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The Lupin Twins

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
24.04.2021
04.05.2021
10
19.430
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04.05.2021 2.227
 
Der kalte Regen prasselte auf einen riesigen See, der unter den dunklen Nachthimmel lag. Über das wilde Gewässer fuhren um die 20 Boote. Ängstlich hatte sich Lenius an Luans Arm geklammert. ,,Leni! Du zerquetscht meinen Arm! Lass los!", rief Luan über den lauten Regen hinweg. ,,Der lässt dich nie und nimmer los!", rief Silvian und lachte. Luan verdrehte die Augen. ,,Du weißt, dass ich nicht schwimmen kann!", rief Lenius. ,,Ja, kannst du deinen Griff trotzdem etwas lockern?", fragte Luan.

Lenius schüttelte den Kopf. Silvian lachte. ,,Du Klammeraffe!", scherzte Silvian. Lenius funkelte ihn kurz an. Auf der anderen Seite des Sees kamen die Boote zum stehen. Der riesige Mann, der sie an der Endhaltestelle des Zuges abgeholt hatte, stieg als erstes aus.

Sofort drehte er sich zu der Gruppe um, die unbeholfen aus den Booten stiegen. Lenius lies Luan erst los, als er den sicheren Boden unter seinen Füßen spürte. Luan schob verärgert seinen Ärmel hoch. Der gesamte Oberarm war recht bläulich. ,,Oha! Leni was hast du getan!?", fragte Luan schockiert. ,,Tut mir leid.", meinte Lenius erschrocken. Luan lächelte. ,,Klammeraffe.", grinste Luan.

,,Hey ihr zwei! Nicht Trödeln!", rief der riesige Mann. Luan und Lenius sahen auf, alle anderen waren schon vor gelaufen. Luan nickte. ,,Tut es sehr weh?", fragte Lenius besorgt. Luan schüttelte den Kopf und beide folgten der Gruppe. Lenius warf immer wieder Blicke zu Luan der sich lachend mit Silvian unterhielt. Er fand es besser hier keine Freunde zu finden.

Noch nie hatte er etwas mit anderen Kindern gemacht, er hatte oft vor gehabt runter ins Dorf zu gehen, aber am Ende hatte er es sich dann doch nicht getraut. Lenius hasste es, dass ihm so kalt sein musste. Das er so nass war, dass sein Schulumhang an seiner Haut klebte.

Der riesige Mann klopfte drei mal kräftig an der Tür.  Ein kleiner Zauberer stand vor ihnen. Der riesige Mann guckte verwirrt. ,,Professor Flitwick, ich dachte Professor McGonagall würde die Erstklässler empfangen.", meinte er überrascht. ,,Wie klein er ist.", grinste Silvian. Luan nickte grinsend.

,,Es gab einen Zwischenfall.", erklärte der kleine Professor mit einer piepsigen Stimme. Der ungewöhnlich kleine Zauberer hatte weiße Haare und einen langen weißen Bart. Mit seinen blauen Augen sah er die Gruppe vor sich an. ,,Folgt mir Erstklässler!", bat er. Leise tuschelnd folgte die Gruppe den kleinen Lehrer. ,,Schau!", meinte Luan und deutete auf eine große offenstehende Doppeltür. Lenius sah beim vorbei gehen eine riesige Halle.

Die älteren Schüler saßen an 4 langen Tischen und die Lehrer saßen an einen Tisch der vor den vier Tischen stand. Mehr konnte Lenius so schnell nicht sehen. Professor Flitwick führte die Gruppe in eine kleinen Kammer. Lenius atmete tief durch. Die Düfte der anderen brachte sein Kopf durcheinander.

,,Bitte versammelt euch vor mir!", piepste Professor Flitwick. ,,Herzlich Willkommen in Hogwarts!", strahlte Professor Flitwick und sah auf den kleinen nervösen Haufen vor ihm. ,,In wenigen Minuten ist es soweit, und ihr werdet mit den anderen Schülern an einem herlichen Festessen teilnehmen. Vorher aber noch, muss euer Haus bestimmt werden.", erklärte der kleine Professor. ,,Es gibt an unserer Schule vier Häuser. Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin. Jedes Haus hat beeindruckende Zauberer und Hexen in der Geschichte hervorgebracht. Und jedes Haus hat seine eigene ehrenvolle Geschichte.", meinte er.

,,Euer Haus ist wie eine zweite Familie in Hogwarts. Ihr besucht gemeinsam den Unterricht, teilt euch eure Schlafsäle, verbringt eure Freizeit im Gemeinschaftsraum und isst zusammen an eurem Haustisch. Durch gute Leistungen könnt ihr Punkte für euer Haus sammeln, durch Regelbrüche werden euch aber welche abgezogen. Das Haus, welches am Ende die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt am Ende den Hauspokal.", erklärte er.

,,Ihr habt jetzt noch etwas Zeit euch für die Zeremonie vorzubereiten. Ich bin in wenigen Minuten wieder bei euch.", erklärte Professor Flitwick und verlies die Kammer. ,,Wisst ihr, wie man unser Haus bestimmen wird?", fragte Silvian. Luan schüttelte den Kopf. Lenius zuckte mit den Schultern. ,,Professor Flitwick ist ja witzig! Uns zurechtmachen! Wir sind wie ein Haufen nasser Hunde!", klagte Silvian. Luan lachte.

Kurze Zeit später kam Professor Flitwick wieder und führte sie wieder aus der Kammer. Gemeinsam beraten sie die große Halle. Lenius blieb stehen. Luan drehte sich zu ihn um. ,,Leni?", fragte er. ,,Das ist zu viel!", meinte Lenius leise. ,,Nein! Komm.", meinte Luan beruhigend und griff Lenius Hand. Dieser lief langsam weiter und behielt nervös die brennenden Kerzen im Auge, die in der Luft schwebten. Er hatte panische Angst vor Feuer und war dankbar dafür, dass Luan an seiner Seite blieb. An der Stirnseite der Halle, vor dem Lehrertisch, blieb die Gruppe stehen.

Man hörte noch das laute Gemurmel der anderen. Lenius starrte einfach aus dem Fenster. Dann sahen alle zu dem alten Spitzhut der auf einem Hocker stand. Lenius hatte noch nie einen so alten Hut gesehen. Er war an unzähligen Stellen wieder zusammengeflickt worden.

Auf einmal begann der Hut ein schreckliches Lied zu singen. Lenius und Luan sahen sich nur überrascht an. Nach wenigen Minuten verstummte der Hut wieder. ,,Wenn ich euren Namen aufrufe kommt ihr nach vorne, und setzt euch den sprechenden Hut auf, der euch dann in euer Haus zuteilen wird.", erklärte er.

,,Abel, Nicolas.",  rief Professor Flitwick. Ein schlanker Junge mit dunkelblonden Locken lief nach vorne und setzte den Hut auf. Eine weile konnte man nichts hören. Dann: ,,SLYTHERIN!!!", rief der Hut laut. Der Tisch ganz rechts klatschte laut und Nicolas Abel setzte sich zu ihnen.
,,Adams, Mia", rief er. Ein kleines  Mädchen hüpfte nach vorne und setzte den Hut auf. ,,GRYFFINDOR!!!", rief der Hut sofort. Diesmal klatschte der Tisch ganz links. Auch ,,Andrews, Mike", wurde ein Gryffindor.
,,Barton, Olivia!", diesmal blieb es etwas länger still. ,,RAVENCLAW!!!", der zweite Tisch von links brach in Jubel aus, als sich Olivia Barton zu ihnen setzte.
,,Benson, Jane", wurde eine Slytherin und ,,Bentley, Anna.", wurde eine Gryffindor.
,,Carey, Emma.", ,,HUFFLEPUFF!!!", diesmal klatschte der zweite Tisch von links.
Luan sah sich lieber neugierig um anstatt auf das geschehen zu achten. Er merkte nicht mal, dass Silvian längst in sein Haus zugeteilt wurde.

Dann.....,,Lupin, Lenius!", Luan sah auf. Lenius sah ihn ängstlich an. Es war ungewohnt für seinen sonst so ruhigen Bruder. ,,Du schaffst das.", versuchte er ihn zu beruhigen- Lenius nickte und lief langsam nach vorne. Luan knabberte nervös an seinen Fingernägeln. Der Hut rutschte über Lenius Augen. Dann war es still. Zu still.....

,,SLYTHERIN!!!", rief der Hut. Während die Slytherins klatschten wich Luan erschrocken zurück. Slytherin!? Sein Bruder war in SLYTHERIN!? Das konnte ja nur ein schlechter Traum sein! Lenius warf einen Blick auf seinen Vater und lief dann langsam zum Slytherin Tisch.

,,Lupin, Luan!", rief Professor Flitwick. Luan schluckte. Jetzt bloß nicht die nerven verlieren! Sofort setzte er sicch auf den Hocker und lies es zu, dass der Hut über seine Augen rutschte. Sofort hörte er eine piepsige Stimme in seinem Kopf.

,,Hmm interessant. Du bist sehr stur junger Mann. Du bist sehr treu den Menschen die dir wichtig sind und du bist sehr Mutig. Du hast den Drang die Menschen zu beschützen die dir im Herzen liegen und du bist klug, sehr klug, oh ja! Aber wo soll ich dich hinstecken hm?", fragte er. Luan wartete ungeduldig ab. ,,Ah ich weiß.......", meinte der Hut dann.

,,GRYFFINDOR!!!"; rief der Hut laut. Luan atmete erleichtert aus und setzte den Hut ab. Grinsend sah er zum Gryffindor Tisch wo Silvian ihm grinsend zuwinkte. Luan lächelte und setzte sich zu ihm. ,,Team Gryffindor!", grinste Silvian und schlug bei Luan ab. Er nickte und setzte sich neben ihn. Dann warf er einen Blick auf den Slytherin Tisch. Lenius saß dort und wirkte total verloren. ,,Er kommt schon klar!", meinte Silvian entspannt. Luan zuckte mit den Schultern.

Als alle Schüler ausgewählt wurden und an ihren Häusertischen saßen, sah Luan wie am Lehrertisch Albus Dumbledore aufstand. ,,Willkommen!"; rief Professor Dumbledore und sah sich in der großen Halle um. ,,Willkommen zu einem neuen Jahr in Hogwarts! Ich habe euch allen einige Dinge mitzuteilen, und da etwas sehr ernstes darunter ist, halte ich es für das Beste, wenn ich gleich damit herausrücke, denn nach unserem herrlichen Festmahl werdet ihr sicher ein wenig bedröppelt sein.", fing er an.

Luan gähnte. ,,Keine lange Rede, bitte!", gähnte er. Doch Professor Dumbledore fuhr fort. ,,Wie ihr mitbekommen habt, ist der Hogwarts-Express durchsucht worden, und ihr wisst inzwischen, dass unsere Schule gegenwärtig einige der Dementoren von Askaban beherbergt, die im Auftrag des Zaubereiministeriums hier sind.", meinte er und wirkte dabei nicht besonders begeistert.

,,Sie sind an allen Eingängen zum Gelände postiert und ich muss euch klar sagen, dass niemand ohne Erlaubnis die Schule verlassen darf, während sie hier sind. Dementoren dürfen nicht mit Tricks oder Verkleidungen zum Narren gehalten werden. Es liegt nicht in der Natur eines Dementors, Bitten oder Ausreden zu verstehen. Ich mahne daher jeden Einzelnen von euch: Gebt ihnen keinen Grund, euch Leid zuzufügen. Ich erwarte unseren Vertrauensschülern und von unserem neuen Schulsprecherpaar, dass sie dafür sorgen, dass kein Schüler und keine Schülerin den Dementoren in die Quere kommt.", erklärte er im ernsten Ton.

Luan hatte seinen Kopf auf den Tisch gelegt und schloss halb die Augen. ,,Und nun zu etwas angenehmeren.", rief Professor Dumbledore. Luan setzte sich interessiert aufrecht hin.

,,Ich freue mich, dieses Jahr zwei neue Lehrer in unseren Reihen begrüßen zu können. Zunächst Professor Lupin, der sich freundlicherweise bereit erklärt hat, die Stelle des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste zu übernehmen.", erklärte er. Luan sah zu wie sein Vater unter Klatschenden Schülern aufstand und sich leicht verbeugte.

,,Zu unserer zweiten Neuernennung, nun, es tut mir Leid, euch sagen zu müssen, dass Professor Kesselbrand, unser Lehrer für die Pflege magischer Geschöpfe, Ende letzten Jahres in den Ruhestand getreten ist, um sich ein wenig seiner verbleibenden Gliedmaßen erfreuen zu können. Jedoch bin ich froh sagen zu können, dass sein Platz von keinem anderen als Rubeus Hagrid eingenommen wird, der sich bereit erklärt hat, diese Lehrtätigkeit zusätzlich zu seinen Pflichten als Wildhüter zu übernehmen.", berichtete er und wieder gab es Beifall.

Luan klatschte müde mit. Dann eröffnete Professor Dumbledore das Festmahl. Luan staunte als sich die Teller füllten mit den leckersten Speisen. Sofort bediente er sich an den Spaghetti und der Bolognese. Silvian grinste und tat es ihm nach. ,,Ich bin Mike!", stellte sich ein junge mit dunkelroten Haaren vor. ,,Ich bin Luan!", stellte sich Luan grinsend vor und streckte seine Hand aus. ,,Silvian.", grinste Silvian neben ihm.

Mike lächelte. ,,War in eurem Abteil auch einer dieser Dementoren?", fragte Mike ängstlich. ,,Ich bin auf dem Gang einen begegnet.", berichtete Luan. ,,Das hast du mir nicht erzählt!", meinte Silvian schockiert. ,,Ups!", grinste Luan. Silvian sah ihn beleidigt an. Mike lachte und bediente sich an dem Salat. ,,Worauf seid ihr am meisten gespannt?", fragte Mike. ,,Das ist ein uraltes Schloss, was meinst du Luan? Steht bald eine Suche nach Geheimgängen an?", fragte Silvian. ,,Klingt nach einem Plan.", lächelte Luan.

,,Naja ich bin auf alles gespannt. Aber am meisten auf Kräuterkunde. Das mag vielleicht komisch klingen, aber meine Familie züchtet eben seit Jahren magische Pflanzen. Uns gehört sogar ein Geschäft in der Winkelgasse.", berichtete Mike. ,,Habt ihr auch richtig gefährliche? Die Menschen erwürgen und so?", fragte Luan interessiert. Mike lachte auf. ,,Nein, nein.", sagte er sofort. ,,Wir haben nur harmlose Pflanzen.", klärte er auf. Luan stöhnte. ,,Voll öde!", meinte Silvian. Luan nickte. ,,Ich weiß aber wie man an solche Pflanzen ran kommt.", zwinkerte Mike. ,,Das klingt doch wieder interessanter.", grinste Luan.

Silvian lachte. ,,In welchem Haus waren eigentlich deine Eltern Luan?", fragte Silvian. ,,Beide in Gryffindor. Deine?", fragte Luan und bediente sich an den Apfelsaft. ,,Hufflepuff und Gryffindor.", grinste Silvian. ,,Meine Mutter war in Gryffindor, mein Vater ist ein Muggel.", grinste Mike.

,,Wie sieht es bei dir mit Quidditch aus?", fragten Luan und Silvian gleichzeitig. ,,Ich habe noch nie Quidditch gespielt. Wir leben mitten in einer Muggelstadt da ergibt sich das schlecht, versteht ihr?", fragte Mike. Luan nickte. ,,Ich zeigs dir auf jeden Fall.", grinste er. Silvian nickte zustimmend. ,,Du hast was im Leben verpasst man!", meinte Silvian. Mike verdrehte die Augen. ,,Kannst du mir den Orangensaft reichen?", fragte ein Mädchen schüchtern.

Sie hatte hellblonde Zöpfe und blaue Augen. Luan nickte sofort und reichte ihr den Orangensaft. ,,Ich heiße Sophie, Sophie White. Ich hoffe, dass ihr nicht wie die Jungs aus meiner alten Schule seid.", meinte sie und lächelte kurz. ,,Kommt ganz drauf an. Wenn es Langweiler waren, dann bestimmt nicht.", grinste Luan. ,,Da kommt noch was auf uns zu.", meinte Mike lächelnd. Luan nickte.

Lenius am anderen ende der Halle saß schweigsam bei den anderen Slyhterins, die sich munter unterhielten. ,,Du isst ja nichts.", stellte ein Junge fest, der Gegenüber von ihm saß. Lenius zuckte mit den Schultern. ,,Keinen Hunger.", meinte er nur leise und warf einen Blick zum Gryffindor Tisch. Ein leichtes lächeln stahl sich auf seinen Lippen, als er Luan mit anderen aus seinem Jahrgang lachen sah. ,,Vielleicht hat hier dein normales Leben angefangen.", flüsterte Lenius.
 
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