Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Tales of Starlight 1: Anothers Life

Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Schmerz/Trost / P16 / FemSlash
Chibi-Usa / Sailor Chibi Moon / Serenity III Pegasus / Helios Seiya Kou / Sailor Star Fighter Taiki Kou / Sailor Star Maker Usagi "Bunny" Tsukino / Sailor Moon / Serenity II Yaten Kou / Sailor Star Healer
25.04.2021
06.02.2022
46
232.948
10
Alle Kapitel
165 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
31.10.2021 5.799
 
Happy Samhain/happy Halloween ihr Lieben.


Eigentlich ist es doof, das der Reformationstag auf einen Sonntag fällt, denn das wäre bei uns in Sachsen-Anhalt ein Feiertag. Aber gut. Kann man nicht ändern. Und eigentlich ist es ganz cool, das gerade heute Halloween ist. Das passt wunderbar zu diesem Kapitel. Muhahahah


Aber bevor es los geht, habe ich noch eine Ankündigung zu machen. Meine liebe EndofJune … ihr kennt bestimmt ihre Moonlight-Story. Wenn nicht, solltet ihr nach diesem Kapitel mal vorbeischauen. :) Also. EndofJune und ich haben uns zusammengeschlossen und für unsere Fanfiktions und das Thema Sailor Moon einen Instagramaccount ins Leben gerufen. Wir haben so umfangreiche Geschichten und Universen erschaffen, dass wir einen Ort wollten, um uns nicht nur in Form von Worten ausleben zu können.


Hier werden wir Skizzen, Fanarts, News, Quotes und Hintergrundinfos rund um das oben benannte Thema mit euch teilen und die großartige Welt von Sailor Moon und die tolle Moonie-Community feiern. Schaut doch mal vorbei. Gestern ging unser Begrüßungspost online. Heute ist der offizielle Start und da haben wir ein kleines Bonbon für euch. Also husch. Schaut mal nach. Aber erst lesen! ;) Und dir liebste Ina – danke für alles! :*


Ein weiteres Dankeschön geht an meine treuen Leser: Aline, Seiyara, EndofJune und natürlich MissMolnja (schaut doch auch mal bei ihren Stories vorbei. Sie hat u.a. auch eine ganz tolle Story über die Ankunft der Starlights geschrieben). Vielen Dank ihr Lieben: für eure Treue, eure Begeisterung, Input und Inspiration.
Natürlich auch ein Happy Halloween an alle stillen Leser. Und Danke an jene, die extra ein Review dagelassen haben, um mir zum Geburtstag zu gratulieren. Ich freue mich, dass ihr dabei seid.

Fühlt euch alle gedrückt.
(veganen) Kürbiskuchen für alle! <3


Und nun viel Spaß bei diesem Kapitel. Wir sprechen uns hinterher noch einemal.


Eure Anki


_____________________


„Wenn ihr noch Fragen habt, dann meldet euch. Ansonsten wünsche ich euch ein schönes freies Wochenende und ein gelungenes erstes Livekonzert“, sagte Machi, während Seiya sie zur Tür brachte.
„Vielen Dank für alles.“ Seiya setzte ein etwas schiefes Lächeln auf. Nachdem sie sich verabschiedet hatten, schloss Seiya seufzend die Tür. Sofort verwandelte er sich zurück. Ihr Kopf rauchte. Die Privatlehrerin hatte sie in der letzten Zeit ganz schön ackern lassen. „Sklaventreiber“, murmelte Seiya und lehnte sich einen Augenblick gegen die Tür. Diese Frau hatte keine Rücksicht auf den vollen Terminplan der ThreeLights genommen. „Das Leben ist kein Wunschkonzert“, hatte sie immer wieder gesagt. Als ob Seiya das nicht selbst wusste. Wahrscheinlich hatte Machi sie extra hart rangenommen, weil sie sich langsam zu Stars mauserten. In letzter Zeit hatte Seiya einfach nur noch funktioniert: Lernen, Interviews, Autogrammstunden, Lernen, Fotoshootings, zweite Single vorbereiten, Promo, Lernen... Lernen. Was Anfangs gar nicht so einfach war, denn der Schulstoff war auf Kinmoku ein wenig anders. Len war es zu verdanken, dass sie schlussendlich nicht wie die Kuh ins Uhrwerk guckten. Er hatte ihnen einen Crashkurs in Erdenschule gegeben und sie ein wenig in seinen alten Schulbüchern schmökern lassen. Ansonsten hätte das nur unnötige Fragen seitens der Privatlehrerin gegeben. Aber das hatten sie auch irgendwie hinbekommen. Ab und an fragte sich Seiya schon, wie sie sich immer so da durchwurschtelten? Bevor sich Seiya versah, war er da ... der Frühling. Die ganze Welt schien zu neuem Leben zu erwachen. Alle erfreuten sich an den bunten Blüten, an dem ersten richtig warmen Wetter und den neuen Lebensgeistern. Nur irgendwie merkte Seiya nichts davon. Sie hatte kaum Zeit sich selbst daran zu erfreuen. Da die ThreeLights mittlerweile in aller Munde waren und ihr erstes Konzert vor der Tür stand, hatten sie alle Hände voll zu tun. So ein Konzert auf die Beine zu stellen, war Wahnsinn. Sie hatten die letzten Wochen an der Setlist gearbeitet und einen neuen Song geschrieben, der mit auf die zweite Single sollte. Wenn sie nicht lernten oder als ThreeLights unterwegs waren, probten sie. Alle Songs mussten sitzen. Das fiel Seiya zwar relativ leicht, aber sie musste zugeben, dass sie schon ein wenig nervös war. Nächsten Samstag war es soweit. Noch eine Woche! Langsam ging es ans Eingemachte. Endlich konnten sie ihre Botschaft auf einer großen Bühne verkünden, nach Kakyuu rufen. Ob Kakyuu sie gleich beim ersten Mal hören würde? Die Musik, die in den Medien gespielt wurde, hatte die Prinzessin noch nicht aus ihrem Versteck gelockt. Ihre Magie konnten sie nur live wirklich entfesseln. Das hatte sie damals schon bei den Jamsessions gemerkt. Selbst dafür hatten sie keine Zeit mehr. Auch Kikai hatte die Moderation abgeben müssen, weil sie mit ihrer Abschlussarbeit und als Managerin der ThreeLights vollkommen ausgelastet war. Es tröstete Seiya ein wenig, dass auch die sonst so entspannte Kikai ein wenig in Stress geraten war. Aber für sie war das jetzt vobei. Heute – Den Gedanken konnte sie nicht zuende bringen, denn die Tür an der sie lehnte, öffnete sich.
„Aaah.“ Seiyas Herz rutschte in die Hose. Sie versuchte sich noch am Türrahmen festzuhalten, doch fasste sie ins Leere.
„Na hoppla.“ Len fing sie auf. „Was machst du denn?“, fragte er belustigt, während er Seiya wieder richtig auf die Beine stellte.
„Nachdenklich an der Tür lehnen.“ Seiya brauchte einen Moment, um den Schreck zu verdauen. „Hab unsere Lehrerin eben verabschiedet...“ Sie seufzte. „Endlich frei.“
„Na perfekt. Ich hab da jemanden unterwegs aufgelesen“, grinste Len.
„Na, Schöne! Du siehst aber fertig aus.“
„Kikai! Ich freue mich auch dich zu sehen“, lachte Seiya leise. Die beiden Frauen küssten sich kurz. „Glückwunsch zur bestandenen Prüfung.“
„Danke dir.“ Kikai strahlte. „Endlich ist das vom Tisch. Jetzt kann ich mich voll und ganz auf euch konzentrieren.“
„Juchu!“ Seiya folgte den beiden ins Haus. Dieses Wochenende gehörte nur ihnen. Ausspannen, Kikais Abschluss feiern und einfach mal nicht von Termin zu Termin hetzen. Dieses Wochenende hatte Seiya tatsächlich herbei gesehnt. So konnten sie alle einmal wieder mit Shinko zusammensein. In den letzten Wochen war sie immer mehr mit Len alleine gewesen. Das tat Seiya irgendwie leid. Sie wollte so sehr, dass Shinko so viel wie möglich von den ThreeLights mitbekam. Immerhin war es ihr Traum, dass sie ihre Prinzessin wiederfanden. Die Ärzte waren sehr erstaunt, dass Shinko immer noch lebte. „Sie schlägt sich hartnäckig. Als würde sie noch etwas am Leben halten. Als lebt sie auf einen bestimmten Moment hin.“ Die Worte des Arztes schwirrten Seiya in jeder freien Minute durch den Kopf. Auch wenn sie es nicht wollte, beobachtete Seiya Shinko genau, achtete auf Zeichen, dass sich etwas änderte. Auch jetzt wieder. Als sie das Wohnzimmer betraten, saßen Shinko und Taiki gemeinsam auf der Couch und sahen fern. Shinko sah wie immer müde aus und irgendwie zerbrechlich. Trotzdem strahlte sie, als sie Kikai sah. Seiya wusste, dass Shinko Kikai genauso ins Herz geschlossen hatte wie die Starlights. Es war ihre Idee gewesen, eine kleine Feier für Kikai zu veranstalten. Einfach mal wieder beisammen sein, lecker Essen und den Frühling genießen. Seiya ließ sich einfach mit aufs Sofa plumpsen.
„Und wie fühlt es sich an, das Studentenleben hinter sich gelassen zu haben?“, fragte Taiki,
„Befreiend.“ Kikai grinste und setzte sich auf die Couch gegenüber neben Seiya. „Es ist schön, mich jetzt nur auf eine Sache konzentrieren zu können. Und zwar auf euch!“ Kikai sah sich stirnrunzelnd um. „Wo ist denn die Dritte im Bunde?“
„Draußen im Garten. Nach der ganzen Büffelei wollte sie etwas Luft schnappen“, antwortete Taiki. „Aber du kannst sie ja mal reinholen, Seiya.“ Taiki lächelte Kikai an. „Wir haben da nämlich was vorbereitet.“
„Wirklich?“ Kikai strahlte in die Runde und scheuchte dann Seiya von ihrem Platz. „Los, los. Hol' Yaten. Ich will wissen was es ist.“
„Immer mit der Ruhe. Ich habe jetzt frei... hetz' mich nicht!“, sagte Seiya und erhob sich mit einem theatralischen Stöhnen.
„Ach, tu doch nicht so.“ Kikai rollt nur mit den Augen. Seiya zwinkerte ihr zu und ging hinaus in den Garten.
„Yaten?“ Sie sah sich um. Yaten saß ganz in Gedanken versunken am Teich und starrte in den strahlend blauen Himmel. „Hey, Yaten!“ Wieder keine Reaktion. Vorsichtig legte Seiya ihre Hand auf Yatens Schulter. Die kleinste der Starlights zuckte zusammen und schlug nach Seiya. Doch die hatte damit gerechnet und wich gekonnt aus. „Was ist denn, warum hast du in den Himmel gestarrt?“
„Ich habe etwas gespürt...“, sagte Yaten nur.
„Ist etwas auf Kinmoku passiert?“, fragte Seiya erschrocken.
„Nein … also keine Ahnung... es ist viel näher.“
„Galaxia?“ Sie sah ebenfalls hinauf in den Himmel. Doch sehen konnte sie nichts. Spüren auch nicht.
Yaten zuckte mit den Schultern. „Kann es nicht einordnen. Ich bin einfach unruhig.“
„Hm...“ Seiya versucht noch einmal etwas zu spüren. Aber sie konnte weder Kakyuus noch Galaxias Energie spüren. „Vielleicht bist du auch einfach nur erschöpft vom ganzen Gerlerne!?“
„Meinst du?“ Yaten warf Seiya einen undeutbare Blick zu. „Vielleicht hast du Recht. Vielleicht sind meine Sinne überreizt. Was machst du eigentlich hier?“
„Kikai und Len sind jetzt da.“ Auf Seiyas Lippen erschien ein breites Grinsen. „Du weißt, wie Madame ist. Wenn es um Überraschungen geht, kann sie es kaum aushalten.“
„Richtig.“ Yaten nahm die ihr angebotene Hand Seiyas und ließ sich aufhelfen. „Manchmal frage ich mich, wer von uns hier der eigentliche Teenie ist.“
„Lass sie das ja nicht hören“, sagte Seiya belustigt, während sie in Richtung Haus gingen. Dort wurden sie schon von Taiki erwartet, die ihnen in die Küche folgte. Eigentlich war ihre Überraschung nichts Weltbewegendes, sondern nur ein Kuchen in Form des ThreeLights Logos. Aber Seiya wusste, dass Kikai es lieben würde. Und das tat sie.
„Woah... Seid ihr des Wahnsinns? Habt ihr den Kuchen selbst gemacht?“
„Ja. Wir haben die halbe Nacht gebacken“, erklärte Yaten als wäre es nichts besonderes.
„Und dabei haben wir uns so gezofft, dass wir uns gegenseitig fast an die Gurgel gegangen sind. Jeder wollte es anders machen.“ Bei der Erinnerung konnte Taiki nur den Kopf schütteln.
„Oh ja. Ich hatte teilweise echt Angst, dass sie das Haus in die Luft jagen, weil sie Mehl mit Backpulver verwechseln oder solche Schoten.“ Seiya musste bei Lens Worten lachen. Sie würde die Backsession auch niemals vergessen. So ein Chaos hatte sie lange nicht mehr erlebt.
„Und wer hat uns wieder gerettet?“ Seiya warf Shinko einen liebevollen Blick zu. „Shinko.“
„Kinder, ihr habt ja auch einen Radau gemacht. Da konnte ich unmöglich schlafen.“
„Du siehst also... es ist ein besonderer Kuchen. Da steckt viel Blut und Schweiß drin“, grinste Seiya und reichte Kikai ein Messer. „Keine Ahnung, wie er schmeckt.“
„Na ich hoffe doch nicht.“ Kikai gluckste. „Trotzdem vielen Dank. Das ist lieb von euch.“ Sie sah ganz andächtig auf den Kuchen. „Der ist viel zu schade zum Anschneiden.“
„Wir können ihn auch gerne den Rest des Tages anstarren, aber dann wissen wir ja trotzdem nicht, wie er schmeckt“, sagte Yaten so staubtrocken, dass alle Lachen mussten.
„Ist ja schon gut.“ Kikai warf einen Blick nach draußen. „Dann lasst uns doch das schöne Wetter mit Kuchen im Garten genießen.“
„Gute Idee.“ Seiya nickte. Für Anfang April war es echt warm. Nachdem sie einen langen Tag über ihren Schulaufgaben gebrütet hatten, war ein sonnendurchfluteter Garten wirklich sehr verführerisch. Fast genauso verführerisch wie der ThreeLights Kuchen, der eigentlich nur ein ganz normaler japanischer Käsekuchen und dessen Oberseite kunstvoll verziert war. Und auch wenn Seiya kein besonders großes Vertrauen in ihre Backkünste hatte, war der Kuchen wirklich lecker. Aber viel wichtiger war es ihr, dass Kikai sich freute. Und das tat sie. Das mochte Seiya so an ihr. Kikai konnte sich auch über die kleinen Dinge freuen. Sie genoss ein Stück Kuchen oder auch zwei ebenso sehr, wie das Rumgammeln im Garten.
Eigentlich wurde das keine Party, sondern ein simples Zusammensein von sich liebenden Menschen, die eine Pause vom großen Fluss des Lebens brauchten. Das ständige Schwimmen, und sei es mit dem Strom, laugte einen ganz schön aus. Während Taiki und Shinko zusammen auf der Terrasse saßen und sich über Gott und die Welt unterhielten, lagen Seiya, Kikai, Len und Yaten im Rasen, dösten oder erzählten leise. Seiya hatte ihren Kopf auf Kikais Bauch gelegt und döste vor sich hin, während Kikai ihr den Kopf kraulte. Jetzt wo sie zur Ruhe kam, schwirrten ihr Yatens Worte wieder durch den Kopf. Jetzt wo sie die Augen geschlossen hatte, versuchte Seiya Energien zu spüren. Erst versuchte sie etwas von Kakyuus Aura aufzufangen. Doch wie immer fehlte von der Prinzessin jede Spur. Eine andere Energie konnte Seiya im Augenblick nicht spüren. Sie war aber auch viel zu müde, um dem intensiver nachzuspüren. Was auch immer Yaten gespürt hatte, es war nicht gewaltig genug, um gefährlich zu sein. Das dachte sie zumindest im Halbschlaf. Dabei war auf Yatens Sinne eigentlich immer Verlass. Wenn Yaten etwas spürte, sollte sie es ernst nehmen... aber erst nach dem Nickerchen...

„Au...“ Seiya erwachte aprubt, weil sie etwas stach. Wahrscheinlich hatte sie ein Insekt im Schlaf unbeabsichtigt bedroht, sodass es sich zur Wehr setzte.
„Na, bist du endlich wach?“, fragte Kikai lächelnd, die mittlerweile saß und Seiyas Kopf auf ihren Schoß gebettet hatte.
„Wie lange habe ich geschlafen?“ Doch eigentlich brauchte Seiya gar nicht fragen. Die Sonne war bereits untergegangen. „Warum hat du mich nicht geweckt?“
„Weil du den Schlaf brauchst“, antwortete Kikai und legte den Kopf schief. „Warum hast du 'Au' gesagt?“ Gerade als Kikai das erwähnte, erinnerte sie ein Stechen im Arm daran. Noch etwas benommen vom Schlaf setzte sich Seiya auf und inspizierte die Stelle. Es steckte nichts in ihrer Haut, aber ein ordentlicher Kratzer zierte ihren linken Unterarm.
„Hast du mich vielleicht aus Versehen gekratzt?“, fragte Seiya Kikai und deutete auf den Kratzer.
„Nein. Da würde ich auch nicht ran kommen.“ Kikai runzelte die Stirn. „Ich habe nichts gesehen, was das verursacht haben könnte.“
„Komisch.“ Seiya sah sich das Gras in ihrer unmittelbaren Umgebung an. Da war nichts ungewöhnliches, außer... „Hm... Wo kommt der Glassplitter her?“ Selbst wenn ein Glas auf der Terrasse zu Bruch gegangen wäre, würde es niemals bis hier hin kommen. Da müsste der Wind schon sehr stark gewesen sein. Seiya hielt den Splitter zwischen Daumen und Zeigefinger und begutachtete das Glas. Es war fast schwarz. Sowas gab es in diesem Haus nicht. So etwas hatte sie noch nie gesehen. Doch bevor sie weiter darüber grübeln konnte, zog Yatens Stimme ihre Aufmerksamkeit zu sich.
„Schaut euch das mal an!“ Sie deutete gen Himmel. Seiya folgte ihrem Fingerzeig.
„Wahnsinn...“ Unzählige Sternenschnuppen zogen ihre Bahnen übers Firmament. In feinen weißen leuchtenden Strichen schienen alle auf die Erde zu fallen. Auch wenn es ein schöner Anblick war, stimmte es Seiya nachdenklich. Sie hatte ein ganz ungutes Gefühl. Selbst wenn die Galaxie voller Leben und Wunder war, eine solche Masse an Sternenschnuppen hatte sie noch nie gesehen.
„Das ist aber schön...“, hauchte Len ganz andächtig.
„Aber total unnatürlich. Solche Sternenschauer gibt es nicht“, erklärte Taiki. In ihrer Stimme konnte Seiya große Besorgnis heraushören.
„Echt nicht? Vielleicht ist es ein ganz seltenes Phänomen“, überlegte Kikai.
„Nein. In dieser Anzahl nicht.“ Seiya seufzte und beäugte den Glassplitter in ihrer Hand sehr misstrauisch. „Wir müssen es wissen. Wir sind Sternenschnuppen...“ Ihr Blick wanderte wieder nach oben. Sie verengte die Augen zu schlitzen und versuchte zu erkennen, wo genau die Sterne niedergingen. Das war alles andere als normal. Sie hatte ein ganz ungutes Gefühl. Etwas sehr bedroliches kam näher. „Vorsicht!“ Sie zog Kikai zur Seite, als einer der Sterne direkt neben ihnen nieder ging. „Hier stimmt etwas ganz und gar ni-“ Seiya schnappte nach Luft und sprang auf. Das konnte nicht sein. Nicht jetzt. Plötzlich schien die ganze Erdatmosphäre schwer auf ihren Schultern zu liegen. Sie keuchte. Diese dunkle Energie fraß sich regelrecht in sie hinein.
„Seiya!“ Yaten und Taiki sahen sie aus schockierten Gesichtern an.
„Ich spüre es auch. Du hattest Recht Yaten... Taiki, Yaten sorgt dafür, dass Len, Shinko und Kikai ins Haus gehen. Ich hole unsere Broschen.“
„Was ist denn los?“ Kikai und Len sahen verwirrt zwischen den ThreeLights hin und her.
„Okay! Ihr habt sie gehört“, blaffte Yaten und deutete zur Terrassentür, zu der Seiya bereits unterwegs war. Seiya konnte es einfach nicht glauben. Wieder hatte Yaten Recht gehabt. Sie sollte Yatens Vorahnungen ernst nehmen. Yaten hatte sich noch nie in ihrem Gefühl geirrt. NOCH NIE! Im Laufschritt sprang Seiya die Stufen nach oben in ihr Zimmer. Wie konnten sie nur so fahrlässig sein? Wie nachlässig waren sie eigentlich in letzter Zeit geworden, dass sie ihre Broschen nicht mehr mit sich führten. Auf Kinmoku war das die oberste Regel. Und die gab es nicht ohne Grund. Seiya schalt sich. Als Anführerin musste sie eigentlich dafür Sorge tragen, dass sie immer und überall kampfbereit waren. Wenn das sich mal nicht rächte. Die Schwarzhaarige riss die Tür zu ihrem Zimmer auf und schnappte sich ihre Brosche vom Nachtschrank.
„FIGHTER STAR POWER – MAKE UP!“ Diese Worte wieder zu rufen, fühlte sich sehr befremdlich an. Noch mehr das Tragen des Fukus. Auf Kinmoku hatte sie ihn fast täglich getragen. Das letzte Mal hatte sie sich für die Reise nach Tokyo verwandelt. Wie konnte sie nur? Wie konnte sie den Ernst der Lage so verdrängt haben? Innerlich fluchend sprintete Seiya in die Zimmer von Yaten und Taiki. Eigentlich wusste sie was mit ihr passiert war. In manchen Momenten hatte sie es einfach vergessen. Sie hatte den Grund vergessen, warum sie eigentlich hier waren. Sie hatten sich so sehr an das Leben auf der Erde gewöhnt. Die Produktion ihres Albums hatte all ihre Aufmerksamkeit gefordert. Wie konnte sie nur den Ernst der Lage verdrängen? Gerade als sie Yatens Brosche in die Hand nahm und auf dem Weg zum Balkon war, verspürte sie einen Stromschlag. Wie ganz viele kleine Striche, durchzogen die Feinen Blitze ihren Körper.
„Scheiße...“ Sie öffnete erschrocken die linke Hand. Fighter hatte gar nicht gemerkt, dass sie den Glassplitter immer noch in der Hand gehalten hatte. Dieser lag nun auf dem Boden, umgeben von feinen Blitzen. „Was zur Hölle-?“ Aus dem kleinen Glassplitter formte sich eine weibliche Figur mit langen dunklen gewellten Haaren, langen Klauen und einem merkwürdigen Zeichen auf der Stirn. Ihr restlicher Körper war nackt und glatt wie Glas. Was war das? Das war definitiv nicht Galaxias Handschrift. Fighter versuchte ruhig zu atmen. Das fiel ihr zunehmens schwer, denn die Umgebung schien regelrecht vor Spannung zu flirren. Es fühlte sich fast so an, als würde sich alles verzerren.
„Ich spüre sie, die Schwächen der Menschen des weißen Mondes“, sagte eine Stimme, die allerdings nicht von der Gestalt vor ihr kam. Sie schien von überall her zu kommen. „Haltet euch bereit für meine gnadenlose Rache.“ Es erklang eine hässliche Lache. Diese erinnerte die Schwarzhaarige an Galaxia. Aber weder die Stimme noch, die Worte passten zu Galaxia. Von diesem Wesen ganz zu schweigen. Sie hatte vorhin kurz Galaxias Kraft gespürt. So schnell wie sie aufgetaucht war, war sie auch wieder verschwunden. Diese Energie hier war eine völlig andere, aber nicht weniger hasserfüllt und dunkel. „Nun macht euch an die Arbeit meine Spiegelkinder.“ Wie auf Kommando stürzte sich das Wesen auf Fighter. Doch noch bevor diese ihren Angrffsstern erscheinen lassen konnte, hatte das Vieh sie am Hals gepackt und drückte sie mit solch einer Wucht gegen die Balkontür, dass sie in tausend kleine Splitter zerbrach und ihr unzählige kleine Kratzer verpasste. Fighter keuchte und taumelte rückwärts ohne wirkklich eine Orientierung zu haben. Als sie das Geländer im Rücken spürte, begannen alle Rädchen in ihrem Hirn zu arbeiten. Sie ging sämtliche Möglichkeiten durch, wie sie das Ding wieder loswerden konnte, ohne sich dabei den Hals zu brechen.
„Oh mein Gott, FIGHTER“, hörte sie Taikis Stimme vom Boden aus. Das brachte sie auf eine Idee. Okay... Schritt eins... Sie schmiss die Broschen ihrer Gefährtinnen einfach vom Balkon, damit sie die Hände frei hatte. Sie schnappte nach Luft, als das Ding seinen Griff verstärkte. Ihr wurde ein wenig schwummrig. Ihre Sicht verschwamm zunehmend. Das Geländer des Balkons drückte auf ihre Wirbelsäule und sorgte für reichlich Missgefühl in ihrer rechten Seite. Sie musste sich zusammenreißen. Sie konnte sich doch nicht von … Ja was war das eigentlich?... reiß dich zusammen Seiya! … Schritt zwei... Sofort packte Seiya das Galsgebilde an den Handgelenken und versuchte den Griff zu lösen. Die Gegenwehr war größer als Fighter gedacht hatte. Sie musste all ihre Kraft aufwenden, um die Hände von ihrem Hals zu lösen, was gar nicht so leicht war, wenn nicht genug Sauerstoff weder ins Blut noch ins Hirn kam. Doch sie konnte es sich nicht leisten Ohnmächtig zu werden. Sie war die Anführerin. Sie musste dafür sorgen, dass allen nichts passierte. Was war nur aus ihr geworden? Nur mühsam öffnete sich der Griff um ihren Hals. Als endlich wieder genügend Sauerstoff in ihre Lungen strömte, atmete sie ein paar Mal tief durch. Schritt drei: mache Nachteile zu deinen Vorteilen... Da sie immer noch gegen das Geländer gedrückt wurde und somit guten Halt hatte, winkelte sie die Beine so an, dass sie ihre Füße an den Bauch des Wesen drücken konnte.
„Guten Flug.“ Mit aller Kraft streckte sie die Beine und beförderte das Ding im hohen Bogen vom Balkon. Sie selbst landete zwar unsanft auf dem Hintern, aber das war es ihr wert. Etwas schwerfällig stand sie auf und rieb sich den Steiß, dann schwang sie sich über das Geländer hinaus in den Garten, wo Maker und Healer schon mit ein paar anderen dieser Viechern beschäftigt waren. Fighter sah sich ungläubig um. Die sahen alle total identisch aus. Was waren das nur für Dinger? Der Sternenschauer hatte mittlerweile aufgehört. Stattdessen formten sich aus den Splittern, des herabgestürzten Wesens einfach neue. Für jeden Splitter einen. Fighter lief es einskalt den Rücken herunter. Sie spürte noch den Druck der Hände an ihrer Kehle, obwohl die schon lange nicht mehr da waren. Ihre Sinne kamen nur schwer wieder in den Gang.
„Na super. Das sind wirklich Glasfiguren...“, stöhnte Fighter auf. Wenn sie nicht Acht gaben, würde das ein unendlicher Kampf werden.

„Haben wir auch schon bemerkt“, antwortete ihr Healer, während sie aus der Reichweite einer der Figuren sprang.
„Aber physische Gewalt bringt nichts. Wir müssen sie komplett vernichten, ansonsten bilden sich immer wieder neue“, erklärte Maker während sie in Habacht-Stellung ging.
„Ach, was du nicht sagst...“ Fighter schnappte sich eine der Glasfiguren, die versuchte wieder auf den Balkon zu gelangen. Während sie das Ding im Schwitzkasten hielt, warf Fighter einen prüfenden Blick hinüber zur Terrasse. Erleichtert stellte sie fest, dass Shinko, Len und Kikai sicher im Haus waren. Obwohl sicher nun auch relativ war, mit der zerstörten Balkontür. Die Blicke der drei waren entsetzt auf die Szene gerichtet, die sich im Garten abspielte. Kurz traf ihr Blick den Kikai's. Diesen Horror in ihrem Gesicht zu sehen, ging ihr tief ins Herz. Wenn ihr etwas passieren würde, würde sie sich das nie verzeihen. Mit ihrer Nachlässigkeit hatte sie alle in Gefahr gebracht. Tolle Anführerin war sie. Ihren Freunden und Familien auf Kinmoku ging es schon nicht gut. Sie konnte nicht auch noch zulassen, dass ihrer kleinen Erdenfamilie etwas zustieß. „Sie dürfen auf gar keinen Fall ins Haus. Da oben ist eine Balkontür kaputt.“ Wahrscheinlich würde Healer sie nachher dafür lynchen, aber dafür konnte sie ja nun mal gar nichts.
„Star Gentle Uterus“, rief Maker und schoss auf eine der Glasfiguren, die im Begriff war, sich auf Healer zu stürzen. Der Lichtstrahl pulversisierte das Glas auf der Stelle, bis nichts mehr übrig war.
„Na wenigstens scheinen unsere Attacken zu funktionieren“, stellte Fighter erleichtert fest.
„Fighter!“ Healer deutete in Richtung ihres Balkons. Fighter blieb einen Augenblick das Herz stehen. Sie konnte gerade noch sehen, wie eine der Glasfiguren in Healers Zimmer verschwand. Da passte sie mal eine Sekunde nicht auf. „Los geh, wir kriegen das hier schon hin...“
„Gut.“ Mit einem Satz war Fighter wieder auf dem Balkon und stürzte der Glasfigur hinterher. „Warum müssen die so flink sein?“, stöhnte sie entnervt. „Und Türen öffnen können sie auch noch... Shit!“ Mit einem weiteren Satz war Fighter an der Tür und hechtete der Figur hinterher. Was machte sie nun? Sie konnte doch nicht hier drin wild um sich schießen? Aber kaputtmachen sollte sie das Ding auch nicht. Ansonsten hatte sie nicht mehr nur ein Problem im Haus. Ihr Hirn arbeitete auf Hochtouren, ging alle Möglichkeiten durch, ohne weder dem Haus, noch ihrer kleinen Familie zu schaden.
„Terrassentür auf!“, brüllte Fighter, als die Glasfigur und sie ins Wohnzimmer stürzten. Das Vieh war in Richtung Shinko unterwegs. Das durfte sie keinesfalls zulassen. Len war der Erste, der aus seiner Schockstarre erwachte. Mit zitternden Fingern, riss er die Glastür auf. Bevor die Glasfigur einen der Drei erreichen konnte, sprang Fighter nach vorne, schlang ihre Arme um den Bauch des Wesen und ließ sich mit ihr auf den Boden fallen. Dabei achtete Fighter genau darauf, dass sie selbst auf dem Rücken landete, damit die Glasfigur nicht zerschellte. Für einen kurzen Moment blieb ihr die Luft weg. Sie versuchte ein paar mal tief zu atmen, was aber nicht so einfach war, mit dem Wesen in den Armen, dass wild mit langen Krallen um sich schlug. Sie erwischte Fighter an der Wange und hinterließ einen hässlichen und vor allem brennenden Kratzer.
„Seiya!“, rief Kikai panisch.
„Bleibt wo ihr seid.“ Als sie wieder richtig atmen konnte, sprang Fighter auf die Füße, stieß sich ab und flog samt Glasfigur nach draußen. Wieder im Garten, landete Fighter auf dem Rasen und stieß das Wesen von sich. „STAR SERIOUS LASER“, bellte sie und zielte geradewegs auf die Glasfigur, die ein paar Sekunden später sich in feinem Staub auflöste. Sie feuerte noch ein paar weitere Attacken ab bis keine Figur mehr übrig war. Doch so ganz traute Fighter den Frieden noch nicht. Nicht dass sie mehr davon haben wollte, aber nach diesem Glassplitterschauer konnte das doch schlecht alles gewesen sein.
„Maker.... du hältst hier Stellung! Healer und ich checken kurz den Umkreis“, sagte Fighter. Es war sehr unwahrscheinlich, dass nur in Shinkos Garten diese Glassplitter gefallen waren.
„Alles klar.“ Maker nickte. Healer folgte Fighter schweigend. So lästig diese Viecher auch waren, so einfach konnten sie zerstört werden. Zumindest ihnen gelang es mit ihren Attacken problemlos. Auf dem Grundstück war alles ruhig. In den umliegenden Straßen auch. Fighter stutzte. Bei der Masse an Glassplitter, die auf die Erde niedergingen, konnten doch unmöglich nicht nur sie das Ziel gewesen sein. Und wer zum Kuckuck war die Familie des weißen Mondes? Sie zählte jedenfalls nicht dazu. Healer und Maker auch nicht. „Scheint als ob hier in der Gegend alles ruhig ist“, sagte Fighter, die aufs Dach des Anwesens gesprungen war, um einen besseren Überblick zu haben.
„Aber wieso? Das waren doch so viele Splitter“, stellte Healer jene Frage, die auch Fighter im Kopf herumschwirrte.
„Keine Ahnung. Ich würde einmal über die Stadt fliegen und nach dem Rechten sehen. Sagst du Maker bescheid?“
„Fighter, du gehst nicht alleine“, schimpfte Healer und sah ihre Gefährtin streng an. „Was ist, wenn doch noch solche Viehcher irgndwo sind?“
„Mit den werde ich schon fertig. Mir ist es lieber, wenn ihr beide bei Shinko und den anderen bleibt. Ich kann schon auf mich selbst aufpassen...“, stellte Fighter einmal klar.
„Ich finde es trotzdem nicht gut. Galaxia ist eindeutig da draußen... Wenn sie uns ebenfalls spüren kann...“ Healer war nicht sonderlich begeistert von Fighters Vorhaben.
„Nur kurz. Ich kann es nicht mit mir selbst vereinbaren, dass am anderen Ende der Stadt vielleicht Menschen in Gefahr sind...“ Fighter sah Healer eindringlich an. „Los... ich will dir keinen Befehl erteilen müssen.“
„Aber ich gebe meinen Protest zu Protokoll!! Pass ja auf dich auf...“ Healer seufzte und sprang wieder vom Dach. Fighter sah ihr einen Augenblick nach, stieß sich dann vom Schieferdach ab und flog hinauf in den Himmel. Sie achtete darauf sich nicht in ihre Sternenform zu verwandeln, denn wenn Galaxia da draußen irgendwo war, dann würde sie diese Energie bestimmt erkennen. Diese war einzigartig für die Kriegerinnen ihres kleinen Sonnensystems. Aber so weit Fighter das überblicken konnte, war es in der Stadt ruhig. Warum auch immer? Sie schienen eine Ausnahme gewesen zu sein. Das war ihr auch recht. So musste sie sich erst einmal keinen weiteren Kopf um die Menschen machen. Aber wer wusste schon, wie lange das noch anhielt? Wenn da draußen feindselige Energien waren, dann würde es nicht mehr lange ruhig bleiben. Wobei sich ihr nun doch die Frage stellte, warum nur sie angegriffen wurden? An Zufall wollte sie gerne glauben, aber ihr Gefühl war da anderer Meinung.
„Das kann ja heiter werden...“ Fighter seufzte und flog zurück. Sie landete geschmeidig auf der Terrasse, auf der Taiki und Yaten, aber auch Shinko, Len und Kikai standen. Sie alle sahen sehr besorgt aus.
„Da ist sie“, rief Kikai, eilte auf Fighter zu und zog sie in ihre Arme. „Oh Gott... Seiya...“ Seiya seufzte und schlang die Arme um Kikai. Auch wenn die Kämpfe für sie selbst normal waren, konnte sie sich trotzdem vorstellen, wie schockierend es für Außenstehende sein konnte. Da war wahrscheinlich jeder Schlag für sie schmerzvoller, als für Fighter selbst.
„Es ist alles gut...“, flüsterte Fighter und verwandelte sich einfach in Kikais Armen zurück.
„Nichts ist gut. Ich hatte so Angst um dich... um euch“, platzte es auf Kikai heraus. „Was zur Hölle war das?“
„Es ist das eine über Sailor Moon und ihre Kämpfe zu lesen... aber bei einem dabei zu sein...“, pflichtete Len ihr bei, der schützend einen Arm um Shinko gelegt hatte.
„Was das war, würde ich auch gerne wissen“, brummte Yaten. „Ich habe vorhin ganz kurz Galaxias Kraft gespürt, aber jetzt ist sie wieder weg.“
„Ich habe auch keine Ahnung. Vor allem was die von uns wollten.“ Taiki runzelte die Stirn. „Habt ihr die Stimme gehört?“
„Ja.“ Yaten und Seiya nickten.
„Da war eine Stimme?“, fragte Len ungläubig.
„Ja. Sie hat was von Rache an der Familie des weißen Mondes gefaselt“, erklärte Seiya, während sie nachdenklich den Zeigefinger an die Lippen legte. Kikai wich nicht von ihrer Seite.
„Wer auch immer das ist. Wir sinds jedenfalls nicht...“, seufzte Yaten ratlos.
„Aber wenn nur wir diese Stimme gehört haben... vielleicht hat es etwas mit unseren Sailorkristallen zu tun?“, überlegte Taiki. „Vielleicht war die Nachricht für die anderen Sailor Kriegerinnen bestimmt und kam nur ausversehen zu uns. Ich bezweifle, dass wirklich wir das Ziel des Angriffs gewesen waren. Wer auch immer für den Angriff verantwortlich war, weiß nicht, dass wir hier sind. Zumindest gehe ich nicht davon aus.“
„Aber sicher können wir uns nicht sein. Vielleicht hat Galaxia auch nur ihre Taktik geändert“, gab Seiya zu bedenken. „Immerhin haben wir sie auch gespürt. Wir müssen erst einmal vom worst case ausgehen... Außerdem hatte ich den Eindruck, dass dieses Spiegelwesen im Haus, direkt Shinko im Visir hatte.“
„Was?‟, sagte Yaten und Len gleichzeitig.
„Aber wieso?‟, hörte sie Shinkos leise Stimme. „Hat es etwas mit meinem vergangenem Ich zu tun?‟
„Gute Frage...‟ Taiki seufzte. „Sag dir denn der begriff 'weißer Mond' etwas?‟
„Nein.‟ Shinko schüttelte kraftlos den Kopf. „Zumindest erinnere ich mich nicht.‟
„Dann sollten wir äußerst wachsam sein‟, mahnte Yaten. „Wir dürfen nicht wieder so nachlässig werden.‟
„Ja... Das kann ganz schnell böse enden‟, stimmte Seiya ihr zu. „Tut mir Leid, Mädels. Ich hätte mehr darauf achten müssen.‟
„Mach dich nicht lächerlich, Seiya. Wir waren ja auch nicht besser‟, meinte Taiki und legte Seiya aufbauend eine Hand auf die Schulter. Seiya seufzte schwer. Dieser Abend würde ihnen bestimmt noch lange in den Knochen stecken, dennoch konnte Seiya ihr Konzert nun kaum mehr erwarten. Sie mussten Kakyuu finden und zwar schnell. „Ich frage mich ob Kakyuu die Energien auch gespürt hat?“
„Das wird die nächste Zeit zeigen. Diese Frage wird sie uns wohl nur persönlich beantworten können“, erwiderte Taiki, sah dabei aber nicht sonderlich zuversichtlich aus.
„Umso wichtigier ist unser Konzert nächste Woche“, sagte Yaten bestimmt.
„Ja. Das ist unsere einzige Chance, sie richtig zu erreichen.“ Seiya nickte. „Ich habe wirklich viele Energien gespürt... aber Kakyuus war nicht dabei... Wo ist sie nur?“ Ohne Vorwarnung überrolte Seiya eine Welle tiefschwarzer Energie. Wie konnte sie so dumm sein? Sie hatte sich so sehr von Galaxias Energie einschüchtern lassen, dass sie nicht genau darauf geachtet hat. Sie keuchte.
„Was hast du, Seiya?“, fragte Taiki erschrocken.
„I-ich kenne die andere Energie... und ihr auch... erinnert euch daran, als wir in Tokyo waren...“
„Du meinst...?“ Taiki riss geschockt die Augen auf. „Aber...“
„Pegasus hat doch gesagt, dass alles in Ordnung ist“, warf Len mit leiser Stimme ein.
„Vielleicht war es zu der Zeit auch so. Was es auch immer ist.... es ist zurück...“, sagte Seiya ernst.
„Und es hat Galaxia im Schlepptau...“, knurrte Yaten und guckte dabei so, als sei sie gerade aus einem schlechten Traum aufgewacht. „Es ist so weit. Der Tag, den wir immer gefürchtet haben, ist gekommen: das gemütliche Leben wird auch auf der Erde bald vorbei sein.“
„Yaten hat Recht...“ Taiki sah in die Runde. „Wenn Galaxia wirklich hier auftaucht, dann können wir nur hoffen, dass die Erde nicht das gleiche Schicksal erleidet wie unser Planet.“
„Aber...“ Kikai sah die Starlights aus großen Augen an. „Könnt ihr da nichts machen?“
„Das Einzige was wir machen können, ist unsere Prinzessin zu finden“, sagte Yaten bestimmt. „Ich kenne niemanden – außer Galaxia – deren Kräfte größer sind. Doch mit Auftauchen Galaxias rennt uns die Zeit davon.“
„Ich sage es nur ungern... aber jetzt habe ich ein wenig Schiss“, gab Kikai zu. „Das ist etwas, was jenseits-“
„GRANNY!“, rief Len entsetzt. Augenblicklich waren alle Blicke auf ihn gerichtet. Sofort sah Seiya, was der Grund für Lens Aufschrei gewesen war und es ließ ihr das Herz in die Hose rutschen.
Shinko lag bewusstlos am Boden.

___________________________

Jetzt wird’s also ernst. Ich denke ihr wisst nun alle, wo im Anime wir uns befinden.
Wie komme ich also auf dieses Kapitel. Ganz einfach: habt ihr euch denn mal gefragt, wo all die anderen Tausende Galssplitter niedergegangen sind und warum nur Uranus und Neptun wirklich angegriffen wurden. Ich meine: Bunny und Co haben es zwar gesehen und Mamo hat einen Splitter ins Auge bekommen... dennoch wurden sie nicht direkt angegriffen. Warum nicht? Nehelennia sprach ja direkt über die Familie des weißen Mondes. Also haben meine Rädchen im Kopf wieder gerattert und ich habe mir selbst eine Antwort überlegt. Angegriffen wurden nur Energien, die im Begriff sind zu wachsen bzw. neu zu erwachen. Wie in Uranus und Neptuns Fall. Galaxia hat ja dafür gesorgt, dass sie alle wiedererwachen, damit sie später ihre Sternenkristalle nehmen kann. Das hat sie im Endkampf Saturn ja auch direkt gesagt. Deswegen war der Angriff auf die Outers einfach geplant, damit sie wieder zu Sailorkriegerinnen werden. Was denkt ihr über den Anfang der 5. Staffel?
Warum aber die Starlights angegriffen wurden und warum Shinko im Visir war, da lass ich euch noch etwas rätseln. Will ja nicht alles verraten. :) Ich bin auf eure Theorien gespannt. So viel schon vorweg: die richtige Auflösung dieser ganzen Geschichte, wird erst in Teil 2 abgeschlossen. Also wundert euch nicht, wenn noch einige Fragen offen bleiben. Ich kann mein ganzes Pulver nicht jetzt schon alles verschießen.

Also bleibt dran. :D
Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Weg.
Nochmal Happy Halooween.

Eure Anki
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast