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Unite to duel

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12 / Mix
Aki Lazar Leo Luna OC (Own Character) Yusei Fudo
27.04.2021
06.05.2021
3
6.548
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04.05.2021 2.055
 
Leo stand der Mund offen, als sich Hendriks legendärer weißer Drache auf dem Spielfeld zeigte und ein lautes Brüllen ausstieß. „Danke auch für deinen Angriff, Leo“, sagte Hendrik zufrieden. „Du bist genauso unüberlegt und vorhersehbar wie ich mir gedacht habe.“
„Aber wie kommst du bitte an den blauäugigen weißen Drachen? Es gibt doch nur drei Kopien dieser Karte auf der Welt!“, protestierte Leo lautstark. „Ja, klar, glaub das ruhig weiter. Aber du solltest dir lieber eine gute Strategie überlegen, wenn du es mit mir aufnehmen willst.“
Leo biss die Zähne zusammen, bevor er seinen Zug beendete und Hendrik somit wieder an der Reihe war. „Und ich werde dir noch einiges mehr zeigen von dem, was mein Deck so zu bieten hat. Ich aktiviere nun die Zauberkarte Karten des Einklangs. Wenn ich jetzt ein Empfänger-Monster vom Typ Drache, das nicht mehr als 1000 Angriffspunkte hat, von meiner Hand auf den Friedhof schicke, darf ich zwei weitere Karten aus meinem Deck ziehen. Und dann kann ich die Zauberkarte Antike Regeln aktivieren. Diese Karte erlaubt es mir, ein normales Monster der Stufe 5 oder höher als Spezialbeschwörung zu rufen, ohne dass ich dafür Tribute anbieten muss.“
„Was? Rufst du etwa noch einen weißen Drachen?“, rief Leo ungläubig. Hendrik lächelte nur und hielt eine seiner Karten hoch. „Nein, es ist jemand anderes. Ich beschwöre nun den rotäugigen schwarzen Drachen!“ Entgegen von Leos Vermutung holte Hendrik einen anderen, aber dennoch extrem bekannten Drachen aufs Feld, der 2400 ATK besaß. „Und nun pass auf: ich stimme meinen rotäugigen schwarzen Drachen der Stufe 7 auf meine Maid mit den blauen Augen der Stufe 1 ein und nutze sie für eine Synchrobeschwörung!“
„Aber wen rufst du denn damit?“, fragte Leo, während Hendriks Maid sich auflöste und einen grünen Ring bildete, der sich um den rotäugigen wand und ihn verschwinden ließ. „Wenn die Macht der Drachen sich zeigt, dann wird ein neuer Stern am Firmament geboren! Synchrobeschwörung! Flieg herbei, Sternenstaubdrache!“
Aus dem grünen Energiestrahl, der aufgetaucht war, erschien ein riesiger heller Drache auf dem Feld, dessen Flügel Sternenstaub abgaben, als er mit ihnen schlug. „Was? Das ist doch der Drache von Yusei!“, protestierte Leo fassungslos. „Es ist absolut nichts unmöglich, Leo. Das solltest du dir merken. Und nun greife ich mit Sternenstaubdrache deine morphtronischen Boomboxen mit Schallschuss an!“
Hendriks Sternenstaubdrache warf seinen Kopf zurück und ließ einen silbernen Strahl los, der Leos Monster zerstörte und ihm weitere 1300 Lebenspunkte abzog. „Und nun, Leo, kann mein blauäugiger weißer Drache dir den Rest geben. Greif an mit Neutronen-Lichtblitz!“ Mit einem gewaltigen Angriff aus purer Energie sanken Leos Lebenspunkte auf Null, und er hatte das Duell somit verloren.
„Wow. Du hast Leo in weniger als fünf Zügen auf die Bretter geschickt“, staunte Luna, nachdem Hendrik seine Karten ins Deck zurückgepackt und seine Duell Disk abgeschaltet hatte. „Ja, aber ich hätte doch nicht wissen können, dass er den blauäugigen weißen Drachen besitzt!“, versuchte Leo sich zu rechtfertigen. „Woher hast du den?“
„Scheiße, muss der das jetzt fragen?“, dachte Hendrik sich. Er wusste, dass nur Seto Kaiba aus der Ära der ersten Serie die weißen Drachen besessen hatte, und dass es auch nur noch diese drei Kopien auf der Welt gab. „Ich habe sie von einem guten Bekannten erhalten“, sagte er schließlich. „Und was ist mit Sternenstaubdrache? Der kann doch auch nicht von jedem besessen werden“, fügte Luna hinzu. „Ja, Yusei war bisher der Einzige, bei dem wir ihn je gesehen haben.“
„Wie ich vorhin schon sagte: man sollte nicht immer alles glauben, was die Leute erzählen“, wich Hendrik der Frage aus. Dann sah er in Richtung des Wohnzimmers, aus dem sie gekommen waren, und bemerkte, dass Alice und Kyle ihre Augen öffneten und die Köpfe hoben. „Kyle! Alice!“, rief Hendrik laut und rannte zu dem Sofa, auf dem sie lagen. Alice kam als Erste wieder zu sich und schaute sich verwirrt um. „Was ist denn das hier für ein Ort?“, fragte sie und blickte von Hendrik zu Leo und Luna.
„Pst. Ich weiß, dass das Ganze hier eine seltsame Angelegenheit ist, aber wir müssen das Spiel mitspielen, wenn das hier glimpflich für uns ausgehen soll“, flüsterte Hendrik den beiden zu und half ihnen beim Aufstehen. „Also, vielen Dank für eure Hilfe und für das Duell. Wir müssen jetzt leider los.“
„Was? Aber wir haben uns doch gerade erst kennengelernt! Und außerdem bist du mein neuer Held, Hendrik!“, rief Leo laut und packte Hendrik am Arm. „Was? Du hattest doch gerade erst Yusei zu deinem neuen Helden erklärt“, erinnerte Luna ihn genervt. „Ja, aber Yusei hat keine blauäugigen weißen Drachen in seinem Deck!“, erklärte Leo. „Und außerdem hat er es mal richtig krachen lassen! Du bist hiermit offiziell mein neuer Held!“
„Ähm, danke, würde ich sagen“, meinte Hendrik, der mit der Situation sichtlich überfordert war. „Jetzt müssen wir aber wirklich los. Entschuldigt uns bitte. Aber vielleicht sehen wir uns ja nochmal wieder.“ Damit schob er Kyle und Alice, die noch immer völlig überrumpelt waren, zur Tür hinaus und trat dann mit ihnen auf die belebten Straßen von New Domino City.
„Sind wir hier etwa in der Stadt aus der Serie?“, fragte Alice fasziniert, als sie ihren Kopf hin- und herdrehte und alle Gebäude im Umkreis in Augenschein nahm. „Ja, aber das hier ist nicht das klassische Domino City, sondern die neue Stadt. Hier werden Turboduelle ausgetragen, und die haben es in sich“, erklärte Kyle leise.
„Könnten wir denn auch so ein Duell fahren?“, fragte Alice weiter, und sie schien dabei ganz aufgeregt zu sein. „Ich fürchte nein. Wir haben keinen Führerschein für ein D-Wheel, und außerdem ist das auch sicher sehr teuer“, gab Hendrik zu bedenken. „Und wie wir ja alle wissen, geben wir das meiste von unserem Geld für Karten aus.“
„Hey, sind das da drüben eure D-Wheels?“, fragte plötzlich eine laute Männerstimme und riss die drei Duellanten somit aus ihren Gedanken. Die drei drehten sich zu der Stimme um und erkannten einen Mann mittleren Alters mit braungebrannter Haut, der sich vor sie gestellt hatte und sie mit verschränkten Armen ansah. Eine dicke Narbe zog sich über eine seiner Gesichtshälften, und er trug eine dunkelgrüne Uniform.
„Ich meine die da drüben“, fügte der Beamte hinzu und zeigte dann auf die Straße, auf der sich zwei D-Wheels befanden. Eines von ihnen war im Grundton schwarz mit einigen roten Streifen, zeigte aber den Kopf des blauäugigen weißen Drachen in der Mitte des Lenkers. Das andere dagegen sah ein bisschen aus wie Athena, das Lieblingsmonster von Alice.
„Da stehen jedenfalls die Namen Hendrik Jigoku und Alice Parker drauf“, erklärte der Polizist ihnen nun und holte dabei aus dem Handschuhfach der D-Wheels einige Papiere hervor, auf denen einwandfrei die von ihm erwähnten Namen draufstanden. „Ähm, ja, das sind unsere“, sagte Hendrik knapp und nahm nebenbei den Helm auf dem Sitz. „Dann fahrt sie bitte weg. Dieser Eingang ist eigentlich für den Sicherheitsdienst gedacht“, erklärte der Polizist. „Ok. Danke für die Info, Officer Trudge.“
Der angesprochene sah sich kurz verwirrt um und schien sich zu fragen, woher Hendrik wohl seinen Namen kannte. Dann trottete er wieder davon und ließ sie allein. „Wir haben ja doch D-Wheels“, freute sich Alice, als sie auf ihres aufstieg und sich den Führerschein ansah. „Komische Sache. Ich meine, solche Dinger tauchen doch nicht einfach so aus dem Nichts auf, oder?“, fragte Hendrik Kyle, der nur mit den Schultern zuckte. „Und ich bin anscheinend noch zu jung, um selber eines haben zu können“, vermutete er.
„Dann fahr einfach bei mir mit“, sagte Hendrik und klopfte dabei auf den Beiwagen, der an seinem D-Wheel angebracht war. Kyle stieg zögerlich ein und nahm dann ebenfalls einen Helm, um sich dann anzuschnallen und nach vorne auf die Straßen zu schauen.
„Wisst ihr denn auch, wie man ein D-Wheel fährt?“, fragte Kyle, der sich bei der Sache nach wie vor nicht sicher zu sein schien. „Na sicher. Das hier ist doch so einfach wie Fahrradfahren“, meinte Alice und drückte dann auf die Tube, um auf die Straße zu fahren und die Jungs hinter sich zu lassen.
„Wir sollten ihr besser folgen, bevor sie noch einen Unfall baut“, meinte Hendrik und startete den Motor ebenfalls. Alice schien ohne ein wirkliches Ziel zu fahren, denn sie bog immer in eine andere Richtung ab, sodass es Hendrik immer schwerer fiel, mit ihr Schritt zu halten.
Schließlich blieb sie auf einem Parkplatz stehen und schaute sich dort um. Hendrik parkte neben ihr und nahm seinen Helm ab, ebenso wie Kyle. „Was wollen wir denn hier?“, fragte Kyle langsam. „Wir werden an diesem Fortune Cup teilnehmen“, verkündete Alice laut und streckte ihren Arm nach vorne in Richtung eines riesigen Stadions, das direkt vor ihnen lag. Es strahlte in der Sonne und wirkte so, als wäre es hier bereits ewig.
„Ah ja, das Kaiba-Stadion“, erinnerte sich Hendrik. „Was? Kaiba? Wo?“, fragte Alice aufgeregt und schaute sich in alle Richtungen um. „Nein, das Stadion ist nur nach ihm benannt. Er selber hat damit nicht viel zu tun, soweit ich weiß“, meinte Hendrik nachdenklich. „Aber ja, da wird der Fortune Cup stattfinden. Und es wäre echt was für uns.“
„Aber was ist mit mir?“, fragte Kyle leise und zeigte dabei einige Karten vor: seinen finsteren Rebellions-XYZ-Drachen und den buntäugigen Pendeldrachen. „Ich meine, die XYZ- und die Pendelmonster existieren hier doch noch gar nicht. Wie soll ich denn da teilnehmen können?“
Hendrik stützte die Hand ans Kinn und dachte nach. Kyle sprach da einen sehr wichtigen Punkt an. Zu dem Zeitpunkt, zu dem sie sich hier befanden, gab es im Extra-Deck nur die Fusions- und die Synchromonster, aber nichts von dem, was danach erschienen war. „Na ja, wir versuchen es einfach. Was anderes bleibt uns nicht übrig, falls du dein Deck nicht komplett umstellen willst“, meinte Alice und zuckte mit den Schultern.
„Nein. Nein, das möchte ich nicht“, erklärte Kyle schüchtern und presste seine Karten an sich. „Ich würde vorschlagen, wir melden uns ganz einfach an, wie Alice schon sagte. Über den Rest können wir uns später Gedanken machen. Und Kyle, du wirst dann einfach nur die regulären Duelle bestreiten. Ich denke, das wird funktionieren.“
Kyle schien sich da nicht so sicher zu sein, aber noch weniger Lust hatte er, sein Deck umzustellen. Also wanderten die drei langsam in Richtung des Eingangs, der aus einer geräumigen Lobby mit einigen Sitzgelegenheiten und mehreren Schaltern bestand, an denen man sich anmelden konnte.
„Ok, Hendrik Jigoku, Alice Parker und Kyle Sakato“, fasste die Dame am Tresen zusammen. „Ihr seid gerade noch rechtzeitig gekommen. Die Anmeldung ist fast beendet. Also solltet ihr euch lieber in Position begeben, denn gleich werden die Teilnehmer ins Stadion treten und das Turnier eröffnen.“
Nachdem sie ihre Nummern erhalten hatten, wurden die drei sogleich in Richtung des Inneren gebracht, wo sich bereits mehrere Duellanten versammelt hatten und auch auf den Einlass zu warten schienen. Als sie ihre Plätze einnahmen, bemerkte Alice auf einmal einen jungen Mann mit wild abstehenden schwarzen Haaren und einer dunkelblauen Jacke. Er hatte zudem eine gelbe Narbe unter einem Auge.
„Das ist doch Yusei“, erinnerte sie sich von der Folge, die sie gesehen hatte. Er besaß den Sternenstaubdrachen, wie auch Hendrik, aber sein Rivale Jack Atlas, der Champion der Turboduelle, hatte sie ihm abgenommen. Und nun duellierte er sich in diesem Cup, um seine wichtigste Karte wieder zurückzubekommen.
„Es geht los. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, begebt euch ins Stadion!“, verkündete einer der Mitarbeiter und öffnete ihnen die Tür, hinter denen bereits die lauten Rufe der Zuschauer zu hören waren. „Seid ihr bereit?“, fragte Hendrik seine beiden Freunde. Obwohl Kyle absolut fertig zu sein schien, nickte er tapfer und stellte sich gerade hin.
Dann traten sie alle hinaus in das strahlende Sonnenlicht, das ins Stadion hineinfiel und die Zuschauer zu jubeln begannen. „Meine sehr verehrten Damen und Herren: lange haben Sie alle darauf gewartet, aber nun begrüßen wir alle unsere Teilnehmer, die ihre Duellfähigkeiten im Fortune Cup messen wollen! Einen Applaus für die Duellanten!“
Lautes Klatschen brandete auf, als sie alle das Stadion betraten und sich zu der zentralen Tribüne begaben, wo sie sich dem Publikum präsentierten und langsam winkten. „Wer hätte gedacht, dass wir es einmal mit den Karten so weit bringen würden“, meinte Alice zu den anderen. „Und nun, meine sehr verehrten Damen und Herren, wird es Zeit, dass wir den Fortune Cup beginnen mit unserem ersten Duell: Hendrik Jigoku gegen Maria Siruku!“
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