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Zeitzeugen

KurzgeschichteRomance, Freundschaft / P12 / Gen
Mamoru Chiba / Tuxedo Mask / Endymion Usagi "Bunny" Tsukino / Sailor Moon / Serenity II
24.04.2021
21.09.2021
9
29.044
27
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
18.05.2021 3.526
 
Hallöchen ihr Lieben,


so hier nun die Fortsetzung und gleichauf eine Frage an euch! Wollt ihr ein Kapitel aus Mamorus Sicht oder soll ich weiterhin nur aus ihrer Perspektive schreiben?!


Ich danke euch allen vielmals für all die Herzileins und Empfehlungen! Mein Herz schlug dreifache Saltos vor Freude!


Viel Spaß beim Lesen!

eure Ghost




„Ja?“, fragte Rei ganz verdattert nach. Der jungen Priesterin stand der Unglaube förmlich ins Gesicht geschrieben.

Von Usagi kam nicht mehr viel. Außer zu nicken und ihre Freundin dabei verständnislos anzusehen, fiel ihr nicht mehr ein, was sie noch erzählen konnte. Meine Güte! Selbst nachdem sie dieses Thema an die 1001-mal durchgekaut hatten, kehrte keine Ruhe ein, wohl eher noch größere Aufregung gemixt mit einer gehörigen Portion Verwunderung und einem extra Schuss Unverständnis oben drauf. „'Ja' sagt man, wenn dich jemand zu einem Kinobesuch einlädt!“, murmelte Makoto nachdenklich. Mit einem: „'Ja' sagt man auch zu gutem Essen!“, brachte sich nun auch Minako mit ein und biss dabei genüsslich in einen mit Schokolade überzogenen Haselnusskeks. „Hmmm“, machte Ami und tippte sich dabei mit dem Zeigefinger rhythmisch gegen das Kinn, was sie immer dann tat, wenn sie eifrig über etwas kompliziertes nachdachte. Neugierig beobachtete Usagi die Reaktion der Blauhaarigen und war wirklich gespannt, was sie dazu zu sagen hatte. Selbstverständlich war ihr die Meinung der anderen drei auch sehr wichtig und lag ihr nicht minder am Herzen aber von ihrem Superhirn erwartete sie eine wesentlich klügere Rückmeldung. Nebenbei bemerkt lag nicht nur ihr neugieriger Blick auf Ami sondern auch die Augen drei anderer Mädchen waren auf ihre Aussage fixiert. Minako hörte sogar auf an ihrem Keks rumzukauen sondern besann sich darauf ihn im Mund langsam zergehen zu lassen um geräuscharm zu bleiben.

„Ja ist ein Wort mit der Grundbedeutung der Zustimmung, Bestätigung oder Bekräftigung. In Wörterbüchern wird es höchst unterschiedlich abgehandelt und wird auch mehreren Wortarten zugerechnet. Als Partikel generell ist „ja“ entweder die positive Antwort auf eine Entscheidungsfrage oder hat anderen Bestätigungscharakter und ist somit das Gegenteil von „nein“. Des Weiteren kann „ja“ in gegebenen Fällen als Iterjektion interpretiert werden und ist dann in d-„ „AMIIII“, kam es unisono von allen Vieren. Verwundert blickte die Angesprochene in die Gruppe. „Was denn?!“ Kopfschüttelnd gaben sie ihrem Genie auch ohne die entsprechenden Worte zu verstehen, dass sie sie eben absolut nicht verstanden. „Also wenn ihr meine Meinung wissen wollt-„ „Ja doch!“, schnitt sie Minako eifrig und biss als Zeichen des Protestes in zwei Kekse gleichzeitig. Mit vollem Mund und einer nonchalanten Handbewegung deutete sie ihrer Freundin endlich auf den Punkt zu kommen. „'Ja' sage ich immer dann, wenn ich den Stoff für die nächste Prüfung bekomme!“ Entsetzen lag in der Luft. Amis herzliches Lächeln verzog sich zu einem schiefen Grinser. „Zu einem Heiratsantrag, natürlich unter der Voraussetzung, dass die Gegebenheiten erfüllt sind?“, versuchte sie es noch einmal, als sich Minako prompt an den Krümeln verschluckte und lauthals zu Husten begann.

„Dieser dämliche Neandertaler hat sie nicht alle!“, wütete Rei, sprang von ihrem Stuhl um gleich darauf Minako eifrig gegen den Rücken zu klopfen. „'J'a kann für alles Mögliche stehen aber ganz sicher sagt man nicht ja, wenn einen die EX fragt ob man mit einer anderen Frau rumgevögelt hat!“ Mittlerweile sprach sie nicht nur sondern schrie regelrecht. „Oh und natürlich sagt man auch nicht ja zum Erhalt des Prüfungsstoffes!“ „Tschuldigung!“, kam es von einer geknickten Ami, die sich selbst sogleich an die restlichen Kekse machte. Scheinbar war alles was sie sagte zum gegebenen Zeitpunkt falsch, aber innerlich gab sie ihren Freundinnen recht, nur wie sonst hätte Mamoru ihr antworten können außer mit einem JA?! Immerhin entsprach sine simple Antwort doch der Wahrheit, so schlimm sie für Usagi auch sein mochte. Ihr Gehirn fing an auf Hochtouren zu arbeiten. Im Geiste ging sie die Möglichkeiten von Satzkonstellationen und Antwortmöglichkeiten durch, hörte aber gleichzeitig ihren Freundinnen zu, die sich natürlich in eine wilde Diskussion stürzten.

Zwei Teerunden später standen keine niedlichen kleinen, mit Blümchen verzierten, Tassen mehr auf dem Tisch sondern eine überdimensional große Flasche Pflaumenwein. Usagi fragte sich augenblicklich, wo sie solche Monster herstellten, als sie auch schon von einer deutlich angeschwippsten Rei angenuschelt wurde. „Und wie hast du schlussendlich die Situation gemeistert?!“, wollte sie wissen. Seufzend rieb sie ihre Oberarme. „Wie wohl! Natürlich habe ich ihm gesagt, dass auch ich Sex hatte!!“ Das hatte gesessen. Eine unheimliche Stille legte sich über den Tisch. Selbst Ami schien über die neueste Erkenntnis baff. Das erkannte Usagi allein darin, dass sie sich selbstständig das Weinglas bis zum Anschlag füllte und es mit einem Zug austrank. Sie war beeindruckt. „Und mit wem?!!“ „Das habe ich ihm natürlich nicht gesagt … Er hat auch nicht danach gefragt aber eines sage ich euch!“ Grinsend sah sie in die Runde. „Er war sowas von baff!“ „Und was wenn er dich eines schönen Tages danach fragen sollte?!“,gluckste Makoto. „Nun ja … ähm … dann sage ich eben das der geheimnisvolle Fremde Umino ist!“ Jawohl! Das war doch die Idee. Umino war seit über einem Jahr mit Naru im Ausland und soweit sie wusste, würden sie auch in England bleiben, was zur Folge hatte, dass sie ihre Lüge auf fruchtbaren Boden säte.

Erst war es nur die Andeutung eines Lächelns die sich auf Reis Gesicht abzeichnete, dann aber sah sie zu Makoto, die wiederum blickte zu Minako und diese schenkte ihren irren Blick Ami, als sie plötzlich und aus dem Nichts heraus grölend lautund aus vollem Halse zu lachen begannen. Minako war schließlich diejenige die das Wort an Usagi richtete. Zwar bekam sie kaum mehr Luft und ihr Kopf fühlte sich an, wie ein leerer Heliumballon, aber immerhin sah sie noch so klar um ihre Meinung kund zu tun, an der ihr nicht nur viel lag, sondern für die sie lichterloh brannte. „Sag bitte, dass das nur ein übler Scherz war?!“ Nein! Wie kam sie denn darauf!! Um allen Missverständnissen entgegenzuwirken, beschloss sie, dass eben gedachte laut auszusprechen und erzählte ihnen, wieso sie ausgerechnet Umino allen Männern dieser Welt vorzog. Als sie mit ihren Ausführungen endete hätte Minako beinahe erneut losgelacht, wenngleich Reis Ellbogen in ihren Rippendaran hinderte. „Wieso denn nicht?!“, zeterte Usagi los, ohne eine Antwort seitens ihrer Freundinnen abzuwarten. Allein schon anhand ihrer Mimik wusste sie was in ihnen vorging. Sie alle samt hielten sie für verrückt und was bitte schönhatten sie an Umino auszusetzen?! „Er ist immerhin ein Mann!“ „Jooo darüber könnte man diskutieren!“, erhob Makoto Einspruch. „ER HAT EINEN PENIS!!“ „Und das weißt du ganz sicher?!“ „Natürlich weiß ich das Rei! Ich habe ihn immerhin mit eigenen Augen gesehen!!“ „Und du bist dir sicher, dass du das nicht geträumt hast?!“„Spinnst du Mako! Wieso sollte ich von Umios Penis träumen?!!!“ Aufgebracht sprang Usagi vom Stuhl. Sie krallte beide Hände an den Tischrand, um an irgendetwas Halt zu finden, denn wie es schien hatten ihre Freundinnen in keinster Weise vor sie bei ihrem Plan zu unterstützen und ohne sie ging es nun mal nicht. Irgendwie musste sie es schaffen sie zu überzeugen und das ging nun mal besser im Stehen. So dachte sie zumindest. Womit sie allerdings nicht gerechnet hatte, war, dass sie es ihr alle gleich tun würden. Wie nicht anders zu erwarten war, beugte sich Rei weit über den Tisch.

„Wo und wann hast du Uminos Anhänger gesehen?!“ Na damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet. Wieso um Gottes Willen hatte sie nicht den Mund halten können. „In der Umkleide letztes Mal beim Fußballspiel.“ „Was hatte er in der Umkleide verloren???“„Halloooo?! Er spielt im Team!!“ „Auf der Ersatzbank ohne Einsatz!!“ „Trotzdem hat er sich umgezogen!!“ „Und du warst dabei!??“ „Ich habe lediglich etwas darin vergessen und … warum ist das so wichtig?!“ „Weil … na weil wenn du schon Mamoru auf die Nase binden willst, dass du etwas wie Sex hattest, dann muss es schon jemand sein der …“ Rei dachte nach. Ihr fiel partout nicht ein, wie sie es am besten formulieren sollte, als sich auch Ami überraschenderweise räusperte. „Ich glaube was Rei damit sagen wollte ist, dass du nicht von einem Hengst auf ein Pony umsteigen kannst. Wenn dann müsstest du der Rangordnungshalber einen Pegasus besteigen!“ Und siehe da! Ihre Worte verfehlten nicht die Wirkung. Sprachlos glotzen sie alle vier an, inklusive Usagi selbst, der die Schamesröte ins Gesicht stieg. Ami hingegen blieb todernst. Resigniert nickte Rei, wodurch sich die Blauhaarige in ihrem Tun bestärkt fühlte und ungerührt fortfuhr: „Sieh mal Usa! Mit Umino kann man Spaß haben, lernen, ins Kino gehen, von mir aus auch Pferde stehlen aber mit Umino hattest du noch wirst du jemals Geschlechtsverkehr haben, ganz egal wie groß oder klein sein Zubehör ist!“ Ganz besonders den Teil mit dem Geschlechtsverkehr betonte sie über allen Maßen hinaus. Zwei Gläser klirrten und die Aufmerksamkeit sicherten sich mit ihrer Aktion Minako und Makoto, die scheinbar miteinander anstießen. „Hört Hört! Ami die Sexgöttin hat gesprochen!“, lachte Makoto und lies sich den Alkohol schmecken. Usagi hatte es einmal mehr an diesem Tag die Sprache verschlagen.

„Woher bitteschön wollt ihr denn wissen, dass der von Umino mit dem von Mamoru nicht mithalten kann!?“ Der Drang einen guten Freund in Schutz zu nehmen ließ sie diese sehr unbedachten Worte aussprechen. Rei war perplex. „Wo zum Geier bleibt dein Stolz!“, keifte sie sie an. „Ich hab keinen!“ „Na dann wird es höchste Zeit, dass du ein bisschen Selbstwertgefühl entwickelst und eins schwöre ich dir Usagi Tsukino! Solltest du auch nur im entferntesten daran denken das durchzuziehen, dann werde ich zum Telefonhörer greifen und Umino alles haarklein erzählen!“ Ab-„ „Kein Aber! Und falls das nicht genügen sollte werde ich dasselbe bei Mamoru tun!“ Als Usagi keine Antwort gab lud Rei nach. „Hast du Watte in den Ohren oder wieso kommt jetzt nichts?!“ „Okay“, fiepte sie kleinlaut. Geräuschvolles Ausatmen durchbrach die Stille und im gleichen Atemzug wurde angestoßen. „Auf den Größenwahn!“, hörte sie ihre Freundinnen lachen und kam nicht drum herum mit einzustimmen. Eine Frage blieb allerdings offen. Mit wem hatte sie Sex oder viel besser noch!! Mit wem wird sie es tun, denn eins war so sicher wie der der Gong im Tempel, und zwar, dass sie diese Tatsache nicht auf sich ruhen lassen konnte. Sie verspürte nur mehr einen einzigen Wunsch und der war Rache!! Er sollte am eigenen Leib spüren, wie es sich anfühlte verkauft und verraten worden zu sein.

Später in der Nacht, als sie in einen der Tempelzimmer, versuchte zur Ruhe zu finden schossen ihr eintausend und ein Protestruf durch den Kopf. Ihr Plan war irre und doch zog sie offenkundig den Schluss: Sie war diejenige die irre ist und nicht ihr Vorhaben allein. Ja, sie würde sich auf ein Wagnis einlassen, aber gehörte auch das nicht zum Leben dazu?! Irre, wahnsinnige Dinge der Liebe wegen zu wagen?! Wäre sie aber danach glücklich?! Usagi seufzte und fasste sich dabei an die schmerzende Schläfe. Ihr Fazit: Zu viel Wein war genau so wenig gut wie zu wenig davon, doch immerhin fühlte sie sich ein klitzekleines bisschen besser. Ob die Mädchen bereits schliefen?! Wahrscheinlich!

Schon seit jeher konnte sie immer und überall problemlos einschlafen bis der Tag kam, an dem er abreiste. Seit da an hatte sie mit regelmäßigen Schlafentzug zu kämpfen. Sie wusste, dass sie es nicht tun sollt und trotzdem griff sie über das Kissen hinweg zu ihrer Tasche und zog das Bild heraus. Auf ihm abgebildet war im Hintergrund die strahlende See und in der Mitte standen sie zusammen, Arm in Arm und lächelten so verliebt in die Kamera, als ob es nichts auf der Welt geben würde, was sie erschüttern könnte. Nichts außer sie selbst, kam ihr traurig in den Sinn und es ließ sich nicht länger vermeiden. Mit dem Ticken der Wanduhr wurde sie prompt zurück in seine Wohnung versetzt. Usagi wusste, dass wenn sie dagegen ankämpfen würde, es ihr gelingen könnte dem zu entfliehen, doch wie bereits zuvor erwähnt. Ihr neuestes Hobby: Selbstgeiselung. Eins hatte sie den Mädchen aber verschwiegen und das war auch gut so.

Sie musste raus, aber schleunigst!! Permanent redete sie sich ein erwachsen geworden zu sein. Es war okay, aber ein JAAAA!! Mehr!! Sie hätte so viel mehr von ihm erwartet als ein abgehacktes ja. Wieso nur hatte er sie nicht angelogen?! Seit sie denken konnte, war es immer er gewesen, der sie vor allem Bösen dieser Welt beschützt hat und nun tat ausgerechnet er ihr so sehr weh!! Sie redete sich bis hierherein, er würde sie am besten verstehen. Ein großer Fehler. Wie konnte sie nur so denken?! Er war ihr meilenweit überlegen. Er lebte zwischen den Sternen, sie auf der Erde. Nicht nur Kontinente trennten sie voneinander, sondern ganze Universen. Im vollkommenen Kontrast zu ihren Gefühlen stand ihr eigener Körper, der sie daran hinderte, ein für alle Mal durch die Eingangstür zu flüchten. Ein Teil von ihr hielt verbissen an ihm fest und sie war nicht imstande dieser Macht zu entrinnen, nicht wenn sie dabei lebend wieder herauskommen wollte. Die Stimme in ihrem Kopf sagte ihr, dass wenn sie jetzt gehen würde sie ihn für immer verloren hätte. Und trotz dem was sie soeben erfahren hatte liebte sie ihn. Wie nur war das möglich?! War es nicht eine allgemein anerkannte, unumstrittene Tatsache, dass das der Grund war, wieso Beziehungen zerbrachen, wieso aus Liebe Hass entstand?!!

Auch er stand auf, umrundete den kleinen Tisch und kam eiserenen Schrittes auf sie zu. Mit einem Meter Sicherheitsabstand blieb er stehen, so als ob er abschätzen wollte wie weit er sich ihr nach seinem Geständnis nähern durfte. „Usagi es tut mir leid, dass du meinetwegen keine Beziehung aufbauen konntest und keinen-„ Augenblicklich schrillten sämtliche Alarmglocken in ihrem Inneren. Sie musste ihn aufhalten. Sie konnte es nicht ertragen sich ausgerechnet vor ihm so klein zu fühlen, denn sie ahnte was er vor hatte ihr zu sagen, also schnitt sie ihn mitten im Wort. „Ich sagte, dass ich keine Beziehung hatte, aber ich erwähnte mit keinem Wort keinen Sex gehabt zu haben!“ Für eine Nanosekunde meinte sie ihn erstarren zu sehen. „Wow! Das freut mich für dich! Hoffentlich hatte er es genauso gut drauf wie Cathrin!“ Heißer unerbittlicher Zorn braute sich in ihrem Brustkorb zusammen. Das hatte er nicht wirklich gesagt oder … Lange sagte keiner von ihnen etwas. Bis auf den Lärm der Straße, der durch die offene Balkontür drang, war es beängstigend still. „Wie erbärmlich!“, flüsterte sie, aber er hatte sie gehört. Als sie sah wie er sich in Bewegung setzte stolperte sie zurück. Er beschleunigte seine Schritte. Ein weiterer Schritt nach hinten und schon spürte sie die Wand in ihrem Rücken. Schweratmend kesselte er sie mit den Händen ein. „Was hast du da eben gesagt!“, forderte er sie auf sich zu wiederholen, doch das fiel ihr im Traum nicht ein. Sie hasste es in die Defensive gedrängt worden zu sein.

„Du traust dich also nicht?!“ Harte, unnachgiebige Worte. Aber seine Stimme klang unsicher, da wusste sie, dass sie einen wunden Punkt getroffen hatte. Es war ihm nicht egal! Sie war ihm nicht egal! Der Wahnsinn stieg ihr allmählich zu Kopf und tatsächlich entstand daraus ein boshaftes Lächeln. Nie hätte sie sich selbst eine solche Gesichtsregung zugetraut. Scheinbar ging es ihm genauso. Seine vor Schreck geweiteten Augen verrieten ihn. „Du hast keine Ahnung wie du damit umgehen sollst?! Habe ich recht!?“, brachte sie mühsam hervor. „Keine Sorge! Ein Schlag mehr ins Gesicht kann ich von dir gut verkraften!“ „Ah! Spricht nun der neue, grandiose Beziehungsexperte aus dir oder Mamoru Chiba der es bei seiner eigenen Freundin, mit der er jahrelang zusammen war, nicht auf die Reihe bekommen hat aber über die neue Flamme gleich herfällt?!“ „Große Worte von einem kleinen Mädchen!“ Dieses ganze Szenario erschien ihr mit einem Male so unwirklich sowie sie selbst. Zu was war sie bitteschön mutiert?! Nur jetzt gab es kein Zurück mehr. „Du hast nie herausgefunden, ob das kleine Mädchen erwachsen geworden ist!! Und obwohl du unzählige Möglichkeiten dazu gehabt hast, kam dir dennoch ein Anderer zuvor!!“, provozierte sie ihn weiter und er stieg darauf ein. „Das kann ich immer noch herausfinden!“, erwiderte er rau. Ein Schauer nach dem anderen lief ihr den Rücken hinunter und rief all die aufgestauten Emotionen ans Tageslicht, dort wo sie sie niemals hätte sehen wollen, aber es war zu spät. „Dann beeil dich Mamoru! Glaub mir die Zeit läuft dir davon!“ Sie schluckte hörbar und wollte sich mit aller Macht von ihm abwenden, aber sie konnte es nicht. Sein Blick schien sie willenlos zu machen. Er hielt sie allein damit fest, dass er sie anstarrte und auf einmal wurde ihr bewusst wie nahe sie sich tatsächlich waren. In der Hitze des Wortgefechts war es ihr entgangen aber jetzt fühlte sie seine Nähe umso intensiver.

Ihr Herz überschlug sich regelrecht, der Puls war außerhalb jeglicher Richtlinie und die Luft um sie herum war zum Zerreißen gespannt. Es war so, als stünde sie selbst unter Strom. Sollte er sie berühren würde es zum Kurzschluss kommen und sie könnte nicht mehr an sich halten. Er konnte sich unter Kontrolle halten, das wusste sie nur zu gut. Sie war diejenige auf die kein Verlass war. Sie wollte ihn, begehrte ihn mit jeder Faser ihres Körpers und sie wünschte sich nichts sehnlicher als die Spuren der anderen Frau wegzuwischen, sodass er sie mit ihr vergaß, als ob sie niemals existiert hätte. Sie musste seine Erinnerungen an sie auslöschen. Sein Atem streifte ihren Nacken. „Es tut mir leid!“ Mit einer imaginären Handbewegung wischte sie ihren Stolz beiseite und schaffte es schlussendlich über ihren eigenen Schatten zu springen und sich zu entschuldigen. „Das sagst du nur weil du denkst, dass ich es hören will!“, kam prompt die Antwort, mit der sie auf gar keinen Fall gerechnet hätte. Ihr Kopf sank hinab, das blonde, lange Haar fiel ihr über die Schultern. Die Hilflosigkeit legte sich um ihren Hals wie ein Strick und er war derjenige der ihn immer weiter zuzog, bis sie das Gefühl überkam zu ersticken. „Aber es soll dir nicht leid tun Usagi! Sag mir verdammt noch mal was du mit all dem bezweckst?! Willst du mir ein schlechtes Gewissen einreden oder mich provozieren?! Was ist?! Hat es der Typ nicht gebracht und du bereust es jetzt mich in die Wüste geschickt zu haben?!“ Solche derbe Worte hätte sie Mamoru niemals zugetraut, aber er agierte aus der Situation heraus und immer noch versuchte sie krampfhaft jeden seiner Fehler zu entschuldigen. Sie wollte doch lediglich eins! Sie wollte ihren alten Mamo-chan zurück! Sie fühlte seine Hände, die ihre bebenden Schultern sanft erfassten. Dann brach es aus ihr hervor. „Ich weiß doch selbst nicht was ich will! Ich hab dich nicht weggeschickt! Das hast du selbst getan als du das erste Mal darüber nachgedacht hast nach Amerika zu gehen und im Gegensatz zu dir bin ich nicht gleich feucht fröhlich in die nächstbeste Beziehung geschlittert. Ich war unsicher und alleine und ich wollte nichts weiter als einmal das Begehren eines Mannes spüren, der mich nicht wie ein Kind behandelt sondern der auch meinen Körper will-„ „Hat es funktioniert?!“ „Was?!“ Ihm schien entgangen zu sein, dass sie weit mehr preisgegeben hatte als diesen erfundenen Mann. Allein die Tatsache, dass sie sich auf ihn eingelassen hatte, störte ihn immens.

Als er seine Hände hob und sie in ihr Haar schlang rührte sie sich keinen Zentimeter. Sie musste es schaffen ihn zu verführen, damit er sich erinnerte und das auch sie die endlich dieBestätigung bekam, dass auch er sie so sehr begehrte wie sie ihn schon seit jeher. Das sie immer noch Jungfrau war schob sie gedanklich bei Seite. Später wäre immer noch genug Zeit um darüber zu reden. „Ich weiß nicht weil ich noch keinen Vergleich hatte!“. „Und du willst mich mit ihm vergleichen?!“ Mamorus Stimme klang wie Schmirgelpapier. Sein intensiver Blick zog sie in seinen Bann, als sie spürte wie seine rechte Hand zärtlich über ihre Bluse wandelte, über ihre Brust zu ihrem Hosenbund hinunter. Ihre Gedanken rasten! Die Spannung stieg ins Unermessliche. „Ich will wissen ob es sich mit dir genauso gut anfühlt!“Das war sein Stichwort. Mamorus Geduldsschnur zerbarst in eine Million Einzelstücke. Er wartete nicht mehr auf eine Reaktion noch auf die Zustimmung ihrerseits. Er öffnete den Knopf ihrer Jeans und fuhr sogleich mit der Hand unter ihren Slip. Usagi wusste nicht mehr wie ihr geschah als er ohne Vorwarnung über ihren bereits feuchtenSpalt strich. Sie hörte ihn aufstöhnen und lies los. Langsam und gekonnt bewegte er seine Finger, strich drückte ihr den Daumen gegen den Venushügel. Während er das tat sah er ihr immer noch unentwegt in die Augen. Sie hätte niemals erwartet, dass es sich so gut anfühlen würde, aber so schnell er anfing, umso schneller lies er von ihr ab. Beinahe war sie erschrocken über seinen Rückzug, doch das Lächeln in seinem Gesicht versprach ihr, dass es noch lange nicht vorbei war. Sei beobachtetet schweigend, wie er einen Schritt nach hinten machte. Lüstern glitt sein Blick auf ihre offenstehenden Bund. „Zieh dich aus!“



Ps.: Bevor ich es vergessen! :) FF hat meine Story "Mit den Waffen einer Frau" mit Status 'abgebrochen' versehen. Die Geschichte habe ich nicht abgebrochen noch habe ich vor sie abzubrechen. Momentan arbeite ich nebenbei an einem neuen Kapitel und hoffe euch alle dort wieder anzutreffen. <3
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