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Wolkengänge

DrabbleAllgemein / P12 / Gen
26.04.2021
04.05.2021
6
1.428
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04.05.2021 243
 
Gefangen


Deine Hände sind wie die Krallen eines Werwolfs. Sie umfassen meine Kehle, nehmen mir die Luft zum Atmen. Deine Berührungen legen mich lahm, lassen kalten Schweiß über meine Brust laufen, saugen meine Seele aus wie der Kuss eines Dementors. Du bist meine größte Angst, mein Irrwicht. Ziehst mich hinein in dein Labyrinth aus Versprechen, um mich vom Weg abzulenken. Du bist ein Hinkepank. Denn du schwingst deine Worte wie eine rettende Laterne, doch ich bleibe nur noch mehr in deinen Liebesschwüren stecken, in denen ich langsam untergehe.

Meine Sicht wird trüb durch deine Stimme und du ziehst mich immer tiefer, bist ein Grindeloh, der mich mit sich unter Wasser zerrt, mich ertränkt. Dein Flüstern ist für mich wie der Gesang eines Fwuupers, meine Hoffnung? Ich merke es schon, dass ich verrückt werde. Nach dir? Ich weiß es nicht. Denn ich kann nichts mehr denken.

Weil du meinen Geist mit deinem Blick versteinerst, Basilisk, mich festhältst, obwohl du mich nicht berührst. Doch, du hältst mein Herz in deiner Hand.

Und dann, wenn du dich herablässt, um mich zu küssen, dann vergesse ich all das. Feuer steigt durch meine Adern, meine Haut lodert auf und dann verbrenne ich, sprühe Funken, entflamme alles um mich herum. Dann bin ich der Phönix. Strahle, für einen kurzen Moment, durch dich, nur um darauf aus der Asche zu kriechen, schwach und hilflos und du mich festhältst in deinem Griff, bis ich wieder verglühen kann.

239 Wörter
 
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