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endless love

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P6 / Gen
Rebecca Jungblut Sabine Kaiser
27.04.2021
24.05.2021
26
13.459
3
Alle Kapitel
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24.05.2021 686
 
Die Sonne brannte auf ihrer Haut während der Himmel in ein strahlendes hellblau getaucht war. Das Wetter passte nicht zur Situation und dennoch wusste Rebecca nicht, ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen sein sollte. Doch sie nahm das Alles sowieso nur nebenbei mit während sie seit Minuten regungslos da stand und nach Vorne starrte. Sie fixierte keinen bestimmten Fleck sondern blickte einfach nur ins Leere doch das war ihr in dem Moment egal. Alles was sie denken konnte war : Schuld, Schuld und Schuld. Es zerfraß sie, doch sie zeigte äußerlich keine Regung. Wieso fühlte sie sich schuldig für den Tod eines Mannes, den sie eigentlich hassen müsste. Jeder normale Mensch hätte ihn gehasst, aber sie. Innerlich spürte sie einen Hass auf diesen Menschen, der sie doch nie wirklich gesehen hatte und ihr verbat glücklich zu sein, nur weil es nicht zu seinen Vorstellungen passte. Allerdings war da auch die andere Seite. Sie liebte noch immer den Vater, der er einmal gewesen war, klammerte sich an das Bild eines Vaters, dass schon zig Jahre zurück lag, dass es nicht mehr gab. Wieso konnte sie nicht hassen? Noch immer starr folgte ihr Blick den Männern, die nun langsam die Plane von dem großen Loch wenige Meter entfernt nahmen und zur Seite trugen. Eine einzelne Träne rollte über Rebeccas Wange. Sie weinte nicht, sie zitterte nicht, nein, sie spürte noch nicht einmal Trauer. Was musste sie nur für ein Mensch sein, wenn sie nicht um den Verlust ihres Vaters trauerte. Aber da war nichts. Keine Trauer, keine Wehmut, nichts. Nur Schuld. Schuld. Schuld. Ihr Vater war tot und das wegen ihr. Sie hatte ihn nicht heimtückisch ermordet und ihm ein Messer in den Bauch gerammt, aber er war nach dem Streit mit ihrer Mutter mit dem Auto davongefahren und vermutlich deshalb von der Bahn abgekommen. Und das war fast das Schlimmste. Ihre Eltern waren im Streit auseinander gegangen. Im Streit um sie. Ihre Mutter hatte sie verteidigt und würde nie mehr die Chance bekommen sich mit ihrem Mann auszusprechen. Wie sollte sie jemals mit dieser Schuld leben? In dem Moment fuhr der Wagen ihrer Mutter vor und sie stieg aus. Schnellen Schrittes lief sie auf ihre Tochter zu und in ihrem Blick lag nicht als Sorge. Schnell schloss sie  sie in die Arme und drückte sie fest an sich bevor sie sich langsam wieder von ihr löste. Aus dem Augenwinkel sah die Blonde einen weiteren Wagen vorfahren und als ihr Mutter ihren Blick bemerkte drehte auch sie sich um und blickte zum Parkplatz. Sabines schwarzer Porsche fuhr um die Kurve dann parkte sie neben dem Wagen ihrer Mutter und stieg aus.

,,Ist sie das ?", fragte ihre Mutter neugierig und Rebecca nickte. Sabine hatte es mit ihrer bloßen Anwesenheit geschafft sie aus ihrer Starre zu befreien. Schnellen Schrittes ging die Brünette auf die Jüngere zu. Kaum hatte sie sie erreicht zog sie sie fest in die Arme und flüsterte ihr immer wieder zu, dass sie keine Schuld treffe. Sabine wusste immer, was ihr gerade durch den Kopf ging. Entweder sie war einfach leicht zu durchschauen oder Sabine kannte sie einfach zu gut. Sie tippte auf letzteres.

,,Hey. Es wird alles gut, ja? Du bist nicht Schuld. Hör endlich auf das zu Denken, hörst du? Du. bist. nicht. Schuld", Sabines Worte beruhigten sie langsam während langsam einige Tränen über ihre Wangen rollten.

,,Sag es laut", erwiderte Sabine ,, Ich. bin . nicht. Schuld".

,, Ich bin nicht Schuld", wiederholte Rebecca die Worte der Älteren.

,,Lauter", sagte die Brünette. ,, Sag es sooft und so laut du möchtest, ganz egal, Hauptsache du hörst auf das zu glauben".

,,Ich bin nicht Schuld!", erwiderte Rebecca mit deutlich festerer Stimme und allmählich ließ der Kloß in ihrem Hals nach.

Sabine lächelte schwach und griff nach Rebeccas Hand. Mit der anderen Hand drückte sie Rebeccas Kinn nach oben, sodass sie ihr direkt in die Augen schauen konnte . Als die Jüngere von Sabines Wärme durchflutet wurde beruhigte sie sich noch ein bisschen mehr und ein schwaches Lächeln huschte über ihre Lippen. Dann drehte sie sich wieder zu ihrer Mutter um.
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