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Crash and Burn

GeschichteDrama, Freundschaft / P18 / MaleSlash
James T. Kirk Leonard McCoy Spock
27.04.2021
23.10.2021
37
96.433
15
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Dieses Kapitel
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22.06.2021 1.640
 
Hallo meine Lieben,

und hier kommt schon die Fortsetzung der Rettung.

=^=

Rettung in letzter Minute - Teil 2

„Verdammt wo bleibt dieser Riley!“, knurrte McCoy einen der Männer vom Sicherheitsteam an, die ihn auf den Planeten begleiten würden.

„Sir?“, fragte der Mann entschuldigend.

Da glitt endlich die Tür auf und ein abgehetzter Fähnrich kam mit einem Tricorder in einer Hand und in der anderen Hand einem Strauß Buschmesser und Trinkpacks herein. An seinem Gürtel steckte sein Phaser und ebenfalls ein Messer, aber ein wesentlich kleineres. Es trug eine feine Gravur.

„Sorry für die Verspätung Sir! Ich dachte das wird uns von Nutzen sein. Ich schlage vor, dass wir von dort aus rückwärts gehen, von wo die Mannschaft entnommen wurde“, bot Riley an.

McCoy kniff die Augen in seiner mürrisch Art nachdenklich zusammen und nickte dann dem jungen Mann zustimmend zu. Riley verteilte seine Mitbringsel an die Männer und gab eine kurze Einleitung in die Gefahren der Fauna und Flora. Minuten später befanden sie sich auf Tarsus und Regen sickerte ihnen in den Nacken ihrer Kleidung.

„Ich hasse Regen im Nacken“, grummelte McCoy. „Machen wir, dass wir den Captain schnell finden, bevor er sich noch eine Lungenentzündung dazu einfängt. Er hat sicher schon genug am Wanst was es zu flicken gilt.“

Sie fächerten sich auf und erreichten schon nach wenigen Minuten den Rand der Schlucht über den der umgestürzte Baum ruhte. Bisher zeigten die Tricorder keine menschlichen Messdaten an. Lediglich eine kleine Gruppe von affenähnlichen Kreaturen kreischten unruhig vom Schrei eines Vogels, der über der Klamm nach Beute kreiste, aufgescheucht auf der anderen Seite im Geäst umher. Sie schaukelten wild und warfen mit abgerissenen Blättern und Früchten in Richtung der kleinen Gruppe von großen, aufrechten, gefährlich wirkenden zweibeinigen Eindringlingen in ihrem Revier, nämlich den Menschen auf der anderen Seite der Klamm.

„Wir müssen wohl dort rüber“, erklärte Corporal Azikiwe das offensichtliche Vorgehen und betrachtete das Geschrei der kleinen Primaten auf der anderen Seite mit gemischten Gefühlen.

McCoy schickte einen abschätzenden Blick über den Rand zum inzwischen reißenden Fluss hinab und dann auf den Baum, der an trockenen Tagen durchaus als Brücke dienen mochte. Aber gerade heute hatte der Himmel beschlossen seine Schleusen zu öffnen und alles auszuschütten was er an Vorrat zu bieten hatte. Er beschloss es mehr zu hassen bei diesem Mistwetter über einen Baum zu klettern und in einen Fluss zu stürzen, als seinen Körper in seine Moleküle zerlegen und auf die gegenüberliegende Seite schicken zu lassen. Kurzerhand zog er seinen Kommunikator aus der Tasche, nachdem er Stanford mit einem Handzeichen daran hinderte auf den Baumstamm zu klettern.

„Hey junger Mann, was denken Sie da zu tun? Niemand geht da einfach so drüber! - McCoy an Enterprise, wir brauchen einen kleinen Fährmann zur anderen Seite“, schnarrte der Arzt fast schon wütend über die Dummheit des Mannes in den kleinen Kasten in seiner Hand.

„Scotty hier, okay. Geht gleich los. Fährmann holt über“, antwortete der Schotte mit einem lachend, freundlichen Unterton in seiner Stimme und der Rettungstrupp wurde auch prompt auf die andere Seite gebeamt.

McCoy atmete auf. Keiner wurde durch irgendeine Unachtsamkeit in den Fluss gerissen und sie konnten sich wieder ihrer dringlichen Aufgabe widmen.

„Riley?“, fragte er den Fähnrich an, denn er hatte bemerkt, wie dieser seine Umgebung mit wachen Sinnen taxierte.

„Sehen Sie diesen Baumstumpf? Er ist frisch gebrochen und hat diesen jüngeren über die Klamm gelegt“, er gestikulierte mit beiden Händen „aber dort, ...“, er schritt eilig in die Richtung des gefallenen Baumes, kletterte über Bruchstücke des Stammes, folgte ihnen und sprach weiter „in die Richtung müsste Jay gehen, wenn er zum Fluss runter wollte.“

Im Geäst kreischten die kleinen Äffchen immer lauter werdend je näher er ihrem Gebiet zu kommen schien. Riley betrat gerade den Rand eines eingebrochenen Bereiches und erstarrte für Sekundenbruchteile. Scheiße! Dort unten lag etwas und er konnte in dem Durcheinander aus Kleidungsfetzen, Baumbruchstücken, Dreck und Laub auch Blut ausmachen.

„DOKTOR! SCHNELL! ICH HAB IHN GEFUNDEN!“ schrie er über seine Schulter und ohne sich zu kümmern, ob er schnell von seinen Schiffskameraden eingeholt wurde rutschte Riley eilig auf seinem Hintern in den Erdspalt hinab und watete durch den Matsch zu seinem Freund und Beschützer aus Kindertagen.

„Hey Jay!“, begrüßte er ihn sanft und berührte die Schulter des Captains, was ihm ein leises Stöhnen einbrachte.

„Jay? Jay, mach die Augen auf! Ich bin‘s. Kev. Komm schon, du musst aufwachen! - HEY DOKTOR! WIR SIND HIER UNTEN!“, schrie er aus dem Erdloch, weil es ihm einfach zu lange dauerte bis der Arzt erschien. Mit schlammig verschmierten Fingern, strich er seinem Captain über die Stirn und wurde belohnt. Flatternd öffneten sich die Augen und die Zunge leckte über die regenfeuchten Lippen.

„Kev? Wieso bist du...? Du solltest nicht… “, stammelte Jim verwirrt.

Da rutschte endlich der Arzt neben den Fähnrich und drängte sich in der Enge vorbei in das Sichtfeld seines Patienten.

„Mach dir keine Sorgen Junge. Wir bringen dich nach Hause. Wir sind froh dich endlich gefunden zu haben.“

„Bones?“, Jim schnappte mit einer blutigen Hand krampfhaft nach dem Arm seines Freundes „Kevin, schaff ihn sofort hier weg! Er ist der letzte meiner Kinder. Kodos...“

„Ist bereits in sicherem Gewahrsam in unserer Brigg, Jim. Wir sind hier um dich zu holen. Lass mich sehen wie es dir geht.“

Sanft entzog er sich der klammernden Hand und schwenkte seine kleine Leseeinheit über Jim. Seine Miene verfinsterte sich. In kurzem Abstand schickte er drei Hypos in Jims Nacken. Zuerst Hyronalyn zur Kreislaufstabilisierung, dann Vitalisator K gegen den Blutverlust und eine Tri-ox-Verbindung, da er eine sehr schlechte Sauerstoff-Blutsättigung aufwies.

„Mir ist kalt. Ich bin soo müde Bones“, wimmerte er schwach.

Vorsichtig rieb er über die kalte, feuchte Haut am Hals, wo er gerade eben die Hypos gesetzt hatte und streichelte beruhigend über Jims Stirn. Er kämpfte darum selbst nicht überzuschnappen. Aber er war Arzt und hielt sich entschlossen an seinem Doktormodus fest. Für Jim konnte er das tun, aber er wusste auch, Jim wusste klare Ansagen zu schätzen.

„Ich will ehrlich sein. Du bist unterkühlt, dehydriert, halb verhungert und hast schwere Traumata an Schulter und Knie, eine gestauchte Wirbelsäule, eine leichte Gehirnerschütterung und von der Vergiftung will ich gar nicht erst reden die durch dein System jagt. Du bist ein wandelndes Wrack. Ein Wunder, dass du so lang durchgehalten hast. Jim, ich werde dich jetzt schlafen legen. Wenn du wieder aufwachst ist alles vorbei. In Ordnung?“, fragte er und ließ einen recht warmen Ton in seiner Stimme mitschwingen.

„So schlecht?“, fragte Jim, denn er wusste genau, wenn Bones so weich und liebevoll zu ihm war, stand es wirklich, wirklich schlimm um ihn.

„Ich pass auf dich auf, mein Junge“, antwortete er und schob die Hypo mit dem Hydrocortilen sanft hinterher. Er spürte es diesmal kaum und schenkte Bones ein dankbares Lächeln.

Jims Lächeln wurde von einem leichten Husten fort gewischt, welches winzige Blutspritzer zutage förderte und über die tröstende Hand von Bones auf seiner Brust verteilte, dann schlossen sich seine Augen ergeben der Wirkung des Medikamentes.

Die Sicherheitsmänner knieten alle am Rande des Erdlochs und warteten voller Bestürzung auf Befehle des Arztes. Aber dieser wandte sich nicht eine Sekunde an sie, sondern zog seinen Kommunikator und rief nach Scotty.

„Scotty, ich brauche eine direkte Rutsche für den Captain und mich auf die Krankenstation. Er hat allerdings einen Fremdkörper in der Schulter und der muss mit gestrahlt werden. Sonst könnte er mir verbluten noch ehe ich mich einmal im Kreis gedreht habe. Das Grünzeug über seinen Beinen kann hier bleiben.

„Und das Sicherheitsteam?“

„Kann dann nach kommen. McCoy Ende.“

=^=

Er vermochte nicht zu benennen wie lange er bereits in dieser mentalen Position verharrte, sein Zeitgefühl war ihm in seinem Zustand schon vor Tagen abhanden gekommen. Seine geistigen Hände ruhten still auf den Adern der Baumrinde und spürten den sanften Schwingungen von Jims Lebenspuls nach. Bei jeder noch so kleinsten Unregelmäßigkeit erzitterte das flammende Laub seines Baumes, welcher sich eng um Jims schmiegte und wog.

Plötzlich überkam ihn erneut Panik, doch diesmal war sie stärker. Der Puls unter seinen Händen hatte abermals aufgehört und wollte einfach nicht wieder beginnen sich zu rühren. Dunkelheit zog sich um die Insel zusammen, verschlang bereits das umgebende farbenfrohe Land ihres gemeinsamen Mindspace.

Nein, das darf nicht sein!“, flüsterte er der Dunkelheit ängstlich entgegen, die auch nach ihm zu greifen und ihn unter ihrer schweren Decke des Vergessens zu ersticken drohte.

JIM!“, schrie er laut auf und versuchte sich mit diesem Schrei aus seiner selbst gewählten Trance an die Oberfläche des Bewusstseins zurückzuholen. Aber zugleich scheiterte er, da er sich nicht mit seinen mentalen Händen von dem einzigen Zugang zur Verbindung, die er soeben noch zu seinem T`hy`la verspürte und nun nur noch als Echo in seinem Bewusstsein anwesend schien, zu lösen vermochte.

Immens hell leuchteten die kleinen ha`pla-kur svai Blumen ihr hellstes Licht, welches sie je hier erschaffen hatten und hielten somit die bedrohliche Dunkelheit mit ihrer endgültigen Schwärze wie ein schützender Kokon um den Baum auf Abstand.

Spocks mentaler Avatar hatte sich erhoben und umarmte Jims Lebensbaum in sich nun gänzlich. Seine feurig flimmernden Flügel umhüllten, was seine Arme nicht berühren konnten. Er spendete Licht, Wärme, Geborgenheit und unendlich tiefe Liebe. Seine Stirn drückte sich fest in die Rinde und er glaubte mit ihr zu verschmelzen, dabei raunte er ihm Zärtlichkeiten und flehende Worte zu.

T`hy`la, du darfst mich nicht verlassen! Nicht noch einmal! Ich bin nicht bereit dafür. Ich brauche dich! Ohne dich bin ich verloren. Du musst leben! Ich habe dich doch noch nicht einmal gekostet. Ich will dir meine Liebe gestehen, nicht nur hier im Mindspace, sondern auch dort, wo du es noch nicht gehört hast. Bitte kämpfe für mich! Ich liebe dich! Bitte, T`hy`la ...“


=^=

Tbc ...


Soooo sorry ( ´・・)ノ(._.`) .
Ich hab sie doch noch nicht zusammen gebracht.
Vielleicht im nächsten Kapitel? Mal sehen.





LLAP
Ti Leyni Miju
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