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Crash and Burn

GeschichteDrama, Freundschaft / P18 / MaleSlash
James T. Kirk Leonard McCoy Spock
27.04.2021
23.10.2021
37
96.433
14
Alle Kapitel
22 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.07.2021 1.909
 
Hallo meine Lieben,

schon wieder ist eine Woche vergangen.

Was wird wohl nun passieren? Wird T`Pring abdrücken und ihn töten? Oder kann Jim seine Furcht und Wut vor T`Pring nutzen und Spock ein neues Feuer auf sie werfen lassen? Oder passiert gar etwas ganz anderes?

Nun, ich will euch nicht lange aufhalten. Ihr habt lange genug Enten gesessen und auf die Fortsetzung gewartet.

Seit wieder gefasst auf jede Menge vulcanischer Vokabeln. Ich habe mich für euch ordentlich ins Zeug gelegt. ;)

Viel Spaß mit dem heutigen Kapitel!

=^=


Nachwehen Teil 2

Der Wachmann starrte zwischen den beiden hin und her. Er verstand kein Wort von dem was sie sagten, aber er verstand, dass sein Captain in Gefahr war. Er musste etwas tun, schließlich war es sein Fehler, dass die Frau seinen Phaser in den Händen hielt. So tat er etwas mutiges oder auch dummes, ganz wie man es betrachten wollte. In einem raschen Scheinangriff schlug er der Vulcanierin unter den Arm. Perplex über das unerwartete Eingreifen flog ihr die Waffe aus der Hand. Jim jedoch hatte aus seiner Position den Angriff voraus gesehen, hatte seine Krücken im selben Moment fallen lassen und den Phaser gefangen. Nun standen die Karten schlecht für die Frau. Das Blatt hatte sich zu ihren Ungunsten gewendet. Der Phaser zielte zwischen ihre Augen, aus denen bitterer Hass schleuderte.

Spock war durch die übertragene Unruhe voller Besorgnis aus seiner Untersuchung geflüchtet und kam nun mit einem wütenden Doktor im Schlepptau angerannt. Er hatte bereits beim Verlassen des VIP-Zimmers vertraute vulcanischen Laute vernommen und angesichts des Lärms seine Schritte zur Quelle hin beschleunigt. Dort angelangt, fand er Jim mit einem Phaser in den Händen, der auf den Kopf einer Frau trainiert war. Er analysierte die Situation in Sekundenbruchteilen und entschied sich ebenfalls vulcanische Worte zu verwenden.

„Mura fisahr, ashal-veh“, fragte er leise aber fordernd an. („Nimm den Phaser runter, mein Liebster!“)

„Ikap` uh t`du ru`lut!“, herrschte Jim ohne nachzudenken den Sprecher hinter der Frau an und ohne den Blick auch nur einen My von ihr abzuwenden.
(„Halt den Mund!“)

Jims harsche Reaktion verleitete Spock zu einem härteren Ton.

„Kroyka!“ schnappte er zurück und erzielte damit die Aufmerksamkeit die er brauchte.
(„Stopp!“)

Auch McCoy fand plötzlich seine Sprache wieder.

„Jim, verdammt! Hör auf damit! Was ist denn in dich gefahren? Bist du von allen guten Geistern verlassen?“, schnauzte er seinen Freund an. „Du kannst doch nicht einfach meine Patienten angehen. Leg das Ding weg!“

Tilek svi`khaf-spol t´vathu-tilek svi`sha`veh. “, sandte Spock sogleich mit beruhigenden Wellen durch die Verbindung direkt in Jims Gedanken, als er den Schreck empfing, den die harten Worte in seinem T`hy`la ausgelöst hatten. („Der Speer im Herzen des anderen, ist der Speer in deinem eigenen.)

Ni`droi ìh nar-tor, ashal-veh!“, antworte Jim lautlos zurück, schluckte trocken und ließ den Phaser erschöpft sinken. („Vergib mir, mein Liebster!“)

„Führen Sie T`Pring in die Brigg und bewachen Sie sie und um die Uhr!“, wies Spock den jungen Wachmann an, der sogleich seinen Phaser wieder an sich nahm und die Vulcanierin nach einem kurzen Blick zum Doktor abführte.

„Aifa ish-veh T`Pring?“, hauchte Jim geschockt aus und schwankte unter der Erkenntnis wer diese Person vor ihm darstellte, leicht zur Seite weg, was sein geheiltes, kraftloses Knie mit Aufgabe quittierte und ihn beinahe zu Boden gebracht hätte. („Dies ist T`Pring?“)

„Bolau tu shom, T`hy`la!“, flüsterte Spock ihm ins Ohr und hielt ihn aufrecht.
(„Du musst dich ausruhen, T`hy`la!“)

„Bones, warum ist sie hier und warum weiß ich nichts davon?“, fragte er über seine Schulter den Blick fest auf T`Pring gerichtet, wie sie vom jungen Sicherheitsmann nach zustimmendem Nicken McCoys abgeführt wurde.

„Ich finde es auch toll, dass du endlich zu Standard zurückgefunden hast“, brummte Len sarkastisch. „Ich hab nämlich kein Wort verstanden. Zufällig ist mein Translator noch auf Urlaub in Nyotas Quartier. Also kannst du mir sagen, was zum Kuckuck hier gerade passiert ist? Warum regt dich diese Frau so auf, dass du dafür dein Kommando und dein Schiff aufs Spiel setzt?“ drängte er mit wütend gekniffenen Augenbrauen zu erfahren.

Am liebsten hätte er Jim eine Kopfnuss für sein unvernünftiges Handeln verpasst. Aber stattdessen reichte er ihm die Gehhilfen zurück und befahl ihm mit seinem Augenkontakt zu seinem Büro zu gehen. Spock folgte stillschweigend, denn auch er hatte ein berechtigtes Interesse zu erfahren, was seine hintertriebene Ex hier zu suchen hatte, wähnte er sie doch unten auf Tarsus.

„Setzt euch! Brauchst du was zur Beruhigung, Jim? Dein Atem geht wie ein Dampfhammer und du zitterst wie Espenlaub“, äußerte Bones seine Besorgnis und strebte bereits auf seinen Schrank zu, indem sich ein Fach mit Hypos, Pillen und einem Notfallset extra für Jim befand.

„Wage es dir ja nicht mir jetzt eine Hypo reinzustecken! Ich pfeif‘ drauf! Ich will eine Erklärung warum diese Hexe an Bord meines Schiffes ist und frei rumläuft!“, schnappte Jim äußerst gereizt und unwillig sich zu beruhigen.

„Na gut. Das offizielle Treffen ist zwar erst für 0900 angesetzt, aber du bist der Captain und wirst nicht locker lassen.“

„Da kannst du einen ganzen Chilli-Pfefferstreuer drauf schlucken!“, bestätigte Jim herausfordernd.

„Der Status sieht derzeit so aus, dass wir 47 unfreiwillige Gäste haben. Das Oberkommando befahl Scotty während eures Ausfalls alle noch verbliebenen Personen aus der Gebäudeanlage von Tarsus zu evakuieren. Du weißt besser als jeder andere, das Tarsus unter Quarantäne der obersten Kategorie steht und als unbewohnbar gilt.“

Jim nickte und fragte bitter: „Wo sind sie untergebracht?“

„Kodos oder Draven, wie er sich jetzt nennt, sein Assistent, sein Leibarzt und seine beiden Leibwachen sitzen in der Brigg unter sichtbarer Dauerbewachung ein. Die anderen stehen unter Quartiersarrest auf dem Gästedeck mit beschränktem Zugriff auf die Nahrungsverteiler. Sie werden mehrmals täglich überprüft. Sieben von ihnen sind Frauen. Sie waren vermutlich Dienerinnen oder Hausmädchen. Sie wurden mit dieser T`Pring in einem Raum von unseren Sicherheitsleuten gefunden. Bis auf die Vulcanierin, die völlig neben sich war, sind alle gesund. Ich diagnostizierte einen schweren mentalen Schock und behielt sie demzufolge als Patientin auf meiner Station.“

„Ja und? Sie hätte mich fast umgebracht, hätte Spock sie nicht aufgehalten. Schon wieder!“, warf Jim hart ein und ließ Leonard trocken schlucken. „War übrigens ‘ne krasse Nummer, Spock, die du für mich auf Tarsus gezogen hast. Danke nochmal dafür.“

Ein leises Lächeln huschte über Jims Gesicht, als er sich für seine Rettung bedankte.

„Es war mein gutes Recht dich auf jede erdenkliche Weise zu schützen“, erwiderte Spock schlicht mit einem zuvorkommendem, angedeuteten Nicken.

„War wohl einfach Pech ihr hier über den Weg zu laufen. Sorry Bones, aber du verstehst jetzt sicher, dass sie eine miese Schlampe ist. Oder?“

„Klar Jim. Ich kann deine Aufregung in gewisser Weise nachvollziehen und hätte ich gewusst, dass sie so auf dich abgeht, hätte ich nie erlaubt, dass du sie ohne Vorwarnung und Extraschutz zu Gesicht bekommst. Was hat sie dir auf Tarsus angetan und was hat Spock mit der ganzen Sache zu tun? Er war doch gar nicht dort“, fragte Leonard nun mehr als im medizinischen Sinne neugierig an den Hintergründen interessiert.

„Okay, ich spüre den Antrieb unter meinen Füßen. Das heißt wir befinden uns offensichtlich nicht im Orbit von Tarsus IV“, stellte Jim rhetorisch fest, nur um das Thema von T`Pring abzuwenden.

„Nein, wir sind zurück zur Raumbasis Alpha Sigma Sieben um unsere Leute wieder aufzunehmen.“

„Was? Moment, welche Leute? Ich habe keinen Transfer genehmigt“, stellte Jim klar.

„Du nicht, aber Spock. Die Saratoga dürfte inzwischen mit dem Austauschpersonal vor Ort sein und unsere Leute abgelöst haben, die als Interim für das korrumpierte Personal abgestellt wurden“, erklärte Leonard und hoffte noch immer darauf eine Antwort von Jim zu erhalten, wie es Spock gelungen war Jim auf Tarsus vor T`Pring zu retten, obwohl er doch gar nicht anwesend war.

„Wie? Was für ein verdammter Mist läuft hier eigentlich?“, brauste Jim erneut auf.

„Komm runter Jim. Es wurde alles mit dem Oberkommando geklärt und abgesegnet. Ihm blieb keine andere Wahl, als ein paar unserer Leute abzustellen. Und es ist ja nicht so, als hätte er sie irgendwo im nirgendwo ausgesetzt. Wir holen deine Schäfchen ja jetzt wieder ab. Ich weiß nicht genau wann, aber ich glaube gegen Nachmittag sollten wir da sein. Lies einfach die Berichte oder warte bis 0900 zu offiziellen Besprechung.“

„Hmpf!“, schnaubte Jim entnervt. So hatte er sich seinen Morgen mit der Entlassung aus der Krankenstation nicht vorgestellt.

Da Jim in seiner derzeitigen Laune wohl nicht weiter reden würde, startete Leonard einen Versuch Spock die Informationen aus dem Kreuz zu leiern, die ihn so brennend interessierten.

„Also Spock, wie hast du das gemacht? Du warst die ganze Zeit hier. Ich weiß das, denn ich war nahezu die ganze Zeit an deiner Seite.“

Er starrte ihn mit durchdringendem Blick an, der wohl sagen sollte, ‘Weich mir ja nicht aus!‘ und verschränkte demonstrativ seine Arme vor der Brust.

„Telepathie“, antwortete dieser schlicht in seiner stoischen Art.

„Na wie jetzt? Zufällig weiß ich aber, dass Vulcanier Berührungstelepathen sind. Betonung liegt hier auf Berührung! Und du hast Jim nicht berühren können. Deine Finger waren hier.“

Leonards Mimik veränderte sich. Ungläubig, irritiert, skeptisch zog er seine Augenbrauen zusammen und starrte weiter auf den Mann vor sich, als könnte er dadurch hinter das Geheimnis kommen.

„Bones, du vergisst, wir waren bereits verbunden“, half Jim ihm auf die Sprünge.

„Ja und? - Oh, ohhhh! Du meinst, als sie ihre Finger in deinen Gedanken hatte, hat Spock darauf gehauen?“

Sein Gesicht leuchtete unter der Erkenntnis vor Befriedigung das Rätsel für sich gelöst zu haben regelrecht auf. Er lehnte sich nun in seinem Stuhl zurück und gönnte sich einen entspannend tiefen Atemzug, verschränkte dabei seine Hände hinter dem Kopf.

Jim nickte mit einem breiten Grinsen und fuhr dann fort.

„Er tat nicht nur das. Mein geschickter und hochtalentierter Mann hat sie aus meinem Geist in ihren eigenen zurück gedrängt und dort eingesperrt. Er nahm ihr die Fähigkeit sich jemals wieder mit einem anderen Wesen telepathisch zu verbinden. Kein Heiler oder Priester wird ohne sein aktives Zutun daran etwas ändern können. Sie ist also für den Rest ihres erbärmlichen Lebens PSI-Null.“

Der Arzt sah nun überrascht zu seinem grünblütigen Freund hinüber und nickte anerkennend.

„Wow. Das hätte ich dir nicht zugetraut Kobold. Du hast sie geistig verkrüppelt. Würde zumindest ihren Schock erklären mit dem sie hier ankam. Ich gab ihr Sedativa, die sie in die Heiltrance hätten befördern sollen. Aber es war anders als bei dir. Sie schien nicht tief genug gelangen zu können und schlug immer wieder um sich, zerriss sogar zweimal die Fixierungen. Deshalb hatte ich einen Wachmann an ihr Bett beordert. Erst gestern Abend hatten sich ihre Hirnströme normalisiert. Ich wollte sie heute nochmal gründlich durchchecken und dann in ein Quartier entlassen. Hätte ich um ihre Hintergrundgeschichte gewusst, hätte ich sie sofort unter Arrest in einem Zimmer von doppelter Bewachung gestellt.“

„S‘okay Bones, konntest es ja nicht wissen. Wir waren halt mit andern Dingen beschäftigt, als dich mit Details über meine Entführer zu füttern“, besänftigte Jim das Schuldgefühl seines Freundes und gab Spock zeitgleich eine zarte Bürste mit zwei Fingern über seinen Handrücken, was sofort ein feuriges Glitzern in den dunklen Augen und ein dezentes Lupfen eines Mundwinkels zur Folge hatte. „In der Brigg sollte die Dame uns nicht mehr gefährlich werden.“

Er blieb noch ein, zwei Atemzüge entspannt sitzen und schickte sich dann an aufzustehen. Sofort war Spock an seiner Seite ihn zu begleiten und reichte ihm die Gehhilfen. Jim verleierte die Augen und schüttelte lächelnd den Kopf.

„Danke Schatz. Was würde ich nur ohne dich machen?!“

=^=

Tbc ...
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