir gerne, was ihr von dem Kapitel gehalten habt in den Kommentaren oder ratet gerne, wer unsere Protagonistin hier hinter die Sporthalle gezerrt hat!

~notanotherkat
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast