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Schatten der Vergangenheit

GeschichteAngst, Freundschaft / P18 / Gen
Kriminalhauptkommissar Adam Schürk Kriminalhauptkommissar Leo Hölzer
23.04.2021
29.07.2021
7
7.010
1
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22.07.2021 937
 
Es dauerte nicht sehr lange bis Adam Leo in einer dunklen Seitengasse gefunden hatte. Dieser lag gefesselt und bewusstlos am Boden, nur seine leichten Atemzüge verrieten Adam, dass sein Freund lebt. Adam schaute sich kurz um, ob noch irgendjemand in der Nähe war, doch er konnte keine Menschenseele entdecken, wie es aussieht muss der Täter geflohen sein, als er hörte, dass sich jemand mit schnellen Schritten nähert. Adam beschloss nicht noch länger Zeit zu verschwenden und nahm Leo die Fesseln ab und brachte ihn schließlich zu seiner Wohnung.

Es verging eine halbe Stunde bis Leo endlich seine Augen öffnete und sich erst einmal irritiert umschaut, bis er merkt, dass er in Adams Wohnung auf dessen Couch liegt. „Du bist wach“, sagte Adam und man konnte seine Erleichterung heraushören, als er mit einem Glas Wasser zu Leo lief. „Was ist passiert? Und wer hat dir das angetan?" fragte Adam, der sich nun neben Leo setzte und ihm das Glas reichte. "Ich...ich dachte, er wollte mich töten. Er hat mich in die Gasse gezogen und verprügelt." sagte Leo und nahm einen Schluck. "Hat die Person auch einen Namen?", fragte Adam und merkte das seine Geduld grad nicht die beste war und diese wurde erst recht auf die Probe gestellt als Leo nicht antwortete und weiterhin seine Decke anschaute. "Hey Leo! Wer war es!?" fragte Adam nun lauter und genervter, doch der angesprochene zuckte nur kurz zusammen und schaute Adam erschrocken an. "Ich...scheiße... Leo das wollte ich nicht. Ich wollte dich nicht anschreien. Wenn du es mir noch nicht sagen kannst ist das auch okay." sagte nun Adam, dem es Leid tat, dass er seinen besten Freund angeschrien hat. "Schon ok. Darf ich vielleicht grad alleine sein?" fragte nun Leo abwesend und versuchte Adam nicht anzuschauen. Eigentlich will Adam ihn gerade ungern alleine lassen, aber wenn er keinen Streit herbeiführen will, sollte er Leos Wunsch berücksichtigen. Daher nickte er nur und bevor er aus dem Wohnzimmer ging, sagte er noch: "Falls du etwas brauchst, ruf einfach." Leo nickte nur und hörte schließlich wie sich Adam vom Wohnzimmer entfernte.

Leo wusste, dass Adam ihn nur angeschrien hatte, weil er besorgt um ihn war. Doch er konnte ihm nicht sagen, wer ihn in diese Gasse gezogen hatte, er musste das selbst regeln ohne Adam. Leo stand nun langsam von dem Sofa auf und lief zum Schlafzimmer, nur um in dieses hereinzuschauen und  um sich zu vergewissern ob Adam schon schläft. Und tatsächlich Adam lag Augenscheinlich friedlich im Bett und schlief. Danach schloss Leo langsam die Türe und lief leise zur Haustür. Was er aber nicht ahnte war, Adam schlief nicht. Er hatte Leo gehört als dieser die Türe langsam auf und ganz langsam wieder zu machte und sich ebenfalls leise von dieser entfernte. Mit einem Ruck stand Adam dann schließlich auf und sprintet zur Türe, die er aufstieß. Und rannte zu Leo der gerade im Begriff war aus der Haustür zu gehen. Adam packte ihn am Oberarm und riss ihn wieder in die Wohnung und schlug die Haustür zu. "Wo wolltest du gerade hin!", schrie Adam wütend auf. "Das geht dich einen Scheiß an!", schrie Leo ebenfalls wütend zurück. "Und wie mich das was an geht! Du bist mein bester Freund und du wurdest erst von irgendjemand fast tot geprügelt! Also sag mir nicht, dass würde mich nichts angehen!" zischt Adam und kam Leo näher bis dieser mit dem Rücken an die Wand stößt. "Das ist meine Sache! Also halt dich raus!" schrie Leo lauter und schubste Adam von sich weg und wollte an Adam vorbei, doch er wurde von diesem am Handgelenk festgehalten: "Ich soll mich also raushalten?!" Adam kam dann näher zu Leo, bis er dicht an seinem Ohr innehielt und sagte mit einem verletzten Tonfall: „Wenn du gehen möchtest bitte! Aber merk dir, wenn du jetzt gehst...dann sind wir auch keine Freunde mehr und ich werde aus dem Saarland abhauen. Ich wollte nur auf dich aufpassen mehr nicht." Danach ließ Adam Leo los und schaute ihn noch kurz mit einem traurigen und verletzten Gesichtsausdruck an, bis er schließlich wieder in sein Schlafzimmer ging.

Leo stand noch eine ganze weile im Flur und wusste nicht, was er tun sollte. Auf der einen Seite will er nur, dass Adam sich da raushält, aber auf der anderen Seite kann er ihn nicht wieder verlieren. Daher machte er die einzige richtige Entscheidung, er ging nicht durch die Haustür, sondern zu Adam. Dieser saß auf dem Bettrand und schaute traurig auf den Boden. Er merkte erst, dass Leo da war, als dieser vor ihm stand. Adam schaute ihn mit glasigen Augen an und stand dann auf um ihn Sekunden später in eine feste Umarmung zu ziehen. "Ich dachte, ich hätte dich verloren als du nicht nachhause kamst. Und...und als ich dich gefunden hab..." fing Adam heiser an brach aber dann ab. "Alles ist gut. Mir tut es auch leid. Ich hätte nicht so egoistisch sein dürfen. Ich kann dich nicht wieder verlieren." sagte schließlich Leo und drückte sich noch mehr an Adam und nuschelte noch einmal eine Entschuldigung. In dieser Position verharrten sie eine weile, bis sie sich lösten und den jeweils anderen anlächelten. "Wir sollten schlafen." meinte Adam und lag sich dann ins Bett. Leo tat dasselbe und statt auf die Matratze zu liegen, lag er nun auf der anderen Seite des großen Bettes und wünschte Adam eine gute Nacht und wenige Minuten später schliefen beide ein.
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