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Die Stimme des Kristalls

GeschichteRomance, Freundschaft / P18 / Gen
Draco Malfoy Harry Potter Hermine Granger OC (Own Character) Ronald "Ron" Weasley
23.04.2021
19.05.2021
6
8.915
7
Alle Kapitel
51 Reviews
Dieses Kapitel
12 Reviews
 
25.04.2021 1.747
 
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Heute war Dudleys Geburtstag und wie immer ging es nur um ihn. Als Larissa das Wohnzimmer betrat, war sie überrascht. Denn unzählige Geschenke waren auf der Couch, in unterschiedlichem Geburtstagspapier verpackt, zerstreut. Das Mädchen wusste nicht, ob die Geschenke nur von den Dursleys waren, oder auch von anderen Bekannten. Wenn sie so recht überlegte, kannte sie keine weiteren Bekannten von den Dursleys.
Ein Stupsen auf ihrer Schulter ließ sie zusammenzucken. Es war Harry, der ihr andeutete ihm in die Küche, die mit dem Wohnzimmer verbunden war, zu folgen. Tante Petunia verdonnerte Harry den Schinken zu braten, während Larissa sich um die Eier kümmern sollte. Onkel Vernon setzte sich an den gedeckten Tisch und Larissa stöhnte genervt auf. Sie hasste ihn, genau wie seinen Sohn. Dudley hatte ein breites Gesicht, blaue Augen und blondes Haar. Mr Dursley war dick und hatte keinen Hals. Dafür aber einen gigantischen Schnurrbart, den Larissa an eine Augenbraue erinnerte, die an der falschen Stelle wuchs.
Mit der Bratpfanne in der Hand verteilte Larissa wortlos die Eier auf den Tellern.
Dudley sah währenddessen auf die Geschenke. „Das sind mehr, als ich zählen kann.“
Larissa, die inzwischen wieder neben Harry stand und neue Eier briet, beugte sich ganz nah zu ihm, sodass niemand sie hätte hören können. „Dann sind das wohl mehr als sieben.“ Harry wendete die Schinken und presste die Lippen aufeinander, um nicht laut lachen zu müssen.
       „Sechsunddreißig!“ Vernon hatte gestern die Geschenke gezählt und lächelte seinen Sohn stolz an.
       „Was?“ Dudley drehte sich entsetzt zu seinem Vater und fletschte gereizt seine Zähne. „Das sind zwei weniger als letztes Jahr.“
Während Harry den Schinken erneut anbriet, weil Dudley und Vernon es gerne so aßen, rannte Larissa um den Tisch herum und schenkte Onkel Fettklops seinen fünften Kaffee nach. Diesen hätte sie ihm aber am liebsten über den Kopf gegossen. Seit sie Denken konnte, behandelten die Dursley die Potters, als wären sie hier nicht willkommen.
In der Küche kochte Larissa Kaffee, während sie ihren Gedanken erneut nach ging. Gott, wie ich diese ätzende Familie hasse. Warum müssen ich und mein Bruder denn unbedingt hier leben? Selbst auf der Straße wäre es doch gemütlicher. Ich hoffe, dass wir bald diese ätzende Familie verlassen können und unseren Leben leben können.
Das Mädchen hörte, wie sich Harry in der Küche auf einen Stuhl setzte, der neben einem Fenster stand. Er sah aus dem Fenster und seufzte müde.
Larissa wusste, dass er erschöpft war, von der Aufgabe und dabei war es erst morgen. Das Mädchen ging zu einem Schrank, holte ein Glas heraus und schenkte ihm Wasser ein.
       „Alles in Ordnung?“ Larissa überreichte ihm das Glas.
Harry nahm es dankend an und trank. „J-Ja, ich denke schon.“ Das war gelogen. Gerne hätte Larissa mit ihm geredet, doch sie wusste, wann sie ihn in Ruhe lassen sollte.
Mit der gefüllte Kaffeekanne lief Larissa ins Wohnzimmer, direkt auf Vernon zu.
Tante Petunia streichelte Dudley über den Rücken. „Wenn wir heute in den Zoo gehen, kaufen wir dir noch zwei Geschenke, in Ordnung?“ Tante Petunia streichelte Dudley über den Rücken.
       „Ja.“ Dudley ließ sich auf einen Stuhl plumpsen und grapschte nach einem Päckchen.
Heute an Fettklops - Juniors Geburtstag, war der Tag, an dem sie in den Zoo fahren würden. Doch Larissa und Harry mussten bei irgendjemandem untergebracht werden. Die Erwachsenen hätten sonst Angst, dass sie den Tag ruinieren könnten.
Nachdem Larissa dafür gesorgt hatte, dass Vernon seinen Kaffee bekam, lief sie zu Tante Petunias Platz, um ihr Kaffee in die Tasse einzuschenken, als es plötzlich das schrille Telefon klingelte. Tante Petunia rannte aus dem Wohnzimmer.

Über eine Theke in der Küche sahen die Potters dabei zu, wie Dudley das Rennrad, eine Videokamera, ein ferngesteuertes Modellflugzeug, neue Computerspiele und einen Videorecorder auspackte.
       „Ich wünschte, wir hätten so viele Videospiele.“ Larissa verzog traurig das Gesicht. „Dann wäre das Leben hier etwas angenehmen.“
Harry nickte und setzte sich wieder auf den Stuhl neben dem Fenster.
       „Schlechte Nachrichten, Vernon.“ Tante Petunia betrat frustriert das Wohnzimmer. „Mrs Figg hat sich ein Bein gebrochen. Sie kann die Zwei heute nicht nehmen.“ Unwirsch nickte sie mit dem Kopf in Harrys und Larissas Richtung, die sich noch in der Küche befanden.
Larissa sah zu ihrem Bruder runter, in der Hoffnung auf einen normalen Tag. Harry erhob sich, stellte sich neben Larissa und sah hoffnungsvoll zu den Erwachsenen. Doch Dudley klappte vor Schreck der Mund auf. Jedes Jahr blieben Harry und Larissa bei Mrs Figg. Eine verrückte Dame zwei Straßen weiter. Sie hassten es, dorthin zu gehen. Das ganze Haus roch nach Kohl und Mrs Figg bestand darauf, dass die Potters sich die Fotos aller ihrer Katzen ansahen.
       „Und nun?“ Tante Petunia war betrübt und Onkel Vernon schlug vor, dass sie bei Magda untergebracht werden könnten. „Sei nicht albern, Vernon. Sie hasst die beiden.“
       „Was ist mit deiner Freundin Yvonne?“
       „Macht Ferien auf Mallorca.“
       „Lasst uns hier!“ Die Erwachsenen drehten sich zu Larissa um. Tante Petunia schaute, als hätte sie in eine Zitrone gebissen. „Und wenn wir zurückkommen, liegt das Haus in Trümmern?“
       „Nein, ich-“ doch das Mädchen wurde ignoriert.
       „Wir können sie in den Zoo mitnehmen.“ Tante Petunia rieb sich die Hand und drehte sich zu Vernon. „Und sie im Wagen lassen. Was denkst du?“
       „Was? Der Wagen ist neu, kommt nicht infrage, dass sie allein drin bleiben.“
Dudley weinte laut. Somit bekam er alles, was er sich wünschte. „Sie werden meinen Tag ruinieren.“
Tante Petunia lief zu ihm und nahm ihn in den Armen. „Mein kleiner Duddybums, weine nicht. Ich werde nicht zulassen, dass sie deinen Geburtstag verderben.“
       „Ich möchte nicht, dass sie mitkommen!“ Dudley heulte und wischte seine falschen Tränen mit seiner Hand weg. „Sie machen alles kaputt!“ Durch die Arme seiner Mutter hindurch, warf er Harry und seiner Schwester ein gehässiges Grinsen zu.

Halbe Stunde später saßen die Potter Zwillinge im Auto, auf dem Weg zum ersten Zoobesuch ihres Lebens. Larissa freute sich und Harry konnte es nicht fassen. Onkel Vernon und Tante Petunia fielen nichts Besseres ein, als sie mitzunehmen.

Während der Fahrt beschwerte sich Onkel Vernon über alles Mögliche und über die Potters. Larissa ignorierte ihn und sah währenddessen aus dem Fenster. Die Dursley lebten in einer Straße, wo alles gleich aussah. Schnell löste sie den Blick und drehte ihren Kopf zu Harry, der zwischen Dudley und ihr saß. Sein Blick war nach vorne gerichtet.

Sie kamen an und die Zwillinge sahen, wie einige Familien sich in den Zoo drängelten. Am Eingang wollte Dudley eine große Schokoladeneiskugel. Auf die Frage der Eisverkäuferin, was Larissa haben wollte, schüttelte das Mädchen den Kopf.
Die Eisverkäuferin lächelte Harry an. „Und der junge Mann?“
Bevor Harry etwas sagen konnte, kam Vernon zuvor und kaufte ihm ein billiges Eis.
Sie gingen ins Reptilienhaus. Es war kühl und entlang der Wände, waren beleuchtete Sichtfenster eingelassen. Hinter dem Glas krabbelten und glitten alle Arten von Echsen und Schlangen, über Äste und Steine. Larissa blieb vor dem Gehege einer dicken Schlange stehen. Vor dem Glas stand ein Informationsbrett. Harry stellte sich neben sie. „Endlich dürfen wir was Normales erleben.“
       „Ja, du hast recht.“ Larissa lächelte und sah ihn an. „Hast du gestern etwas geträumt?“
Harry überlegte mit einem Finger am Kinn. „In meinem Traum kamen fliegenden Besen, Zauberstäbe und Zaubertränke vor.“ Der Junge hielt inne, als er über seinen Traum nachdachte.
Das Mädchen griff nach seiner Hand und näherte sich ihm. „Vielleicht will dein Traum dir etwas sagen? Auch wenn du denkst, ich bin verrückt, aber ich habe uns eine Weile beobachtet. Wann warst du das letzte Mal beim Friseur?“ Larissa deutete auf seine Haare.
       „Vor vier Tagen?“ Harry griff nach einer Strähne und ihm fiel auf, wie lang seine Haare waren. „Sie sind schnell nachgewachsen. Ob das Magie ist?“
       „Als ich mir vor einem Jahr den Arm gebrochen habe, ist er in drei Tagen ohne Medikamente verheilt.“ Larissa hielte inne und schenkte der Schlange wieder ihre Aufmerksamkeit.
Plötzlich standen die Dursleys hinter den Potter und musterten die Schlange, die in eine Schnecke zusammengerollt war.
       „Bewegung!“ Onkel Vernon klopfte mit der Faust gegen das Glas, doch die Schlange rührte sich nicht.
Dudley klang frustriert. „Wie langweilig.“ Er schlurfte davon. Seine Eltern folgten ihm.
Larissa schüttelte den Kopf und sah mitfühlend die Schlange an. „Den ganzen Tag von allen angestarrt zu werden ist langweilig.“ Sie lachte, doch plötzlich hielte sie inne. „Harry, hast du das gesehen? Die Schlange hat gerade geblinzelt.“
Harry sah die Schlange misstrauisch an, die den Kopf anhob, bis die Augen auf einer Höhe mit den Zwillingen waren. Das Tier stieß mit dem Kopf in Richtung Onkel Vernon und Dudley und rollte die Augen nach oben. Die Zwillinge verstanden diese Gesten. Anscheinend musste sie solche Menschen andauernd ertragen.
Harry nahm Mut. „Das nervt dich, oder?“
Die Schlange nickte. Das Mädchen fragte das Tier, woher es kam. Die Schlange stieß mit ihrem Schwanz gegen ein Schild nahe dem Fenster. Harry spähte auf die Inschrift: Boa constrictor - Brasilien.
Harry fragte, ob es dort schön war, doch die Schlange deutete auf einem Schild neben dem Fenster mit der Aufschrift: Dieses Exemplar wurde im Zoo ausgebrütet.
Die Zwillinge bekamen Mitleid mit dem Tier und Larissa fragte, ob sie jemals in Brasilien war. Die Schlange schüttelte den Kopf und hinter Harry und Larissa erschallte plötzlich ein ohrenbetäubendes Rufen, das sie beide zusammenzucken ließen. „MUM, DAD. KOMMT UND SEHT EUCH DIESE SCHLANGE AN! DAS GLAUBT IHR NICHT, WAS SIE TUT!“
Dudley rannte auf die Zwillinge zu und warf Harry und Larissa zur Seite. Sie setzten sich auf den Boden und Harry wurde wütend. Er hasste seinen Cousin. Einen Moment drückte sich Dudley gegen das Glas und im nächsten Moment fiel er ins Gehege.
Die Potters stockten den Atem. Die Glasscheibe am Terrarium der Boa constrictor war verschwunden. Die Schlange entrollte sich und schlängelte sich heraus auf den Boden. Im ganzen Reptilienhaus schrien die Menschen und rannten zu den Ausgängen.
Die Schlange blieb vor den beiden Potters liegen. „Ich danke euch sssehr.“
       „Ähm!“ Die Zwillinge sahen die Schlange mit großen Augen an. „G-Gerne. V-Viel Glück in Brasilien.“
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