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Crash and Burn

GeschichteDrama, Freundschaft / P18 / MaleSlash
James T. Kirk Leonard McCoy Spock
27.04.2021
23.10.2021
37
96.433
15
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23 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
08.10.2021 2.864
 
Hallo meine Lieben,

hoffe ihr seid alle noch dabei.

Bin endlich zurück, nun endgültig auf dem Weg der Besserung und alle Komplikationen wurden im zweiten Gang beseitigt.

Danke für dein Review SeraMis, ob du nun mit dem Kindergarten richtig liegst? Wer weiß? Ich bin gespannt auf deine Reaktion.

Mir bleibt nun euch viel Spaß beim letzten Teil zu wünschen. Es folgt dann nur noch ein kleiner Epilog in ein paar Tagen.

=^=


Neu-Vulcan Teil 3


Anderthalb Tage später auf Neu-Vulcan …

Spock, Jim und McCoy materialisierten am Rande der Arena der Herausforderung. Der Doktor hatte sein tragbares Medkit mit allen möglichen Dingen für Neugeborenen aufgerüstet. Er würde es sich nicht nehmen lassen die kleinen Neuankömmlinge einem Check zu unterziehen. Außerdem, Spock wollte ihn unbedingt dabei haben, weil er sich sicherer fühlen würde, wenn er es von ihm hörte.

Nacheinander schritten sie stillschweigend den schmalen Pfad zum Höhlenrefugium hinter der großen Familienloge entlang. McCoy schwitzte unerhört in seiner leichten Robe und warf Jim einen zerknirscht, fragenden Blick zu. Warum zum Kuckuck schwitzt du nicht? Jim zuckte nur lächelnd mit den Schultern. Dann betraten sie den Eingang zum Höhlennetzwerk.

Spock führte sie sicher, vorbei an der Kaverne mit dem natürlich entstandenen Badebecken, welches von einem stetig leichten Strom angenehm warmen Wassers aus einer Quelle gespült wurde, vorbei an den Kammern der Lust und Empfängnis und der Kammer der Priester, weiter hin bis zu den Kammern des Lebens, welche eine von ihnen Saavik mit ihren Kindern beherbergte.

Als Spock eine von ihnen betreten wollte, stellte sich ihm eine älterer Vulcanierin in einer weißen weiten Robe in den Weg. Sie sah ihm scharf in die Augen. Bemaß schweigend die Ankunft des Fremden mit zwei Außenweltlern auf diesem geweihten Boden. Spock begrüßte sie respektvoll und nannte seinen Namen, sowie den seiner Begleiter. Sie nickte darauf zustimmend und bat ihn mit einer Geste zu folgen.

Saavik ruhte mit geschlossenen Augen auf einem Felsenbett, welches mit vielen Decken zu einem gemütlich aussehenden Nest hergerichtet war. An einer Seite der Kammer strömte gleichmäßig kühle Nachtluft durch die langen, schmalen Lüftungsfenster. Jim erkannte die Bauweise wieder. Es war die gleiche wie in seinem einstigen Zuhause auf Vulcan Prime. Die Wände hielten Fakelträger, in denen neumodische Fakelnachbildungen ihr sanftes Licht verströmten.

Die Priesterin trat an Saavik heran und weckte sie mit einer kurzen Berührung an ihrer Schulter. Sie deutete auf die Besucher und lupfte eine Decke, die vor Saaviks Bauch lag. Kleine Ärmchen begannen fahrig in die Luft zu zappeln. Es wurde eines der Babys hochgenommen und dem wartenden Spock in die Arme gelegt. Erst jetzt sprach die Frau zu ihm.

„S`haile Spock, dies ist dein erstgeborenes Kind, eine Tochter!“

Spock hielt dieses kleine nackte Wesen in seinen Händen und bestaunte es. Sie hatte blonde Haare und ihre Augen waren blau. Sicher eine genetische Variation des menschlichen Erbgutes von seiner Mutter. Aber er wusste, sie könnten sich noch verdunkeln, genau wie ihre Haare. Ihre Ohren waren spitz. Spock küsste das Kind auf menschliche Weise auf die Stirn und legte als nächstes ganz behutsam nur zwei seiner Finger auf eine Schläfe. Zart steckte sich der kleine Geist in seine Richtung aus und er begrüßte es, pflanze ihm eine dauerhafte elterliche Verbindung ein.

„Willkommen meine Tochter!“, sprach Spock laut und reichte das Kind an Saavik zurück.

„Danke für meine Tochter!“, schenkte er Saavik die traditionellen Worte, die sie erwarten durfte.

Die Priesterin wartete bereits mit dem Jungen.

„S`haile Spock, dies ist dein zweitgeborenes Kind, ein Sohn!“

Und auch er wurde von Spock mit er gleichen Faszination begrüßt. Er betrachtet ihn. Er war etwas kleiner als seine Schwester. Doch sein Haar war pechschwarz und seine Augen trugen bereits ein dunkles Funkeln. Er lag ganz still und starrte seinen Vater tiefgründig an, als er ihn in seine erste mentale Verbindung mit sich brachte. Weich und sanft lag der unberührte Geist vor ihm. Es war totale Stille im Gedankenraum. Noch existierten hier keine Wörter. Nur Bilder und Echos von emotionalen Erinnerungen aus der Schwangerschaft. Sein Sohn würde, wie alle vulcanischen Kinder, das erste halbe Jahr mittels übertragener Bilder seine Bedürfnisse äußern, ehe er Zugang zum gesprochenen Wort fand. Auch er wurde mit den traditionellen Worten an seine Mutter zurückgegeben.

Spock verbeugte sich dankend und respektvoll vor der Priesterin und sie entfernte sich nun aus der Kammer. Ihre Dienste wurden nun nicht mehr gebraucht. Mutter und Kinder waren wohl auf und der Vater hatte sie entsprechend den alten Gesetz als seine bestimmt. Der Kindsvater würde die kleine Familie mit zu den Wohnlichkeiten seines Clans nehmen. Dort gab es genug Unterstützung für die Frau im Wochenbett.

Jetzt erst traten der Captain und Dr. McCoy näher. Sie hatten schweigend in gebürtigem Abstand gewartet, bis die zeremonielle Kindsweihung beendet war. Jim grinste über beide Ohren.

„Meinen Glückwunsch Saavik! Die Kleinen sehen wunderschön aus. Wie geht es dir?“ erkundigte sich Jim, da Spock noch mit seinen überbordenden Emotionen kämpfte.

„Danke, es geht uns gut. Spock, möchtest du deiner Tochter ihren Namen geben?“ richtete sie das Wort an Spock und bot ihm ein ozh`esta zur Begrüßung an.

„Wenn du einverstanden bist, würde ich gern eine Verknüpfung aus den Namen der beiden Frauen vorschlagen, die mir in meinem Leben am nächsten sind, oder waren. Aus Saavik und Amanda soll T`Sa`andy werden.“

Saavik nickte zustimmend und berührte die von Spock gebotenen Finger mit ihren eigenen.

„Du alter Romantiker“, feixte Leonard.

„Bones!“, kritisierte Jim seinen besten Freund gespielt mit nachsichtigem Unterton.

„Was denn? Ich denke seine Mutter würde sich darüber freuen“, tat Bones leicht pikiert.

„Ja ja. Welchen Namen wird der kleine Prinz bekommen?“ fragte Jim nun neugierig an die beiden frisch gebackenen Eltern gewandt.

Spock und Saavik sahen sich für einen Augenblick still an und Jim war klar, sie besprachen etwas über ihren privaten Link. Dann blickte Saavik zu ihm auf und antwortete.

„Wir möchten, dass du ihm seinen Namen gibst.“

„Was?“ hauchte Jim ergriffen. „Das ist eine große Verantwortung und Ehre zugleich. Seid ihr euch sicher? Ich könnte es vermasseln und ihm einen völlig idiotischen Namen geben.“

„Jim! Du wirst unseren Sohn nicht schädigen. Wir vertrauen dir“, versprach Spock aufrichtig.

„Also gut. Was haltet ihr von Sasak, Chris S`chn T`Gai?“ fragte er leicht nervös, da er nicht wusste wie Spock darauf reagieren würde, dass er den Namen seines ehemaligen Mentors und Captains als Zweitnamen benannte, der ihn zur Sternenflotte brachte.

Spock lupfte lediglich eine Augenbraue und ließ eine warme Strömung von Zuneigung über den mentalen Link zu Jim gleiten. Seine Augen leuchteten anerkennend.

Saavik nickte ebenfalls zustimmend.

„So, da das nun alles geklärt ist, lasst mich mal rann an die kleine Brut. Ich habe hier eine wichtige Aufgabe zu erledigen“, drängte sich Leonard nun dazwischen.

Er drückte sich eine Träne vor Rührseligkeit des Momentes fort und zückte seinen Tricorder. Entsprechend der Geburtszeit untersuchte er zuerst T`Sa`andy und befand sie für perfekt. Dann kam Sasak an die Reihe und auch er erhielt ein ausreichendes Gesundheitszeugnis. Fehlte nur noch ein Check der Mutter und sie konnten für den Transport sorgen. Die nächsten zehn Tage würden sie hier auf Neu-Vulcan im Hause von Sarek als Gäste bleiben.

Thomas-Jay war mit Uhura an seiner Seite zu Sarek herunter gebeamt, kurz nachdem Jim und Spock zum Refugium aufgebrochen waren. Etwa eine Stunde später trafen sie sich alle in der Empfangshalle des S`chn T`Gai Anwesens. Sarek war augenblicklich sehr interessiert an dem kleinen Einjährigen, der gerade seine ersten Schritte probierte. Voller Stolz bewegte sich der kleine Kerl lachend in die geöffneten Arme des hockenden alten Mannes. Sarek löste seine vulcanische Maske für das Kind und schenkte ihm ein Lächeln zurück.

Die junge Familie wurde freundlich begrüßt, die Babys in der Familie willkommen geheißen und der jungen Mutter wurden Glückwünsche ausgesprochen. Spock freute sich innerlich über die offene Zuneigung die sein Vater den Kindern gegenüber zu zeigen wagte, kannte er ihn doch zu seiner Kindheit stets vulcanisch kontrolliert.

Sie hatten sich kaum gesetzt, als die große Salontür geöffnet wurde. Die Matriarchin betrat den Raum mit würdevollem Schritt und begrüßte Saavik mit ihren beiden Kindern, ehe sie sich den anderen Hausgästen zuwandte und sich setzte. Spock kam nicht umhin zu bemerken wie erschöpft seine Großmutter wirkte. Die Bürde ihres hohen Amtes schien schwer auf ihren Schultern zu lasten. Auch vermutete er, dass sie ihnen gleich etwas wichtiges mitteilen würde. Denn sonst hätte sie ihre Amtsroben gegen private getauscht. Das ließ nur einen Umkehrschluss zu, ihr Anliegen war sehr dringlich, da sie direkt vom Hohen Rat herkam ohne ihre eigenen Räume aufzusuchen.

Saavik bot ihr die Erstgeborene T`Sa`andy dar. Ein feurig liebevolles Leuchten erhellte für einen Wimpernschlag ihre dunklen Augen und ihre Sorgenfalten und Grübchen wirkten plötzlich weniger hart. Wenn dieses kleine Wesen in ihren Armen das Alter von sieben Jahren erreichte, würde sie in den Geheimnisse und Regeln des Matriarchats unterwiesen werden. Ihr Bruder würde zur gleichen Zeit von den Meistern in den hohen Kampfkünsten und anderen Dingen eine Ausbildung beginnen. Doch zunächst …

„Spock, James, Saavik. Ich spreche jetzt als Führerin unseres Volkes und Vorsitzende des Hohen Rates zu euch. Ihr seid die Eltern dieser Kinder, die Beschützer und Bewahrer der Blutlinie Suraks und auch des Erbgutes der Sandlords. Ich sehe mich in der Pflicht euch mitzuteilen, dass für das Leben der Kinder hier auf Neu-Vulcan ernste Gefahr besteht.“

Sie tat einen tiefen Atemzug, wodurch alles noch dramatischer wirkte.

„Der V`Shar hat Hinweise gefunden, dass am Tage ihrer Initiation ein weiteres Attentat verübt werden soll. Jedoch ist es ihm bis jetzt nicht gelungen genaue Einzelheiten dazu zu eruieren. Wir wissen nicht wer, wann oder wo genau sie zuschlagen werden. Daher hat der Hohe Rat einstimmig beschlossen das Ziel aus der Gleichung zu entfernen und somit zu sichern.“

T`Pau bot eine kurze Pause um das gesagte Wort aufzunehmen und zu bewerten. Die darauf folgenden Reaktionen der Anwesenden traten äußerst gemischt zutage. Saavik selbst und auch Sarek blieben stoisch und rührten nicht eine Wimper. Spock hingegen war das ganze Gegenteil. Seine beiden Brauen schnellten bis weit unter seine Ponykante nach oben und waren praktisch nicht mehr zu sehen. Diese Geste, in diesem Tempo, entsprach einem Aufschrei der Verblüffung und seine nun nach vorn geneigte, steife Haltung hatte etwas von einer lauernden Neugier.

Der Captain begriff sehr schnell auf was das ganze hinauslief, weigerte sich aber irgendwie es anzunehmen. Während er seinen Sohn T.J. gleichmäßig weiter über den Rücken strich, entschlüpften seinen Lippen unfertig geformte Sätze.

„Oh! Sie …, eh, du meinst ..?“

McCoy sprang helfend ein.

„Bei allem Respekt Ma‘am. Die Enterprise ist ein Raumschiff, das in der Schwärze des Alls agiert, umgeben von Kälte, Dunkelheit, Gefahren und Stille“, knurrte er die Älteste an und fragte sich insgeheim, warum er schon wieder gegen sie aufbegehrte.

„Schon allein für dieses Kind da ...“, er deutete aus den kleinen T.J., der sich intensiv an seinen Daddy kuschelte und bereits mit den ersten Erscheinungen von Müdigkeit kämpfte. „Musste der Captain an einer Menge Fäden ziehen und Gefallen bei der Admiralität einfordern. Das ging sogar bis zum obersten Befehlshaber und er hat dafür sogar die „Tote-Papa-Kelvin-Baby Karte“ gezogen, nur um eine verdammte Ausnahmegenehmigung für unseren Sonnenschein zu erwirken. Sein „Du schuldest mir einen Gefallen – Konto“ ist bis weit übers Limit hinaus ausgeschöpft. Wie also soll er, verdammt und zugenäht, zwei weitere Säuglinge an Bord unterbringen?“

Mit hitzigem Blick starrte McCoy zerknirscht über den Tisch zur Matriarchin. Er war sich fast sicher, dass sie ihn nun in der Luft zerreißen würde. Doch sie blieb von seinem temperamentvollen Ausbruch völlig unbeeindruckt.

Uhura neben McCoy blieb wortlos. Ihr Körper jedoch schrie regelrecht. Eine Hand fest auf den Mund gepresst, würden Außenstehende diese Geste als Geste des Entsetzens deuten. Aber ihre Freunde erkannten darin lediglich den Versuch alle Fakten aufzugreifen und zu bewerten und mögliche Konsequenzen daraus abzuleiten. Es gab bei ihr vielfältige Nuancen in der Ausführung der Geste. Ausschlaggebend war stets die Anzahl der Hände die ihren Mund versiegelten und der Ausdruck ihrer Augen. Jetzt schien eindeutig Sorge im Vordergrund zu stehen. Die Andeutung eines weiteren Übergriffes auf Leib und Leben von Spocks Frau und seinen Kindern implizierte, dass es bereits mehrfach zu solchen gekommen war und nur ein Haufen Glück sie gerettet hatte.

T`Pau lieferte sich ein hartes Blickduell mit McCoy. Keiner von beiden gab nach und wagte es sein Licht zu senken. Doch dann sprach die alte Vulcanierin weiter und entzog somit den wütenden Segeln des Arztes den Wind.

„Admiral Nogura wurde bereits vom Hohen Rat über die Notwendigkeit des beabsichtigten Vorgehens informiert. Vorerst ist die Familie des Erben auf dem Schiff am sichersten untergebracht. Ihr werdet morgen Früh aufbrechen. Die Befehle wurden bereits erteilt und bestätigt.“

„Was? Wie? Warum? Befehle? Das …, ich ...“, fielen erneut unvollständige Fragen aus Jims Mund.

Ein gütiger Blick ließ sich auf Jim nieder.

„James, ich beging einst einen großen Fehler. Ich entließ ein Kind in die Arme anderer aus dem Schutz des Clans ohne mich groß um sein weiteres Ergehen zu bemühen. Diesen Fehler werde ich kein weiteres Mal begehen. Die kleinsten des Clans bedürfen unseres Schutzes. Captain, Sie haben ihre Befehle erhalten. Rufen Sie sie ab!“ brach nun eine harte, autoritäre Stimmkraft aus dem zart anmutenden Körper, die keinen Widerspruch duldete.

Jim stutzte. Er erkannte einen Befehl, wenn er ihn hörte und er wusste auch wann es nötig war zu gehorchen. Trotzdem stolperten weitere Fragen leise aus seinem Mund in die greifbare Stille, die sich plötzlich im Raum verfangen hatte.

„Wie? Was? Kind? Schutz des Clans? Wer? Was ist mit ihm geschehen?“

Er wusste selbst nicht was ihn zu diesen Fragen trieb und ob er die Antwort wirklich hören wollte.

„James, ich denke, ich muss dir nicht sagen was mit ihm geschah. Es ist fast gestorben und erlebte ungeahnte Qualen, weil ich in meinem Tun versagte. Ich ließ meinen Sohn gewähren und er schickte das Kind zu seinen menschlichen Verwandten.“

Jim nahm einen tiefen, hörbaren Luftzug.

„Hätte ich geahnt was dann geschah, ich hätte einen anderen Weg gefunden um seine Bindung an den Erben und seine Existenz auf Vulcan zu verschleiern. Doch so traf ich die denkbar schlechteste Entscheidung. Denn zunächst sah alles gut aus und ich ließ die engmaschige Überwachung in dem Wissen zurück, dass die regelmäßigen Zuwendungen an deinen Vormund ...“

„Stopp! Das reicht!“ fuhr McCoy dazwischen.

Jim musste nicht bis ins kleinste Detail erinnern. McCoy wusste seit Akademietagen wie aufreibend Flashbacks für ihn waren und seine Körperhaltung, sowie die angestrengte Atmung verdeutlichten, dass er kurz davor stand abzudriften. Der kleine Thommy wand sich unglücklich im Halbschlaf unter der stetig fester werdenden Umklammerung seines Vaters.

Die Vulcanierin nickte und kehrte zu ihrer Ruhe zurück. „Kaiidth.“

Jim hatte derweil seine Augen geschlossen, seine Nase tief in die Haare seines Jungen vergraben und ergab sich den beruhigenden Wellen, die Spock in seinen Kopf sandte.

„Daher werde ich nicht akzeptieren die Erben unserer Blutlinie einer größeren Gefahr auszusetzen als unbedingt nötig. Wir sind der oder den Tätern des letzten Übergriffes, der schließlich in der vorzeitigen Geburt der Kinder gipfelte, noch nicht habhaft. Die logische Alternative ist die Entsendung der Kinder und ihrer Mutter an den für sie sichersten Ort.“

T`Pau gönnte sich einen ruhigen tiefen Atemzug ehe sie fortfuhr und sie sprach bewusst den Captain in Jim an.

„Captain, Sie vertrauen Ihrer Crew, kennen Mann und Maus auf Ihrem Schiff. Ihr Schiff, die Enterprise, ist das Flaggschiff der Flotte, voll mit modernster Technik und den best entwickelten Waffen für die Abwehr von Feinden. Warum also sollten sie nicht bei Ihnen Unterschlupf finden?“

Sie sah ihn herausfordernd an.

„Naja,“ wandte McCoy ein „ … sie könnten doch bis die Kerle gefunden sind, in der Botschaft in San Francisco ...“

„Nein, zu unsicher. Dort können wir sie nicht vor allem Abschirmen. Außerdem wäre Saaviks wissenschaftliches Potential dort verschwendet. Mit ihrem Wissen und ihren Neigungen kann sie der Enterprise dienen.“

„Aber ...“

„Bones, hört auf! Es reicht! T`Pau hat recht. Der sicherste Platz ist bei uns. Was schadet es denn, wenn drei statt ein Kind mit uns in den Wind zieht? Die Notfallprotokolle stehen doch schon und sind hinlänglich erprobt. Gib‘s auf Bones, du hast ab sofort drei Kunden mehr auf deiner Arbeitsliste. Wir brechen morgen nach dem Frühstück auf.“

„Aye Captain, wie du willst“, murrte Bones und behielt seinen Gram für sich. Gegen die Übermacht vulcanisch bohrender Blicke, die auf ihm ruhten, kam er eh nicht an. Im Gegenteil, es erzeugte ein Gefühl der Unbehaglichkeit und den dringenden Wunsch zu rennen. Selbst Saaviks Blick fixierte ihn. Strafend? Neugierig? Anerkennend? Er wusste es nicht einzuschätzen. Warum hatte die Frau nicht für sich selbst gesprochen? Sie hatte mit keiner Silbe zu verstehen gegeben was sie von der ganzen Sache hielt.

„Ich denke es ist Zeit dir Kinder ins Bett zu bringen. Wir haben morgen viel vor.“

Damit erhob sich Jim mit seiner süßen, schlafenden Last im Arm.

„Gut, die Gästezimmer gegenüber von Saaviks Räumen wurden hergerichtet. Für ein kleines Nachtmahl wurde gesorgt“, erwiderte Sarek, erhob sich und nahm seiner Mutter das Neugeborene Mädchen aus dem Arm um es in sein Bettchen zu bringen.

=^=

Die Enterprise kehrt am nächsten Tag mit ihrer Crew in die unendliche Weite des Alls zurück und erkundet für weitere fünf Jahre den unbekannten Raum am Rande der Föderation. Sie trifft dabei auf Herausforderungen, Lebensformen und Wunder, die nie ein Mensch zuvor erdacht hat.
Und das Abenteuer geht weiter und weiter …









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