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Tales of Starlight 1: Anothers Life

Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Schmerz/Trost / P16 / FemSlash
Chibi-Usa / Sailor Chibi Moon / Serenity III Pegasus / Helios Seiya Kou / Sailor Star Fighter Taiki Kou / Sailor Star Maker Usagi "Bunny" Tsukino / Sailor Moon / Serenity II Yaten Kou / Sailor Star Healer
25.04.2021
06.02.2022
46
232.945
9
Alle Kapitel
158 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
06.12.2021 3.329
 
Aus dem Leben einer Bandmutti I

Der Name ist Programm. Ich wollte die 5. Staffel eigentlich nicht schreiben. Das wäre dann ein vierter Teil und das Gesamtwerk keine Trilogie geworden. Aber so ganz gefiel mir die Lücke zwischen Teil 1 und 2 dann doch nicht. Also habe ich mir etwas anderes überlegt. Die 5. Staffel kann keiner so schön nacherzählen wie unsere liebe Kikai. Also werden wir in diesen Extrakapiteln einen Blick in ihr Tagebuch werfen. Wir alle kennen schließlich die 5. Staffel. Aber was passierte hinter den Kulissen? Und was denkt Kikai eigentlich zu dem ganzen Drama, dass sich ereignet? Was hat sie als Managerin eigentlich alles mitbekommen? Wir werden es erfahren. Dabei ist alles mit einem Augenzwinkern zu nehmen und nicht auf die Goldwage zu legen. Ich werde nicht für jede Folge ein Kapitel schreiben. Der eingefleischte Moonie wird schon herauslesen, um welche Folge es sich handelt. Zudem habe ich zwei neue Episoden für „meine‟ 5. Staffel geschrieben, die in das Konzept dieser Story passen. Seid also gespannt.

Ein großer Dank geht schon mal an meine liebe -EndofJune-, dafür, dass sie mit mir zusammen Kikai feiert und ein paar wunderbare Sprüche und Lachsalven gespendet hat. <3

Nun wünsche ich euch einen schönen Nikolaus und viel Spaß.
Eure Anki


P.S. Eine Anmerkung noch: Alles was zum Tagebuch gehört, ist kursiv geschrieben. Handelt es sich um eine Episode oder einen Rückblick, ist die Schrift normal. Nur, dass ihr euch nicht wundert.

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Liebe Lästerschwester,

es ist eine Schande, dass ich keine Zeit mehr habe, dir täglich zu schreiben. Dabei erlebe ich zur Zeit so viel und weiß eigentlich gar nicht wohin mit all meinen Gedanken. Denn sind wir mal ehrlich. Nicht alles posaunt man raus. Okay. Du kennst mich mittlerweile ganz gut. Manchmal kann ich mich wirklich nicht beherrschen … aber es sind ja nun auch Dinge, die werde ich meinen „normalen“ Freunden nicht sagen können. Ob du's glaubst oder nicht, mittlerweile muss ich meine Freunde wirklich in „normal“, „besonders“ und „außerirdisch“ unterteilen. Die Normalen denken, dass mich die Arbeit langsam aber sicher auffrisst und dabei habe ich noch nicht einmal richtig angefangen. Mein besonderer Freund und best Regenbogenbuddy Len, leidet mit mir und meine liebsten Aliens halten mich ganz schön auf Trapp. Ich glaube nach der Erfahrung will ich keine Kinder mehr. Meine drei Sternchen reichen mir voll und ganz. Du hast ja dank meines letzten Eintrags schon einen ganz guten Eindruck von dem Leben mit ihnen erhalten. Und glaube mir: jetzt wo die drei auf die Menschheit losgelassen wurden, sind sie außer Rand und Band.
Aber ich bin auch wahnsinnig stolz auf sie. Als ich sie kennengelernt habe, waren sie drei etwas verloren wirkende Teenies, die einen ihrer Songs zum Besten gaben. Nur mit Klavierbegleitung, ohne viel Schischi. Und jetzt? Jetzt füllen sie riesige Hallen. Aus dem einen kleinen Song ist ein ganzes Album geworden. Mir tut es nur leid, dass sie diese Erfahrung und den Erfolg nicht genießen können. Lens Großmutter Shinko wird leider nicht mehr miterleben können, wie die drei sich zu richtigen Stars mausern. Ihr Tod hat alle hart getroffen. Mich auch. Sie hat mich so selbstverständlich mit in ihre kleine Familie aufgenommen. Shinko, Len und ich waren die Stütze, die die Starlights brauchten. Unsere Aufgabe bestand einzig und alleine darin, sie auf den rechten Weg zu bringen, sie ein wenig zu leiten, ihnen das zu geben, was sie brauchten. Ich kann es dir nicht erklären, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass ich das tun muss. Das ich eine wichtige Figur in einem großen galaktischen Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spiel bin. Aber vielleicht werde ich auch einfach nur verrückt. Wenn sich das eigene Weltbild so sehr verändert, dann gehen manchmal mit einem die Pferde durch.
In jedem Fall sind die Mädels jetzt in Tokyo. Ich habe ihnen eine coole Wohnung über einem Club besorgt. Ich bin mir sicher, dass gerade Seiya sie lieben wird. Ich würde da ja selbst gerne wohnen. Aber gut. Meine drei kleinen Schweinchen gehen vor. Gerade jetzt nach Shinkos Tod und dem Umzug. Vor allem Yaten und Seiya sind ein wenig unleidlich. Bei Yaten bin ich es gewohnt, bei Seiya hat es mich gewundert. Sie konnte sehr vieles einfach so wegstecken. Aber ich kanns ihr nicht verübeln. Ihre heile Welt ist nun zum zweiten Mal zerbrochen. Ich wüsste nicht, wie ich damit umgehen würde. Wahrscheinlich würde ich auch den ganzen Tag bissig sein. Wenn ich bedenke wie jung die drei sind, ist es eine wahnsinnige Leistung das alles durchzuziehen.
Oh. Liebste Lästerschwester. Ich muss kurz aufhören. Seiya kommt gleich. Heute ist Dienstag und das bedeutet für uns beide romantischer Fastfoodtag. Lecker, ungesundes Essen und na ja... Erwachsenenkram. ;-)

Bitte verzeih die Unterbrechung. Seiya war doch über Nacht geblieben … Höhöhö. Aber darum geht’s nicht. Ich wollte dir eigentlich noch etwas ganz anderes erzählen. Der Dreh zur Serie „Holmes Junior: Akte Z“ war wirklich großartig. Ein weiterer richtig cooler Gastauftritt der drei. Das habe die drei wirklich gut gemacht. Kein Wunder, dass sie immer wieder eingeladen werden. Mittlerweile leben die Mädels wie selbstverständlich als Jungs. Das ist schon krass. Selbst Yaten hat sich eingegroovt. Sie verwandeln sich auch kaum noch zurück. Zumindest Yaten und Taiki nicht. Spätestens wenn Seiya bei mir ist, ist sie wieder mein schönes Mädchen. Aber ich schweife ab. Der Dreh der Serie. Wie erwartet, war im Jubanpark die Hölle los. Gott sei Dank bin ich nur die Managerin. Mir ständig dieses Geplärre anhören zu müssen, würde mir echt auf den Sack gehen. Normalerweiese bin ich nicht bei jedem Set mit am Start. Das lässt meine Zeit auch gar nicht zu, aber dieses Mal war ich da und meine Fresse … da steppte der Bär. In mehrerlei Hinsicht. Als ich Minako hab herumschleichen sehen, war mir klar, dass dieser Nachmittag sehr interessant werden würde. Wer Minako ist? Laut ihrer Uniform eine Oberschülerin: laut, dreist und hartnäckig. Sie versucht alles die ThreeLights betreffend in Erfahrung zu bringen und ihnen nahe zu kommen. Natürlich weiß sie, dass ich die Managerin bin. Manchmal versucht sie auch über mich an sie heran zu kommen. Aber nicht mit mir mein Fräulein! Lass meine Welpen in Ruhe. Nette Warnung von Mamabär!
Aber leider hatte sie auch noch Unterstützung von ihrer Gang. Als ich auf dem Weg zum Backstagebereich war, habe ich sie gesehen. Sie waren ja schon irgendwie drollig, wie sie da auf und ab gehüpft sind, um etwas zu sehen. Also ich war als Teenie niiiiiiie so. Nein. Niemals nicht!

Da holt man sich Backstage einen Kaffee und ahnt nichts Böses und dann ist da diese Minnie Maus. Also das war äußerst seltsam. Erst dachte ich, wir waren bei „Versteckte Kamera“, aber das war echt. Erst war sie eine … ich schätze Journalistin und labert die arme Alice zu. Ich war drauf und dran das Mäuschen rauszuschmeißen, als sie sich die Klamotten von Leib riss. Was zur Hölle...? Ich bin ja ein Fan von coolen Auftritten, aber das... Wie nannte sie sich? Sailor Iron Mouse? Miauuuuu! Es gibt tatsächlich Wesen, die noch kleiner sind als Yaten – glaubst'es? Eine Minnie Maus in weißen Strumpfhosen und Plüsch, stellte sich als neue Feindin vor, die goldene Kreissägen aus Armreifen auf Menschen schießt. Na wie klingt das für dich? Nach schlechter Science Fiction? Gut. Für mich auch. Sind wir schon zwei. Aber leider ist das keine Fiktion. Das ist real und deswegen ist das ganz großer Mist. Es ist schrecklich und lächerlich zugleich, denn Minnie Mouse ist mit einer Telefonzelle abgedüst. MIT EINER TELEFONZELLE! Die hat sich einfach so in Luft aufgelöst!!!!!!!! Das ist schon arg viel für meinen Geist gewesen. Und dann auch noch die Blüte und der Sternenkristall... Sind das die Monster, von denen Seiya erzählt hat, von denen sie geträumt hat? Seiya hatte immer befürchtet, dass Galaxia hier auftaucht. Nun können wir es nicht mehr leugnen. Jetzt geht’s ans Eingemachte. Und das mit ansehen zu müssen, hatte mir echt ein paar schlaflose Nächte beschert. Vor allen in Anbetracht von Seiyas Albtraum, mich betreffend. Auch Alice Sternenkristall wurde schwarz. Wo auch immer die Ranken herkamen, aber sie hüllten Alice ein und dann war sie ein Monster. Okay … nicht so ein Monster, wie wir es aus Horrorfilmen kennen. Dieses Ding sah echt seltsam aus. Sollte das ein Fisch mit Beinen sein. Ein Clown? HAH. Ich hab's: ein Clownfisch! ;-) Ich würde ja Seiya gerne fragen, wie ich als Monster ausgesehen hatte. Aber ich möchte sie dahingehend nicht quälen. Hoffentlich nicht so albern. Wäre die Situation nicht so ernst gewesen, hätte ich mich todgelacht. Aber nachdem Alice aus dem Wunderland ihr stacheliges Mikro geworfen und damit den Boden zerstört hatte, rutschte mir doch das Herz in die Hose.
Sailor Moon live zu sehen war … nun ja … ernüchternd und beeindruckend zugleich. Also mich würden diese Flügel echt stören. Die müssen doch schwer sein... Das soll unsere große Heldin sein? Dieses Kind? Schon die Ansage! „Im Namen des Mondes werde ich dich bestrafen!“ Aber da ist Sailor Moon keinen Deut besser als die Starlights. „Die Finsternis der Nacht durchdringend, jagen wir durch die freie Atmosphäre, die drei heiligen Sternschnuppen. Sailor Starlights – Stage On!“ Bitte? Willst du meine ehrliche Meinung hören, Lästerschwester? Mich wundert es ehrlich gesagt, dass sie alle keine auf den Deckel gekriegt haben, bei den langen Reden, die sie schwingen. Es mag ja wirklich beindruckend sein, aber argh. Ich hockte da in meinem Versteck, malte nervös Kreise auf mein Klemmbrett und die redeten und redeten. Ich habe die Starlights nur einmal zuvor gegen diese Spiegelwesen kämpfen sehen. Auch wenn ich mir wie im falschen Film vorkam, hatte ich schon etwas Schiss und vor allem Respekt vor den Kräften. Ich dachte echt, Seiya killt den Clownfisch. Wüde ich es ihr zutrauen? Die Frage muss ich leider mit „ja“ beantworten. Aber Sailor Moon hatte alle gerettet. Ihr Licht und ihre Kraft ist der Wahnsinn. Es war so warm, so tröstend und irgendwie vertraut. Frag mich nicht wieso. In jedem Fall wurde Alice zurückverwandelt. Ich sage dir... das war ein Tag. Und dann musste ich auch noch die ganze Zeit an Seiya in ihrem Fuku denken. Alter Falter. Da werde ich gleich ganz wuschig. Ob man den ausziehen kann? Hm …

Naaa... machen wir lieber weiter. Du glaubst doch nicht, dass das alles war, liebste Lästerschwester. Ich komme zwar seltener zum Schreiben, aber WENN habe ich echt viel zu erzählen. Yaten, Taiki und Seiya gehen jetzt tatsächlich in die Schule. Das war der Deal, um etwas mehr über die Menschen und das Leben auf der Erde zu lernen. Ich habe die drei zwar immer gern in meinem Dunstkreis, aber etwas den Horizont zu erweitern, hatte noch niemandem geschadet. Und mal abgesehen davon, was ich schon alles erleben musste, ist das nur fair. Außerdem geht hier auf der Erde nichts ohne einen Schulabschluss. Ich weiß, es bringt ihnen auf Kinmoku nichts, aber ich habe ja auch einen Bildungsauftrag und eine Vorbildstellung. Wenn wir davon ausgehen, dass ich es irgendwann mal nach Kinmoku schaffe, möchte ich ihren Familie ohne schlechtes Gewissen unter die Augen treten. Ich erfülle meinen Soll und wenn das bedeutet die drei etwas zu trietzen. Aber hey: so können sie sich ausleben. Taiki ist im Literaturclub und Seiya spielt Football. Warum wundert mich das nicht? Auch nicht, dass Yaten lieber Zuhause sitzt und die Ruhe genießt. Ich kann sie total verstehen. Es ist halt wirklich viel im Moment. Aber da musste durch als Lurch, wenn de nen Frosch werden willt. So ist das. Aber die drei rocken das schon.
Ich habe sie an ihrem ersten Schultag zur Schule gefahren. Natürlich war das Empfangskomitee von vielen kreischenden Mädchen schon da. Inklusive meiner Busenfreundin Minako. Wenn die alle wüssten, wer die ThreeLights wirklich sind. Da würden eine Menge Herzen brechen. Und ich will nur mal für's Protokoll festhalten, dass ich die erste war, die Seiya flachgelegt hat!!! Und dabei musste ich nicht einmal Football spielen. Muahahah! Aber zurück zum Thema. Schule und Minako. Die hat natürlich ihre Gang wieder mit am Start und haben tatsächlich das Glück mit dem ThreeLights in einer Klasse zu sein. Tatsächlich muss ich schon sagen, dass die alle schon ganz schon vorwitzig sind. Wo die anderen Fans nur aus der Ferne kreischen und die TL (Ich kürze ThreeLights jetzt einmal mit TL ab. Ich meine nicht Teelöffel ;-) ) aus der Ferne anhimmeln, gehen Minako and the Gang richtig ran. Ich konnt leider nicht verstehen was sie sagten, aber sie haben Yaten und Taiki ihre Fanclub-Mitgliedsausweise vor die Nase gehalten. Seiya und ich kicherten uns im Auto nur einen. Ich habe ihr noch mit auf dem Weg gegeben nicht so viele Herzen zu brechen und sich zu benehmen. (Und was muss ich später hören? Dass Seiya im Unterricht quatscht. Yaten du Petze!) Seiyas Antwort darauf „Du kennst mich doch.“ Ja eben drum! Aber sie wird das schon wuppen. „Auf in den Kampf“, hatte Seiya anschließend gesagt und war auch ausgestiegen. Argh. Ich hätte natürlich zu gerne gehört, was Seiya zu diesem Knödelkopf gesagt hatte. Wahrscheinlich hatte sie es wieder nicht lassen können und hat irgendwelche Sprüche geklopft in dem Glaube es sei gekonntes Flirten. Nee Mädel. So wird das nichts. Das üben wir noch mal. Aber ansonsten kommen sie wohl gut zurecht. Mein Vater ist zufrieden und das ist die Hauptsache. Von ihm kommt schließlich die Kohle. Aber Muddi is auch stolz. Obwohl ich mir schon Sorgen mache, dass schon wieder so ein Monster aufgetaucht ist. Nicht gut. Ich habe ein ganz merkürdiges Gefühl. Frag mich nicht. Es ist ganz komisch.
Aber ich kann nicht so viel darüber nachgrübeln. Im Augenblick stehe ich immer unter Strom, mache, tue und regle alles für die TL. Ich kränkelte etwas. Seiya meinte zu mir, ich werde wohl alt. Mädel. Pass nur auf! Als Strafe habe ich den Drein kurzerhand einen Werbespot für Rotebetesaft besorgt. Das erinnert mich an Seiyas Warnung, dass ich sie ja kein ekliges Zeug trinken lassen soll. Tja, Madame. Das hast du nun davon. Ich lass mir doch nicht auf der Nase herumtanzen. Ich sitze immer noch am längeren Hebel. Nur leider kam die Retourkutsche in Form einer fetten Grippe. Na danke auch. Und dann werde ich noch ständig von Minkao verfolgt. Sie bot ihre Hilfe als Managerin an. Fräulein. ICH bin die Managerin. Man muss dafür nicht umsonst studieren. Du bist höchstens die Assistentin. Da ich aber wirklich nicht mehr konnte und keinen Nerv hatte mit der blonden Gefahr zu diskutieren, habe ich sie zu den Jungs geschickt. Die drei sollten selbst entscheiden. Seiya und Taiki haben mich dann erst einmal ins Bett verfrachtet und gemeint, dass Minako ihnen etwas unter die Arme greift. Na schön. Ausnahmsweise. Vielleicht holt sie das mal etwas runter. Wenn es der Job nicht tat, dann wahrscheinlich die gute Saki Itabashi. Die Fototermine waren schon lange geplant. Sie hat einen tollen Job gemacht und zudem Minako gleich noch etwas Input mitgegeben. Jahaaa. Auch wenn ich zwei Tage lang das Bett hütete, weiß ich Bescheid. Saki rief nämlich den einen Abend an. Wir haben uns dann erst mal eine Stunde über Minako ausgelassen. Aber gut. In diesem Business läuft es entweder nach Vitamin A (oder eben Vitamin K *lach*) oder nach der Devise: Dreist kommt weiter. Und da ist Minako natürlich ganz vorne mit dabei. Als ob ich nicht schon genug gestraft war, kam auch noch ein mächtiges schlechtes Gewissen dazu. Denn kurz nachdem ich mit Saki telefoniert hatte, tauchte Seiya auf. Und der ging's richtig schlecht. Da ist ihr der Rotebeetesaft auf den Magen geschlagen. Armes Mädchen. Wir haben dann zusammen im Bett gelegen und gelitten. Das muss Liebe sein. Aber was sag ich da. Ich habe sie dann mal gefragt, was sie eigentlich machen, wenn sie im Kampf auf's Klo müssen – gerade im Hinblick, wenn es einem nicht gut geht. Seiyas Antwort darauf: „Glaub mir. Du musst einfach nicht. Das kommt alles hinterher“ und schon war sie im Badezimmer verschwunden. Armes Sternchen.

Aber nach einem Tag war das auch wieder gegessen. Was auch gut war, denn der Terminkalender der TL war voll. Ganz wichtig war das Musical von Akane Gushiken. Ich bin immer wieder beeindruckend, was die Mädels so können. Tanzen! Der Wahnsinn. Was das angeht bin ich da ein echter Körperklaus. Schlagzeugsspielen und Tanzen sind zwei paar Schuhe. Ob du's glaubst oder nicht. Aber irgendwie setzte sich Seiyas Pechsträhne fort. Erst schlug ihr der Rotebeetesaft auf den Magen, dann hackte Akane auf ihr herum und dann versämmelte sie die Klausur. 16 Punkte! Seiya ist zwar manchmal ganz schön faul, aber das ist doch nicht normal Meine Schöne hatte eine Krise. Aber nichts, was nicht mit einem ordentlichen Frauengespräch wieder zu richten wäre. Das führte dann zwar Akane, aber da greife ich vor. Ich bin also mal mit zum Traning hin, um mir das Elend live anzuschauen. Seiya war tatsächlich nicht bei der Sache. Akane hat recht. Irgendwo hatte sie ihre Ausstrahlung verloren. Ich hoffe sie hat sie nicht mit dem Rotebeetesaft das Klo runtergespült. Okay. Das war gemein. Aber wir haben das auch wieder hinbekommen. Es ist einfach schwer jemanden zu helfen, der selbst nicht weiß, was mit ihm los ist. Sie tat mir wirklich leid. Seiya ist ein Arbeitstier. Und sie WILL ja! Egal was, sie kniet sich immer rein. Wenn sie dann einen Dämpfer bekommt, wirft sie das total aus der Bahn. Bewundersnwert find ich, dass sie immer erst die Schuld bei sich sucht, anstatt gegen andere zu hetzen. Gut. Akane kann sie wirklich nicht leiden. Aber wahrscheinlich auch nur, weil sie genau die Richtige ist, um die TL zu pushen. Schon krass, wie das Leben den Mädels genau die richtigen Leute schickt, um voranzukommen. Warum es aber auch immer wieder Minako and the Gang mit hinschickt, ist mir bis heute ein Rätsel. Aber das Schicksal hat damit nichts zu tun... denn die meisten Leute, schicke ich ihnen. Aber Minako schicke ich nicht! Egal was ich mache, sie findet IMMER selbst einen Weg. Auch das ist auf eine gewisse Art bewundernswert. UND Gruselig!
„Er hat einen ganz schönen Dickkopf“, hatte Akana gesagt. Japp. Das unterschreibe ich so. Das Gespräch, was Seiya gebraucht hat, führt Akane und nicht ich. Auch gut. Es hat ja Licht ins Dunkel gebracht. Allerdings wurde Akane der Sternenkristall gestohlen. Nachdem das passiert war, rief Seiya Len und mich zu einer Nachschulung in Sache „Verhalten im Gefahrenfall“. Argh. Mir läuft es eiskalt den Rücken runter, wenn Seiya so besorgt ist. Denn egal, was für Unfug meine Schöne über den Tag treibt, DAS sollte man ernstnehmen. Und das mache ich auch. Aber ich kann diese Sorgen nicht meinen Alltag beeinflussen lassen. Dann komme ich zu nichts. Die TL hängten sich nur noch mehr rein, um ihre Prinzessin auf sich aufmerksam zu machen. 98 Punkte in der Nachprüfung helfen da zwar nur bedingt, aber es kann trotzdem nicht schaden. Denn dumm sind meine dreil Eulchen nicht. Im Gegenteil. Wenn man bedenkt, was sie alles neben der Schule noch auf der Agenda haben UND dann noch gegen Galaxias Püppchen kämpfen müssen... Die Muddi ist in jedem Falle stolz und zufrieden.
Jetzt mache ich aber mal Schluss. Es ist Familienabend. Nur wir fünf. Das wird toll. Ich bin wirklich froh, dass ich Yaten und Taiki doch nicht so arg abschotten, wie sie angekündigt hatten. Zumindest bei Len und mir bleiben sie handzahm. Hach...

Ach eine Sache noch: Als Mann hat Seiya echt einen miesen Klamottengeschmack. Vor allem diese Sportklamotten. Der Schlüpper gehört unter die Hose! *lach*
Hey Seiya! Die Achtziger haben angerufen. Sie wollen ihre Klamotten zurück!!!


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So. Das waren die Folgen 173 – 176 aus Kikais Sicht. Ich hoffe es hat euch gefallen. :D Es hat mir auf jeden Fall richtig Spaß gemacht noch mehr in Kikais Haut zu schlüpfen. Ein Genuss.

Falls sich wer wundert: Der Serientitel in Folge 173 ist der aus dem japanischen Original. Denn ich fand es herzlich unlogisch, dass die ThreeLights wirklich Zeit haben eine ganze Serie zu drehen, neben ihrem Musikerdasein. Ich denke dabei handelt es sich um Gastauftritte. :)
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