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Marvel`s The Punisher - Darkness and Light

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte, Action / P18 / Het
Frank Castle "The Punisher" OC (Own Character)
23.04.2021
25.06.2021
9
10.686
 
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23.04.2021 1.237
 
*FRANK*

Das Blut tropfte auf den Boden. Tropf. Tropf. Alles schmerzte. Mein Körper war nur noch Brei. Ich sah alles nur verschwommen und es drehte sich. Tropf. Tropf. Ich hielt mir mit der Hand die Wunde zu, doch das Blut floss wie ein Strom aus mir. Tropf. Tropf. Jeder Schritt hinterliess einen Fleck. Ein Flecken aus Blut von mir. Tropf. Tropf. In meinen Ohren klingelte es. Ich blinzelte und blickte nach oben. Dunkelheit. Kein Sternenlicht. Nicht hier. Nicht in New York. Tropf. Tropf.

Jeder Schritt fällt mir schwerer und schwerer. Jeder Schritt blutet mich aus. Jeder Schritt schmerzt. Irgendwo erklingen Sirenen. Gehetzt blicke ich mich um. Mein Herz schlägt nur langsam. Jeder Schlag treibt mir das Blut noch weiter aus dem Körper. Tropf. Tropf. Es hört nicht auf. Ich schmecke es in meinem Mund. Ich spüre wie es aus jeder Pore zu bluten scheint. Ich spüre wie jeder Schritt schwerer und schwerer wird für mich. Als hätte ich Gewichte an den Füssen. Tropf. Tropf.

Doch ich schleppe mich weiter. Immer weiter. Tropf. Tropf. Die Sirenen kommen näher. Ich muss hier weg. Ich muss… Tropf. Tropf. Ich spüre wie die Schwärze nach mir greift. Ich spüre wie mein Körper sich ausruhen will. Nur kurz. Nur eine kurze Pause. Verschnaufen. Nur… Tropf. Tropf. Doch ich muss weiter. Ich darf nicht geschnappt werden. Ich muss weiter. Tropf. Tropf. Und so zwinge ich mich dazu weiter zu gehen. Zwinge meinen Körper dazu noch den kleinsten Funken Leben zu aktivieren.

Ich spüre kaum noch meine Beine. Wie in Trance schleppe ich mich vorwärts. Tropf. Tropf. Immer weiter. Weg von den Sirenen. Doch niemals weg von der Dunkelheit. Sie hat mich schon längst in ihren Fängen. Sie wird mich nie wieder los lassen. Tropf. Tropf. Erneut wird mir schwindelig. Erneut blinzele ich. Nein. Noch nicht. Nicht jetzt. Tropf. Tropf. Ich reisse meine Augen auf. Der Schweiss und das Blut fliessen hinein. Es brennt, doch ich muss eine klare Sicht haben. Also blinzele ich und wische mir mit der Freien Hand über das Gesicht.

Jeder Atemzug schmerzt. Ich spüre wie das Leben meinen Körper verlassen will. Doch ich zwinge es wieder hinein. Nur das Blut will nicht aufhören zu fliessen. Es fliesst. Es tropft auf den Boden und ich hinterlasse eine Spur aus roten Pfützen. Tropf. Tropf. Ich presse meine Hand gegen die Seite und stöhne auf. Verdammt ich muss weiter. Ich muss zu Curtis. Der flickt mich schon wieder zusammen. Die Sirenen verstummen. Also bin ich ihnen entkommen. Mal wieder habe ich unverschämtes Glück. Tropf. Tropf.

Aber dieses Glück will mich verlassen. Es fliesst aus mir heraus. Und ich werde immer schwächer. Ich muss weiter. Tropf. Tropf. Ich muss in Sicherheit. Ich muss zu Curtis. Er ist der beste Sanitäter den ich kenne. Er flickt mich schon wieder zusammen. Tropf. Tropf. Die Wand nähert sich mir und ich stütze mich ab. Einen schwall Blut hustend warte ich ab. Zitternd hole ich das Handy heraus. Das Blut an meiner Hand erschwert es mir die Tasten zu drücken und ich rutsche immer wieder ab. Tropf. Tropf.

Als es endlich geschafft ist, halte ich es an mein Ohr. Das Freizeichen und das Blut erklingen synchron. Tuut. Tuut. Tropf. Tropf. Tuut. Tuut. Tropf. Tropf. >Curtis Hoyle hier.< erklingt endlich seine Stimme. Ich muss blinzelnd um die Dunkelheit nicht gewinnen zu lassen. „Curtis, ich bin es. Ich brauche deine Hilfe…“ meine Stimme klingt wie ein Reibeisen. Sie klingt schwach und ich weiss, dass mir nicht mehr viel Zeit bleibt. Denn ich klammere mich nur noch an einen Seidenen Faden. Während das Leben aus mir heraus fliesst. Tropf. Tropf.  

Ich ziehe die Nase hoch und spucke aus. >Wo bist Du?< fragt er nur und ich blicke mich um. „In der Nähe vom Center.” keuche ich und das Handy fällt zu Boden. Meine Hand zittert. Mit einem Klacken fällt das Gerät auf den Boden und schlittert einige Zentimeter weiter. Mitten in eine Pfütze aus Blut. Tropf. Tropf. Und ich spüre wie die Dunkelheit langsam ihre Hand nach mir ausstreckt. Wie mein Sichtfeld von ihr heimgesucht wird. Ich muss an Maria und die Kinder denken. Vielleicht komme ich ja jetzt zu ihnen…

Doch ich kann noch nicht. Ich muss das zu Ende bringen. Noch muss ich hier bleiben. Noch kann ich nicht gehen. Tropf. Tropf. Ich stütze mich noch immer an der Wand ab. Wenn ich sie los lasse, werde ich fallen. Dann wird sie mich kriegen. Die Dunkelheit. Sie hat mich längst. Sie wartet darauf, dass der letzte Tropfen Blut aus mir fliesst. Tropf. Tropf. Gierig streckt sie die Finger nach mir aus. Doch ich halte mich fest. Ich halte an dem letzten Funken Leben in mir fest. Tropf. Tropf. Ich muss daran festhalten.

Ich habe kein Zeitgefühl mehr. Ich weiss nicht wie lange ich hier schon stehe. Ich weiss nur, das zwei starke Arme mich plötzlich festhalten: „Frank, verflucht noch mal.“ höre ich noch Curtis sagen, dann hat sie mich. Dann schlägt sie über mich. Sie greift und zerrt an mir. Sie will mich festhalten. Doch ich blinzele und das Licht erscheint. Immer wieder kämpfen Dunkelheit und Licht um mich. Tropf. Tropf. Ich höre dumpf die Stimme von Curtis. Ich soll nicht aufgeben. Ich soll ihm nicht wegsterben. Keine Sorge, das werde ich so schnell nicht.

Ob ich das gedacht oder gesagt habe, kann ich nicht sagen. Ich spüre irgendwann etwas Festes unter mir. Ich spüre wie wir uns bewegen und irgendwann spüre ich wie es aufhört zu fliessen. Kein Tropfen mehr. Kein Tropf. Tropf. Es hat aufgehört. Doch dafür ringen die Dunkelheit und das Licht nach mir. Ich verliere immer wieder das Bewusstsein. Sehe Curtis, wie er die Lippen bewegt. Doch kein Ton will zu meinen Ohren durchdringen. Ich kann nicht hören was er sagt. Doch ich weiss, er wird mich schon wieder hinbekommen.

Und so lasse ich die Dunkelheit siegen. Lasse sie über mich zusammen brechen, wie eine Welle. Spüre wie ich davon drifte und wie mein Körper in heilenden Schlaf rüber gleitet. Irgendwohin weit weg. Sehe um mich herum nur Dunkelheit. Doch dann kommt am Ende ein kleines Licht. >Hey Schlafmütze.< lächelt sie, streichelt mir über die Wange und ich wache schreckhaft hoch. „Wie spät ist es?“ frage ich sie und sie lächelt mich an. Sie ist so wunderschön. >Halb Zehn.< antwortet sie und ich stöhne.

Sie lacht und ich ziehe sie zu mir ins Bett. Ich könnte Ewig hier bleiben. Bei ihr. In diesem Bett. „Wo sind die Kinder?“ frage ich, während ich ihr die Haare zurückstreichel. >Sie sind draussen und spielen. Ich hab ihnen gesagt, das sie Dich schlafen lassen sollen.< Sie liebkost mich und ich seufze. Dann kommt ein Mann mit Ski-Maske rein und schiesst. Ich schreie. Ich schreie ihren Namen. Das Blut spritzt und färbt alles Rot. Ich wache schreckhaft auf und will mich erheben.

>Frank, bleib liegen, sonst platzen die Nähte auf. Und dann war alles umsonst.< ermahnt mich Curtis und ich lasse mich zurück in die Kissen fallen. Ich realisiere so langsam wo ich bin. Mein Herz klopft wie wild. Ich schlucke und schmecke einen widerlichen Geschmack in meinem Mund. „Wasser.“ krächze ich und im nächsten Moment hält mir Curtis etwas an die Lippen. Ich trinke gierig die kühle Flüssigkeit, ehe ich wieder in die Dunkelheit abdrifte. >Ruh Dich aus, Frank.< höre ich Curtis noch sagen, ehe ich vollends im Nichts versinke.
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