Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Crash and Burn

GeschichteDrama, Freundschaft / P18 / MaleSlash
James T. Kirk Leonard McCoy Spock
27.04.2021
22.07.2021
26
60.865
11
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
22.07.2021 2.835
 
Hallo meine Lieben,

da bin ich wieder mit einem neuen Kapi.

Endlich hatte ich wieder das Vergnügen eine weitere winzige Verknüpfung zwischen TOS und AOS einzubauen. Hierzu nutzte ich eines meiner ersten gekauften Bücher, welches ich bestimmt schon dutzende Male gelesen habe und es deshalb inzwischen eigentlich keine Buchstaben mehr haben dürfte: „DIE ERSTE MISSION“ geschrieben von Vonda N. McIntyre. Mir gefiel einfach damals schon das Gesamtpaket der Person von Janice Rand. Allerdings habe ich nicht eine meiner Lieblingsszenen mit Janice aus dem Buch übernommen, sondern mir einfach etwas anderes ausgedacht. Ich nahm einfach an, dass es sich genauso wie im TOS-Universum abspielte und was dann daraus resultierte, könnt ihr unten lesen.

Nun wünsche ich euch viel Spaß und hoffe es gefällt euch.

Eure Ti Leyni Miju

=^=


Abrechnung Teil 1

Der zehnminütige Rückweg zur Enterprise hatte sich für Jim nicht halb so lang und mühsam angefühlt, wie der Hinweg vor knapp einer Stunde. Jetzt war er entspannt und hungrig genug, um auf der Offiziersmesse seines Schiffes einen Zwischenstopp einzulegen und dort zu Abend zu Essen. Der Scuttlebug hatte sicher bereits die Kunde von seiner Rettung und Genesung weiter getragen und somit sah er auch keinen Grund sich von seiner Crew fern zu halten. Er war nie einer der sich lange aus dem Leben schlich. Viel zu nah stand er seinen Leuten und dafür mochten sie ihn schließlich auch.

Aber selbst damit, was ihn nun erwartete als sich die Türen der Messe öffneten, hätte er nie und nimmer gerechnet. Harp Tanzer hatte sich mit seinem Team alle Mühe gemacht und ihm ein „Herzliches Willkommen“ ausgerichtet. Ein langes Buffet stand an der Wand aufgereiht, mit eindeutig nicht-replizierten Köstlichkeiten und Getränken. Wie auch immer sie das angestellt hatten, auf der Brücke schien wohl nur eine Skelettcrew alles auf Beobachtung am Laufen zu halten, denn hier waren alle Offiziere der Rotationscrews anwesend und erhoben einen schallenden Applaus auf ihn an. Jim ließ seinen Blick mit strahlendem Lächeln in die Runde schweifen und blieb dann kurz an Spock und schließlich an Bones hängen, die sich zu ihren Offizierskollegen gesellt hatten.

„Sieh mich nicht so an! Von mir wissen sie nur, dass du auf medizinisch freiem Fuße bist“, tat Bones knurrig und konnte sein Grinsen jedoch nicht unterdrücken. Dann schob er ihm ein Glas mit einer güldenen Flüssigkeit in die Hand und nickte ihm zu.

„Also, … ich weiß nicht was ich gerade sagen soll. Ich, ihr habt mich voll erwischt.“

Verstohlen wischte sich Jim eine winzige Freudenträne aus einem Augenwinkel.

„Ühm, Danke für die Überraschung, euer Vertrauen in mein Überleben und eure Geduld, sowie eure Tatkräftige Unterstützung des Commanders bei meiner Rettung. Ihr seid die beste Crew und Familie die man, - die ich haben kann und einfach – Danke. Jetzt lasst uns was essen, ich habe einen riesen Hunger!“

Er klatschte einmal kurz in die Hände und deutete dann auf das köstlich angerichtete Buffet. Es hatte ihm ja noch nie Probleme gemacht schnell mal eben ein paar Worte aus den Fingern zuziehen, doch diesmal war er einfach zu gerührt und wollte jetzt am liebsten nur schnell was essen und sich dann rasch verabschieden. Er fragte sich insgeheim, ob das seine Idee war hier einzukehren oder ob er von seinen Freunden beeinflusst worden war. Die Ereignisse des Tages forderten allmählich ihren Tribut und er spürte, wie sein Bein unter der Last zu zittern begann. Er wollte auch endlich dieses blöde Foltergerät von Bones von seinem Bein ausziehen, welches ihm immer zu bei jedem Schritt mit kleinen stacheligen Stromimpulsen zusetzte. Er hasste dieses Gefühl, würde es wohl nie anerkennen oder angenehm finden können.

Spock gesellte sich neben ihn und reichte ihm den ersten Teller. Damit war das Abendessen offiziell eröffnet. Nun traten alle so ziemlich nacheinander heran und gaben dem Captain herzliche Schulterklopfer oder liebevolle Oberarmdrücker, schenkten ihm Glückwünsche und freudige Gesichter zu Begrüßung und nahmen dann ihren eigenen Teller von ihm oder dem Commander, ganz in Tradition ihres Schiffes, entgegen.

Bones und Uhura waren die letzten in der Reihe. Und wie es schien hatte sie mit Absicht diese Position gewählt. Denn sie umarmte zunächst Spock und flüsterte ihm etwas ins Ohr, worauf er sich ein wenig versteifte und für einen Augenblick die mentale Bindung vor Überraschung oder auch offenem Schock vibrierte. Er sagte nichts, ließ sich von ihr auf die Wange küssen und dann löste sie sich und ging den einen Schritt zum Captain weiter. Auch er wurde nun in ihre Arme gezogen und mit einem Kuss auf die Wange begrüßt. Dann bekam auch er leise Worte ins Ohr geflüstert, die seine Augenbrauen auffliegen ließen und sich dann mit einem breiten, gespielt fiesen Grinsen Bones zudrehen hießen.

„Du hast es ihr gesagt, oder?“

„Was soll ich ihr gesagt haben?“ tat Bones unschuldig.

„Na dass, ehm … Du weißt schon“, stammelte er flüsternd herum.

„Gib auf Jim! Len hat gar nichts erzählt. Du vergisst, Spock und ich standen uns mal sehr, sehr nah. Also, denk dran, wenn du ihm das Herz brichst, kriegst du‘s mit mir zu tun! Und nun lasst uns was essen, bevor du uns noch vom Fleische fällst“, raunte sie lachend mit ihrer melodischen Stimme und nahm sich selbst einen Teller vom Stapel und strebte zum Buffet.

„Wie zum Kuckuck hat sie das gemacht?“ fragte er an Spock und Bones zugleich gerichtet.

Spock hob lediglich eine Augenbraue leicht an, während sein anderer Freund nur mit dem Kopf schüttelte.

„Weibliche Intuition?“ bot Leonard zögernd an, er konnte ja kaum hier in der Öffentlichkeit zugeben, dass sie sozusagen für einige Momente anwesend war, als er sie überwacht hatte. Jim und Spock, mit Gewissheit erst recht, würden ihn killen, da war er sich verdammt sicher. Er würde es Jim bei einem guten Tropfen bei einem ihrer nächsten Abende schonend beibringen.

„Er ist mein bester Freund und ich kann ihn lesen“, rief sie ihre Antwort von zwei Meter entfernt herüber und schenkte den Männern ihr bezauberndes Lächeln.

Sie gaben auf schließlich auf. Denn bis jetzt hatten weder Jim noch Spock das Bedürfnis ihre vollzogene Vermählung nach vulcanischer Art allen mitzuteilen. Dafür fühlte sich Jim einfach noch zu roh von den Ereignissen der vergangenen Tage und die nächsten versprachen ihm auch nicht gerade eitel Sonnenschein und Zuckerschlecken. Und wenn die Führungsoffiziere der Brücken-Rotation nur allein wegen seiner Rückkehr und Genesung so ausflippten, konnte er sich ausmalen, was sie anstellen würden, wenn sie von der Hochzeit erfuhren. Dann würde das ganze Schiff Kopf stehen.

Etwa anderthalb Stunden später kehrte Jim dann endlich mit Spock in seinem eigenen Quartier ein. Es war die erste Nacht nach ihrem Bonding, die er nicht auf der Krankenstation verbringen würde. In gewisser Weise fühlte er sich aufgeregt, ähnlich einem Teenager, der zum ersten Mal Sturmfrei hat und sich mit seinem Schwarm ausgiebig beschäftigen kann, ohne gestört zu werden.

Kaum hatte sich die Kabinentür hinter ihm geschlossen, schien jegliche Müdigkeit aus seinem Körper verschwunden. Die Bindung summte golden und verheißungsvoll in seinem Kopf. Spock stand vor ihm und sah ihn mit einem Hunger auf den Lippen an, den er nur zu gern beantworten wollte. Aber zuerst musste er dieses lästige Teil von seinem Bein loswerden. Ungeduldig fingerte er am Verschluss der Hose, ließ sie zu Boden rutschen und stieg aus ihr heraus. Mit einem leisen Seufzen löste er die Manschette des Impulsgebers an seinem Bein.

Jim schloss seine Augen und hob probierend sein Bein, setzte es in Erwartung des nadelnden Impulses vorsichtig ab und als dieser ausblieb entfuhr ihm ein weiterer, diesmal sehr zufriedener Seufzer.

„Ahhh! Endlich!“

Doch seine Augen flogen abrupt auf, als er sich nur Sekundenbruchteile in Spocks Armen wiederfand. In seinem Eifer endlich frei von der nervigen Traktur der letzten Stunden zu sein, hatte er nicht bedacht, dass seine Muskeln in dem Bein überfordert und ohne das medizinische Hilfsmittel und dem noch fehlenden Input vom Gehirn ihren Dienst so ganz und gar einstellen würden. Gleich der erste Schritt musste unweigerlich fehl schlagen. Spock war sich des Risikos durchaus bewusst und fing seinen Liebsten natürlich auf.

„So eifrig Ashayam?“ neckte er ihn liebevoll und hob ihn im Brautstil auf, trug ihn zu Jims Schlafraum, setzte ihn dort behutsam am Bettrand ab und ging in die Knie um seine Lippen zu erobern.

Jim genoss dieses bedürftige Saugen und Stupsen und diese langen Finger, die sich durch sein kurzes Haar gruben zu sehr. Spock pellte ihm unter intensiven Zuneigungsbekundungen eine Schicht Kleidung nach der anderen vom Oberkörper. Doch nach einigen Minuten unterbrach Jim den Kontakt und zog sich rückwärts nach oben auf das Bett und kam mit dem Kopf auf seinen Kissen zu liegen. Zwei kleine harte Gegenstände drückten ihm in den Nacken.

Ein kleines Grinsen huschte unweigerlich über sein Gesicht und er griff danach. Es waren zwei besondere Pralinés. Echte Schokolade mit Mandel-Nougat und einer Note von Zimt. Auf Mandel-Nougat reagierte er nicht allergisch und Zimt liebte er sowieso und wo auch immer sie diese her bekam, er hatte es nie heraus gefunden, sie waren himmlisch lecker.

Seine Yeoman Janice legte ihm immer zum ersten des Monats eines davon auf sein Kissen. Nicht als Zeichen von Verliebtheit, nein, vielmehr war es eine kleine Aufmerksamkeit ihrerseits, als Anerkennung, dass er sie nach ihrem schlechten Start nicht gleich aufgegeben hatte und ihr trotz ihres groben Verstoßes der Regeln eine Chance unter seinem Kommando gab. Sie hatte hinsichtlich ihres Alters und ihrer Herkunft gelogen. Doch als Jim die Hintergründe von Uhura erfuhr konnte er nicht anders als sie unter seinen Schutz zu stellen. Außerdem war sie ein Ass in ihren administrativen Tätigkeiten und ohne sie wäre er praktisch ein Chaos ohne Gleichen.

Eines wickelte er sofort aus und legte es sich auf die Zunge, ließ es aber zur Hälfte verlockend aus seinem Mund schauen. Mit laszivem Blick lud er Spock ein näher zu kommen und von der Köstlichkeit zu naschen. Er wusste ja nun, was Zimt und Schokolade seinem Partner antun würden und seine Shorts wurden noch enger, als sie durch die Aufregung des Kusses eh schon waren.

Spock genoss den Anblick, den Jim ihm darbot. Zog langsam seine Eigene Kleidung ab und umrundete in langsam, eleganten Schritten das Bett. Jims Atem hob und senkte die muskulöse Männerbrust in aufgeregten Schüben und seine Zunge stupste neckisch gegen das Praliné. Sein Adamsapfel hüpfte verheißungsvoll, als er die angesammelte Süße schluckte. Die Verbindung in seinem Kopf summte voller Begierde und hieß ihn sich endlich zu Jim niederzulassen und von ihm zu kosten.

Vorsichtig, ganz behutsam, als wäre Jim ein Reh, welches er verschrecken könnte, stieg er von Fußende auf die Matratze und bewegte seinen eigenen Körper einer Katze gleich die ihren Partner begrüßt an Jim entlang nach oben. Geschmeidig fand seine Länge an Jims eigener seinen Platz und fing wie von selbst an dort über die Shorts zu schleifen. Ein Zittern zog sich durch Jims Körper und ein freudiges Stöhnen entwich zwischen Jims Lippen, die nun von Spock zärtlich beknabbert wurden, um sich von der berauschenden Köstlichkeit einen kleinen Teil abzuholen.

Die Wirkung war diesmal jedoch viel intensiver und setzte nahezu unmittelbar ein, da die Konzentration von Zimt und Schokolade wesentlich höher lag, als vor einigen Tagen bei den Aromen in dem Shake von Leonard.

Jim kam nach seinem Hoch nur allmählich wieder zu Besinnung. Sein Atem ging noch wie ein Dampfross und sein Herz pumpte im Akkord. Spock humpelte in seinem eigenen Nachglühen noch gemütlich in langsamen Zügen an ihm und schnurrte dabei wie ein Kätzchen. Er hatte ihn mit sich auf die Seite gezogen, um ihn nicht unter seinem eigenen Gewicht zu erdrücken. Seine Zunge leckte genüssliche Streifen zwischen Kehle und Ohr entlang und ließ Jim zufrieden seufzen.

Ashayam du machst mich so fertig. Ich liebe dich“, schob Jim durch den mentalen Äther, vor Erschöpfung noch unfähig ein Wort über die Lippen zu werfen.

Ich kann nur erwidern. Ich liebe dich auch, T`hy`la.“

Jim schloss befriedigt seine Augen und schlummerte schon fest, als Spock kurz darauf mit warmen, feuchten Tüchern kam und ihn behutsam aufräumte.

=^=

Äußerlich war Captain Kirk die Ruhe selbst, als er an der Seite seines Ersten Offiziers dem Korridor zur Brigg folgte. Er hätte sich heute Morgen dafür entscheiden können die Gehhilfen zu benützen, doch er wollte sich vor Kodos keine Schwäche erlauben und so fiel seine Wahl auf die lästige Impulsmanschette, die ihn wieder bei jedem Schritt unaufhörlich mit kleinen unangenehmen Stromstößen nadelte und ihn schon jetzt dazu bringen wollte umzukehren.

„Shit, Spock ich glaub ich pack‘s nicht.“

Zitternd schwang das Band und zeigte Spock all die Sorgen und Ängste von Jim ungefiltert, nämlich gleich seinem Peiniger gegenüber treten zu müssen und all die schlimmen Dinge wieder erneut vor sich auftauchen zu sehen. Er schien bereits am Rande einer beginnenden Panik zu stehen, aber noch traten seine Beine in ihrem stetig gleichmäßigen Muster vorwärts.

„Du brauchst nichts fürchten. Ich bin an deiner Seite. Er kann dich nicht erreichen. Nie wieder!“

Ein kurzer Hauch von ozh'esta Streifte über seinen Handrücken und sandte ihm zusätzlich beruhigende Impulse. Die beiden Admirals, die hinter ihnen her trotteten, hatten mit Sicherheit keine Ahnung was gerade an besonderer Kommunikation zwischen den beiden Offizieren ablief. Für sie sah es so aus, als würden Captain und Commander in straffem Gleichschritt zur Brigg marschieren, völlig im Einklang mit der vor ihnen liegende Aufgabe, der Befragung eines Gefangenen.

Danke Schatz. Ich liebe dich!

Ein sanftes Lächeln huschte über sein Gesicht, welches er jedoch mit dem Öffnen der Tür zur Brigg sofort abwischte und durch eine ernste Miene ersetze. Giotto nickte ihnen zu und salutierte beim Eintritt der Admirals, doch wandte er sich sofort wieder seiner Aufgabe zu.

An den ersten beiden Zellen konnten sie ungehindert vorbei laufen, jedoch vor der dritten schreckten beide Admirals zurück, als die inhaftierte Person mit Wucht gegen die Aluminiumverglasung sprang und den Captain und Commander anzufauchen schien. Die beiden Offiziere ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und gingen ohne darauf einzugehen einfach weiter, schließlich war sie nicht Bestand der heutigen Anfrage.

„Keine Sorge, sie kann Sie weder sehen noch hören. Die Sichtschutzfunktion, sowie die Audiokontrolle sind auf Befehl von Commander Spock vor Ihrem Eintreffen vorsorglich von mir aktiviert worden. Die Insassen sehen lediglich ihr eigenes Spiegelbild und stehen dennoch über Monitoring unter voller Überwachung. Bei Bedarf kann jede Zelle einzeln aufgerufen werden.

Komak und Barnett nickten anerkennend, bemühten sich rasch ihre Fassung wieder herzustellen und folgten Kirk und Spock zu dem Inhaftierten in Zelle vier. Heute sollte festgestellt werden, ob es sich bei dem Angeklagten Dr. Drew Draven tatsächlich um Kodos den Henker von Tarsus IV handelte.

Hinter ihnen zischte leise die Tür und CMO Dr. McCoy eilte mit einem Fähnrich im Schlepptau heran.

„Guten Morgen, die Herren Admirals!“ grüßte er förmlich. Jim und Spock nickte er nervös zu und warf sein kleines Medkit von einer in die andere Hand. „Darf ich vorstellen, das ist Ensign Kevin Riley. Er ist wie der Captain ein Überlebender. Ein Zeitzeuge.“

Riley salutierte stramm vor den hohen Herren.

„Rühren Ensign! Sie sind sich bewusst, weshalb Sie heute hier her berufen wurden?“ fragte Komak den jungen Mann an.

„Jawohl Sir! Meine Aussage trägt explizit dazu bei, ob dieser Mann ein gefährlicher Massenmörder ist oder nicht, da ich als Kind Zeuge der Rede und der beginnenden Exekution von viertausend Menschen auf Tarsus IV war. Ein Massaker, dessen undefinierbare Grausamkeit kaum zu beschreiben ist und ich die folgenden Wochen nicht ohne die Hilfe meines Captains zu überleben imstande gewesen wäre.“

Riley schluckte kurz und fuhr dann fort seinen Bericht zu erstatten.

„Ich habe, als wir den Captain auf Tarsus abholten und die restliche Mannschaft dieses Kerls einsammelten, gesehen - was er mit meinen vermissten Kameraden gemacht hat. Er ist ein Monster, Sir! Er hat sie alle getötet. M`Tressi und Thomas Leighton, Eliot Molson, Danny Eames. Ich habe ihre Leichen unten gesehen und identifiziert. Ihre Körper in unterschiedlichen Stadien der Verwesung und mit Verletzungen von Experimenten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er es ist, Sir! Aber ich werde mir dennoch seine Stimme anhören, um jeglichen Zweifel auszuschließen.“

Mut, Zorn, Trauer, Verzweiflung, Hass und wieder Mut tanzten auf dem Antlitz des jungen Mannes, als er seine wohl gewählten Worte leise dem Admiral vorbrachte.

Nicht nur Jim musste hart und trocken bei den Worten dieses jungen Menschen schlucken. Verdammt, er war noch so jung und hatte schon so viel Elend und Leid gesehen. Sollte er ihn wirklich der Stimme und dem neuen Aussehen dieses Monsters aussetzen? Denn eines War klar, die Augen dieses Kerls, die hatte er damals nicht verändern können. Aus ihnen blickte nach wie vor das pure Böse. So gern wollte er Kevin davor beschützen, ihn wieder in diesen kleinen unschuldigen Jungen verwandeln, der noch alles vergessen konnte, aber er sah auch ein, dass nur sein alleiniges Wort nicht ausreichen würde. Da würde dann eine Aussage gegen eine andere stehen und somit stände es unentschieden. Mit Kevins Aussage, würde sich Kodos nicht freikaufen können. Zwei Zeitzeugen unabhängig voneinander und dazu noch genetische Musteranalyse und der Mistkerl wäre geliefert.

Also nickte der Captain schweren Herzens Giotto zu und sie traten vor das Sichtfenster zu Draven alias Kodos. Die Kommunikation war offen.

=^=

Tbc ...
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast