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Explos!ve ~ Katsuki Bakugou x Reader

GeschichteRomance, Action / P18 / Het
Eijiro Kirishima Izuku Midoriya Katsuki Bakugo OC (Own Charakter) Ochaco Uraraka Tenya Iida
29.04.2021
20.05.2021
28
55.059
6
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
04.05.2021 2.285
 
Danke für über 800 Views, sechs Herzen, ganz liebe Kommentare und drei Favoriten-Einträgen <3 Ihr macht mir damit echt sehr viel Freude und Lust, auch in Zukunft mehr zu schreiben!

Für das heutige Kapitel hätte ich folgendes Lied für euch:
https://www.youtube.com/watch?v=FljNILAozts



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XVII. Keine Gnade



Im Wohnheim gehst du augenblicklich auf dein Zimmer, um den Tag zu verarbeiten. Nicht nur, dass du diese Überprüfung total versemmelt hast, auch der Kuss mit Katsuki und die Aktion mit dem Angriff auf Kiri bringen dein Gedankenkarussell nicht mehr zum Stehen.
Als du dich einfach nicht ablenken kannst, gehst du nochmal nach draußen, nur um Todoroki durch den Gemeinschaftsraum stromern zu sehen.
»Wie fühlst du dich?«, fragt er ungewohnt interessiert und sieht dich aus traurigen Augen an. Er versucht sich an einem Lächeln, das jedoch mitten in der Bewegung erstirbt und er in eine unangenehme Stille verfällt.
»Hm ... Nicht so gut«, antwortest du wahrheitsgemäß, aber mehr willst du dazu eigentlich nicht sagen. Todoroki wirkt auf dich nicht unbedingt wie jemand, der Gefühle anderer gut verstehen kann, weil er seine eigenen schon kaum versteht. Aber du rechnest es ihm hoch an, als er deinen Arm tätschelt und sich ein weiteres Mal an einem Lächeln versucht.
»Das wird alles wieder, da bin ich mir sicher«, erklärt er.
Du nickst und willst dich eigentlich gerade wieder wegdrehen, als dir noch was einfällt. »Du ... Todoroki?«
Er sieht auf.
»Du kennst doch Momo besser«, beginnst du.
Der Junge mit den zwei Haarfarben nickt. »Ja, warum?«
»Ich möchte ihr gerne eine besondere Teesorte besorgen, aber ich weiß nicht genau, was sie mag«, sagst du lächelnd.
Sein Gesicht hellt sich mit einem Mal auf. »Das ist eine wundervolle Idee. Ich weiß, sie schwärmte vor einiger Zeit von einem, der irgendwas mit Imperial Golden ...« Er kratzt sich am Kopf. »Nein, tut mir leid, ich kann mich nicht mehr an den vollständigen Namen erinnern. Imperial Golden irgendwas. Ich hoffe, ich konnte dir trotzdem helfen.«
»Du bist der Beste, Todoroki!«, etwas stürmisch fällst du ihm um den Hals und drückst ihn. Der Junge tätschelt unbeholfen deinen Rücken und du merkst, wie unangenehm ihm diese plötzliche Umarmung ist, also machst du dich von ihm los.
»Mach dich vom Acker, Halb-Halb-Bastard!«, hörst du mit einem Mal eine wütende Stimme hinter dir.
»Ich gehe, weil ich es will und hier keine weiteren Verpflichtungen habe, nicht, weil du mich dazu aufgefordert hast«, erwidert dieser kühl und sieht an dir vorbei.
Katsuki ist mal wieder geladen. Und das kannst du gerade jetzt absolut nicht brauchen. Du beschließt, ohne dich umzudrehen, ebenfalls das Weite zu suchen und bist schon die ersten paar Meter gelaufen, als er dich zurückhält.
»Was?«, schnauzt du und bist von der Härte deines Tonfalls ebenso überrascht und erschrocken wie er.
»Du verstehst, dass ich das heute nur für dich getan habe, oder?«, fragt er und dreht dich um, sodass du ihn ansehen musst. Seine Augen sind etwas zusammengekniffen, als ob er fieberhaft in deinem Gesicht nach einem Beweis suchen würde, dass du sein Verhalten verstehst.
»Nein. Das war absolut unnötig und gefährlich«, antwortest du.
»Stachelbirne wusste Bescheid«, verteidigt er sich.
»Selbst wenn. Es hätte weiß Gott was alles passieren können!«, du wirfst verärgert die Arme in die Luft.
»Ich beherrsche meine Macke perfekt! Nichts Unvorhergesehenes wäre passiert, verdammt!«, sein zornig verzerrtes Gesicht ist dir nun sehr nah. Wie immer, wenn seine - zumeist aggressiven – Emotionen überhandnehmen, verkürzt er den Abstand zu dir um ein Vielfaches.
»Was willst du von mir hören? Dass ich es super finde, dass du uns alle in eine verdammt brenzlige Lage bringst und ich dich dafür vergöttere, dass du mir helfen willst? Nein, verdammt, das wirst du von mir niemals zu hören bekommen, du Idiot! Ich hab mir in den letzten Tagen genug Sorgen um dich und Kirishima gemacht und dann kommst du mit sowas an! Lass mich einfach in Ruhe!« Du drängst dich an ihm vorbei und lässt ihn einfach stehen. Er ist so verdattert, dass er dir nicht einmal etwas Gemeines nachruft oder dir nachläuft.
In deinem Zimmer rauchst du vor Wut. Die erhoffte Ablenkung hast du da draußen auch nicht erhalten und so beschließt du, noch einmal ausgiebig duschen zu gehen, bevor du dich ins Bett legst. Doch auch nach einer halben Ewigkeit unter der Dusche hat sich nichts geändert. Du stellst das Wasser ab und trittst mit einem Handtuch bekleidet raus. Im Bad ist es neblig und der Dampf, der sich gebildet hat, sieht beinahe so aus, als könne man ein Stück herausschneiden.
Als du die Türe hinter dir schließt und dich die willkommene Dunkelheit deines Zimmers in sich aufnimmt, merkst du, dass bereits jemand auf deinem Bett sitzt. Du bleibst stehen. »Was willst du?«
Verdammt, zum ersten Mal verfluchst du dich dafür, dass du die Vorhänge oft zugezogen hast.
»Reden.« Kiri.
»Ich will nicht.« Auch wenn du es nicht willst, aber du entspannst dich ein wenig.
»Ich hasse es, wenn du mich nicht magst.«
»Wer sagt, dass ich dich nicht mag?«, fragst du und hebst eine Augenbraue.
»Du sprichst nicht mit mir«, sagt er, als würde das irgendwas erklären.
»Deswegen mag ich dich ja trotzdem. Aber ich will weder dich noch Arschgesicht heute in meiner Nähe sehen. Die Aktion vorhin hat mir verdammte Angst eingeflößt und wie ich gerade eben zu ihm gesagt hab, hab ich mir die letzten Tage über schon genug Sorgen um euch zwei Idioten gemacht, als dass das heute nötig gewesen wäre.«
»Oh, wir sind also zurück bei Arschgesicht. Eure Liebe währte ja nicht sehr lang.«
»Raus«, sagst du knapp und siehst ihn streng an.
Er steht auf, aber eigentlich nur, um dich in eine feste Umarmung zu ziehen. Du fühlst, wie dich seine Muskeln daran hindern wollen, sich aus seinem Griff zu winden und wie er sein Gesicht in dein Haar drückt.
»Ich werde Gewalt anwenden«, verkündest du, doch das sorgt nur dafür, dass er dich noch enger zieht und du kaum noch Luft bekommst.

Am nächsten Morgen betrittst du gemeinsam mit Ochaco-chan und Tsuu-chan das Klassenzimmer. Wie immer sitzt Bakugou bereits dort. Naja, er lümmelt und sieht gelangweilt zur Decke. Als du dich auf deinen Platz neben ihm fallen lässt, dreht er seinen Kopf in deine Richtung und scheint zum ersten Mal nicht zu grinsen.
»Ich werde seit gestern von allen gehasst und habe von Aizawa zwei Wochen Strafarbeit kassiert. Ist das genug Bestrafung, als dass du wieder mit mir sprichst, Sonnenschein?«, fragt er und streicht sich mit dem Daumen übers Kinn.
Von dort aus wandert dein Blick nach unten auf die beiden obersten Knöpfe seines Hemds, die wie immer geöffnet sind und den Blick auf sein Schlüsselbein. Bevor auch deine Gedanken auf Wanderschaft gehen, siehst du ihm wieder ins Gesicht, wo nun ein breites, hämisches Grinsen prangt.
»Ich glaube, ich lass dich noch ein wenig leiden«, erwiderst du und verschränkst die Arme, den Blick wieder Richtung Tafel richtend.
Doch leider läuft es nie, wie man sich das vorstellt und als Aizawa den Klassenraum betritt, schäumt er vor Wut. »Ich habe die Ergebnisse der Überprüfung gestern ausgewertet und die halbe Nacht nicht schlafen können!« Dafür, dass er nicht schlafen konnte, sah er auch nicht anders aus als sonst, aber du hütest dich davor, das auch nur anzumerken. »Absolute Katastrophe!«
Die Worte gellen durch die Klasse und scheinen ein Echo entwickelt zu haben, denn sie dröhnen dir in den Ohren.
»Ihr werdet ab sofort in Lerngruppen von drei Personen aufgeteilt und werdet diese Unterlagen nochmals durchgehen. Wenn ihr etwas nicht versteht, sprecht ihr in der Gruppe darüber. Falls sich gewisse Dinge nicht lösen lassen, könnt ihr euch an mich wenden. Ihr müsst hierfür nicht im Klassenzimmer bleiben, sondern könnt auch die Cafeteria oder die Bibliothek nutzen.« Dass ihr ihn nur im äußersten Notfall um Hilfe bitten solltet, brauchte er euch nicht sagen.
Er verlas die bereits im Vorhinein von ihm festgelegten Gruppen und es wundert dich kaum, dass du gemeinsam mit deinem Buddy Kacchan in einer landest. Sehr zu seiner Verärgerung war der Dritte im Bunde Midoriya, der sich offenbar über die Maßen freute.
Aizawa indes begibt sich in seinen Schlafsack und hält ein Schläfchen.
Während Midoriya sich darin verliert, aufzuzählen, warum es toll ist, in dieser Konstellation eine Lerngruppe zu bilden, kann Kacchan seinen Ärger nur mäßig verbergen. Beide seiner Hände sind zu Fäusten geballt und zittern bereits, doch er sagt noch immer nichts.
»Ich glaube, wir können uns darauf einigen, dass es gut ist. Wir beide werden von dieser Gruppe sicher viel profitieren«, sagst du an Midoriya gewandt, es offensichtlich vermeidend, Kacchan direkt anzusprechen oder seinen Namen in den Mund zu nehmen.
»Gehen wir in die Bibliothek. Ich hab keinen Bock, dass auch noch andere Extras von meinem Wissen profitieren«, erklärt Kacchan, gewohnt genervt und erhebt sich, ohne auf eure Antwort zu warten.
Kopfschüttelnd stehst du auf und folgst ihm.

Während Kacchan Midoriya anweist, Bücher zu suchen, nutzt er die Stille der Bibliothek, um sich an dich zu wenden. »Immer noch keine Gnade?«, fragt er und lehnt sich vor. Er sitzt dir gegenüber und sieht – mal wieder – ziemlich gut aus. Und das weiß dieser verdammte Bastard auch!
Du seufzt. Ewig kannst du ihm nicht böse sein und das willst du auch nicht. Aber irgendwie findest du, dass er noch nicht genug gelitten hat. Etwas widerwillig siehst du auf und blickst in große, rubinrote Augen, die dich abwartend ansehen. In diesen Augen war noch nie so viel Sanftheit wie an diesem Tag, was dich zunehmend verwirrt und das brennende Verlangen in deinem Bauch wiedererweckt.
»Ich hasse es, nicht zu kriegen, was ich will«, erklärt Kacchan und greift nach deiner Hand. Du spürst, wie seine Finger über die deinen streicheln, doch noch immer kannst du den Blick nicht von diesen Augen abwenden.
»Daran wirst du dich wohl gewöhnen müssen«, hörst du dich selbst sagen. Aber das scheint er als Herausforderung zu sehen, denn er lächelt mit einem Mal sein verdammt hinreißendes, schiefes Lächeln.
Die Zeit zwischen euch scheint still zu stehen und so merkt ihr nicht, wie Midoriya wiederkehrt. Als er sich räuspert, schreckt ihr beide hoch und seht ihn ertappt an, wobei Kacchan ihn sofort anfährt: »Wehe du sagst irgendjemandem etwas davon.«
Midoriya, der sich unwohler zu fühlen scheint als Katsuki, druckst herum und stottert: »N-nein, w-würde ich n-nie, wa-was glaubst du-du denn?« Schweißperlen treten auf seine Stirn und er tut dir wirklich leid.
Deshalb legst du deine andere Hand auf Katsukis Hand, die noch immer nicht aufgehört hat, die deine zu streicheln. Mittlerweile zwar fester, aber nicht unangenehm. Du wendest den Kopf wieder Midoriya zu und lächelst ihn sanft. »Bitte behalte über das hier Stillschweigen, das wäre wirklich sehr lieb von dir.«
Das scheint ihn etwas zu beruhigen und er stellt die Bücher ab.
Was auch immer er verschweigen sollte, denn eigentlich war da nichts zwischen euch. Oder ... naja, eigentlich schon, aber das sorgte für mehr Verwirrung als sonst etwas. Aber dafür war jetzt keine Zeit und du hattest auch wenig Lust, dir darüber den Kopf zu zerbrechen.
Gerade die Fächer, in denen es um Helden oder das Helden-Sein ging, kannten sich sowohl Katsuki als auch Midoriya bestens aus. Englisch und moderne Literatur hingegen bereiteten dir keinerlei Probleme, was vor allem Midoriya erleichtert aufatmen ließ.
Das einzige Fach, das ausschließlich Katsuki zur Gänze zu verstehen schien, war Mathematik bei Ectoplasma. Dir fehlten noch einige Inhalte, die du in deiner vorigen Schule nicht gelernt hast, und das zeigte sich jetzt. Midoriya, der bereits etwas zu schwitzen begonnen hatte, weil er sich davor fürchtete, sich von Katsuki Mathematik beibringen lassen zu müssen, rückte unruhig auf seinem Stuhl hin und her.
»Wir können ja mal gemeinsam auf meinem Zimmer ein bisschen Wurzeln ziehen«, sagt Kacchan schließlich mit einem anzüglichen Lächeln und sieht dich herausfordernd an.
»Ja, das wäre wirklich ...«, wirft Midoriya ein, der offenbar nicht gemerkt hat, dass dieser Satz nicht ihm gegolten hat.
»Uru se e! Um dich gehts nicht, du Scheiß-Nerd-Extra!«
»Entspann dich, Katsuki!«, sagst du, bevor du mal wieder zu spät merkst, dass du seinen Vornamen benutzt hast. Du atmest zischend ein.
»Mhm, wir sind zurück beim Vornamen, Sonnenschein«, erklärt er grinsend und ergreift ein weiteres Mal deine Hand. »Dem Wurzelziehen steht also nichts mehr im Wege.«
»Zieh doch deine Wurzel aus jemand anderem!«, schnaubst du und kannst dir nicht erklären, woher mit einem Mal diese Wut gekommen ist. Aber sein Verhalten macht dich einfach rasend. Einmal war er nett, dann wieder nicht, dann schnauzte er Midoriya oder einen der anderen grundlos an.
»Leute, beruhigt euch doch«, versucht Midoriya zu schlichten, was Kacchan einfach nur noch wütender macht.
Das Klingeln schließlich erlöst euch aus dieser misslichen Lage.
Der Nachmittag vergeht wie im Flug und es wird schon bald Abend. Da Aizawa den Karaoke-Abend nur für Montag nicht erlaubt hat, konnte man Iida davon überzeugen, ihn einfach am Dienstag nachzuholen. Das führte bei ihm zwar für einige Stressschübe, in denen er nervös den Arm auf und ab wedelte, aber schließlich konnte man ihn überreden.
Karaoke.
Verdammt, so lange schon hast du so einen Abend nicht mehr erlebt. Du warst schon sehr gespannt auf die gesanglichen Künste deiner Mitschüler. Dass Jiro-chan sicherlich meisterlich singen konnte, stand für dich außer Frage, aber alle anderen waren ein Geheimnis, das es zu ergründen galt.

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Im nächsten Kapitel werdet ihr definitiv vom Karaoke-Abend lesen, das verspreche ich hoch und heilig :D Und ich hab mir echt ein paar richtig coole Lieder überlegt, die sie singen.
Sagt mir gern, was ihr von dem Kapitel gehalten habt <3
Und übrigens: Wer ist denn euer Lieblingscharakter in BNHA? Schaut ihr noch andere Animes oder lest ihr sogar Mangas? Schreibt es mir gern in die Kommentare!



~notanotherkat
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