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Explos!ve ~ Katsuki Bakugou x Reader

GeschichteRomance, Action / P18 / Het
Eijiro Kirishima Izuku Midoriya Katsuki Bakugo OC (Own Charakter) Ochaco Uraraka Tenya Iida
29.04.2021
20.05.2021
28
55.059
7
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
03.05.2021 2.363
 
Das Lied, das ich beim Schreiben übrigens gehört hab, ist "Wash it all away" von Five Finger Deathpunch und irgendiwe hab ich so das Gefühl, dass es unser Katsuki genauso halten würde. ^^

An der Stelle möchte ich mich mal für die lieben Reviews von JaelynShay & biffidawg bedanken, über die ich mich sehr gefreut hab <3 Ich glaub, ich werd euch zukünftig hier immer mal wieder Lieder reinstellen, ich glaube, das macht noch ein bisschen mehr Stimmung zu den Kapiteln. Und jetzt ... Viel Spaß, ihr Lieben <3 Startet gut in die neue Woche!

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XV. Verboten gut

Du weißt nicht, wie viele Stunden du da liegst und einfach nur an die Decke starrst. Recovery Girl hat dir klar gemacht, dass du es gar nicht erst versuchen brauchst, an ihr vorbei hinter die Vorhänge zu kommen. Gleichzeitig weißt du aber, dass sie es dir nur gut meint. Offenbar sieht er wirklich nicht gut aus.

Die Tür geht auf und reißt dich aus einem Zustand, in dem du halb schlafend vor dich hingedacht hast und dir die wildesten Szenarien ausgemalt hast. Verdammt froh, aus dieser gedanklichen Vorhölle zu entkommen, fällt dein Blick auf die eintretende Person mit rotem Stachelhaar.

»Kiri!«, flüsterst du aufgeregt und setzt dich auf. So langsam konntest du die Anspannung des Abends von dir abschütteln, doch ein Teil davon kehrt schlagartig wieder, als der Junge einen besorgten Blick auf das von Vorhängen verborgene Bett wirft.

»Glaub mir, es ist besser so«, erklärt er dir, als er sich setzt. Er kratzt sich nervös am Hinterkopf und sieht dich ernst an.

»Wenn du mir erzählst, was passiert ist, erzähl ich dir von dem, was ich erlebt hab«, sagst du leise und vermeidest es, einen weiteren Blick an die gegenüberliegende Wand zu werfen.

Kiri sieht dich an, als würde ihm etwas furchtbare Schmerzen bereiten und verzieht für einen Augenblick das Gesicht, doch dann scheint er es für besser zu befinden, dir die Wahrheit zu erzählen und nickt. »Egal, was bei dir vorgefallen ist, du bist unverletzt, also kann es nicht so schlimm gewesen sein wie ... das hier.« Er zeigt mit dem Daumen nach hinten und wirkt, als würde er sich gleich übergeben.

»In Ordnung.« Du wiederholst alles, was du erlebt hast, von dem Augenblick an, als er sich umgewandt hatte, um zurück zum Wohnheim der 1-B zu laufen. Er war in der Tat ein guter Zuhörer, der bloß mit seinen Gesichtsausdrücken kommunizierte, was er von der Erzählung hielt, ohne dich auch nur ein einziges Mal zu unterbrechen.

Als du geendet hast, sagt er bloß: »Also dahinter waren sie also her. Als ich angekommen bin, hat Bakugou bereits verbissen mit Muscular gekämpft. Ich bin mir nicht sicher, ob er wusste, wonach sie gesucht haben.«
Ihr beiden werft einen weiteren Blick auf die Vorhänge. Haben sie sich gerade bewegt oder sind das deine müden Augen, die den Unterschied im grellen Neonlicht des Krankenzimmers nicht erkennen können? Auch wenn nur noch wenige Lämpchen leuchten, schmerzt das Licht unheimlich in deinen Augen. Als du weiterhin auf die Vorhänge starrst, vernimmst du eine weitere Bewegung und dein Herz beginnt zu klopfen. Doch es ist bloß Recovery Girl, die ein weiteres Mal nach ihrem Patienten gesehen hat.

Du versuchst, deinen Puls wieder zu beruhigen, und siehst deine Hände an, die auf der Decke liegen und zu Fäusten geballt sind.

»Es wird alles wieder gut, glaub mir«, erklärt Kiri und greift danach.

»Wäre ich doch bloß da geblieben«, sagst du dann leise und presst deine Kiefer aufeinander.

»Dann hätten sie dich gleich auf der Stelle eingepackt. Du hättest ihnen ihren Raubzug deutlich erleichtert da draußen«, erwidert er streng und kneift die Augen zusammen.

»Möglicherweise hast du recht«, flüsterst du kaum hörbar.

»Ganz sicher sogar.«

Ihr beide verfallt in ein eigenartiges Schweigen, das bloß von den trippelnden Schritten Recovery Girls und dem Surren des Neonlichts unterbrochen wird.

»Und was ist dann passiert?«, fragst du, als du die Stille nicht mehr aushältst.

»Es wurde wild, als die anderen zu uns gestoßen sind. Die Lehrer waren etwas früher als die anderen da und haben sich mutig ins Kampfgetümmel geworfen. Leider hat das die Liga nur noch etwas mehr befeuert und Muscular, der ein wenig in Bedrängnis gekommen ist, hat Bakugou ziemlich zugesetzt. Ab dem Zeitpunkt hab ich nicht mehr viel mitbekommen von dem, was bei ihm abgegangen ist. Auf einmal waren da so viele, die miteinander gekämpft haben, dass ich beinah den Überblick verloren hätte. Unsere Seite hat sich gut geschlagen, aber Compress, Dabi und Muscular im Speziellen haben es uns richtig schwer gemacht. Selbst mit All Might, Aizawa und Hawks haben wir nur knapp gewonnen. Die waren verdammt gut vorbereitet.
Ich erspare dir Details, aber irgendwann hab ich Katsuki schreien gehört. Nicht fluchen oder über andere schimpfen, wie er es sonst tut. Das war der Schrei von jemandem ...«

Die Vorhänge bewegten sich erneut und auch wenn du ein weiteres Mal Recovery Girl erwartet hast, schaust du dennoch rüber. Ein ziemlich übel zugerichteter Bakuogu steht da, nur in diesen blauen, kurzen Krankenhauskimono gekleidet. Der steht oben ein wenig offen und zeigt deutlich die Verletzungen, die er von dem Kampf davon getragen hat.

Auch wenn er ein wenig grün im Gesicht ist, scheint sein Selbstbewusstsein nicht unter seinem lädierten Zustand zu leiden. Das Lächeln, das er euch zuwirft, sieht beinah ein wenig wahnsinnig aus, aber wenn du recht überlegst, hast du diesen Ausdruck schon öfters bei ihm gesehen.

»Du wolltest also sagen: Das war der Schrei von jemandem, der einem anderen gleich den Arsch aufreißt, Stachelbirne!«, erklärt er an Kiri gewandt und humpelt auf euch zu.

Dass die Aussage nicht der Wahrheit entspricht, ist euch allen klar, aber niemand sagt etwas dazu. Sowohl du als auch Kirishima seid einfach nur froh, dass er überlebt hat. Nach allem, was du über Muscular gehört hast, hätte es auch gut sein können, dass er ihn einfach in der Mitte auseinandergerissen hätte. Und während du ihn beobachtest, einen Schritt vor den anderen setzend, fragst du dich, ob das nicht zum Teil auch genauso geschehen war.

Du siehst zu Recovery Girl, die in ihrem Drehstuhl eingeschlafen war. Oder einfach nur so tut, als wäre sie eingenickt, um euch diese Momente zu gönnen.

Katsuki macht es sich auf deinem Bett bequem. Nicht etwa irgendwo am Fußende, sondern direkt neben dir. Obwohl es für eine Person gerade mal breit genug ist, scheint es ihn nicht zu stören.

»Du bist verrückt«, hauchst du erleichtert und lässt dich zurück ins Kissen fallen. Nun, da du gesehen hast, dass er, auch wenn er stark angeschlagen ist, noch immer lebt, fällt auch noch die restliche Anspannung von dir ab. Mit einem Mal fühlst du dich ausgelaugt und einfach nur müde. Deine Augen brennen fürchterlich und du schließt sie. Nicht, dass er sich schlussendlich noch etwas darauf einbildete, dass du tränende Augen hast.

Als du deine Lider nach einer Weile wieder öffnest, erblickst du seinen stacheligen Kopf über dir, der dich besorgt ansieht.

»Auch nicht verrückter als sonst«, erwidert er schließlich, grinst selbstbewusst und schnippt dir auf die Stirn. »Gib's zu, du hast dir Sorgen um mich gemacht, Baka.«

»Ich geb dir gleich Baka, Baka! Ich hab mir Sorgen um euch beide gemacht«, sagst du dann und hoffst, dabei nicht rot zu werden. Wie immer, wenn er dich mit diesem unbarmherzigen Blick fixiert, fühlst du dich wie einem wilden Tier ausgeliefert. Dir scheint, als ob er zu jeder Zeit zu wissen schien, was du denkst.

»Diese Killermaschine bringt so schnell nichts um«, meint Katsuki augenzwinkernd und zeigt mit dem Daumen auf sich, doch sein Körper straft ihn Lügen. Selbst sein angespannter Oberarm, dessen Anblick dich schon manches Mal schwach gemacht hat, sieht arg mitgenommen aus.
Dein Blick fällt auf Kiri, der den Kopf gesenkt hat und nichts dazu sagt. Und ein weiteres Mal verfallt ihr in Schweigen, jeder in seine eigenen Gedanken vertieft. Du spürst die Nähe Kacchans, der irgendwann unter der Decke nach deiner Hand greift und sie drückt.

»Ich bin froh, dass du nicht abgekratzt bist.« Er sieht dich dabei nicht an, aber das muss er nicht.

»Diese Killermaschine kratzt so schnell nicht ab«, zitierst du ihn und lächelst. Dass dir eigentlich gar nicht nach Lächeln zumute ist, versteht dein Körper erst ein wenig später. Du fühlst dich, als würden die Signale aus deinem Hirn immer länger brauchen, um in deinen Gliedmaßen anzukommen. Und irgendwann schläfst du ein, begleitet vom Surren des Neonlichts und einem lauten Schnarchen neben dir.


»Du hast Spinner erledigt?«, ist das Erste, das du an diesem Morgen hörst. Es ist Sonntag und für einen Moment bist du verwirrt über die Tatsache, dass du nicht in deinem Bett aufgewacht bist. Doch dann erinnerst du dich daran, was am Abend zuvor passiert ist. Die Ereignisse stürzen auf dich ein und drohen dich, darunter zu begraben. Schnell öffnest du die Augen und erkennst das überraschte Gesicht Kirishimas, der nervös auf und ab hüpft.

Katsuki, der bereits seine tief sitzende Hose trägt, zieht sich gerade ein Tanktop über und sieht dabei verboten gut aus. Verdammt. Als sein strubbeliger, aschblonder Schopf wieder auftaucht, fällt sein Blick auf dich und er beginnt, wie schon so oft hämisch zu grinsen.

Um dich damit nicht mit dem Gedanken an seine Muskeln befassen zu müssen, wendest du dich an Kiri, der vor Neugier zu platzen scheint.

»Warum hast du mir das gestern nicht erzählt?«, fragt er.

»Vergessen«, murmelst du, noch etwas schlaftrunken und raufst die Bettdecke ein wenig zusammen. So abrupt bist du schon lange nicht mehr aus dem Schlaf gerissen worden. »Wie spät ist es?«

»Völlig egal, erzähl mir von Spinner!«

Um seine Neugier zu befriedigen, beginnst du ab dem Punkt, an dem die Fensterscheibe gesplittert ist, und lässt von den spannenden Details nichts aus. Auch Katsuki kommt näher, um sich die Geschichte anzuhören, und setzt sich, mal wieder ungefragt, auf dein Bett.

Als du geendet hast, sehen dich beide Jungen mit einer Mischung aus Überraschung und Bewunderung an. »Hab diesem Blödmann Monoma doch gesagt, dass du mehr drauf hast. Wir sollten deine Macke auf ihn anwenden und seine Überheblichkeit killen!«, brüllt Katsuki und stößt eine Faust in die Luft. »Shineee!«

Du kicherst, weil du die Vorstellung irgendwie verdammt amüsant, aber sowas von falsch findest. Woraufhin ihn Kiri dann auch hinweist.

»War ja nur ein Spaß, ihr Extras«, erwidert der Blonde, doch es scheint, als ob er die Bezeichnung zum ersten Mal sogar etwas liebevoll meint. Vielleicht bildest du dir das aber auch nur ein.

»Ich bin jedenfalls froh, dass er dich nicht erwischt hat«, sagt Kiri und seufzt. »Stell dir vor, die hätten sie auf uns losgelassen. Sie hätten Katsuki von seiner überheblichen Art befreien können! Die Welt wäre in Chaos gestürzt!« Dass Kiri immer so übertreiben musste, gefällt dir fast am besten. Er konnte dich wirklich in jeder Situation zum Lachen bringen. Wie auch jetzt.

»Uru se e!«, schnauzt Katsuki und lässt eine Explosion in Kiris Richtung los. »Wie schade, dass wir ihre Macke nicht benutzen können, um dir endlich ein Hirn zu besorgen, Baka.«

Dein Mund klappt auf, doch Kiri, nun etwas rußig um die Nase, lacht nur darüber und sagt:

»Ohne mich könnest du doch gar nicht sein. Du liebst mich so, wie ich bin.« Und ohne auf seine Proteste einzugehen, zieht er ihn in seine viel stärkeren Arme, um ihm einen lauten Schmatz auf den Kopf zu geben. Selbst mit ein paar in Kiris Richtung abgefeuerten Explosionen kann er sich gegen die plötzliche Liebesbekundung nicht wehren.

»Ihr seid unmöglich!«, lachst du und hältst dir den Bauch, woraufhin dich beide für einen Moment abwartend anstarren, bevor sie auf dich losstürzen.

»Die Kleine hat keinen Respekt vor den Älteren!«, stellt Kiri fest und hält dich fest.

»Den müssen wir ihr wohl einprügeln!«, fügt Katsuki nickend an und beginnt, dich zu kitzeln.

»Hey, das ist unfair! Einer von euch ist schon stärker als ich!«, schreist du hysterisch und schnappst nach Luft, während du dich aus dem Griff zu winden versuchst. Doch du hättest genauso gut versuchen können, dich aus einem Schraubstock zu winden, es half nichts. Kiris Griff war eisern. Da blieb nur die Möglichkeit, Katsuki von dir zu treten.

Doch auch das führt nicht zum gewünschten Erfolg. Irgendwann sinkst du nach Atem ringend in dir zusammen.

»Ich glaube, sie hat es verstanden«, Kiri greift sich ans Kinn und runzelt die Stirn. Sein nachdenklicher Blick ist zwar aufgesetzt, aber amüsant.

»Da wäre ich mir nicht so sicher.«

»Ich schwöre es dir, Katsuki, wenn du mir mit deinen dämlichen, kleinen Kitzelfingern noch einmal näher kommst, beiß ich sie dir ab«, knurrst du, immer noch heftig atmend.

»Mhm, ich sagte doch, ich liebe es, wenn du Dirty Talk betreibst, Sonnenschein.« Er zieht einen Mundwinkel nach oben und lächelt dich mit einem hinreißenden, schiefen Lächeln an.

Du hörst deinen Herzschlag in den Ohren, dazu ein Rauschen und musst es atemlos hinnehmen, dass die Schmetterlinge in deinem Bauch Junge bekommen haben und alle gleichzeitig zu flattern beginnen.

»Außerdem ist es ungewohnt, meinen Namen ohne eine Beleidigung aus deinem Mund zu hören«, er fährt sich mit dem Daumen am Kinn entlang und du bist dir sicher, dass er um die Wirkung dessen weiß.

Beschämt schaust du zur Seite. Es ist dir nicht mal selbst aufgefallen, ihm aber nicht entgangen, wie so vieles nicht. Kiri und Kacchan beobachten dich für eine Weile, in der du fieberhaft überlegst, wie du von dieser Feststellung ablenken kannst. Das Einzige, das dir einfällt, ist nicht unbedingt gut, aber einen Versuch wert. »Wie oft musstest du eigentlich mit Recovery Girl knutschen, um wieder fit zu werden?«

Zu spät fällt dir auf, dass er die Frage auch falsch verstehen könnte, was er natürlich prompt tut.

»Das wüsstest du natürlich gern, nicht wahr?« Ein breites Lächeln zieht sich über sein Gesicht und wirkt mal wieder beinahe so, als würde er dich fressen wollen.

Ein Schaudern geht über deinen Rücken und hinterlässt Gänsehaut.

»Berechtigte Frage, Bro!«, schaltet sich Kirishima ein und du bist ihm unendlich dankbar, dass er die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Völlig verwirrt darüber, warum du das überhaupt gefragt hast, stehst du auf und stolperst aus dem Krankenzimmer, ohne dich noch einmal umzusehen.


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Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen, sagt mir gern, was ihr vom Kapitel haltet <3

~notanotherkat
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