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Mordans Sicht einiger Szenen

Kurzbeschreibung
OneshotFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Het
Mordan
26.04.2021
26.04.2021
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Das erste aufeinandertreffen:
Als ich den Raum betrat und fragte ob sie die richtige sei, zuckte die Frau die an Corfars Bett stand zusammen und als ihr "Patient" auch noch mit klarer Stimme antwortete, starrte sie ihn nur an. In ihrem Blick stand Entsetzen.
"War es schwer, sie hierher zu locken?" fragte ich und in dem schummrigen Licht sah ich wie es in den Augen der Heilerin wütend aufblitzte. Ob auf die Kjer oder sich selber könnte ich nicht sagen. Levan verneinte mit einem Kopfschütteln. Brachan zündete ein paar Kerzen an und erst jetzt sah ich die Heilerin wirklich: Sie hatte eine zierliche Gestalt, schien aber nicht schwach zu sein und lange glatte Haare in der Farbe von Rabenflügeln. Ihre Augen waren Emeraldgrün und schienen von innen zu funkeln. Ich bewahrte mit Mühe eine ausdruckslose Miene. Sie war schön. Als sie bemerkte wie Corfar sich Schuhe anzog und scheinbar wieder gesund aus dem Bett stieg wich sie rasch ein paar Schritte zurück.
"Weiß außer diesem Heiler jemand, dass sie hier ist?" Ich wendete meinen Kopf Brachan zu. Die Frau wich so weit es ging nach hinten bis sie sie Wand im Rücken hatte.
"Nein, Herr!" kam es von Levan.
"Corfar wird sich um ihn kümmern!" Die Heilerin holte hörbar Luft und empört stieß sie aus: "Ihr könnt Udelar doch nicht töten wollen?" Ich blickte zu ihr: Sie konnte also sprechen. Aber warum sollte ich Anforderungen von ihr annehmen? Mein Blick ging wieder zu Corfar der inzwischen wieder fertig angezogen war.
"Corfar! Bis zum Morgengrauen!" Der nickte. "Ja, Herr."
"Nein!" rief sie empört, doch ich beachtete sie nicht. Nur weil sie hübsch war, würde ich noch lange nicht meine Befehle zurück nehmen. Ihre Gedanken und Gefühle waren ihr am Gesicht abzulesen. Sie hatte Angst, vorallem aber war sie wütend. Als Brachan ihr die Hand ans Kinn legte zuckte sie zurück. Er betrachtete sie genau. "Sie ist schön." Die Heilerin stieß seine Hand weg und in ihren Augen entbrannte ein Feuer. "Sie ist anwesend!" fauchte sie dann. Levan musste lachen und stellte fast was ich auch schon gedacht hatte. "Sie hat Krallen" Ich winkte Levan zu meinem Platz und ging auf die Frau zu. Brachan machte mir bereitwillig Platz und ohne auf ihr Zurückweichen zu achten fasste ich sie ebenfalls am Kinn. Ich strich mit dem Daumen so sacht wie ich konnte über ihre Wange.
"Augen, blitzend grün wie Emerald-" meine Finger gliten durch ihren Zopf "-und Haar wir gesponnenes Mitternachtsfeuer. - Sie ist tatsächlich schön." Ich sah ihr in die Augen. "Seid ihr noch unberührt?"
Ihre Hand klatschte auf meine Wange. Sie war stärker als erwartet. Ich lächlte ein wenig und ihr Blick verriet ihre Mord gelüste. Ich prüfte ob mein Kiefer heil war und hätte fast gelacht als sie die Hände zu Fäusten ballte, als wollte sie mich schlagen. "Ich werte das als 'Ja.'"verkündete ich.
" Wertet das als 'Das-geht-Euch-überhaupt-nichts-an!' unverschämter Mistkerl! - Und wagt es nicht noch einmal, mich anzufassen!" fauchte sie und tratt einen Schritt zur Seite, um sich aus meiner Reichweite zu bringen, während sie sich Brachan zuwandte, von dem sie offenbar dachte, dass er der Anführer war.
"Was wollt Ihr von mir? Was soll das?"
Brachans Augen wurden schmal und er stellte sich dicht vor sie.
"Ihr seid Lijanas, die Heilerin."
"Das wisst Ihr doch schon" Sie wollte noch weiter zurück weichen, doch der Bettpfosten stand dem im Weg.
"Ihr werdet uns zu einem Kranken begleiten" befahl Brachan weiter.
"Zu einem Kranken? Und deshalb all das hier? Hättet ihr nicht einfach  fragen können?" Verblüfung spiegelte sich in ihren Augen und sie sah von einem zum anderen. Niemand antwortete ihr. "Wo ist dieser Kranke? Wer ist er?"
"Wo: in Turas. Wer: Das werdet Ihr zu gegebener Zeit erfahren." antworte ich. Ihre Augen wurden noch größer und sir schnappte hörbar nach Luft.
"Ihr - Ihr seid -!"
"Kjer?" biete ich mit einem spöttischen Lächeln an. Sie hatte also von uns gehört, und Angst vor uns. "Ja"
Ich zog die Handschuhe aus, lehnte mich an den Tisch und verschränkte die Arme vor der Brust. Dann bedachte ich sie mit einem Lächeln das so breit war, dass meine Reißzähne zu sehen waren. Ihre Hände krallten sich um den Stoff ihres Kleides und ihr Blick flog panisch im Raum hin und her.
"Nein" sagte sie hilflos. "Nein!" sie schüttelte den Kopf. "Ich werde nicht mit Euch gehen!"
"So viel zu 'Hättet Ihr nicht einfach fragen können', nicht wahr?'
" Angst blitzte kurz in ihren Augen auf.
"Ihr könnt mich nicht zwingen..." sagte sie entschlossen.
"Ach? Tatsächlich?" fragte ich mit spöttischem Unterton.
Die Heilerin zuckte bei Brachans "Das reicht!" zusammen. Ich zog unwillig eine Augenbraue nach oben, schwieg aber.
"Wir wollen Euch nichts Böses, Heilerin. Wir bitten Euch uns nach Turas zu begleiten euch Euch eines Kranken anzunehmen. Ein zehrendes  Leiden frisst seit vielen Winter an ihm und nun hat er uns geschickt, Euch zu ihm zu bringen..."
"So sehr ich die Krankheit dieses Mannes bedauere - ich werde Euch nicht begleiten!" Ihr war deutlich anzusehen, dass sie es ganz und gar nicht bedauerte.
"Nun: eigentlich habt Ihr keine Wahl."
Ich fragte mich, ob sie wohl Gurin in ihrem Arzneikasten hatte. Damit könnte ich sie beteuben. Ich ging zu dem Kasten und fuhr mit den Fingern über die Schnitzereien. Sie waren schön gearbeitet. Ich öffnete ihn langsam.
"Wenn Ihr mich zwingt, werde ich das ganze Gasthaus zusammenschreinen."  Drohte sie uns etwa? Ich schaute auf und Spott zuckte um meinen Mund.
"Meint Ihr, man wird Euch hören? Zwei Stockwerke tiefer?" Scheinbar nachdenklich untersuchte ich die sauber beschrifteten Tiegel, obwohl ich das Flächen das ich brauchte schon gefunden hatte.
"Spätestens am Stadttor..." fing sie wieder an. "Was tut Ihr da?" Ich hob das Fläschchen mit der gelben Flüssigkeit in die Höhe und betrachtete den Inhalt. Die junge Frau holte scharf Luft. "Nein!" sagte sie.
"Nein?" fragte ich gefährlich ruhig, während ich ein paar Tropfen der Flüssigkeit auf ein Leintuch tröpfelte. Erneut schüttelte sie den Kopf und sagte, als würde das etwas bringen: "Ich werde nicht mit Euch kommen!"
"Diese Entscheidung liegt nicht bei Euch, Heilerin!" erklärte ich sanft und kam auf sie zu. Eine scharfer Geruch ging von dem Leintuch aus. Lijanas, es fühlte sich seltsam an ihren Namen zu denken, warf sich herum um zu fliehen, doch ich legte meinen Arm um ihre Teilie und presste ihr das Tuch auf Nase und Mund. Kurz kämpfte sie noch, doch dann sank sie an meiner Brust zusammen. Ich hob sie hoch und merkte wie klein sie in meinen Armen war. Ich tat als würde ich die strafenden Blicke von Brachan nicht bemerken, legte die Heilerin vorsichtig auf das Bett und drehte mich zu den anderen um.
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