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Der Kuss des Dämons

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Het
Lucy Heartfilia Natsu Dragneel
26.04.2021
14.06.2021
15
35.807
4
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Dieses Kapitel
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11.06.2021 2.362
 
14: Das Gespräch von damals


Ohne zu wissen wohin ich lief schlenderte ich durch die Straßen. Von den Menschen wurde ich mit verwunderten Blicken angesehen. Sie starrten mich an, als würden mir Hörner aus meinen Kopf wachsen. Stocksteif blieb ich stehen. Hektisch griff ich an die Stelle wo normalerweise meine Hörner oder meine Flügel wuchsen. Erleichtert seufzte ich aus. Denn da war zum Glück nichts. Ich bemerkte das die Menschen dicke Jacken trugen und trotzdem schienen sie zu frieren. Naja, ich versuchte mir nicht weiter meinen Kopf darüber zu zerbrechen. Mir reichte meine offene Weste und meine normale Hose mehr brauchte ich nicht. Immerhin war meine Körpertemperatur sowieso höher als üblich. Ich sag es mal so, ich war der heißeste unter uns Dämonen. Plötzlich fiel mir auf weshalb ich so angestarrt wurde. Es war wegen meiner Kleidung. Oh man, wenn das nur deswegen war, sind die Menschen wirklich eine seltsame Rasse. Ich versuchte nun den Geruch von Luce wahrzunehmen, das war leider nicht so einfach. Denn es gab hier dutzende Gerüche die sich auch noch miteinander vermischten. Niedergeschlagen begann ich zu seufzen, ich wusste das es nicht leicht werden wird sie zu finden und trotzdem habe ich mir die Suche nach meinen Engel nicht so kompliziert vorgestellt. Deshalb beschloss ich erst einmal etwas die Gegend zu erkunden. Immerhin musste ich mich ja hier auskennen. Gesagt getan, ich lief los und konzentrierte mich auf Lucys Duft. Nach einiger Zeit, die ich planlos durch die Gegend spaziert war. Begann mein Verbindungsmahl zu gribbeln, automatisch berührte ich die Stelle. Ich wusste was das hieß, Luce war ganz in meiner Nähe. Hektisch sah ich mich um, da erkannte ich sie. Mein Engel kam in Begleitung des Hundes auf mich zu. Sie schien mich leider nicht einmal zu bemerken. Kurz starrte ich meine Verlobte an, wieder einmal bemerkte ich wie scheiße es ihr gehen musste. Lucy war sehr dünn geworden und ihr Gesicht wirkte eingefallen. Noch dazu war die Lebensfreude, die sie ihren Augen trug verschwunden. Ich liebte schon seit ich sie kannte, dass Feuer welches in ihren Augen loderte. Davon war leider nicht mehr sonderlich viel übrig. Ihre Kleidung war verdreckt und kaum noch etwas wert. Flecken auf  den Rock und Löcher in der viel zu dünnen Hose. Ihre Jacke war nur ein dünnes Stück Stoff und der Pullover den sie sich angezogen hat war viel zu groß. Noch dazu konnte ich deutlich riechen das meine Verlobte nicht einmal die Möglichkeit bekam sich regelmäßig zu waschen.  Ich musste unbedingt etwas tun damit ich ihr helfen kann.

Verdammt, ich brauchte einen Plan. Wie sollte ich sie am besten ansprechen. Von einen Moment auf den Anderen fiel mir etwas ein. Für was besaß ich den sonst ein Instrument. Es war schon seltsam das ich sogar ein Lied im Kopf hatte welches zu mir und Lucy passt. Und das obwohl es solche Lieder bei mir zu Hause nicht einmal gibt.

Die Ärzte: Leben vor dem Tod. https://www.youtube.com/watch?v=aJzUCzpJVdw Anmerkung  des des Autors. Der Text war in der Sicht von Lucy ein anderer ich habe diesen natürlich in das Geschenk des Schicksal angepasst.  Zu meiner Verteidigung muss ich sagen das es den Song, als ich die Geschichte geschrieben habe noch nicht gab.) Sorry für diese kurze Unterbrechung. Ich bin dann mal weg. :D  )

 So viele Sterne, waren die im Sonderangebot?
Ich wüsste gerne: Gibt es ein Leben vor dem Tod?
Und ob das Eis mich trägt
Wer kann mir sagen, aus welchem Grund ich existier'?
So viele Fragen, wer bin ich und was mach ich hier?
Und warum führt jeder Weg zu dir?

Das Leben ist kurz, das Leben ist schön
Und traurig auch, gelegentlich
Ich hab lange gebraucht, um zu verstehen
Das Lеben ist sinnlos ohne dich

Ich kann dich erkennen, auch wenn du wieder untertauchst
Wie sagte schon Lennon? Liebe ist alles, was du brauchst
Der Satz hat mich geprägt
Ich fühle den Regen, zwischen den Bäumen rauscht es laut
Ich muss mich bewegen, das Wasser ist kalt auf meiner Haut
Ich mach mich auf den Weg zu dir

Das Leben ist kurz, das Leben ist schön
Und nicht zu einsam, hoffentlich
Ich hab lange gebraucht, um zu verstehen
Das Leben ist sinnlos ohne dich
Das Leben ist kurz, das Leben ist schön
Und plötzlich vorbei, unweigerlich
Ich hab lange gebraucht, um zu verstehen
Mein Leben ist sinnlos ohne dich (Sinnlos ohne dich)
Mein Leben ist sinnlos ohne dich

In deinen Pupillen spiegelt sich blau der Ozean
Ich frag mich im Stillen, ob das Leben noch schöner werden kann
Ich bin zum Greifen nah bei dir  



Nachdem ich mit spielen fertig war, stand Luce direkt vor mir. So wie immer zeigte ich meinen Engel mein breitestes Grinsen. Ich bemerkte wie sie verlegen ihren Kopf auf die Seite drehte. Selbst ihren unregelmäßigen Herzschlag konnte ich hören. Zum Glück funktionierten meine Sinne selbst mit meiner menschlichen Gestalt noch tadellos. Meine Gitarre stellte ich auf die Seite, sofort bemerkte ich das Lucy unser Verbindungsmahl berührte. Es reagierte auf mich, genauso wie meines auf sie reagierte. Deutlich konnte ich hören wie sie zu seufzen begann. Sie wand sich von mir ab und wollte gehen, aber nicht mit mir! Ich werde ihren Gedächtnis schon auf die Sprünge helfen. „Hey Prinzessin warte mal.“ Sie funkelte mich genauso wütend an wie bei unserer ersten Begegnung in meiner Heimat. „Nenn mich nicht so! Ich habe auch einen Namen!“ Es war ihr genaustens anzusehen das ihr mein Verhalten nicht gefiel, ich lies mich allerdings nicht beirren und machte weiter. Noch immer betrachtete ich meine Liebste mit einen breiten Grinsen, ich war froh sie endlich wieder zu sehen. Nur irgendwie bekam ich das Gefühl das sie nur noch gereizter wurde. „Kannst du Volltrottel aufhören mich so bescheuert anzuglotzen. Wenn dir mein Anblick nicht gefällt dann schau woanders hin!“ Ich atmete tief durch, ich musste daran denken das Luce nichts für ihren Gedächtnisverlust konnte. Der Einzige der dafür verantwortlich war, ist ihr bescheuerter Vater. Na gut, dann eben so. „Ich heiße nicht Volltrottel, sondern Natsu. Und wie heißt du, Prinzessin? Schließlich hast du ja einen Namen.“ Mein Grinsen wurde während ich mit ihr sprach immer breiter. So gut wie möglich versuchte ich ihren giftigen Blick stand zu halten. Sie sah aber auch niedlich aus wenn sie wütend war.  „Das geht dich Idioten nichts an!“ Schrie sie mir entgegen.  Luce drehte sich um und ging. Das konnte sie jedoch vergessen, nie im Leben würde ich mich jetzt noch von ihr fernhalten. Das musste ich schon viel zu lange.
Ohne großartig zu überlegen lief ich ihr hinterher, kurz darauf drehte sie sich zu mir um. Vernichtend wurde ich von ihr gemustert. „Was willst du?“ An ihrer Stimme war deutlich zu hören das ihr Auftreten nur eine Fassade war. Ich bin mir sicher das sie tief in ihren Inneren wusste wer ich bin. „Deinen Namen, sonst nichts.“ Beantwortete ich lässig ihre Frage. Deutlich konnte ich in Lucys Blick ablesen wie sehr sie meine Bitte überforderte, nicht einmal eine Sekunde später zeichnete sich in ihren Gesicht ein gruseliges Grinsen ab. Ich war wirklich gespannt was sie als nächstes tun wird. „Was ist dir mein Name denn wert? Immerhin finde ich es nur gerecht das für mich auch etwas dabei herausspringt.“ Ich dachte kurz über ihre Frage oder besser gesagt Forderung nach, da fiel mir auch schon das Richtige ein. Kurz kramte ich in meiner Hosentasche, bis ich das fand was ich suchte. Ich streckte Luce meine Flache Hand entgegen, darauf lag die Muschel, die ich bei unseren ersten Spaziergang am Meer gefunden und ihr geschenkt habe. Mir fiel sofort auf wie unsicher sie wurde, so gut es ging versuchte ich mich davon nicht beirren zulassen. „Das ist mein Angebot, du bekommst die Muschel und im Gegenzug verrätst du mir wie du heißt. Lucys Blick war gebannt auf die Muschel gerichtet, dass was sie als nächstes zu mir sagte lies mein Herz mehrere Purzelbäume schlagen, denn sie erinnerte sich. Zumindest an einen kleinen Teil von unseren damaligen Gespräch. „Früher dachte ich mal das Muscheln Steine sind.“ Mit einen leichten Grinsen sagte ich zu ihr. „Ich kenne ein Mädchen und sie dachte das Selbe.“  Mir fiel auf das Luce ganz sachte das Drachenmal an ihren Hals berührte. Es war ihr deutlich anzusehen das sie damit nicht umgehen konnte. Mir kam es sogar so vor als fürchtete sie sich vor irgendetwas. Nun war ich derjenige der zu seufzen begann. Luce nahm mir die Muschel ab, wie damals auch schon drehte sie diese in sämtliche Richtungen. Mit einen Lächeln betrachtete sie sich ganz genau mein Geschenk. Wenig später sah sie mich an, noch immer lächelte sie. „Ich bin Lucy.“
Schon wieder wollte sie einfach so verschwinden doch nicht mit mir. „Sag mal, kennst du dich hier in der Gegend aus? Ich suche noch einen Platz wo ich pennen kann.“ Das was sie als nächstes zu mir sagte versetzte mir einen gewaltigen Stich in meiner Brust. Ich weiß das es nicht ihre Schuld war und trotzdem, tat sie mir mit dem was sie sagte weh. Ich war von ihrer Reaktion so überrascht das ich noch nicht einmal etwas zu meiner Verteidigung sagen konnte. „Hör zu, ich mache bestimmt nicht für dich die Beine breit wenn du darauf hinaus willst. Also verzieh dich endlich und lass mich und Plue in Frieden!“ Eh ich mich versah drehte sich Lucy um und rannte davon, oh man das wird schwieriger als erwartet.

Ich blieb eine Weile dort wo ich war und dachte nach. Es musste immerhin eine Möglichkeit geben das ich ihr Vertrauen gewinne. So schwer konnte das ja nicht sein. Schließlich habe ich es schon einmal geschafft. Da würde es mir auch ein zweites Mal gelingen. Sprach ich mir selbst Mut zu.  Es dauerte nicht lange bis mir etwas einfiel. So wie es aussah müsste ich meinen Engel wohl ein wenig zu ihren Glück zwingen. Ich konzentrierte mich auf Lucys Duft, ich ging ihr jedoch nicht hinterher. Sondern verfolgte den Geruch zurück. Bis ich zu einen großen Gebäude kam. Es sah unbewohnbar aus und trotzdem schienen hier etliche Menschen zu Leben. So gut wie möglich versuchte ich die neugierigen Blicke zu ignorieren, gezielt folgte ich den Duft meiner Freundin. Bis ich in einen Raum kam wo ihr Geruch am stärksten war. Hier lebte sie also.

Ich sah mich genau um, es gab jedoch nicht viel zu sehen. Die Wände waren grau und mit irgendwelchen komischen Sprüchen vollgeschmiert wurden. Auf den Boden lag lediglich eine  Matratze mit einer Decke. Das schien ihr Bett zu sein. Ich begann zu seufzen. Erst jetzt wurde mir bewusst wie schlecht es ihr geht. Neben Lucys Schlafplatzstand ein kleines Schränkchen. Da ich ein bisschen neugierig war stöberte ich darin herum. Viel fand ich nicht. Im oberen Schubfach lag ein Buch, wie von selbst schlug ich es auf. Zwischen den Seiten steckte tatsächlich die Feuerlilie. Ich dachte an den Abend des Vollmondfestes, es war einfach alles Perfekt gewesen. Und ich wollte diesen perfekten Moment zurück. Der Wunsch meinen Engel wieder zu mir zurückzubringen verankerte sich fest in meinen Inneren. Als ich das Buch zurück an seinen Platz legte fiel mir ein kleiner Zettel auf. Neugierig faltete ich ihn auf. Ich begann schwer zu schlucken als ich las was dort geschrieben stand.


Meine Wunscherfüllerliste

 
eine warme Mahlzeit am Tag
eine neue Decke
eine heiße Dusche
einmal ans Meer fahren
sich verlieben
für Plue jeden Tag etwas zu fressen
einen Platz zum schlafen
ein Ort an dem ich zu Hause bin
     

Einen Punkt ihrer Liste las ich mir immer wieder durch, mein Blick haftete regelrecht daran. Ich möchte wissen wer du bist.  Ich saß stumm da und hielt den kleinen Zettel fest. „Sie erinnert sich an mich.“ Flüsterte ich vor mich hin. Luce, wusste das es mich gab. Ich war fest davon überzeugt das sie bald merken würde wer ich bin. Sie würde sich bald erinnere, dessen war ich mir bewusst.

Irgendwann legte ich den kleinen Zettel zurück an seinen Platz. Müde lies ich mich auf die Matratze sinken. Ich atmete tief den wunderbaren Duft von Lucy ein. So gut habe ich mich seit Ewigkeiten nicht mehr gefühlt. Ich schloss meine Augen und döste ein wenig vor mich hin. Als ich hörte wie Jemand in die Nähe des Zimmers kam richtete ich mich kerzengerade auf. Luce betrat gefolgt von ihren Hund den Raum, ich saß mit einen breiten Grinsen auf der Matratze das Erste was sie schrie war folgendes. „Raus aus meinen Zimmer!“ Bei diesen Spiel spielte ich nur zu gerne mit, mal sehen wer den größeren Dickkopf von uns Beiden hat. „Versuch doch mich rauszuschmeißen, den Kampf wirst du eh verlieren Püppchen.“ Mir war klar das sie auf meine Provokation anspringen würde, sonst wäre sie nicht meine Lucy. „Mein Name ist Lucy! Und nicht Püppchen, hast du Idiot das endlich geschnallt!“ Natürlich lies ich es nicht zu das Luce, dass letzte Wort hat. „Jetzt hör mir mal zu Prinzessin. Mein Name ist auch nicht Idiot oder Volltrottel sondern Natsu. Also nenn du mich gefälligst so!“ Es war seltsam mit ihr das selbe Gespräch wie bei unserer ersten richtigen Begegnung noch einmal zu führen. Jedoch hoffte ich das ich dadurch ihren Gedächtnis etwas auf die Sprünge helfen würde. „Was willst du hier?“ Ich war überrascht wie ruhig sie plötzlich mit mir sprach. Deshalb tat ich es ihr gleich. „Hör zu, ich bin neu hier und ich suche nur einen Platz zum pennen, dein Zimmer ist hier nun mal das Einzige was noch nicht überfüllt ist. Deshalb bin ich hier, ich habe auch nicht vor dich in die Kiste zu bekommen. Wie gesagt ich suche nur einen Platz wo ich schlafen kann, mehr nicht.“ Ich glaube das Luce merkte wie sehr mich ihre Antwort überraschte. „Ok, du kannst hier bleiben. Aber eines verspreche ich dir. Wenn du deine Griffel nicht bei dir behältst, bring ich dich um!“ Ich sah Lucy direkt in ihre wunderschönen Augen, das was ich zu ihr sagte hätte ich nicht ehrlicher meinen können. „Ich würde nie etwas tun was du nicht möchtest.“ Gedanklich hing ich noch einen Satz daran. „Das müsstest du eigentlich wissen.“
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