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Tierarztpraxis Eichhorn und Co.

von Junia
GeschichteRomance / P18 / Het
Bibi Blocksberg Dr. Eichhorn Tina Martin
27.04.2021
06.05.2021
29
49.974
4
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75 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
04.05.2021 1.117
 
Anfang August kämpfte Falkenstein mit einer Hitzewelle. In Bibis Wohnung war die Temperatur kaum zum Aushalten und die Tiere kamen in Scharen mit Dehydrierungserscheinungen in die Praxis. Sie zog sich nach der Sprechstunde gerade die verschwitzen Klamotten aus, um sie gegen Shorts und Tanktop zu tauschen. Ob sie noch schnell unter die kalte Dusche springen sollte? Leider klingelte in genau dem Moment, ihr Telefon. Seltsam. Das war ein interner Anruf. Dabei hatte sie gedacht, dass Hella schon nach Hause gegangen wäre.

„Bibi, kannst du noch mal kurz runterkommen?“  „Klar. Habe ich was vergessen?“ Sie zog die Hose und das Top über und genoss dann das kühle Treppenhaus. Vielleicht sollte sie heute Nacht einfach hier im Flur schlafen.
In der Praxis war keine Menschenseele zu sehen. Selbst die Reinigungskraft war noch nicht da. „Hella?“
„Hier im Büro!“ Bibi öffnete die Tür zu Roberts und ihrem Büro und sprang erstmal einen halben Meter zurück, als drinnen laute Rufe ausbrachen. Dann lachte sie. Auf dem Schreibtisch stand ein Geschenk und dahinter Hella und Robert. „Du bist jetzt genau ein Jahr bei uns. Das wollten wir feiern!“, sagte Robert lächelnd. „Wir sind froh, dass du zum Team gehörst“, ergänzte Hella feierlich.

„Danke. Das ist lieb von euch beiden.“ Sie umarmte erst Hella und dann Robert. „Ich hoffe, ich darf noch viel, viel länger bleiben.“ Er küsste sie kurz. „So lange, du willst“, flüsterte er dann in ihr Ohr.

„Willst du nicht auspacken?“ Hella wurde offensichtlich ungeduldig. Gespannt öffnete Bibi das Geschenkpapier und entdeckte darin einen Rucksack. Auf die Vorderseite war das Logo von Roberts Praxis aufgenäht. „Ist das eine neue Notfalltasche?“ Interessiert öffnete Bibi das größere Fach und stellte fest, dass es sich noch einmal ausklappen ließ. Verständnislos musterte sie die kleinen Fächer. „Da passen aber doch die Geräte gar nicht rein.“

Doch Robert hatte schon die aktuelle Notfalltasche geholt und hielt ihr das tragbare Ultraschallgerät hin. „Probier es doch aus“, sagte er und in seinen Augen funkelte es. Sie fühlte das Vibrieren, sobald sie das Ultraschallgerät über das entsprechende Fach hielt. Mit einem leisen Plopp war die Maschine plötzlich viel kleiner und passte problemlos in die Tasche. Bibi lachte erstaunt auf. „Da hat doch meine Mami die Finger im Spiel.“ „Stimmt,“ bestätigte ihr Chef. „Die Idee hatte Hella.“

„Jetzt kannst du auch mit dem Besen zu Außeneinsätzen fliegen, wenn du möchtest. Du hast mir ja erklärt, dass das viel schneller und umweltfreundlicher ist und ich dachte, dass es dir bestimmt auch mehr Spaß macht. Außerdem werden die alten Grummelpötte auf den Höfen ganz schön große Augen machen, wenn...“
„Und ich habe dann die Tasche entworfen und in Auftrag gegeben“ unterbrach Robert sie ganz beiläufig. „Deine Mutter hat dann ziemlich tief in die Trickkiste gegriffen. Ich habe nur die Hälfte von dem verstanden, was sie mir erklärt hat. Aber wenn sie hält, was sie verspricht, dann funktioniert dieses Verkleinern automatisch, sobald man etwas in die Tasche tut. Nimmt man es wieder heraus, verliert sich die Wirkung.“ „Das ist tatsächlich ziemlich kompliziert.“

Bibi staunte. „Vor allem, wenn es dauerhaft wirken soll. Ein Hexspruch würde nicht so lange halten.“ „Deine Mutter hat vier Wochen an dem Ding rumgebastelt. Als ich es wieder abgeholt habe, roch es fürchterlich. Aber was auch immer sie getan hat: Es funktioniert.“ „Kannst du sie auch nutzen?“ Robert nahm die Flasche mit dem Ultraschallgel und klemmte sie in die dafür vorgesehene Lasche. Auch in seiner Hand veränderte sich die Größe der Flasche, sobald sie sich ihrem Platz näherte.

„Das ist toll, Kinder und ich bin sicher, dass ihr noch ein bisschen damit spielen möchtet. Aber bei mir zuhause warten sie auf das Abendessen. Ich muss los.“ Hella drückte Bibi noch kurz als diese sich bei ihr für das Geschenk bedankte und entschwand dann in den Feierabend.

„Das ist ein wirklich tolles Geschenk. Danke!“ Robert nahm sie liebevoll in die Arme. „Du bist ja auch eine ziemlich tolle Kollegin.“ Bibi vergrub das Gesicht in seiner Halsbeuge und atmete tief ein. „Und du bist ein echt toller Chef“, sagte sie grinsend, bevor sie ihn küsste.

Sanft lagen ihre Hände an seinem Gesicht und hielten ihn. Ihre Wärme zog ihn unwiderstehlich an und Robert vergaß, wo sie waren. Er folgte ihrer Führung, als sie seinen Mund erkundete und sich an ihn drängte. Ganz langsam nahm sie ihm jegliche Willenskraft, bis er alles getan hätte, was sie von ihm verlangte. Als sie sich schließlich von ihm löste, zog sie ihn an der Hand hinter sich her. Den Blick unverwandt auf ihr Gesicht gewandt, legte er den kurzen Weg in ihre Wohnung zurück.

Ihr Lächeln und ihr intensiver Blick wurden tiefer, als sie ihn in ihrem Schlafzimmer wieder an sich zog. Langsam ließ er seine Hände über ihren Rücken wandern. Hielt sie in seinen Armen, als sie leichte Küsse über sein Gesicht und seinen Hals verteilte. Als er den Mund öffnete, legte sie ihm einen Finger an die Lippen und schüttelte den Kopf. „Lass mich einfach machen. Heute gehörst du mir.“ Ihre leise Stimme ließ ihn erschauern. Überwältigt nickte er und ließ sich zum Bett schieben. Mit streichelnden Bewegungen zog sie ihn aus und entfernte sich dann einen Schritt, um ihre eigene Kleidung abzulegen.

Gebannt sah er ihr zu, wie sie Stück für Stück ihren Körper enthüllte. Das Sonnenlicht ließ die helle Haut schimmern und er hob die Hand, um sie zu berühren. Sie wirkte beinah überirdisch schön. Wieder schüttelte sie den Kopf und schmiegte sie an ihn. Seine Haut prickelte bei dem Kontakt mit ihrer. Gemeinsam legten sie sich auf ihr Bett und genossen das Gefühl von Kopf bis Fuß miteinander verbunden zu sein. Sie wanderte leicht mit ihren Fingern über seinen Körper, streichelte ihn unablässig und küsste ihn, bis er hilflos stöhnte.
Mit dem Mund erforschte sie Linien und Kanten. Sensibilisierte ihn für die zarteste Berührung und setze seinen Nerven dann mit leichten Bissen in Flammen.

Er fing ihre Hände ein und sah ihr flehentlich in die Augen. „Bitte“, krächzte er und seufzte erleichtert, als sie sich auf ihn setzte. Genießerisch schloss sie die Augen und bewegte sich nicht. Dann sah sie ihn mit dunklen Augen an und küsste ihn. Robert war sich nicht sicher, ob das Genuss oder Qual war, als sie endlich begann sich zu bewegen. Ihren Verstand hatte sie ausgeschaltet und wollte nur noch fühlen.


Zärtlich streichelte Robert danach der schlaffen kleinen Hexe, die auf seinem Oberkörper lag über den Rücken und genoss es, ihr Herz an seinem schlagen zu spüren. So intensiv hatte er noch nie für eine Frau empfunden. Glücklich zog der die Decke über sie und küsste Bibi auf den Kopf. „Ich hoffe, ich darf noch viel, viel länger bleiben“, hatte sie vorhin gesagt. Wenn es nach ihm ginge, würde sie nie wieder gehen.
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